04.10.2021

Heute lass’ ich’s krachen


Gestern war Feiertag, also in Deutschland, und da hab ich’s hier richtig krachen lassen. Da hab ich den Esel gestriegelt und gekämmt, und zusammen sind wir dann nach Montana gezogen, wo ich mir einen Cheesecake samt einem Cappuchino gegönnt habe. Das ganze für drei Euro, für den Esel gab’s ne Möhre dazu. Das war alles in den drei Euro drin, auch das Trinkgeld. Montana gibt es wirklich, so wie es Bulgarien wirklich gibt, auch wenn beides sehr am Rand liegt.

Was es nicht mehr gibt, ist Russia Today für Deutschland, was mit der Impfkritischen Berichterstattung zusammenhängen soll. Ich recherchiere das gar nicht mehr. Der Gegner tut dies auch nicht und kommt damit nicht nur durch, sondern ist sogar sehr erfolgreich damit. Also warum sollte ich meine Zeit mit Recherche verschwenden. Ich kann logisch denken, alleine damit bin ich dem Gegner voraus, wobei Gegner das verkehrte Wort ist. Der, den ich Gegner nenne, ist nicht mein Feind. Aber er hat mich zum Feind erklärt, weil ich nicht seiner Meinung bin. Weil ich mir nicht nur Cheesecake und Cappuchino gönne, sondern mir darüber hinaus den Luxus einer eigenen Meinung erlaube. Gestern noch eine Selbstverständlichkeit, heute bereits kriminell. So schnell kann’s gehen. Neuerdings will er, also der, der mich zum Feind erklärt hat, mir sogar ans Leder oder genauer unter die Haut gehen, ganz genau subcutan (s.c.). Ich handle und schreibe lediglich aus Notwehr. Nur damit das jedem klar ist, der jetzt noch schweigt. Denn es stimmt wirklich: Wer schweigt, stimmt zu.

Wohlmeinende Menschen in der Heimat sind bis heute der Meinung, dass sich die Mitläufer irgendwann mit denen, die da zum Feind erklärt werden, ich bin nicht alleine, solidarisieren würden. Ich glaube nicht daran. Noch unwahrscheinlicher wie der Aufstand der Anständigen, den es nie gegeben hat, ist ein Aufstand der Ängstlichen, genauer der Verängstigten. Aber der Tag wird kommen, da bin ich mir sicher, an dem man sie fragen wird, die schweigende Mehrheit, warum sie dies alles tatenlos geschehen lassen haben mit ihren Mitmenschen. Vorher wird noch so einiges passieren, so wie immer einiges passieren muss, bevor der Mensch zur Vernunft kommt. Er müsste sich ansonsten ja eingestehen, dass er lange, viel zu lange, einem falschen Propheten hinterhergelaufen ist. Das ist bitter, ich weiß das aus eigener Erfahrung. Mein falscher Prophet war der Alkohol, von dem ich mich vor nunmehr drei Jahre und vier Monaten losgesagt habe. Nur sollte niemand erwarten, dass man ihn dann, wenn es zu spät ist, noch irgendwie Ernst nehmen wird. Empathie ja – Ernst nehmen nein. Das wäre wirklich des Guten zu viel. Wer Zweifel hat, und die allermeisten Mensch haben sie, soll sie jetzt aussprechen – oder für immer schweigen.

Deutschland ist auf dem Weg zu einer Impfpflicht, in anderen Ländern gibt es sie bereits. Bei uns sollte es sie nie geben, das wurde den Menschen versprochen. Wer das Gegenteil behauptete, war ein Verschwörungstheoretiker oder schlimmeres. Nur, was macht man mit all den Menschen, die sich nicht impfen lassen möchten, was ihr gutes Recht ist. Wie ist deine Haltung dazu? Sollen sie Zwangsgeimpft werden? Oder „nur“ eingesperrt? Wenn ja: Wo? Im Gefängnis? Oder gleich in der Psychiatrie? Und was machst du? Bist du beim Zwangsimpfen dabei? Ich meine: Legst du selbst Hand an? Hilfst du beim Einsammeln der Gefährder und Schädlinge mit? Oder machst du „nur“ die Augen und Ohren zu? Es ist schließlich nur zum Besten aller. Das glaubst du zumindest, denn du gehörst zu den Guten. Und damit das Gute sich durchsetzt, ist kein Preis zu hoch, selbst der des Bösen nicht.

All das ist nicht neu, sondern ein alter Hut in der Menschheitsgeschichte. Wenn du dir einen Moment Zeit nehmen würdest zum Nachdenken, dann würdest du selbst drauf kommen. Dazu müsstest du allerdings rauskommen aus dem Angst- und Panikmodus, in den man dich nun schon seit eineinhalb Jahren versetzt hat. Denn es geht nicht „um Leben und Tod“, wie man es dir Tag für Tag aufs Neue erzählt. Oder genauer: Es geht nicht mehr „um Leben und Tod“, wie es beim Leben immer „um Leben und Tod“ geht. Leben ist lebensgefährlich und endet mit dem Tod. Daran hat sich nichts geändert, du hast es nur vergessen. Worum es heute einmal mehr geht, das sind Empathie und Mitmenschlichkeit, die dir offensichtlich abhanden gekommen sind in den letzten Monaten.

Womit du rechnen solltest, ist, dass Menschen sich all das, die ganzen Schikanen und unsinnigen Verordnungen nicht auf Dauer gefallen lassen. Das ist die Notwehr, von der ich sprach. Die Menschen haben versucht mit dir Kontakt aufzunehmen, aber du hast sie nicht gehört, wolltest sie nicht hören, hast deine Augen und Ohren zugemacht und ihre Argumente abgetan, dich gar nicht mit ihnen auseinandergesetzt, denn die können ja nicht richtig sein. Das erzählt man dir jeden Tag aufs Neue, und dann wird es wohl stimmen. Du wähnst dich wohlinformiert, aber in Wahrheit bist du nur ein Ignorant, ein in Angst versetzter dummer Ignorant. Auch ich bin es leid, mit Ignoranten zu reden. Du hast mir nie wirklich zugehört, nie mit mir geredet. Du hast immer nur versucht, mir von oben herab die Welt zu erklären, allen voran dass meine Haltung nicht die richtige sei. Für dich war ich immer ein Idiot, ein Kind, das es (noch) nicht begriffen hat. In Wahrheit ist es umgedreht. Der Idiot bist du. Du gehörst weggesperrt – nicht ich.

Ich habe mich vor dir in Sicherheit gebracht. Das ist die Wahrheit. Und ich kann nur jedem empfehlen, der noch ein Fünkchen Verstand hat, dasselbe zu tun. Versuche dieser Welle, die da auf uns zurollt, unbedingt aus dem Wege zu gehen, damit sie dich nicht platt macht wie ’ne Flunder. Denn „Der Ignorant und der Wahnsinnige“, sie werden dich nicht in Ruhe lassen. Die Fische im Wasser des Bergsees von Montana tun dies, sie lassen den Andersfarbigen andersfarben sein, sogar wenn seine Farbe Rot ist, was alleine schon aggressiv macht. Nicht so der Mensch, der Gutmensch. Der wird dich jagen, und du kannst nicht untertauchen, außer vielleicht in den Schluchten des Balkans.


Fotos&Text TaxiBerlin

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen