28.03.2020

SUCHE SEX - BIETE TOILETTENPAPIER


Auch beim Tauschen gilt:
Auf die Verpackung kommt es an!

Auch TaxiBerlin geht mit der Zeit, und in der heute wird nicht mehr gefahren, schon gar nicht mit dem Taxi. Es ist kein Geld mehr von der Straße zu holen. Gut, die ein oder andere leere Flasche steht dort noch herum. Aber die überlasse ich den wirklich Bedürftigen. Mann hat ja auch noch Ehre. Ich bin bereits einen Schritt weiter, und zwar bei der guten alten Tauschwirtschaft. Und ich beginne mit dem, was mir bisher im Taxi immer schon am wichtigsten war, und das ist der Körperkontakt. Denn Taxi war lange Zeit das, was heute Tinder ist - kein Scheiß! Deswegen eröffne ich den Tauschmarkt, nachdem ich endlich, wenngleich nicht ganz freiwillig, weg von der Straße bin, auch mit diesen Angebot: Tausche Klopapier gegen Sex. Bewerbungen bitte von klugen & natürlichen Frauen mit den üblichen femininen Attributen schriftlich, ganz nach meinem Motto: "Ruf mich nicht an - Schreib mir 'ne e-mail!", an die bekannte Adresse rechts oben -->

Angebot TaxiBerlin

"STAY OBSERVANT AND MAY GOD BE WTH YOU"



"Greetings to my fans and followers with gratitude for all your support and loyalty the years. This is an unreleased song we recorded a while back that you might find interesting. Stay safe, stay observant and may God be with you." - Mit diesen Worten hat Bob Dylan gestern seinen neuen Song "Murder Most Foul" (sein erster seit acht Jahren) über die Ermordung Präsident Kennedys veröffentlich. Die Schlüsselworte in dem Text sind, so denke ich, "stay observant" - also "bleibt wachsam". Eigentlich wollte ich das Video in diesen Beitrag einbetten. Diese Funktion funktioniert aber gerade nicht bei YouTube. Deswegen "nur" dieser Link zum Song mit den Lyrics. Diese sind auch das, worauf es meiner Meinung nach ankommt bei dem Song - also nicht seine enorme Länge (knapp 17 Minuten), nicht die spärliche Instrumentierung (Klavier, Violine, Schlagzeug) und auch nicht die vielen Namen (John Lee Hooker, Marilyn Monroe, Thelonius Monk und viele andere). Auch der angebliche Mörder von Präsident Kennedy kommt vor, allerdings nur als Oswald und nicht als Lee Harvey Oswald wie sonst üblich. "Angeblich" deswegen, weil nach offiziellen Angaben eine Mehrheit der Amerikaner "immer noch" glaubt, dass Oswald nicht der Mörder von Kennedy ist (mit der Betonung auf "immer noch"). Mit dem Song-Text ist es nun so, dass niemals von "er" (also Oswald) die Rede ist, sondern immer nur von "wir" oder "sie". Was das nun im Kontext mit "bleibt wachsam" im Ankündigungstext bedeutet, das muss jeder selbst herausfinden.

Foto&Text TaxiBerlin

CORONA GHOST TOWN BERLIN


Im Taxi-Praxis-Test

TaxiBerlin ist zwar schon zurück in Corona Ghost Town, aber noch nicht zurück auf der Straße. Deswegen der aktuelle Erfahrungsbericht einer Kollegin übers Taxifahren in Berlin:

Dann wollte ich mich ans Vivantes Klinikum Landsberger Allee stellen, aber das ist inzwischen gesichert wie Fort Knox. Die Sicherheitsleute wollten mich nicht an die Taxihalte lassen. Das ist vollkommen absurd, seit wann kann das Coronavirus 20 oder 30 Meter weit fliegen? Weil man sich da in der Nähe nirgends hinstellen kann und auch sonst nirgends etwas los war, bin ich nach hause gefahren.


