13.08.2018

KINDER IM NETZ UND IM TAXI


Holzauge sei wachsam!

Kinder insbesondere wenn sie klein sind, das ist bekannt, bedürfen der besonderen Fürsorge, vor allem seitens ihrer Erzeuger, aber nicht nur. Im Taxi beispielsweise braucht der Taxifahrer für sie eine Babyschale. Ohne Babyschale keine Beförderung! Daran sollte sich jeder Taxifahrer halten. Aber was machen Eltern? Alles fängt damit an, dass Eltern heutzutage der Meinung sind, sie hätten mit dem Kinderkriegen bereits etwas Besonderes geleistet. Dabei hatten sie nur ein bisschen Beischlaf. Ist doch so, oder? Die besondere Leistung liegt aber nicht beim Beischlaf sondern beim Großziehen des daraus entstandenen Nachwuchs, und dabei an erster Stelle um BE-ziehung und nicht ER-ziehung. Diese BE-ziehung ist aber von Anfang in Gefahr, denn Eltern heute beschäftigen sich nicht mit ihren Kindern, sondern ausschließlich damit, der Welt via Internet wissen zu lassen, dass sie etwas Besonderes mittels Beischlaf geleistet hätten. Dass es dabei ausschließlich um sie und nicht um ihr Kind geht, beweist der Umstand, dass sie permanent und ohne es überhaupt fragen zu können, denn dafür ist das Kind noch zu klein, Bilder von ihrem Nachwuchs ins Netz stellen. Von sich selbst veröffentlichen sie meist nur Fotos von hinten oder von der Seite, so dass man die Übeltäter (es sind übrigens dieselben, die sich sonst gerne und hochoffiziell für die Rechte von Minderheiten und Schwachen einsetzen) nicht identifizieren kann, die ihren eigenen Kindern diesen Missbrauch antun. Denn nichts anderes ist das ungefragte Veröffentlichen von Bildern von kleinen Kindern – Kindesmissbrauch! Dabei ist es so einfach, diesen Missbrauch zu verhindern. Dazu bedarf es nur eines obligatorischen Elternführerscheins, so wie jeder Taxifahrer zum Taxifahren einen Personenbeförderungsschein benötigt. Der Elternführerschein ist, so denke ich, heute wichtiger denn je, weil viele Eltern nicht mehr wissen, dass der Beischlaf (incl. seiner Folgen) noch keine besondere Leistung darstellt, vielmehr sollte er der körperlichen und geistigen Gesundheit wegen regelmäßig und mehrmals die Woche ganz normal stattfinden. Genauso wie es für jeden richtigen Taxifahrer ganz normal ist zu wissen, wie er Kinder und insbesondere Kleinkinder zu befördern hat.

Foto&Text TaxiBerlin

08.08.2018

"FÜR MEINEN PRÄSIDENTEN" KOMMT IM SEPTEMBER NACH BERLIN


Jetzt ist es amtlich: "Für meinen Präsidenten" kommt nach Berlin, und zwar im September. Leider wird aus der gemeinsamen Fahrt in meinem Taxi nichts, ich werde ihm auch nichts aus meinem kleinen BauchLaden schenken können. Dafür werde ich ihm entgegen reisen, denn ich habe etwas gegen ihn. Allen Zurückbleibenden wünsche ich viel Spaß mit "Für meinen Präsidenten" im September in Berlin!

