20.11.2018

"WELTPUFF BERLIN"



"Von nun an ging's bergab"

"Weltpuff Berlin" ist nicht von mir. "Weltpuff Berlin" ist ein aktueller, allerdings posthum veröffentlichter Roman von Rudolf Borchardt. "Weltpuff Berlin" spielt, wie sollte es anders sein, in Berlin vor mehr als hundert Jahren. Geschrieben wurde "Weltpuff Berlin" aber in den dreißiger Jahren in Italien. Der Autor von "Weltpuff Berlin", Rudolf Borchardt, kam selbst als Fünfjähriger mit seiner Familie nach Berlin. Dass "Weltpuff Berlin" erst jetzt veröffentlicht wird, liegt an den Erben von Rudolf Borchardt, die das bisher verhindert haben. Der Roman "Weltpuff Berlin" hat über tausend Seiten und normalerweise kaufe ich mir solche dicken Bücher nicht. Bei "Weltpuff Berlin" mache ich eine Ausnahme, denn Zeit habe ich ja jetzt genug in meinem Taxi. Wenn ich es richtig verstehe, erzählt "Weltpuff Berlin" unser aller Geschichte: Man ist jung, kommt nach Berlin und dann geht's bergab. Neugierig gemacht auf "Weltpuff Berlin" hat mich auch eine Rezension bei Amazon, wo unter dem Titel "Lieber Puff, als Gender-Muff" steht: "Nach dem ganzen verklemmten Gender- und me too Gequatsche kommt dieses versaute Buch genau zur richtigen Zeit!"

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Text TaxiBerlin

19.11.2018

SCHEUER BESCHEUERT ODER GEKAUFT



Also ich glaube ja, dass Verkehrsminister Scheuer gekauft ist, und es ist mir egal, ob ich damit schon ein Verschwörungstheoretiker bin oder nicht. Ich meine, sich solch tolle Lobbyarbeit nicht bezahlen zu lassen, da muss man schon ziemlich bescheuert sein. Und genau das kann und will ich mir nicht vorstellen, dass ein Deutscher Politiker ...

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18.11.2018

"EIN VOLK SIEHT GELB"


"Ein Volk sieht Gelb" ist nicht von mir. Meine Ampel steht auf Rot, und das schon seit einiger Zeit. In Frankreich brodelt's, aber Monsieur Macron hat nichts besseres zu tun als nach Berlin zu kommen und Straßen im Tiergarten sperren zu lassen. Herr Präsident, fahren sie nach hause und nehmen sie unseren Verkehrsminister gleich mit. Ich empfehle den Rückflug von Schönefeld aus. Dort kann ihnen der Herr Scheuer bereits jetzt zeigen, was er eigentlich erst für 2012 geplant hat. Verwaiste Parkplätze von Uber-Fahrzeugen, die allerdings keine alten Menschen auf dem Land befördern, sondern Party-Volk in Berlin. Ich vergaß: in Paris ist man in Sachen Uber bereits weiter.

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SCHEUER, BESCHEUERT, AM BESCHEUERTSTEN


Verkehrsminister Scheuer hat jetzt die Katze aus dem Sack gelassen, zumindest glaubt er das. Er will, so sagt er, bis spätestens 2021 Uber in Deutschland erlauben. Scheuer scheint nicht zu wissen, dass Uber bereits seit über einem Jahr mit 1.000 Fahrzeugen auf den Berliner Straßen und Plätzen unterwegs ist. Aber gut, er will Uber für ältere Menschen auf dem Land zulassen. Das rechnet sich bestimmt prima für Uber, und wenn nicht, dann wird der Fahrer eben von uns allen aufgestockt, Uber vom Sozialstaat mitfinanziert - warum auch nicht.

Für wie bescheuert hält uns eigentlich der Scheuer?
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17.11.2018

WER HAT ANGST VOR GELBEN WESTEN ?


Es ist schon einige Zeit her, da habe ich dazu aufgerufen, mit Gelben Bauhelmen gegen die allzu vielen Baustellen in unserer Stadt zu demonstrieren. Der Tagesspiegel und auch die Berliner Zeitung haben seinerzeit darüber berichtet. Getan hat sich allerdings nichts, ganz im Gegenteil, die Baustellen sind seither nur noch zahlreicher wie Pilze nach einem warmen Regen aus dem Boden geschossen, insbesondere Baustellen, an denen nie gebaut wird.