Das Abgefahrene daran ist, ein Kollege hat heute in der Whatsapp-Gruppe einen Auftrag von gerade dieser Klinik gepostet, da sollte ein Fahrgast abgeholt werden, der Corona-positiv getestet wurde, aber keine Sorge, stand da, der trägt "Mundschutz und Handschuhe“! Gibt es für so etwas nicht Krankenwagen, die besser ausgerüstet sind als ein Taxi? Im Fernsehen tragen Leute, die mit Corona-Patienten zu tun haben, immer so eine Art Astronautenanzug.

Ich darf mich also wegen Corona-Gefahr nicht mehr an die Halte vor dem Haus stellen, darf aber Corona-positive Fahrgäste abholen? Berlkönig fährt das Krankenhauspersonal kostenfrei spazieren auf Staatskosten, und ich darf die Drecksarbeit machen und gehe vielleicht trotzdem pleite, weil die lukrativen Aufträge ein anderer bekommt?  Es ist einfach unfaßbar, was im Moment vor sich geht.

Foto TaxiBerlin
Text TaxiKollegin

27.03.2020

"IST HINREICHEND DAMIT ZU ERKLÄREN ..."


"Der Grund, warum wir in Deutschland im Moment so wenige Todesfälle haben gegenüber der Zahl der Infizierten, ist hinreichend damit zu erklären, dass wir extrem viel Labordiagnostik machen." - So lautet der Satz vollständig. Gesagt hat ihn Professor Drosten von der Charité, unser aller Ober-Viruloge derzeit. Mit "Labordiagnostik" sind dabei die Tests gemeint, von denen bislang in Deutschland 410.000 durchgeführt wurden, die bisher 41.300 Infizierte ergaben, von denen wiederum 260 zu Tode gekommen sind. Die Anzahl der Opfer, die in Deutschland extrem niedrig ist, ließ mich bereits vor einer Woche feststellen, dass uns bisher einfach die Toten fehlen. Gestern hat Professor Drosten endlich versucht, dies zu erklären. Folgt man der Logik von Professor Drosten, dann würden Tests Menschenleben retten. Ein Test stellt aber lediglich fest, ob jemand infiziert ist oder eben nicht. Warum von den Infizierten nur so wenige sterben, damit hat der Test nichts zu tun, erklärt dies nicht, und schon gar nicht "hinreichend". Es ist im Gegenteil eher davon auszugehen, dass viele Menschen, die an dem Virus erkrankt und genesen sind, sich nie haben testen lassen. Die Zahl der Infizierten dürfte also weitaus höher liegen, als die angegebenen 41.300. Somit dürfte sich die Sterblichkeit hierzulande im Promillebereich befinden. Dass ein so niedriger Wert solch drastische Maßnahmen nach sich zieht wie im Moment, müsste irgendwann einmal "hinreichend" geklärt werden.

Text TaxiBerlin

DEUTSCHE UNIKLINIKEN VERNETZEN SICH


Jetzt ist es endlich so weit. Knapp 150 Jahre nach dem ersten Telefon, 30 Jahre nach Erfindung des Internets und 20 Jahre nach Netzwerken wie Facebook&Co sollen sich nun auch Krankenhäuser hierzulande vernetzen. Aber nicht irgendwelche Krankenhäuser, sondern Universitätsklinken. Also ungefähr so, als könnte das Hotel Adlon am Pariser Platz endlich beim Ritz Carlton am Potsdamer Platz anrufen, um in Erfahrung zu bringen, ob dort noch ein Zimmer frei ist. So ein Vernetzung gibt es natürlich nicht zum Nulltarif, das ist klar. Dein Facebook-Account ist schließlich auch nicht umsonst. Den bezahlst du mit deinen Daten. So gesehen sind 150.000 Millionen € dafür, dass Deutsche Uniklinken sich vernetzen, ein Schnäppchen.