Text TaxiBerlin

07.08.2018

KULTURKIOSK OHNE KULTUR


Zehlendorf-Mitte

Was für mich mein kleiner BauchLaden ist, das ist dem Zehlendorfer sein KulturKiosk, genauer: war! Den Kiosk gibt es noch, und zwar direkt neben der TaxiHalte in Zehlendorf-Mitte, das ist Potsdamer Straße Ecke Teltower Damm, aber die Kultur darin ist futsch. Es ist noch gar nicht so lange her, da habe ich mir im Zehlendorfer KulturKiosk ein Buch und eine CD gekauft, gebraucht versteht sich und zum kleinen Preis. Die CD war von Keith Jarrett und nicht wirklich gut. Ich habe sie dem Kollegen Tobias geschenkt, der sie gerne haben wollte, sie dann aber auch nicht gut fand. Das Buch heißt "Unterwegs" und ist von Fritz J. Raddatz. Fritz J. Raddatz ist ein gebürtiger Berliner, der leider bereits verstorben ist. So weit man weiß, hat er sich in der Schweiz "einschläfern" lassen. "Unterwegs" von Fritz J. Raddatz (nicht von Kerouac, das heißt "On The Road"!) sind "Literarische Reiseessays". Ich hatte sie schon mal - jetzt habe ich sie doppelt. Es ist nicht so einfach, jemanden zu finden, der sich für Fritz J. Raddatz begeistert, an den ich "Unterwegs" abtreten könnte. Für den Einstieg würde ich auch eher die "Tagebücher" von Fritz J. Raddatz empfehlen. Die sind echt der Hammer - finde ich zumindest. Man erfährt zum Beispiel, dass Günter Grass seinem alten Freund Fritz J. Raddatz eine eigene Etage auf sein Haus in Portugal setzen wollte. Früher, meine ich. Also vor dem Erscheinen der "Tagebücher" vom Fritz. Danach kannte Grass den Raddatz nicht mehr. Witzig war auch, wie der Fritz in Berlin, wie gesagt seine Geburtsstadt, drei Kids mit seiner LuxusKarre zum Weihnachtsmarkt fährt, die mit ausgestrecktem Daumen an der Straße gestanden hatten. Fritz J. Raddatz war also auch Taxifahrer. Den einen von den Gören fragte er nach seinem Alter. Die Antwort: "Icke? Fünfe!" Einfach herrlich, aber leider nicht mehr im Zehlendorfer KulturKiosk erhältlich, denn der hat ja leider zu. Man könnte deswegen jetzt ins KulturKaufhaus nach Mitte fahren, muss man aber nicht, denn ich habe die "Tagebücher" von Fritz J. Raddatz neuerdings in meinem kleinen BauchLaden. Gerne lese ich auch daraus vor. Was die Kosten angeht, da verhält es sich wie mit der mobilen Lebensberatung, die ich ebenfalls in meinem Taxi anbiete. Der Preis ist flexibel und richtet sich nach der finanziellen Situation des Fahrgasts.

PS: Fritz J. Raddatz hatte, glaubt man seinen "Tagebüchern", in Zehlendorf auch eine heiße Liebesnacht mit Klaus Mann, dem ältesten Sohn von Thomas Mann, falls das jemand interessiert.

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06.08.2018

DIE KUNST DES TAXIFAHRENS




Einen guten Galeristen erkennt man an dem Bananen-Graffito neben seiner Galerie - einen guten Taxifahrer an der Banane in seinem Taxi. Ich bekomme öfters Bananen geschenkt. Lange war ich mir nicht sicher, was es damit auf sich hat. Erst dachte ich, das würde mit meinem erlittenen Bananen-Trauma zusammenhängen. Dass das nicht stimmt, habe ich neulich herausgefunden. Seitdem habe ich eine spezielle Bananen-Halterung (Foto) bei mir im Taxi. Da schenkte mir ein Fahrgast mal wieder eine Banane und meinte, weil ich aus dem Taxifahren eine Kunst machen würde. Seitdem versuche ich nun herauszufinden, worin genau die Kunst des Taxifahrens besteht.

PS: Dank Klimaanlage ist die Banane irgendwann auch richtig schön kalt und schmeckt dann umso besser.

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05.08.2018

HÄNDEWASCHEN WAR GESTERN


Habe heute feststellen müssen, dass ich am Flughafen Tegel der letzte Verbliebene bin, der sich in dem kleinen Handwaschbecken der Herrentoilette nur für Taxifahrer gleich neben der Pilotenbude noch die Hände wäscht. Alle anderen waschen sich dort ausschließlich ihre Füße. Ich find das jetzt nicht soo schlimm. Mein Problem ist auch eher, dass ich, selbst wenn ich wollte, aufgrund meines Alters die Füße nicht mehr so hoch bekomme, um es den Kollegen gleich zu tun. Beim Beten ist mein Problem umgedreht, da komme ich nicht mehr so weit runter, obwohl auch ich für's Gebet seit einiger Zeit immer einen kleinen fliegenden Teppich bei mir im Taxi habe. Das mit dem Arsch rausstecken klappt dagegen noch noch ganz gut. Auch bei den Weibern komme ich immer noch extrem gut an. Neulich zum Beispiel wollte mir meine Zweitfrau ein Empfehlungsschreiben für die Dritte ausstellen. Obwohl, Moment mal, jetzt wo ich darüber schreibe, bin mir gar nicht mehr so sicher, ob das jetzt gut ist oder doch eher schlecht. Aber was soll's: Leisten könnte ich mir die sowieso nicht.

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04.08.2018

FUCK UBER


Ein gewesenes Uber-Fahrzeug? - Schwer zu sagen riechen!

