05.03.2021

Leben in Zeiten von Corona - Heute: Ich mache mir Sorgen, Bill

 

Hier nicht im Angebot

Das letzte Universalgenie war, so sagt man, Gottfried Wilhelm Leibniz. Das ist jetzt über 300 Jahre her, Leibniz starb 1716. Seither hat es kein Universalgenie mehr gegeben, so die übereinstimmende Meinung bis gestern, weil die Welt zu komplex, zu kompliziert geworden ist. Das scheint sich gerade zu ändern, denn Bill Gates, der eigentlich William "Bill" Henry Gates III (Der Dritte!) schickt sich an, das Klima, also die Welt, zu retten, nachdem er bereits Software und Computerviren erfunden hat, die Weltgesundheitsorganisation WHO gekapert und seither mitbestimmt, was gesund und was krank ist, und die gesamte Menschheit durchimpfen und daran mitverdienen möchte, was für ein Universalgenie kein Interessenkonflikt darstellt. Ich vergaß den Philantropen, der Bill Gates auch ist, über den Oscar Wilde sagte: "Philantropen verlieren jedes Gefühl für Menschlichkeit. Das ist ihr hervorstechender Charakterzug."   Also sprach TaxiBerlin, kannste glauben.

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04.03.2021

Leben in Zeiten von Corona - Heute: Geiz ist Geil - Auch beim Bestatten



In meinem Taxi habe ich mir alles und jeden angehört, was mir heute als Trockener Taxifahrer, dem man die Fahrgäste genommen hat, am meisten fehlt: Der Austausch mit ganz verschiedenen Menschen. Die Fahrgäste wurden mir vor allem vom Großen Verarmer Uber aus Amerika geraubt, der offensichtlich so groß ist, dass für ihn Gesetze nicht gelten, was auf Englisch TO BIG TO FAIL heißt. Dass dies möglich ist, liegt auch an den Fahrgästen selbst, die auf dem alten Saturn Slogan GEIZ IST GEIL hängengeblieben sind, und die dabei auch nicht interessiert, ob es dabei mit RECHT UND GESETZ zugeht oder nicht. Seine Liebsten für weniger Geld in Polen oder Tschechien zu kremieren, so das Fachwort fürs Verbrennen, was ich aus obigem Interview mit einer Bestatterin, also mit einer Fachfrau fürs Kremieren, aus dem Ländle, die auch in meinem Taxi all das hätte sagen dürfen, weil dort ein jeder alles sagen durfte, was sie in obigem Video erzählt, ist Gang und Gäbe in unserem Land, auch wenn du davon vielleicht noch nie etwas gehört hast. Wie sich dieses GEIZ IST GEIL aktuell auf die Bestattungen in unserem schönen Land, in dem wir GUT UND GERNE leben, auswirkt, wenn wir unsere Liebsten plötzlich nicht mehr woanders für weniger Geld kremieren also verbrennen lassen können, das und vieles andere mehr erfährst du in obigem Interview. Dass ich dadurch, indem ich das Interview auf meiner Seite veröffentliche, nicht alles teile, was die Frau Bestatterin sagt, ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Genauso wenig habe ich die in meinem Taxi geäußerten Meinungen meiner Fahrgäste übernommen, nur weil ich sie von A nach B befördert habe. Aber wie leben in besonderen Zeiten, in denen Selbstverständliches schon lange, viel zu lange nicht mehr selbstverständlich ist. Deswegen dieser Hinweis.     Also sprach TaxiBerlin, kannste glauben.

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Leben in Zeiten von Corona - Heute: Der Coronairrgarten