Text TaxiBerlin

MESSERSTECHER ZU SPARGELSTECHER


Die Lage ist Ernst, denn so wie es im Moment aussieht, wird es dieses Jahr nicht genug Spargelstecher geben. Offiziell heißen sie Saisonarbeiter, die da Jahr für Jahr aus immer ferneren Ländern zum Spargelstechen anreisen müssen. Kamen sie früher noch aus dem benachbarten Polen, so müssen sie jetzt bereits aus Bulgarien und Rumänien heran gekarrt werden. Saisonarbeiter ist dabei nur ein anderes Wort für Gastarbeiter. Da Gastarbeiter etwas in Verruf geraten ist, wird das Wort möglichst vermieden. Neulich, es ist jetzt auch schon wieder fast zwei Jahre her, wurde es noch mal verwendet. Da suchte der Frankfurter Flughafen Gastarbeiter ebenfalls aus Rumänien und Bulgarien. Gekommen ist damals keiner, was daran lag, dass die auf dem Balkan auch rechnen können. Von dem, was der Frankfurter Flughafen zahlt, kann nämlich nicht mal einer vom Balkan leben. Und würde man die Spargelstecher richtig bezahlen, bräuchte auch niemand vom Balkan ran gekarrt werden. Dann würden sich möglicherweise sogar Messerstecher, die alleine in Berlin im letzten Jahr 2795 Straftaten begingen, was laut Polizei der höchste Wert seit Beginn der Auswertung im Jahre 2009 ist, zum Spargelstecher umschulen lassen. Ein Versuch wäre es Wert.

Text TaxiBerlin

26.03.2020

BACK TO BERLIN


Vorfreude auf den Sieg an der Klopapierfront

Zwei Meter (oder waren es doch nur ein Meter fünfzig?) Abstand im Flugzeug zu halten, ist nicht gerade einfach, wenn nicht gar ein Ding der Unmöglichkeit. Aber das war den mitreisenden Patienten egal, und so auch mir. Die meisten Menschen, die heutzutage reisen, sind sowieso total taub. Daran ändert auch ein kleines Virus nichts. Mit meiner Schutzmaske hatte ich dann aber doch immerhin für einen kurzen Moment die Aufmerksamkeit meiner Mit-Patienten. Respekt für meine Schutzmaske, die aussieht, als wäre sie aus dem Zweiten Weltkrieg, dabei ist sie nur aus dem Baumarkt, kam dagegen von den Sicherheitsleuten, sowohl in SanFran als auch in Berlin. Ich würde sogar so weit gehen zu behaupten, dass bereits Neid im Spiel war. Im ersten Moment dachte ich, sie würden meine Maske konfiszieren, so wie damals nach World War Two die Russen gelegentlich Fahrräder konfisziert haben. (Von den konfiszierten Armbanduhren nicht zu reden.) Vorm Flughafen in Tegel erwarte mich (immer noch mit Schutzmaske, da nicht konfisziert) Kollegin Sonja, die im Januar Gast in unserer Sendung war. Ihr Umsatz hat sich in den letzten Tagen und Wochen auf ein Drittel reduziert. Die Stadt selbst, durch die wir gut durchkamen, kam mir leicht dystopisch vor. Kurz vor Acht ließ man mich dann noch in den Supermarkt bei mir an der Ecke, wo auf zwei Meter Abstand (oder waren es doch nur ein Meter fünfzig?) größten Wert gelegt wurde, und wo es darüber hinaus sogar Klopapier gab. Meine Rückkehr nach Berlin ist, wenn du so willst, ein voller Erfolg.

Foto&Text TaxiBerlin

25.03.2020

WELCOME TO EUROPE


Mindestens fünfzig Zentimeter,
vermutlich bereits ein Meter fünfzig

Ich kann es nur wiederholen: Fliegen ist völlig überbewertet, und das schon lange vor Corona. Dieses Eingesperrtsein mit wildfremden Menschen auf engstem Raum über Stunden kann nicht gesund sein. Versuchst du darüber hinaus, so wie ich, nach den fünfzig Zentimeter Ellenbogenlänge damals nach der Kölner Silvesternacht, dir jetzt die anderen potentiellen Patienten auf einen Meter fünfzig Abstand vom Leibe zu halten, dann kommst du nicht weit. Trotzdem habe ich es irgendwie, frag nicht wie, bis nach Europa geschafft. Hier musste ich sogleich beim Einlass (Foto) erfahren, dass unser schöner Kontinent bereits untergegangen ist. Es hat nur noch niemand bemerkt.