Nachdem Ganz Berlin hasst ... aktuell für eine Partei vergeben ist, musste ich auf's simple Fuck Uber zurückgreifen. Dabei bin ich gar kein Fan von dem Wort Fuck - ganz im Gegenteil. Ich hasse es, so wie ich alle Menschen hasse. Ich bin ein sehr guter Hasser, wenn auch eher gemäßigt, so wie manche Rebellen gemäßigt sind. Dabei ist für mich als Autor nichts wichtiger wie ein guter Hasser. Das kann ich auch nur jedem empfehlen, der irgendwelche Schreibambitionen hat, und wenn es nur ein Blog im Internet ist. Nichts ist dafür so wichtig wie ein guter Hasser. Hier gilt ausnahmsweise, dass viel auch viel hilft, wenn sie denn gut sind. Doch zurück zu Uber. Ich erkenne jedes Fahrzeug auf den Berliner Straßen, Plätzen und auch Flughäfen, das für Uber fährt. Um genau zu sein, rieche ich sie förmlich, und dass schon von Weitem. Im Vorbeifahren schaue ich den Fahrern immer nett ins Gesicht und lächle sie an, die Kollegenschweine. Wobei, Kollegenschweine trifft es nicht ganz. Im Prinzip sind es genauso arme Schweine wie wir, nur ärmer. Eigentlich muss man Mitleid mit ihnen haben, deswegen lächle ich auch. Mein Lächeln wurde bisher nie erwidert. Das ist leider auch die Wahrheit. Obwohl, einmal hat einer von denen ganz gemein zurück gelächelt. Möglicherweise ein guter Hasser, dachte ich beim Weiterfahren so bei mir, weil sein Lächeln so gemäßigt aussah. Aber das weiß man immer erst später. Auch in Sachen Uber gilt: Wer zuletzt lächelt, lächelt am Besten.

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02.08.2018

TAXIKOLLEGEN STREIKEN IN SPANIEN LANDESWEIT GEGEN UBER & CO




Dass in Spanien Taxifahrer aktuell landesweit gegen Uber&Co streiken, ist hierzulande sozusagen ins Sommerloch gefallen. Öffentlich/Rechtlich weißt lediglich darauf hin, dass derzeit derjenige ein Problem hat, wer in Spaniens Großstädten ein Taxi braucht. Ausgerechnet zur Hauptreisezeit! Was erlauben Taxifahrer? - So der Tenor. So gesehen ist es keine Überraschung, dass in unserem schönen Land das Thema Uber&Co schon vergessen scheint. Bevor der Deutsche auf die Straße geht, kauft er sich einen Fahrschein, das ist bekannt. Umso überraschender war für mich in den letzten Tagen und Wochen sowohl von Kollegen als auch von Fahrgästen zu hören, dass gegen Uber&Co nur das Durchstechen von Reifen helfen würde.

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31.07.2018

VORWÄRTS IN DIE VERGANGENHEIT


Der neueste Trend: Ziegen

Vorwärts in die Vergangenheit, was auf englisch Back to the Future heißt, ist nur ein anderer Begriff für meine bevorstehende Auszeit. Traditionell begebe ich mich in meiner Auszeit in Meinen kleinen Gulag, der neuerdings Gulag-Ressort nennt, dessen CEO ich bin. Früher nannte ich mich Gulag-Manager, aber auch ich muss mit der Zeit gehen. Letztes Jahr waren Bienen angesagt. Viele Zeitgenossen zumindest in Berlin sind auch noch in Imker-Klamotten unterwegs. Dabei sind Bienen, wenn du so willst, schon Schnee von gestern. Dieses Jahr wird definitiv ein Ziegen-Jahr. Ich muss es wissen, denn ich habe mich mal wieder als Trendsetter in Szene gesetzt, und das bereits im letzten Jahr. Da ist auch obiges Foto in Meinem kleinen Gulag entstanden, der heute Gulag-Ressort heißt. Der Ziegen-Trend ist, wie das mit wirklich guten Trends immer ist, by excident, also zufällig entstanden. Eigentlich wollten wir eine Ziege mieten, aber rent a goat ist am Rande Europas leider völlig unbekannt. Mangels Vertrauen wird dort ausschließlich verkauft und nicht vermietet. So kam es, dass wir plötzlich stolze Ziegenbesitzer waren. Für mich war das nichts besonderes, ich nannte auch schon mal einen Esel mein Eigen. Mit dem hatte ich damals den Esel-Trend gesettet - der ein oder andere erinnert sich. Vertraue einem alten Trendschnüffler, dass es mit der Ziege genauso kommt, und halte zur Sicherheit schon mal nach einer Ziege Ausschau. Ziegen werden bald knapp werden.

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30.07.2018

ÜBER DIE VERROHUNG DER SPRACHE IM TAXI


Sie: Ich war gerade in Südamerika, in der größten Favela.

Er: Und, wie war's?

Sie: Einfach nur geil!

Dialog eines jungen Paares auf der Fahrt zur nächsten Party.

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WEIRD


Dass man bei mir im Taxi nicht telefonieren darf, fand sie weird (was so viel wie seltsam oder schäg heißt), wie sie ihrem Partner sagte. Den interessierte das Null. Immerhin mit mir hatte sie Glück. Sie wollte nicht von mir wissen, wie ich die meisten Telefonate finde.

