Foto&Text TaxiBerlin
Autofiktion
Aus dem Leben eines ehemaligen Berliner Taxifahrers in den Schluchten des Balkans
20.11.23
Bericht aus einem aus der Zeit gefallenen Land (002)
19.11.23
Bericht aus einem aus der Zeit gefallenen Land (001)
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18.11.23
Ankunft in einem aus der Zeit gefallenen Land
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17.11.23
Zurück in Bulgarien (118) - "Kein Wetter in Berlin"
Zurück in Bulgarien (117) - "Auf Berlin verzichten"
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Zurück in Bulgarien (116) - "Abschiede"
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16.11.23
Zurück in Bulgarien (115) - "Geschenktip"
Seit Tagen bereite ich meine Abreise vor. Mit schnell mal Koffer packen ist es dabei nicht getan, denn ich muss an tausend Sachen denken. Das schlimmste steht mir aber noch bevor: überall das Wasser rauslassen, was beim Boiler zwei Stunden dauert. Früher musste ich das nicht. Früher hatte ich kein Wasser im Haus. Da musste ich für jeden Teller, den ich abwaschen wollte, aus dem Haus rausrennen. Damals gab es nur vor dem Haus Wasser. Jetzt habe ich eine Dusche, zwei Waschbecken - eins im Bad und eins in der Wohnküche. Vor dem Haus gibt es auch ein Waschbecken. Das habe ich schon abgebaut. Die Batterie aus dem Auto ist auch ausgebaut. Diesmal habe ich keine Handbremse angezogen. Den Fehler habe ich im Frühjahr gemacht, und dann war bei meiner Rückkehr im Sommer das rechte Hinterrad blockiert. Keine schöne Sache. Aber eigentlich wollte ich auch über Aleko Konstantinow schreiben. Von dem habe ich zwei Bücher auf Deutsch herausgegeben. Zeitlich wurde in Sofia ein Denkmal eingeweiht. Jetzt nicht für mich, sondern für Aleko Konstantinow. Ich schreibe das, damit Du seine, besser meine Bücher kaufst. Immerhin steht Weihnachten vor der Tür. Du fragst Dich, warum du meine Bücher von Aleko Konstantinow kaufen sollst? Ich will es Dir sagen: Weil sie besser als jeder Reiseführer über Bulgarien und auch über Chicago sind, wo es bis heute wegen dem einen Buch von Aleko Konstantinow die größte bulgarische Community in den USA gibt. Es heißt "Nach Chicago und zurück", das andere ist "Bai Ganju, der Rosenölhändler" - bis heute der bekannteste literarische Charakter der bulgarischen Literatur. Als ich am Dienstag wegen dem Stück "Holzfällen" von Thomas Bernhard in Sofia war, musste ich Konstantin gleich mehrere Exemplare von meinen Büchern in seinem Antiquariat "Ortograph" vorbeibringen, so groß ist die Nachfrage nach Aleko Konstantinow in Bulgarien. Du könntest also meine Bücher auch bei Konstantin in Sofia kaufen. Bei ihm sind sie allerdings teurer. Besser Du kaufst sie in Deutschland, dann kommst Du billiger.
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Zurück in Bulgarien (114) - "Ein Ami in Montana"
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15.11.23
"A man of contradictions and a man of many moods"
Vor zehn Tagen hat Bob Dylan (82) in Boston gespielt. Leider habe ich zu spät davon erfahren, sonst wäre ich kurzerhand über den großen Teich gejettet. Ist ja heute Dank Doppelmoral kein Problem. Aber es gibt ein anderes Problem. Mir geht das Fliegen seit einiger Zeit ziemlich auf die Nerven. Jetzt nicht nur wegen den vielen stumpfen Menschen, sondern wegen den Schikanen, denen man ausgesetzt ist, und die sich offiziell Sicherheitsbestimmungen nennen. Auch ich "A Man Of Many Moods". Wie viele anderen Konzerte kann man auch dieses nachhören, wenn man es verpasst hat. Die Aufnahme von dem Konzert am 5. November in Boston ist sehr gut. Es gibt auch keine verwackelten Amateurfilmaufnahmen, sondern schöne Bilder passend zu den Songs, die der Meister jedes Mal anders singt, wobei von Singen nicht die Rede sein kann. Bob Dylan, dessen "Rough and Rowdy Ways World Wide Tour" 2021 begann und die nächstes Jahr endet, ist als Nichtsänger bekannt. Immerhin, er will nicht Präsident werden. Das passende Alter hätte er.
Zurück in Bulgarien (113) - "Bernhard auf bulgarisch"
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14.11.23
Zurück in Bulgarien (112) - "Avtorka i et cetera"
13.11.23
Betr.: bevorstehende Abreise ins Herz der Finsternis
Zurück in Bulgarien (111) - "Was ist schon normal?"
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12.11.23
Zurück in Bulgarien (110) - "Annalena Affairs"
11.11.23
Zurück in Bulgarien (109) - "Wir tun nur so ..."
Es gibt eine Sache, die in Bulgarien ebenfalls anders ist, die ich noch nicht erwähnt habe. Das ist das Vertrauen in die Regierung. In Bulgarien vertraut praktisch niemand der Regierung, weder Akademiker, noch einfache Arbeiter. Dieses Nichtvertrauen hat in Bulgarien, das lange von den Osmanen regiert wurde, Tradition. Die Tradition musste nach dem Untergang des Kommunismus nach 1989 nicht erfunden sondern nur fortgesetzt werden. Das Vertrauen der Deutschen in ihre Regierung verstehen die Bulgaren nicht, und zwar weder Akademiker, noch Intellektuelle oder Künstler und schon gar nicht einfache Arbeiter oder Rentner, obwohl sie alle sonst großen Respekt vor Deutschland und den Deutschen haben. Dieses Misstrauen in die Regierenden, das es in Bulgarien schon immer gab, ist nun auch in der Heimat angekommen. Die aktuelle Ampel-Regierung hat keine Mehrheit mehr. Warum jetzt erst, fragt sich der Bulgare und schüttelt den Kopf. In Bulgarien hat die Regierung noch nie eine Mehrheit gehabt. Wie auch? - Bei 60 Prozent Nichtwähler! Überhaupt hat man in Bulgarien wichtigeres zu tun als sich um die Regierung zu kümmern. Gerade ist Erntezeit und dieses Jahr ist ein Kürbisjahr. Mit der Regierung halten es die Bulgaren wie mit dem Arbeitgeber. Da gilt das Sprichwort: Sie tun so, als würden sie uns bezahlen, und wir tun so, als würden wir arbeiten. Also: Sie tun so, als würden sie uns regieren, und wir tun so, als würden wir uns von ihnen regieren lassen. In der Plandemie hat das prima funktioniert. Offiziell haben sich hier nur 30 Prozent impfen lassen, in Wahrheit dürften es wohl gerade mal 20 Prozent gewesen sein, denn viele haben sich die Impfung gekauft. Heute hat Bulgarien mit die geringste Übersterblichkeit in Europa. Galt drei Jahre lang Gesundheit aller als höchstes Gut, ist sie heute egal. Vor allem für Deutschland ist das fatal. Dort ist die Übersterblichkeit am höchsten.
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