In Frankreich sind es keine Gelben Bauhelme sondern Gelbe Westen, mit denen Franzosen aktuell auf die Straßen gehen. Die Aktion nennt sich "Operation Schnecke", richtet sich gegen die hohen Spritpreise, und wenn es stimmt, was ich gerade lese, muss sogar Präsident Macron Angst vor den Gelben Westen in seinem Land haben.

Keine Ahnung, ob das wirklich wahr ist. Vielleicht ist es auch nur eine Fake-News. Irgendjemanden gibt es ja immer, der einem Präsidenten sein Amt neidet. Was ich mit Sicherheit weiß, ist, dass der Deutsche da anders gestrickt ist. Das wusste auch schon der Kollege Nietzsche, der diesen Umstand so formulierte:

"Ein Deutscher ist großer Dinge fähig, aber es ist unwahrscheinlich, dass er sie tut: denn er gehorcht, wo er kann, wie dies einem an sich trägen Geiste wohltut."

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VON BETREUTEM FAHREN UND DENKEN


Vor nicht allzu langer Zeit arbeitete ich für die Taxifirma "Betreutes Fahren". "Betreutes Fahren" deswegen, weil der Chef sich wirklich rührend um seine Fahrer gekümmert hat, allerdings auf Kosten der Fahrzeuge, das muss der Ehrlichkeit halber angemerkt werden. Obwohl es die Taxifirma "Betreutes Fahren" nun schon seit einiger Zeit nicht mehr gibt, musste ich neulich noch einmal an sie denken. Da hörte ich bei mir im Taxi im Radio, dass eine Berliner Autorin eine Lesung abgesagt hat, weil sich in den Regalen der gutsortierten Buchhandlung, in der die Lesung stattfinden sollte, auch Bücher befanden, die der Autorin entweder nicht gefielen oder die sie nicht gelesen hatte, man weiß es nicht genau, auf dass sich der mündige Leser selbst ein Bild machen möge. So zumindest der Anspruch der Buchhandlung Lehmkuhl in München. Nun ist es aber so, dass der Leser von heute, sofern es ihn noch gibt, leider überhaupt nicht mündig ist, weswegen andere, in dem Fall die Berliner Autorin, für ihn mitdenken müssen. Man nennt das auch "Betreutes Denken", und es ist mit Sicherheit gut gemeint, genauso wie das "Betreute Fahren". Trotzdem wird sich, so denke ich, das "Betreute Denken" nicht auf Dauer durchsetzen, ebenfalls genauso wie das "Betreute Fahren".

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16.11.2018

BAUSTELLENSTÜRMER


Taxifahren, ich kann es nicht oft genug wiederholen, macht radikal. Beispielsweise ist bei mir im Taxi seit einiger Zeit das Telefonieren verboten. Neulich hatte ich die Idee des Baustellenstürmers. In einer meiner letzten Sendungen von "Hier spricht TaxiBerlin" nannte ich mich selbst den ersten Baustellenstürmer und rief meine zahlreichen Zuhörer dazu auf, meinem guten Beispiel zu folgen. Inspiriert zum Baustellenstürmer haben mich die Maschinenstürmer. Die gab es wirklich. Wir Baustellenstürmer stürmen aber keine Maschinen, die uns die Arbeit wegnehmen, sondern Baustellen, wo nicht gebaut wird, und davon gibt es so einige in unserer Stadt. Rein praktisch ist es so, dass man die Baustellen wirklich suchen muss, an denen noch gearbeitet wird. An den anderen sind meist Gräben oder Löcher ausgehoben, in denen wir die Absperrungen von den Baustellen verschwinden lassen, dann ein wenig Sand drüber und die Straße ist wieder befahrbar. Dass da mal eine Baustelle war, weiß bald schon keiner mehr, auch die nicht, deren Baustelle das einst war. Der Vorteil dieser Aktion gegenüber der "Operation Schnecke" oder "Gelbe Westen" in Frankreich und Belgien ist der, dass nach dem Versenken der Baustellen-Absperrungen der Verkehr sofort viel besser rollt.

