19.01.2020

"I AM ANTI BERLIN" (EIN GASTBEITRAG)


Fasanenstraße, früher Charlottenburg und Wilmersdorf
heute Charlottenburg-Wilmersdorf

Heute gibt es einen Gast-Beitrag von Kollegin Sonja, die mir vorletzte Nacht mittels Smart-Phone obiges Foto zukommen ließ. Da ich selbst kein Smart-Phone besitze, bat ich die Kollegin Sonja, mir das Bild als Anhang an eine e-mail zukommen zu lassen. Das Foto war nun in meiner Mail-Box, mit einem kurzen Text dazu. Taxi-Kollegin Sonja fährt das "Tiffany-Taxi" mit der Konzession-Nummer 699. Sonja, die bereits 1989 den Taxischein für damals West-Berlin machte, war letztens ein kurzweiliger Gast in unserer Sendung "Hier spricht TaxiBerlin", die du hier nachhören kannst.

Ich sah dieses (Uber-)Fahrrad mit der interessanten Aufschrift vor dem schicken Savoy Hotel und stieg aus, um ein Foto zu machen. So etwas mache ich manchmal, wenn ich etwas interessantes sehe. Ein Passant meinte, er habe auch bereits ein Foto davon gemacht, dann fragte er  "Interessiert sie das als Taxifahrerin?“ Ich antwortete „Nein, das interessiert mich als Berlinerin.“ Was soll man auch sonst antworten? Vielleicht „Interessiert sie das als Tourist?“

Vielen Dank, liebe Sonja, für das tolle Foto und den schönen Text!

Foto&Text KolleginSonja

17.01.2020

WAS TAXI VERSUS UBER MIT HASE UND IGEL UND TON, STEINE, SCHERBEN ZU TUN HAT




Die scheinbar unendliche Geschichte mit Uber erinnert mich immer mehr an das Märchen "Hase und Igel". Im Märchen gewinnt der Igel immer das Wettrennen mit dem Hasen, ganz einfach weil er betrügt. Aktuell ist Uber eigentlich verboten, aber Uber fährt trotzdem. Das erinnert mich wiederum an den Balkan. Auf dem Balkan fährt das Auto auch obwohl kein Geld für Benzin da ist, aber das nur nebenbei. Zurück zu dem Märchen "Hase und Igel". Der neueste Trick vom Igel, also von Uber, um die Rückkehrpflicht für Mietwagen zu umgehen, ist der, dass die Fahrer einfach die Uber-App für fünf Minuten aus- und danach wieder einschalten. Das gilt dann als "return to garage", auch wenn sie sich gar nicht in die Richtung ihres Betriebssitzes bewegt haben. Alles bleibt also wie gehabt, nur zwei Knopfdrücke mehr für den armen Uber-Fahrer. Ich bin nicht sicher, der wievielte Anlauf das aktuelle Urteil gegen Uber Seitens des Taxis das jetzt war. Was ich weiß, ist, dass im Märchen "Hase und Igel" der Hase beim 74. Rennen erschöpft zusammenbricht und stirbt. Der Tod ist uns, geht es nach dem Märchen, also gewiss. Gut, ich bin nach knapp 25 Jahren "on the road" nicht mehr der jüngste, aber will ich deswegen gleich sterben? - So meine Überlegungen, bei denen mir am Ende eine Band meiner Jugend einfiel, und zwar Ton, Steine, Scherben. Obiges Video, freundlicherweise vom WDR, also von Öffentlich/Rechtlich, zur Verfügung gestellt, gibt einen Tip, was zu tun ist, bevor es zum finalen 74. Rennen, in dem Fall zwischen Taxi und Uber, kommt: "Macht kaputt was euch kaputt macht." Danke Rio Reiser und Danke auch dem von uns finanzierten Westdeutschen Rundfunk (WDR)!