In Schwarz Gelb

Höre gerade im Radio das Wort CORONAIRRGARTEN und es gefällt mir sofort sehr gut. Keine Ahnung, von wem das jetzt ist, es soll sich aber auf den wiederholten Coronagipfel von gestern und da auf dessen Beschlüsse beziehen. Wenn ich denn mal Radio höre, was immer seltener vorkommt, Fernsehen schaue ich schon ewig nicht mehr (ich schaue auch keine Sendungen im Internet nach), dann höre ich ehrlich gesagt gar nicht mehr richtig hin, sondern filtere nur noch bestimmte Wörter heraus, wie eben CORONAIRRGARTEN. Was vielleicht noch besonders an dem gestrigen Coronagipfel war, ist, dass so genannte Öffnungen beschlossen wurden, obwohl alle Daten (Inzidenzien und was es da so alles gibt) gegen sie sprechen. Deswegen auch CORONAIRRGARTEN. Warum das trotzdem so beschlossen wurde, das kann auch ich dir nicht sagen. Ich versuche schon gar keine Logik mehr zu finden, sondern nur noch Wörter wie eben CORONAIRRGARTEN, an denen ich mich festhalten kann. Alles andere scheint mir irrational zu sein. "Die Welt ist aus den Fugen" - wieder einmal. Darüber mache ich mir auch meine Gedanken, warum die Welt mal wieder aus den Fugen ist. Und ich komme immer öfter auf den Dreißigjährigen Krieg zurück. Ich weiß, der Dreißigjährige Krieg liegt lange zurück. Andererseits bin ich nicht der erste, der die aktuelle Situation mit dem Dreißigjährigen Krieg vergleicht. Ich will dazu nur einen Satz aus einem Fachbuch zum Dreißigjährigen Krieg zitieren, der diese Überlegung, die wie gesagt nicht nur ich habe, klarer werden lässt: "Während der größte Teil der Gesellschaft tendenziell verarmte, zeitweise sogar hungerte, machten Grundherren, Großbauern, Händler, aber auch Müller, Bäcker und Metzger glänzende Geschäfte." (Georg Schmidt, "Der Dreißigjährige Krieg", C.H. Beck, 8. Auflage 2010, S. 13) Grundsätzlich kann ich sagen, dass ein Blick in Bücher und da insbesondere in Geschichtsbücher mich weiter bringt, als mich mit dem CORONAIRRGARTEN zu beschäftigen oder mich gar in ihm zu verirren. Das Buch "Der Dreißigjährige Krieg" von Georg Schmidt findest du (noch) nicht in meinem Bauchladen, auch nicht das gleichnamige Buch der Engländerin Cicely Veronica Wedgwood. Diese hat sich bereits in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts mit dem Dreißigjährigen Krieg beschäftigt. Ihr Buch, welches auch ins Deutsche übersetzt ist und ein Standardwerk zum Thema Dreißigjähriger Krieg ist, erschien 1938, die Autorin war zu diesem Zeitpunkt 28 Jahre alt. Worauf ich hinaus will: Normalerweise beschäftigt man und auch frau sich in diesem Alter mit anderen Dingen als mit einem Krieg, der dreihundert Jahre zurückliegt. Ein weiteres interessantes Buch zum Thema Dreißigjähriger Krieg, das ich mir wohl als nächstes zulegen werde, ist das "Tagebuch eines Söldners" von Peter Hagendorf. Die Person Peter Hagendorf gab es wirklich, er ist als Söldner marodierend durchs Land gezogen, hat mehrfach die Fronten gewechselt, zusammen mit seiner Frau, die ihn dabei begleitete, ihm mehrere Kinder gebar, von denen die meisten nicht alt geworden sind, und ihm den Haushalt führte. Ein ganz normales Leben sozusagen inmitten eines großen blutigen Krieges, der, wenn er etwas später stattgefunden hätte, mit Sicherheit ein Weltkrieg gewesen wäre. Diese Kenntnis und die viele freie Zeit, die ich habe, weil ich weder Radio höre noch Fernseh schaue, mich auch nicht mit dem CORONAIRRGARTEN beschäftige und mich deswegen auch nicht in ihm verirre, bringt mich zu der Frage, ob wir uns nicht schon lange in einem Krieg, einem Nach-Kalten-Krieg, befinden und es nur noch nicht mitbekommen haben. Was das Radiohören angeht, da würde ich heute um 19 Uhr eine Ausnahme machen, wenn da nicht ausgerechnet das Treffen der Trockenen Taxifahrer, zu dem ich seit einiger Zeit regelmäßig gehe, stattfinden würde. Du kannst die Sendung von Kollegin Sonja, ich hatte gestern hier über sie geschrieben, heute live hören, aber sie auch, so wie ich, später hier nachhören, vorausgesetzt du hast dich nicht bereits im CORONAIRRGARTEN verirrt.   Also sprach TaxiBerlin, kannste glauben.

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03.03.2021

Leben in Zeiten von Corona - Heute: Maria mit dem Trinkgeld

 

Unbefleckte Empfängnis

Das letzte Trickgeld habe ich vor ziemlich genau einem Jahr bekommen, was sich heute änderte, denn da überwies mir Maria nicht nur das Geld für das Buch, das sie in meinem Bauchladen gekauft hatte, sondern legte noch ein Trinkgeld obendrauf. Ganz genau waren es zwei (2!) Euro (€) Trinkgeld, das nur als Information an alle Krämerseelen unter meinen Lesern. Dass ich kein Trinkgeld mehr kriege, liegt daran, dass ich ein Trockener Taxifahrer bin, dem man die Fahrgäste und damit nicht nur seine Arbeit, sondern praktisch sein Leben genommen hat. Ich wiederhole das, weil immer mehr Menschen dieses Schicksal teilen, auch wenn sie keine Taxifahrer sind und auch noch nie Taxi gefahren sind. Sei ganz unbesorgt, du bist nicht alleine. Und wenn du deswegen kein Trinkgeld mehr gibst, dann habe ich dafür vollstes Verständnis. Du musst auch kein Buch von mir kaufen, könntest es aber, wenn du Lust dazu hast. Ich muss dich aber vorwarnen. In meinem Bauchladen findest du wenig reine Unterhaltung. Du läufst immer Gefahr, auch noch etwas dazu zu lernen. Oder wie einer meiner Fahrgäste und Bauchladenbuchkäufer es einmal ganz treffend formulierte: Lesen gefährdet Ihre Dummheit.   Also sprach TaxiBerlin, kannste glauben.