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15.11.2018

HEUTE WIEDER AB 19 UHR AUF PI-RADIO 88.4: "HIER SPRICHT TAXIBERLIN"


Autorenbuchhandlung, Else-Ury-Bogen 599-601, Savignyplatz
früher Charlottenburg, heute Charlottenburg-Wilmersdorf

Dass ich Büchersüchtig bin, hatte ich schon erwähnt. Ganz genau ist es so, dass ich der erste anerkannte Büchersüchtige bin, mit anderen Worten: Der Patient Nummer Eins! Meine Büchersucht wird auch Thema meiner heutigen Sendung von "Hier spricht TaxiBerlin" sein. Möglicherweise gibt es ein Gegengift. Das Thema Büchersucht, das muss ich zugeben, ist aus der Not geboren, weil ich keinen Studiogast habe. Aber wie sagt der Taxifahrer so schön: "Alles Schlechte zum Guten!" Und genauso mache ich es. Ich werde aber nicht nur über Bücher sprechen, sondern auch über Gedanken, die ich mir im Taxi mache. Darüber hinaus werde ich aus einer e-mail einer Fahrgästin vorlesen, die mich heute erreichte. Ihr hatte ich ein Buch geschenkt, dass sie nun gelesen hat. Natürlich werden wir auch wieder dem Bildungsauftrag nachkommen, irgendjemand muss schließlich die Lücke füllen, die Öffentlich/Rechtlich hinterlassen hat. Darüber hinaus gibt es auch Musik, wir werden uns heute nichts geringerem als dem deutschen Liedgut widmen. Wage es nicht zu verpassen!

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14.11.2018

FUMMELKISTE


Quelle der Inspiration

Bevor ich meine Sonntagsschicht antrete, die meine Arbeitswoche beendet, schaue ich immer noch auf dem Flohmarkt vorbei. Meistens auf dem auf'm Boxhagener Platz, manchmal schaffe ich es bis zum Mauerpark, in letzter Zeit immer öfter auf dem RAW-Gelände an der Revaler Straße. Dort ist mir letzten Sonntag obige Fummelkiste ins Auge gefallen. Sie erregte sozusagen meine Aufmerksamkeit. Jetzt aber nicht, weil ich erhoffte, irgendetwas in ihr zu finden, was mir stehen könnte. Nein, das nicht. Es ist vielmehr so, dass ich seitdem ernsthaft überlege, meinem Taxi einen neuen Namen zu geben, und zwar Fummelkiste statt Taxi. Das wäre doch mal was! Fummelkiste deswegen, weil ich, seitdem der CD-Player in meinem Taxi nicht mehr geht, immer viel am Radio rumfummeln muss, um mal einen vernünftigen Sender zu finden, den man sich auch anhören kann. Für morgen hätte ich da schon einen, da mache ich wieder selber Radio.

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13.11.2018

HEUTE SCHON GEGENDERT?


Heute schon gegendert? Diese Frage wurde mir bisher noch nicht gestellt. Aber ich habe aus dem Radio erfahren, dass heutzutage alles gegendert werden soll. Das schlimme war, dass es nicht irgendein Radiosender war, sondern das "freie" Pi-Radio, wo ich diesen Donnerstag meine nächste Show von "Hier spricht TaxiBerlin" habe.

Gegendert, für alle die, die damit nichts anzufangen wissen, meint die Verhunzung unserer Sprache durch einen * (Stern), ein I (großes Binnen-I) oder durch das _ (Gender_Gap). Gender_Gap heißt auf Deutsch "Geschlechterlücke" und gefällt mir persönlich am besten, weil man (frau natürlich auch) in dieser Lücke all die Geschlechter verschwinden lassen kann, die es sonst noch so geben soll.

Ich gendere nicht, habe nie gegendert und werde auch nie gendern, weswegen ich die Frage, ob ich heute schon gegendert habe, nur mit "Nein" beantworten kann. Ich kenne nur Mann und Frau, und die kann ich auseinanderhalten. Das schaffe ich - auch sprachlich!