Video WDR
Text TaxiBerlin

15.01.2020

INFUENCAPROPHYLAXE


Dit is Berlin: Graffitis interessanta als Influenca

Nicht, dass ich mir von der Fashion Week, die gerade mal wieder in Berlin stattfindett, was das Taxi-Geschäft angeht, irgendetwas versprochen hätte. Das nicht. Aber, so meine Überlegung, der ein oder andere Modefuzzi braucht vielleicht doch ein Taxi, sozusagen als Zubrot zum eigentlichen Mahl. Damit, also mit dem Zubrot, verhielt es sich, zumindest an den vergangenen beiden Tagen, wie mit dem Hauptgericht: es ging gegen Null. Einmal mehr genug Zeit die Leute zu beobachten. Und da fielen mir die Influencer, besser Influenca, ins Auge. Um genau zu sein, verursachten sie mir körperliche Schmerzen. Influenca sind nämlich sehr aufgeregte junge Menschen, die sich so übertrieben modisch kleiden, dass man gar nicht hinschauen mag, um keinen Lachanfall zu bekommen. Influenca haben immer mehrere Tüten bei sich, in denen genauso schlimme Klamotten drin sind, wie die, die sie gerade tragen, die sie umsonst bekommen haben, und die sie jetzt bewerben sollen, damit andere, die ähnlich bescheuert sind, sie dann kaufen. Influenca treten immer in Gruppen auf, wo der Wahnsinn bekanntlich die Regel ist, während er beim Einzelnen eher die Ausnahme darstellt. Influenca sind praktisch gar keine Menschen mehr. Influenca sind Roboter, die sich selbst über ihr Smartphone, das sie ständig vor ihr Gesicht halten, steuern. Das Smartphone ist ihre Fernbedienung. Mit der bestellen sie auch ihr Taxi, genauer ein Uber, wobei Influenca den Unterschied zwischen Taxi und Uber nicht kennen, er würde Influenca auch überfordern. Influenca fahren, das ist keine Überraschung, Uber, selbst wenn sie darauf warten müssen, obwohl ein Taxi abfahrbereit vor ihrer Nase bereit steht. Ich finde das gut, dass Influenca mit Uber fahren. Sollen die sich mit diesem Volk (fast hätte ich Pack geschrieben) beschäftigen. Uber ist, wenn du so willst, eine Influencaprophylaxe. Ich bin zwar schon gegen Influenca geimpft, aber doppelt hält bekanntlich besser.

Foto&Text TaxiBerlin

11.01.2020

HIER SPRICHT TAXIBERLIN #41 ZUM NACHHÖREN




Die Leute von heute hören Radio nicht mehr live, sondern nach. Der Mensch von morgen wird wahrscheinlich schon gar nicht mehr richtig leben, sondern immer nur auf den Moment warten, an dem er sein Leben nachleben kann. Bevor es so weit ist, kannst du unsere letzte Sendung nachhören. Denn wer nicht hören will, muss nachhören.

Audio HearThis
Text TaxiBerlin

08.01.2020

MORGEN 19UHR: HIER SPRICHT TAXIBERLIN #41


Das Graffito zur Frauenquote
Lottumstraße / früher Prenzlauer Berg / heute Pankow

Morgen ist es nun so weit, da sind wir wieder auf Sendung. In der 41. Ausgabe von "Hier spricht TaxiBerlin" tut TaxiBerlin erneut etwas für die Frauenquote im Taxi und auch im Studio. Dort zu Gast wird Taxi-Kollegin Sonja von Hasdunichjesehn sein, die seit neulich eine neue Stammhöherin unserer Sendung ist. Möglicherweise ist Kollegin Sonja darüber hinaus auch die Mutter aller Berliner Taxifahrerinnen, denn sie ist bereits 1989, also vor dem Mauerfall, in damals West-Berlin Taxi gefahren. Von 1992 bis 2018 ist die Kollegin kein Taxi gefahren, weswegen sie vor 1 1/2 den Taxischein komplett neu machen musste. Seitdem ist Kollegin Sonja wieder mit ihrem "Tiffany Taxi", das die Konzessionsnummer 699 hat, auf den Berliner Straßen und Plätzen unterwegs. Was sich dort während ihrer Abwesenheit verändert hat, das wird sie uns morgen ab 19 Uhr in unserer Sendung "Hier spricht TaxiBerlin" auf Pi-Radio 88.4 verraten. Wage nicht es zu verpassen!

Foto&Text TaxiBerlin