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Leben in Zeiten von Corona - Heute: "In German We Say Six And Thirty"



Habe ich gestern noch behauptet, kein Radio mehr zu hören, muss ich heute schon zugegeben, dass ich trotzdem Radio-Interviews gebe. Allerdings nicht jedem x-beliebigen Radiosender, von denen es viel zu viele gibt, sondern nur ausgewählten Radio-Sendungen. Ganz genau meiner eigenen Sendung "Hier spricht TaxiBerlin", die Kollegin Sonja von mir geerbt hat, und die das sehr sehr gut macht. Besser als ich das jemals gemacht habe, weil ich, was das Radiomachen angeht, ein blutiger Amateur bin und es wohl immer bleiben werde. Kollegin Sonja, die bereits nach nur weningen Malen ein echter Radio-Profi ist, war früher meine einzige Stammhörerin, wenn nicht gar meine einzige Höherin überhaupt. Damit es Kollegin Sonja mit ihrer professionellen Sendung nicht genauso geht wie mir damals mit meiner Amateur-Sendung, möchte ich hiermit auf ihre morgige Sendung um 19 Uhr auf Pi-Radio aufmerksam machen. Pi-Radio sendet in Berlin unter 88.4 MHz, in Potsdam unter 90.7 MHz und unter www.piradio.de ist es sogar weltweit als Live Stream zu hören. In ihrer morgigen Sendung spricht Kollegin Sonja über Berliner Stadtbezirke. Gemeinsam werden wir, ich bin dazu extra via Festnetztelefon aus Friedrichshain zugeschaltet, über den Prenzlauer Berg ablästern, was nicht besonders schwer ist. Ausserdem werde ich verraten, was für mich die größte Ungerechtigkeit beim Taxifahren ist. Das solltest du auf keinen Fall verpassen, denn es ist weder Uber noch Corona und auch nicht Andy Scheuer. Du wirst also aller Voraussicht nach etwas komplett Neues erfahren. Darüber hinaus werden wir uns einige passende Songs anhören, unter anderem "Görli, Görli" von P. R. Kantate, und diese dann auch erklären. Das ist nötig, weil heute kaum noch jemand weiß, was beispielsweise mit "Insi, Insi" gemeint ist. Du kannst dabei sein und solltest es auch, vorausgesetzt dass du noch etwas dazulernen möchtest, denn auch Kollegin Sonja kommt mit ihrer Sendung dem Bildungsauftrag nach, auch wenn sie es nicht an die große Glocke hängt, so wie ich es als blutiger Radio-Amateur und missionarischer Wichtigtuer mit Visionen in meiner Sendung immer getan habe.  Also sprach TaxiBerlin, kannste glauben.

PS: "In German We Say Six And Thirty", eine Zeile aus dem Refrain von obigem Song, weist darauf hin, dass wir im Deutschen "Sechsunddreißig" sagen und nicht "Thirty Six", wie es im Englischen richtig heißt. Gemeint ist übrigens die frühere Postleitzahl von "Kreuzberg 36", den Teil von Kreuzberg rund um den "Görli, Görli", um auch hier an dieser Stelle dem Bildungsauftrag nachzukommen.

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02.03.2021

Leben in Zeiten von Corona - Heute: "Kunst braucht Wahnsinn"

 

Leider wahr

Neben den regelmäßigen Treffen der Trockenen Taxifahrer, gehe ich auch noch zu den Meetings der Büchersüchtigen. Beides sind Selbsthilfegruppen, und ich kann Selbsthilfegruppen nur empfehlen. Sie nehmen praktisch das vorweg, was die Grünen planen, wenn sie im Herbst an die Macht kommen, ein "Ministerium für Zusammenhalt". Der Unterschied ist, letzteres ist von Oben verordnet, während Selbsthilfegruppen eine echte Graswurzelbewegung sind, die aus den USA kommen. Nicht alles, was aus Amerika kommt, ist schlecht. So denke ich. Doch zurück zur Selbsthilfegruppe der Büchersüchtigen, den Bibliomanen, deren Credo obiger Ausspruch von Erasmus von Rotterdam ist. Der Autor Stefan Zweig, der sich in Brasilien das Leben genommen hat, hat ein ganzes Buch über Erasmus von Rotterdam geschrieben. Wie Erasmus von Rotterdam auf "Der Umgang mit Büchern führt zum Wahnsinn" gekommen ist, kriege ich gerade nicht zusammen. Auf jeden Fall stimmt dieser Satz, das kann ich bestätigen. Vielen macht er Angst, selbst Büchersüchtigen, was verständlich ist. Auch mir gibt er zu denken. Das fällt mir besonders jetzt auf, wo wir von verschiedenen Seiten täglich aufs Neue in Angst und Panik versetzt werden, was aber praktisch an mir vorbei geht, weil ich seit einiger Zeit weder Radio höre noch Fernsehe. Da lese ich lieber, auch wenn wie gesagt der Umgang mit Büchern zum Wahnsinn führt. Dass mir diese Prognose mit jedem Tag weniger Angst macht, liegt auch an dem, was Frank Castorf über den Wahnsinn gesagt hat: "Kunst braucht Wahnsinn"  -  Also sprach TaxiBerlin, kannste glauben.