Foto&Text TaxiBerlin

24.03.2020

MACH'S GUT SAN FRANCISCO


"Park des Schmerzes"

Ich weiß nicht, ob du früher auch "Die Straßen von San Francisco" gesehen hast. Ich eher weniger, was daran lag, dass wir die für den Empfang nötige Antenne nicht hatten. Mein Interesse heute gilt den Parks und weniger den Straßen. Hier drehe ich gerade eine Abschiedsrunde im "Park des Schmerzes", wie der "Dolores Park" auf Deutsch heißt. Im Hintergrund sieht man unter dem Himmel Kaliforniens die Skyline von San Francisco. Früher konnte man bis zur Bay Bridge blicken. Das geht heute leider nicht mehr. Also im Prinzip das, was uns in Berlin demnächst erwartet, und zwar dass man irgendwann den Fernsehturm nicht mehr sieht. Bis dahin fließt noch einiges Wasser die Spree herunter und vielleicht tritt dieser "worst case" auch gar nicht ein. Denn wir befinden uns gerade wieder in Wende-Zeiten. Ein guter Zeitpunkt, dass wir uns unsere Stadt zurück erobern und die "Viel zu Vielen" auf Dauer von Berlin fern halten.

Foto&Text TaxiBerlin

WARUM TOILETTENPAPIER ?



Ab 28:48 verrät der "Therapeut meines Vertrauen" Warum ?

Bevor ich gleich im Sonnenstaat, wo das Leben easy ist, in den Flieger zurück ins graue und deprimierende Berlin steige, noch folgendes: Eigentlich wollte ich immer mal im Bademantel nach Kalifornien fliegen. Eine von vielen verrückten Idee, die ich bisher leider nicht realisiert habe, auch diesmal nicht. Dafür werde ich gleich immerhin mit Atemschutzmaske zurück in die Bundeshauptstadt kommen. Ich hatte heute morgen darüber geschrieben. Noch etwas anderes: Viele fragen sich, was es mit dem Toilettenpapier auf sich hat, weshalb es keines zu kaufen gibt, und warum sich viele Menschen ausgerechnet mit Toilettenpapier eingedeckt haben. Hans-Joachim Maaz, der "Therapeut meines Vertrauens", der mir auch schon mal im Taxi saß, beantwortet diese Frage in obigem Interview mit Eva Herman. Es soll Menschen geben, die nicht nur Toilettenpapier horten, sondern die darüber hinaus beim Anblick von Eva Herman die Krätze kriegen. Ich halte es hier auf meiner Seite wie in meinem Taxi: Jeder darf alles sagen, sogar die Wahrheit, solange er nur nicht telefoniert dabei.

Video YouTube
Text TaxiBerlin

TAXIBERLIN IS COMING HOME


Ein Geschenk von Onkel Don aus Amerika

Ich habe bisher nicht darüber geschrieben, warum ich nach Amerika gekommen bin, weil die Sache geheim ist oder besser war. Mein alter Freund Donald, den ich Onkel Don nenne, hatte mich eingeladen, um zusammen Party zu machen. Die Party war aber nur ein Vorwand, wie das ganz oft bei Partys ist. Eigentlich sollte ich beim Bau einer Mauer helfen (Onkel Don hatte von meinen Erfahrungen in Sachen Mauern gehört), und erst danach wollten wir Party machen. Aus der Party ist nichts geworden, genauso wie aus dem Mauerbau. Onkel Don hatte plötzlich wichtigeres zu tun. So ist das bei den Amerikanern: Business first! Immerhin hatte Onkel Don noch zwei alte Schutzmasken bei sich in der Garage herumzuliegen, die er mir schenkte. Ich hatte ihm von der Misere in Sachen Schutzmasken zu hause erzählt, und da muss er irgendwie Mitleid mit mir bekommen haben. Ich weiß, Schutzmasken sollen gar nicht helfen, so sagt es der Virusexperte von der Charité. Deswegen tragen dort in der Charité auch alle welche. Immerhin ist nicht nur meine Post-Mauerbau-Party mit Onkel Don hier in Amerika abgesagt, sondern auch alle Partys in Berlin. Wenn ich ehrlich sein soll, freue ich mich darauf am meisten: Berlin - Partyfreie Zone!