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12.11.2018

IMMER NOCH UBER-FAHRER GESUCHT


Schwarzes Brett neben der Pilotenbude

Donnerstag ist meine nächste Sendung, und ich habe immer noch keinen Uber-Fahrer gefunden, der ins Studio kommen möchte, um mal offen und ehrlich über seinen Berufsalltag zu sprechen. Dass ich noch keinen Uber-Fahrer gefunden habe, liegt möglicherweise auch daran, dass mein Gesuch nicht mehr am Schwarzen Brett vom großen Taxiparkplatz direkt neben der Pilotenbude am Flughafen Tegel hängt. Warum meine Anzeige dort nicht mehr hängt, kann ich nur vermuten, denn ich weiß nicht, wer sie abgerissen hat und warum. Es kann an dem roten Karton gelegen haben, auf dem sie gedruckt war. Wahrscheinlicher ist aber, dass der Kollege sich den Text nicht richtig oder gar nicht durchgelesen hat, sondern nur gesehen hat, dass da ein Uber-Fahrer gesucht wird. Noch nicht alle Taxifahrer haben begriffen, dass sie als Lenker eines öffentliches Verkehrsmittels mit Beförderungspflicht einen Bildungsauftrag haben. Auch deswegen werde ich diesem Auftrag einmal mehr in meiner nächsten Sendung von "Hier spricht TaxiBerlin - Die freie Stimme der mobilen Welt" am Donnerstag, den 15. November, ab 19 Uhr auf Pi-Radio, in Berlin unter 88.4 MHz, in Potsdam unter 90.7 MHz und weltweit hier als Live-Stream, nachkommen, indem ich aus einem Straßenverzeichnis vorlese. Das Telefonbuch wurde schon mehrfach vorgelesen, ich erinnere nur an die Telekom-Reklame vom Literaturpapst Marcel Reich-Ranicki, ein Straßenverzeichnis aber noch nie. Und dabei ist es nicht irgendein Straßenverzeichnis, sondern der Kauperts, das Alte Testament der Straßen- und Wegelehre, aus dem ich vorlesen und, wenn es passt, auch vorsingen werde. Wage es nicht zu verpassen!

Bevor ich es vergesse: Uber-Fahrer können sich immer noch melden!

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11.11.2018

"BURKA BEDEUTET FREIHEIT"


"Burka bedeutet Freiheit" - das sagen nicht nur orthodoxe Moslems und selbsternannte Linke, sondern neuerdings auch ich. Allerdings bin ich mir nicht ganz sicher, ob es wirklich die Burka sein muss, oder ob es nicht schon eine Niqab tut. Bei der Niqab sind die Augen zu sehen, im Gegensatz zur Burka, wo diese durch ein Stoffgitter geschützt sind. Wahrscheinlich sind es aber doch die Augen, die uns bei der Gesichtserkennung verraten, weswegen möglicherweise letztendlich wirklich nur die vollverschleiernde Burka echte Freiheit bedeutet.

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10.11.2018

IN ZUKUNFT NUR NOCH MIT BURKA


Taxihalte am Wismarplatz
früher Friedrichshain / heute Friedrichshain-Kreuzberg

Nicht nur auf dem Taxiparkplatz am Flughafen Tegel wird gen Mekka gebetet, sondern neuerdings auch auf dem Bürgersteig zwischen der Taxihalte am Wismarplatz und dem Gold-Hotel im Friedrichshainer Party-Kiez. Auch ich hatte überlegt, mir einen entsprechenden Teppich zuzulegen - für alle Fälle. Davon bin ich aber abgekommen. Jetzt denke ich ernsthaft darüber nach, in Zukunft nur noch mit Burka zu fahren, und zwar der Überwachung wegen. Es geht, um genau zu sein, um die Gesichtserkennung, die neulich am Bahnhof Südkreuz erfolgreich seinen Einstand feierte, bald ähnlich wie in London flächendeckend in Berlin eingeführt wird und gegen die nur die Vollverschleierung hilft. Das meinte heute zumindest ein schwuler Fahrgast, dessen Freund aus London kommt, und der deswegen nicht öffentlich von ihm in der Londoner City geküsst werden möchte.

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09.11.2018

UBER-FAHRER GESUCHT


Für meine nächste Sendung von "Hier spricht TaxiBerlin" am nächsten Donnerstag den 15. November um 19 Uhr suche ich noch einen Uber-Fahrer, der bereit ist, On-Air Fragen zu seinem Job offen und ehrlich zu beantworten, gerne am Telefon und auch anonym. Am liebsten wäre es mir natürlich, er würde ins Studio in die Lottumstraße in den Prenzlauer Berg kommen. Wer Interesse hat und Manns genug ist, oder wer auch nur jemanden kennt, der Interesse hat und Manns genug ist, schreibe eine kurze e-mail an: taxi.berlin(ät)gmx.de

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08.11.2018

ARBEITSWOCHE


Autoschlüssel, Wohnungsschlüssel, Lesebrille, Sonnenbrille, Geldbörse, Personalausweis, Führerschein, P-Schein, Stadtplan, Straßenverzeichnis, Hinweisschilder Bauchladen, Bildungsauftrag, Handyverbot, Bücher, Notizbuch, Voicerecorder, Kamera, Stullen, Möhren, Lauchzwiebeln, Thermoskanne, Wasser, Banane, Apfel ...

Alles da - meine Arbeitswoche kann losgehen!
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