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Leben in Zeiten von Corona - Heute: Spring auch du auf "Die perfekte Welle"



"Die perfekte Welle" von Juli wurde damals wegen dem Tsunami aus dem Verkehr gezogen, so wie ich von Uber aus dem Verkehr gezogen wurde. Im Gegensatz zu mir ist "Die perfekte Welle" jetzt zurück, allerdings von Herrn Lauterbach und nicht von Juli. Herr Drosten ist schon auf die Steilvorlage Verzeihung "Die perfekte Welle" von Herrn Lauterbach aufgesprungen. Du kannst das auch, du musst nur leise den Text von Juli mitsummen, weil singen subversiv und verboten ist: "Ich bin hier, ich bin frei!" -   Also sprach TaxiBerlin, kannste glauben.

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01.03.2021

Leben in Zeiten von Corona - Heute: Subversivität ist die Neue Normalität

 

Singen ist subversiv
(kein Heiligenschein sondern Abwehrkraft)

Wer hätte das gedacht, dass singen noch mal subversiv sein würde. Also ich nicht. Das ist aber nicht der Grund, dass ich Sonntags neuerdings singe, im Chor zusammen mit anderen Menschen und natürlich ohne Maske. Das ist nicht nur möglich, sondern auch besser so. Es soll bereits Menschen geben, die mit Maske schlafen und auch schnarchen. Andere haben sich schon ein Loch in ihre Maske gebrannt, wo sie ihre Kippe durchstecken, damit sie mit Maske rauchen können. Es sollen sich auch schon Menschen mit Maske auf den Stuhl bei ihrem Zahnarzt gesetzt und sich gewundert haben, dass dieser sie nicht behandeln kann. Doch zurück zum Singen, das verboten ist, obwohl singen nachweislich die Abwehrkräfte stärkt. Das ist auch der Grund, warum ich singe. Dass singen subversiv ist oder sein soll, interessiert mich dabei nur am Rande. Ich muss jetzt auch mal an mich denken. So wie das bisher war (und immer noch ist), wo jeder erst einmal an sich denkt. So halten es auch alle anderen, mit denen ich zusammen singe, wobei singen das verkehrte Wort ist. Es ist eher ein lautes vorlesen, was wir Bibliomanen können. Wenn auch du in Gemeinschaft singen willst, dann darfst du nicht in die Gotteshäuser der großen Glaubensrichtungen gehen, denn dort wird nicht mehr gesungen. Dort trifft man sich schon gar nicht mehr. Willst du in Gemeinschaft singen, wirst du praktisch in die Sekten getrieben oder machst selber eine auf, so wie wir Bücherliebenden. Die singenden Bibliomanen gab es gestern noch nicht, heute aber schon. Wobei singen nicht ganz richtig ist, es ist eher ein lautes vorlesen bzw. rezitieren, was wir da zusammen praktizieren. Alleine in Gemeinschaft sein und ohne Maske, ist schon heilsam. Die Subversivität ist dabei nur eine von diesen Nebenwirkungen, die es zu beachten gilt, während wir gemeinsam unsere Abwehrkräfte stärken. Jedes Medikament und Therapeutikum allgemein hat seine Nebenwirkungen, und so auch das Singen. Ich denke, so muss man das sehen. Man kann aber auch sagen, dass Singen eine Art Notwehr ist gegen die sich mit jedem Tag verschärfende Massen-Psychose und Masken-Hysterie. Ein Grund für die sich tägliche Verschärfung ist, dass immer mehr Menschen subversiv werden, werden müssen, weil es praktisch unmöglich ist, sich an alle Vorschriften, Regeln und Gesetze zu halten. Die Subersivität der allermeisten Menschen ist also eigentlich ungewollt, wenngleich ein Fakt und absolut keine Fake News. Ich schreibe das, damit auch du dich vorbereiten kannst, wenn du demnächst zur Rede gestellt wirst, warum du eins von den vielen neuen Gesetzen, Regeln oder Verordnungen nicht eingehalten hast. Du darfst dann auf keinen Fall sagen, dass du das mit Absicht gemacht hast, denn das ist Vorsatz, und Vorsatz wird hart bestraft. Ich rate dir, dich einfach dumm zu stellen. Mit dumm stellen kann Mann und insbesondere Frau sehr weit kommen. Du könntest zum Beispiel sagen, dass deine vermeintliche Subversivität einfach nur deiner Verwirrung der vielen neuen Regeln, Gesetze und Verordnungen wegen geschuldet ist. Du könntest weiter argumentieren, dass deine vermeintliche Subersivität so gesehen nur eine Art Kollateralschaden darstellt, dessen Opfer ausschließlich du selbst bist. Dass du von deiner vermeintlichen Subversivität vielleicht sogar profitierst, wie ich beim Singen, mit dem ich meine Abwehrkräfte stärke, mag zwar stimmen und auch faktisch richtig sein, behältst du aber besser für dich. Ich habe mir zumindest schon den ein oder anderen dämlichen Satz zurechtgelegt, um die Ordnungshüter einzulullen. Man kann da, so denke ich, nichts verkehrt machen und sich nicht dumm genug stellen. Ob es funktioniert, das weiß natürlich auch ich nicht. Eine Garantie oder irgendeine andere Sicherheit kann ich dir nicht geben. Es gilt auch nicht die Balkanische Weisheit, dass wer Garantie haben will nach Frankreich gehen muss. Sicher ist, dass Subversivität bereits jetzt zu unserem Alltag gehört und subversiv zu sein die Neue Normalität ist. Also sprach TaxiBerlin, kannste glauben.