Foto&Text TaxiBerlin

23.03.2020

"EINE MIR UNERTRÄGLICHE HEKTIK UND IM GRUNDE GIGANTISCHE DILETTANTISCHE GESCHÄFTIGKEIT, WIE SIE DAS HEUTIGE DEUTSCHLAND FÜR MICH DARSTELLT."


"Kein Dokument, ein Monument!" (FAZ)

Fern der Heimat in Amerika schreibe ich nicht nur, sondern lese auch immer noch auf Deutsch. Gerade ist es "Der Briefwechsel" zwischen dem Österreichischen Autor Thomas Bernhard und seinem Verleger Siegfried Unseld vom Suhrkamp Verlag in Frankfurt am Main. In seinem Brief vom 10.9.1971 (S. 240), also bereits vor knapp 50 Jahren, beklagt sich der Autor aus Österreich bei seinem Verleger über "eine mir unerträgliche Hektik und gigantische dilettantische Geschäftigkeit, wie sie das heutige Deutschland für mich darstellt."

Die meisten Menschen in Deutschland wähnen sich bis heute in einem Land, in dem alles geregelt wäre und alles mehr oder weniger seine Ordnung hätte. Dementsprechend schaut man gerne auf andere Länder und Präsidenten herab. Im Moment ist das meist Donald Trump, und wenn nicht Donald Trump dann Boris Johnson, und wenn nicht Donald Trump oder Boris Johnson, dann natürlich Wladimir Putin, der Daueraufreger, der gar nichts richtig machen kann.

Erst einmal vor der eigenen Haustür zu kehren, ist in Deutschland seit einiger Zeit so ziemlich aus der Mode gekommen. Ich möchte an diese gute alte Sitte erinnern, indem ich mir die aktuell beschlossenen drei Punkte für "unser" Gesundheitswesen etwas genauer ansehe. Vorweg: "unser" Gesundheitswesen ist es schon lange nicht mehr, denn es ist seit langem mehrheitlich in privater Hand. Krankenhäuser heute sind Unternehmen, die an erster Stelle Profit abwerfen sollen.

Dementsprechend sehen auch die Maßnahmen aus, mit denen "unser" Gesundheitsminister Jens Spahn "den Kollaps im Gesundheitsweisen verhindern" will, und eben nicht Kranken und Infizierten zu helfen, wie es eigentlich lauten müsste. Die drei von Spahn beschlossenen Punkt kann man kurz so zusammenfassen: Punkt 1: 560 € für die Kliniken für jedes frei gehaltene Bett pro Tag. Punkt 2: 50.000 € für die Kliniken für jede neue Intensiveinheit. Punkt 3: 50 € für die Kliniken für Mehrkosten bei Schutzausrüstung pro Monat

Einen Bonus gibt es, allerdings nur für Studenten. Diese dürfen im Krankenhaus arbeiten, ohne dass ihr Lohn auf das Bafög angerechnet wird, vorausgesetzt sie bekommen überhaupt welches. Von der Einstellung von mehr Personal ist nicht die Rede. Bekanntlich fehlen in "unseren" Krankenhäusern ca. 300.000 Pflegekräfte. Es ist aber kein echter Fachkräftemangel, weil genau diese Anzahl von Menschen in unserem Land ausgebildete Krankenschwestern- und pfleger sind, die allerdings nicht mehr in ihrem Beruf arbeiten. Dass sie nicht mehr dort arbeiten, hat meist mit genannter Privatisierung zu tun. Ich weiß, wovon ich rede, weil auch ich gelernter Krankenpfleger bin.

"Noch in hundert Jahren, wenn die österreichischen Gletscher längst in der Nordsee verschwommen sind, werden unsere Kindeskinder noch immer staunend vor diesem Monument deutscher Kulturgeschichte stehen." So die "Frankfurter Rundschau" über "Der Briefwechsel" zwischen dem österreichischen Autor Thomas Bernhard und seinen Verleger Siegfried Unseld. Keine fünfzig Jahre später ist nun in "unserem" Gesundheitswesen das Realität, was Thomas Bernhard in einem Brief an seinen Verleger so beschreibt: "eine mir unerträgliche Hektik und gigantische dilettantische Geschäftigkeit, wie sie das heutige Deutschland für mich darstellt."