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28.02.2021

Leben in Zeiten von Corona - Heute: Kunst kann heute alles sein und auch bedeuten

 

Strassenkunst am Kottbusser Tor
früher Kreuzberg / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg

Lese gerade eine Kolumne im ehemaligen Nachrichtenmagazin aus Hamburg von der in der Schweiz lebenden Sibylle Berg mit dem Titel "Wir Menschen sind müde". Der Titel sprach mich an, weil ich mich schon lange frage, ob die Autorin überhaupt noch ein Mensch respektive Menschin ist. Hatte Sibylle Berg vielleicht eine plastische Operation zu viel, oder sieht sie wirklich so aus? Diese Frage beschäftigt mich nun schon einige Zeit, und wer da genaueres weiß, darf sich nicht nur, sondern soll sich unbedingt bei mir melden. Unabhängig davon macht sich die Autorin jetzt mit den Menschen gemein, das lässt der Titel der Kolumne vermuten. In der Kunst ist das, was in der Politik oft funktioniert, meist ein ganz schlechtes Zeichen. Vor allem ist es ein Zeichen schlechten Geschmacks, das scheint mit fest zu stehen. Jedenfalls menschelt jetzt auch Sibylle Berg, oder versucht es zumindest. Dass sie es überhaupt versucht, das ist ihr wiederum hoch anzurechnen. Das ist Dialektik. Die Kolumnen der Autorin waren in der Vergangenheit oft so abgehoben, was daran liegen mag, dass sie selbst in der Schweiz lebt, dass sie mit meinem Leben in unserem schönen Land, in dem wir gut und gerne leben, so rein gar nichts zu tun hatten. Grundsätzlich hat sich daran auch mit der aktuellen Kolumne nichts geändert. Sibylle Berg formuliert das so: Liebe Bürgerinnen und Bürger, danke, dass ich noch einen Job habe. Als ob wir Bürgerinnen und Bürger dafür verantwortlich wären, wenn immer mehr Menschen, so wie ich, dem Spiegel den Rücken kehren, Sibylle Bergs Kolumnen dort aber immer noch errscheinen. Immerhin gibt es in dem Satz kein *, kein / und auch kein BinnenIrgendwas. Trotzdem bleiben viele Sätze unverständlich, wie beispielsweiser dieser: Seit einem Jahr werden die Konsumentinnen und Konsumenten durch die Medien mit Zahlen beliefert, von denen sie eigentlich nie erfahren wollen, und die - mein Tipp - den meisten auch nichts sagen: - Was genau ist jetzt der Tipp der Autorin? Und zählt sich Sibylle Berg selbst auch hier zu den Menschen, also zu den Konsumenten und Konsumentinnen? Zumindest dürfte sie, die noch ihren Job hat, wie sie schreibt, noch konsumieren können, im Gegensatz ebenfalls zu immer mehr Menschen nicht nur hierzulande. Der Rest der Kolumne lässt sich kurz so zusammenfassen: Kunst kann heute alles und nichts sein und auch bedeuten, im Normalfall ist es letzteres, also Nichts. Will man diesem künstlerischen Nichts in schriftlicher Form (George Orwell nennt dieses Nichts Public Relations, weswegen es beim Spiegel, der seit Jahren immer mehr einem Mode-Magazin gleicht, auch gut aufgehoben ist) dann doch noch unbedingt Irgendetwas abgewinnen, kann man sagen, dass es sich bei Sibylle Bergs aktueller Spiegel-Kolumne um die seit einiger Zeit leider üblich gewordene Durchhaltepropaganda handelt, was schlimmer ist, als wenn die Autorin den Arsch in der Hose gehabt und schnell noch ein Verschwörungstheoriebuch geschrieben hätte. Also sprach TaxiBerlin, kannste glauben.

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Leben in Zeiten von Corona - Heute: Der BBQ FAN

 

So sieht er aus

Der BBQ FAN kann ein Fan vom Grillen sein, aber auch ein Ventilator für den Grill. Letzteres ist obiger BBQ FAN, den ich heute auf der Straße gefunden habe, und den ich gleich wieder loswerden möchte, möglichst an einen BBQ FAN, also an einen Fan vom Grillen. Die Grillsaison wurde, soweit ich informiert bin, dieses Jahr noch nicht offiziell eröffnet, obwohl man dies angesichts der fast sommerlichen Temperaturen vermuten könnte. Möglicherweise kam auch da das Virus dazwischen, aber nichts genaues weiß man auch hier nicht. Vielleicht kann man, indem man nicht grillt, sogar Menschenleben retten. Das ist absolut vorstellbar. Tierleben rettet man auf jeden Fall. Trotzdem erlaube ich mir hiermit, den BBQ FAN zum Verkauf anzubieten, nachdem ich heute bereits äußerst erfolgreich eine Kaffeemaschine mit zwei (2!) Thermoskannen für'n Zwanni an einen jungen Mann aus Treptow verkauft habe, die ich neulich im Original Karton auf der Straße gefunden hatte. Aus Nachfrage erfuhr ich, dass der junge Mann und seine Frau, genauso wie ich, eigentlich nur Espresso trinken. Mit der von mir auf der Straße gefundenen Kaffeemaschine wollen die beiden, die sich gerade ein Haus günstig in Grünau gekauft haben, endlich anständig Kaffee kochen können für die Handwerker, die hoffentlich kommen, und natürlich auch für die Schwiegereltern, das ist klar. Da zu dem Zeitpunkt der BBQ FAN noch nicht auf der Straße lag, oder besser: ich ihn dort noch nicht gefunden hatte, konnte ich ihn logischerweise auch nicht dem jungen Mann anbieten. Auch mit den Dingen, die man auf der Straße findet, sind die Lieferketten alles andere als optimal gerade. Deswegen wurde dieser Beitrag überhaupt erst nötig, von dem ich dich gerne verschon hätte, das kannst du mir glauben. Auch, weil ich persönlich keinen BBQ FAN benötige, und ich vermute, dass es dir da ganz ähnlich geht. Ein Stück Pappe tut es im Notfall auch, und vermutlich auch im Notstand. Andererseits ist das Teil nun einmal hergestellt, und dann ist es auch schön, wenn es am Ende zu etwas gut ist. Man muss da auch an den Chinesen denken, der den BBQ FAN vermutlich völlig lustlos in seiner blöden Fabrik am anderen Ende der Welt hergestellt hat. Seinen Sold, den er dafür bekommen hat, hat er sicherlich schon ausgegeben, aber vermutlich hätte er an dem Tag auch lieber was anderes gemacht als diesen dummen BBQ FAN für uns herzustellen. Die Zeit kann man zwar nicht mehr zurückdrehen, konsumieren kann man aber auch weiterhin ganz problemlos. Funktionieren tut das gute Stück tadellos, so ist es nicht. Sogar so gut, dass du deiner Frau damit die Haare trockenfönen könntest, wenn du das wolltest, vielleicht beim nächsten Stromausfall. Naja, und dann steht die Eröffnung der Grillsaison noch vor der Tür, daran wird wohl am Ende auch Corona nichts ändern, zumindest kann ich mir das nicht vorstellen. Du solltest auf jeden Fall vorbereitet sein. Das sage ich als bekennender Nicht-Griller, denn auch beim Grillen gilt mein Motto: Worum geht's? Ich bin dagegen! Dagegen, dass du den BBQ FAN von mir kaufst, bin ich aber nicht - ganz im Gegenteil! Mach mir einfach ein Angebot, dass ich nicht abschlagen kann, mit mir kann man reden. Eines kann ich schon mal sagen: So knapp ich auch bei Kasse bin: Leicht trenne ich mich nicht von dem BBQ FAN. Und weißt du, woran das liegt? Ganz einfach an den Farben von dem Teil: Gelb und Schwarz mit etwas Chrom, das sind nach zwanzig Jahren im Taxi meine Farben, daran wird sich wohl auch nichts mehr ändern in diesem Leben.   Also sprach TaxiBerlin, kannste glauben.

PS: Fällt mir gerade noch ein, um genau zu meiner Balkanischen Seele. Möglicherweise taugt das Teil auch was als Attrappe beim nächsten Banküberfall. Ich würd's drauf ankommen lassen, mich aber beeilen, und zwar wegen der Bargeldabschaffung oder mit anderen Worten: dem digitalen Euro, der wohl (oder übel) dasselbe meint.

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27.02.2021

Leben in Zeiten von Corona - Heute: Lächeln ist subversiv

 

Lächeln trotz Maske - so geht es:

Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber seit einiger Zeit lächle ich mehr. Das kann ich, weil ich eine Maskenbefreiung habe. Eine Maskenbefreiung ist ein ärztlicher Attest eines Humanmediziners (Herr Wieler, der Chef vom Robert-Koch-Institut, könnte als Tiermediziner ein solches Attest nicht ausstellen), in meinem Fall meiner Hausärztin, auf dem sie, eine Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie, bestätigt, dass es mir "aus medizinischen Gründen unzumutbar ist, eine nicht medizinische Alltagsmaske oder vergleichbare Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen". Genau solche ärztlichen Atteste werden von der Exekutive in letzter Zeit immer öfter für ungültig erklärt mit der Begründung, dass keine Diagnose drin steht. Dass dies aus Gründen des Persönlichkeitsrechtes und auch des Datenschutzes so ist, dieses Argument wird nicht mehr akzeptiert, und zwar mit der Begründung, dass ich dieses Attest nicht jedem vorzeigen müsste. Das mag so weit stimmen, bedeutet aber nicht, dass ich mir aussuchen könnte, wem ich das Attest zeige, was die Begründung suggeriert. Dem ist nicht so, und dieser Umstand muss einmal ganz klar ausgesprochen werden. Es sind immer die üblichen Verdächtigen, die das Attest sehen wollen. Das sind zum einen die üblich gewordenen privaten Sicherheitsleute vorm Supermarkt, die das Attest bisher immer akzeptiert haben, wohl weil ich bei ihnen einkaufen will; und zum anderen ist es die Polizei, dein Freund und Helfer, die das Attest allerdings und wie gesagt in letzter Zeit immer öfter nicht nur plötzlich und unerwartet, sondern auch willkürlich für ungültig erklärt. Ich erzähle diese Geschichte mit meinem Maskenattest, weil sie mich in ihrer Konsequenz am Lächeln hindert. Klar, ich lächle auch hinter der Maske, aber das sieht dann bloß keiner. Lächle ich dagegen ohne Maske, dann kommt das extrem gut hat, möglicherweise auch weil es in letzter Zeit immer öfter "ungültig" bzw. unerlaubt sein soll. Mann und auch Frau bekommt automatisch ein freudiges Gesicht und lächelt regelmäßig zurück. Aktuell stelle ich fest, dass ich gerade dabei bin, das Lächeln des anderen trotz Maske auch als Lächeln zu erkennen. Auch du kannst das, da bin ich mir sicher, deswegen dieser Beitrag. Du musst dich dabei an den Augen des anderen orientieren. Augen können lachen und auch lächeln. Mann und auch Frau muss allerdings auch aufpassen beim Lächeln. Es kann schnell etwas Verschwörerisches bekommen in diesen Tagen, in denen Selbstverständliches weil menschlich nicht mehr selbstverständlich ist. Um genau zu sein kann das Lächeln sogar etwas Verschwörungspraktisches haben, was schlimmer ist als alle graue Theorie des Verschwörungstheoretischen. Ich schreibe das dazu, damit du später nicht sagen kannst, ich hätte dich nicht gewarnt. Lachen und auch Lächeln kann richtig subversiv sein, im verkehrten also richtigen Moment sogar regelrecht systemschädigend, weswegen beides auch noch nie als systemrelevant und schon gar nicht als alternativlos, was Lachen und Lächeln zweifellos sind, eingestuft wurde.     Also sprach TaxiBerlin, kannste glauben.

PS: Frage mich gerade, ob das Lächeln heute vielleicht das ist, was früher der Handschlag war: Eine menschliche, persönliche und auch subversive Geste, an der man den im Osten unseres schönen Landes, in dem wir gut und gerne gerne leben, sozialisierten erkannt hat, weil sie im Westen nicht üblich und praktisch ausgestorben war.

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26.02.2021

Leben in Zeiten von Corona - Heute: Impfdruck und Impfdruckleugner

 


Den Impfdruck gibt es, er ist ein Unterdruck vom Gruppendruck. Wenn es den Impfdruck gibt, dann gibt es auch den Impfdruckleugner. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, aber wir leben in besonderen Zeiten, in denen Selbstverständliches nicht mehr selbstverständlich ist. Ob es für dich den Impfdruck gibt oder nicht, oder du gar ein Impfdruckleugner bist, das kannst nur du wissen. Dass Opfer von Impfdruck lieber anonym bleiben, zumindest dafür solltest du Verständnis haben.      Also sprach TaxiBerlin, kannste glauben.

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Leben in Zeiten von Corona - Heute Friedensnobelpreis für Biden

 


Gerade 36 Tage im Amt und gleich mal Krieg im Nahen Osten (also bei uns um die Ecke) führen, das nenne ich eine Leistung! (Flüchten aus dem angegriffenen Land nicht Menschen wegen einem Krieg?) Der amerikanische Angriff sei als eine Vergeltung für Beschüsse von US-Zielen im Irak zu verstehen. (Hat der Amerikaner nicht auch Krieg gegen den Irak geführt?) Der amerikanische Präsident Biden soll den Angriff auf den Nachbarn des Landes, das angegriffen wurde, persönlich angeordnet haben und wird wohl demnächst den Friedensnobelpreis dafür bekommen. Ist jetzt auch nichts Neues. Nur, damit du es schon mal gehört hast. Also sprach TaxiBerlin, kannste glauben.

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Leben in Zeiten von Corona - Heute: Von der Herdprämie zur Impfprämie