Foto&Text TaxiBerlin

SOCIAL DISTANCING WITH LULU AND WHISKEY




A friend and filmmaker from Berlin told me that Arnold from Austria needs somebody to make a movie but can't find anybody because of Social Distancing. So I get my first job here. As you will see Arnold was very lucky that me that crazy Bulgarian Donkey-Man came over to film him with Lulu and Whiskey in his little home in Hollywood.

Film&Text TaxiBerlin

22.03.2020

DIE WEISSAGUNGEN DER GRETA THUNBERG


Es ist etwas ruhig geworden um Greta Thunberg, dabei wäre gerade jetzt der richtige Zeitpunkt, an die Klimaheilige aus Schweden zu erinnern. Es ist ziemlich genau ein Jahr her, als sie sagte: "Ich will, dass ihr in Panik geratet!" - und genau das ist passiert. Gut, Holy Greta sagte es eher als Drohung denn als Prophezeiung. Sie sagte auch nicht, wann genau wir in Panik geraten sollen. So gesehen taugt Greta als Prophetin nicht wirklich, weswegen man aus ihr auch eine Marke machen musste, und sie darüber hinaus auch Bücher schreiben muss, um irgendwie auf dem Markt zu bleiben. Genau das aber unterscheidet richtige von falschen Propheten. Hat man je von einem Heiligen gehört, der sich selbst als Marke hat registrieren lassen? Auch Bücher von Propheten mit eigener Hand geschrieben sind nicht bekannt! Viele richtige Propheten sind darüber hinaus so gut wie unbekannt. OK, die bulgarische Seherin Baba Wanga kennt in ihrer Heimat jeder, und auch in Great Britain ist Oma Wanga wegen der extrem hohen Trefferquote ihrer Vorhersagen von über 80% bekannt. Was die bulgarische Seherin für 2020 voraussah, willst du besser nicht wissen, denn dagegen ist die Klimahysterikerin aus Schweden wirklich nur besagter Vogelschiss. Folgender Link zu den Vorhersagen von Baba Wanga für 2020 ist deswegen auch nur für ganz Mutige!

Text TaxiBerlin

TAXIBERLIN UND DAS AUSGEHVERBOT NOCHMAL


Dank der Straße 150 m Sicherheitsabstand statt 1,50 m
(sicher ist sicher!)

Nach den Rehen gestern kamen heute nun die Golfer raus. Golf, eigentlich der Sport, so weit man beim Golfen von Sport reden kann, alter weißer Männer, wird hier von jungen weißen Frauen (Foto) gespielt. Der alte weiße Mann bleibt in diesen Tagen lieber zu hause. Trotzdem haben sich mehr als zwei Personen (nochmal Foto) auf dem Golfplatz versammelt. Einer muss schließlich den Buggy mit den ganzen Golfschlägern schieben. Das kann der Spieler, in dem Fall eine Spielerin, nicht auch noch tun. Golf ist nicht nur ein Hobby der Reichen, sondern auch wahnsinnig anstrengend, wobei nicht klar ist, was anstrengender ist: den kleinen weißen Ball immer wieder zu finden oder den Buggy zu schieben. Die dritte Person, das vergaß ich zu sagen, muss den Golf-Ball nach jedem Schlag ausfindig machen. Ob dies in Zukunft durch die Person, die bisher "nur" den Buggy schiebt, übernommen wird, oder ob es eine Ausnahmeregelung für's Golfen geben wird, so dass sich auch weiterhin drei statt zwei Personen auf dem Golfplatz versammeln dürfen, ist unklar. Genauso wie die Frage, ob der Umstand, dass aus dem Sport alter weißer Männer einer der jungen weißen Frauen geworden ist, bei der Entscheidungsfindung möglicherweise eine Rolle spielen wird.

Foto&Text TaxiBerlin