Zwangsimpfung ebenso

Wenn man bereits jetzt laut über eine Impfprämie nachdenkt, dann kann es mit der Impfbereitschaft nicht allzu weit her sein in unserem schönen Land, in dem wir gut und gerne leben. Beim ehemaligen Nachrichtenmagazin aus Hamburg liest sich das mit der Impfprämie so: Jede Person, die die vollständige Impfdosis erhalten hat (also in den meisten Fällen beim zweiten Impftermin), erhält eine Prämie in der Größenordnung von 20 bis 30 Euro. Am besten bar auf die Hand. Das ist für den bei Weitem größten Bevölkerungsanteil ein sehr relevanter Betrag und ein echter Anstupser. Also erst einmal frage ich mich, warum man ausgerechnet beim Impfen, wo die Keimfreiheit besonders wichtig ist, etwas bar auszahlen sollte, wenn ich überall sonst täglich dazu gedrängt werde, möglichst nicht bar zu bezahlen, wenn ich es richtig verstanden habe der Hygiene wegen. Wenn darüber hinaus 20 bis 30 Euro ein für den bei Weitem größten Bevölkerungsanteil ein sehr relevanter Betrag ist (ganz offensichtlich eine Tatsache für den Spiegel und keine Fake News!), dann scheint wirklich was dran zu sein an der Verarmung immer breiterer Bevölkerungsanteile, der Fachbegriff ist Pauperisierung, über die ich seit Ewigkeiten schreibe, beispielsweise und insbesondere durch den Großen Verarmer Uber aus Amerika. Wie man nun beim Relotius-Blatt auf "etwa 1500 Euro" für den "ökonomischen Wert jeder vollständigen Impfung" kommt, das würde mich dann doch mal interessieren. Gut, es ist nur eine "Modellrechnung", aber da ich früher eine "Modelleisenbahn" hatte, traue ich mir durchaus auch eine "Modellrechnung" zu. Möglicherweise bedeutet "Modellrechnung" aber auch nur Pi mal Daumen. Und überhaupt: Wie viel ist eigentlich das Recht auf körperliche Unversehrtheit Wert? Kann man den Wert dieses Menschenrechts vielleicht auch berechnen? Möglicherweise mit einer "Modellrechnung"?    Also sprach TaxiBerlin, kannste glauben.

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25.02.2021

Leben in Zeiten von Corona - Heute: Freistellen, Freiimpfen, Freitesten und Spendemie

Eine noch wenig bekannte Wortschöpfung

Ausnahmezustände sind immer auch Zeiten von Wortneuschöpfungen wie beispielsweise das Freiimpfen und das Freitesten, zwei neue Worte, die ich heute zum ersten Mal im Öffentlich/Rechtlichen Info-Radio gehört habe, laut Eigenwerbung das neugierige, das das "Warum?" liebt. Warum es diese beiden Wortneuschöpfungen Freiimpfen und Freitesten gibt, diese Frage wurde allerdings nicht gestellt und dementsprechend auch nicht beantwortet. Freistellen ist nicht so neu wie Freiimpfen und Freitesten. Das weiß ich, weil ich nun schon fast ein Jahr freigestellt bin, und zwar von jeglicher Arbeit. Du fragst dich jetzt sicherlich "Warum?", die Frage, die das Öffentlich/Rechtliche Info-Radio so liebt, aber nicht stellt. Ein freigestellter Trockener Taxifahrer, der dazu noch auf dem Trockenen sitzt, bin ich, weil man mir die Fahrgäste genommen hat. Aber Freistellen alleine bringt es nicht, und aller guten Dinge sind bekanntlich immer drei: Freistellen, Freiimpfen, Freitesten. Frei im Sinne von umsonst ist das alles nicht, im Gegenteil, dreimal "frei" kostet uns 'ne Stange Geld. Vor allem soll die Vorsilbe "frei" aber eines signalisieren, und zwar dass es gut ist, sowohl das Freistellen, als auch das Freiimpfen und auch das Freitesten. Frei ist aber nur der, der nichts mehr zu verlieren hat. Dreimal frei ist aber nicht nur dreifach frei, sondern logischerweise auch dreimal Gut, wenn einmal frei einfach nur gut ist. Ich denke, du weißt, was ich meine. Im Orwellschem Neusprech heißt das übrigens "Doppelt Plus Gut", aber das nur nebenbei. Eine andere nigelnagelneue Wortschöpfung, von der ich gestern vorm Kreuzberger Urbankrankenhaus erfuhr, von der das Öffentlich/Rechtliche Info-Radio, die das "Warum?" so liebt, nichts zu berichten weiß (woher auch, wenn es ihm niemand sagt?!?), ist das Wort "Spendemie" (Foto oben). Die "Spendemie" ist ein neues Wort, das auch mich betrifft, und nicht nur den Musiker direkt am Kanal. Was uns beide verbindet, ist, dass wir bereits jetzt frei sind, wir also nicht freigestellt, nicht mehr freigeimpft und auch nicht mehr freigetestet werden können. Vor allem planen wir keine Reisen im Moment, womit denn auch? Da wir beide bereits jetzt frei sind, wir also wie gesagt nicht mehr freigestellt, freigeimpft oder freigetestet werden können, kannst du uns auch als absolut frei oder total frei oder auch Vogelfrei bezeichnen. Ein Schicksal, das möglicherweise auch dich demnächst erwartet. Absolut frei, total frei oder auch Vogelfrei ist das Maximum, was man in Sachen Freiheit sein kann, freier geht gar nicht. Wir sind absolut frei bzw. total frei oder auch Vogelfrei, damit auch das mal geklärt ist, weil wir nichts haben, was wir verlieren könnten, sondern nur das, was du dem Musiker in seinen Pianokasten (Foto unten) legst oder was du bei mir in meinem Bauchladen kaufst.        Also sprach TaxiBerlin, kannste glauben.
 
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