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29.07.2018

CSD AUCH GESCHAFFT


Nach der Mondfinsternis vorgestern, die nicht zu sehen war, haben wir gestern in Berlin auch noch den CSD gehabt. Du weißt nicht, was der CSD ist? Mach dir nichts draus, das wissen die meisten auch nicht, die daran teilnehmen. Der CSD ist, wenn du so willst, eine Art Love Parade für Arme und Behinderte. Auf jeden Fall für Leute, die einem gewaltig auf die Nerven, den Sack und gerne auch sonstwohin gehen, und das nicht nur im Taxi. Auch auf der Straße, auf dem Radweg und selbst auf dem Bürgersteig nerven sie nur rum. In den Öffentlichen dürfte es kaum anders aussehen, aber da treibe ich mich nicht rum. Ich bin auf der Straße, versuche dort voran zu kommen, was mit jedem CSD schwieriger wird und gestern nahezu unmöglich war. Und als wenn das nicht schon schlimm genug wäre, sind die Leute auf der Straße und eben auch im Taxi meist immer nur eins - bescheuert.

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28.07.2018

ICH HASSE MENSCHEN - I HATE PEOPLE


Balkanski-Berlinski (eigentlich!) - Der Menschenhasser

Mehr als zwanzig Jahre im Taxi machen nicht nur radikal, sondern auch ehrlich. Ja, ich gebe es zu: Ich hasse Menschen! Aber welcher Mensch tut das nicht?!? Eine solche Erkenntnis ist natürlich nicht angenehm - auch mir nicht. Möglicherweise liefert der Mensch, meine Person eingeschlossen, aber immer mehr Gründe, ihn nicht zu mögen. Ich halte das durchaus für denkbar, denn Menschen verursachen neuerdings immer mehr Gesprächsmüll, stehen einem immer öfter im Weg rum und sind auch sonst zu immer weniger zu gebrauchen, sieht man mal vom Konsumieren ab. Wie ich darauf gekommen bin, dass ich Menschen hasse? Ganz einfach: Ich habe mich gefragt, warum ich ausgerechnet Taxi fahre und keinen anderen Job mache. Ich könnte ja beispielsweise Bus fahren. Dort gibt es aber schon wieder zu viele Menschen für mich, die man im dümmsten Fall auch nicht so schnell los wird wie im Taxi, wo die Uhr läuft. Im Taxi, das haben langjährige Studien meinerseits ergeben, sitzen einem pro Fahrt im Schnitt 2,21 Menschen im Auto. Die meiste Zeit, 37,89 Minuten pro volle Stunde, ist man mit sich alleine, muss also nur sich selbst aushalten, was sich einfacher anhört, als es ist. Deswegen soll nach Möglichkeit auch alles so bleiben, wie es ist. Ich brauche nicht mehr Fahrgäste und auch nicht mehr Fahrten, das würde mein Krankheitsbild nur noch verschlimmern. Symptome des Menschenhasses, falls der ein oder andere sich jetzt fragt, ob er evtl. auch davon befallen ist, sind Wut und Ärger über seine Mitmenschen, fekale Flüche und geballte Fäuste, die auch gerne mal ausgesprochen bzw. ausgefahren werden, inclusive. Grund für den Menschenhass, du ahnst es sicherlich schon, ist immer der Selbsthass, der uns allen, warum auch immer (das ist noch mal ein anderes Thema), mitgegeben wurde - so auch dir.

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27.07.2018

KEINE MONDFINSTERNIS


sondern Sonnenuntergang

Es ist gerade wie verhext in Berlin. Erst die Hitze, die einen nicht klar denken lässt. Dazu die urlaubsbedingt vielen Baustellen. Und dann auch noch Wolken, wenn es am Himmel endlich mal was zu sehen gibt. Dass einige auch noch in die verkehrte Richtung schauten, also Sonne und Mond verwechselten, macht die Sache auch nicht besser.

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MONSTER-MONDFINSTERNIS HEUTE oder MANCHES VON 2015 WIEDERHOLT SICH DOCH



Hingewiesen auf die heute bevorstehende Monster-Mondfinsternis hat mich meine liebe Kollegin Ilona. Ilona ist nicht einfach nur eine liebe Kollegin, Ilona ist darüber hinaus die erste Frau im Taxi. Deswegen wird Ilona auch die "Valentina Tereschkowa des Taxis" genannt, nach Valentina Tereschkowa, der ersten Frau im Weltall. Es ist also keine Überraschung, dass sich Ilona nicht nur mit den Straßen und Plätzen, sondern auch mit den Sternen und Planeten auskennt. Ilona hat sich weiter entwickelt (die meisten Taxifahrer nehmen ja nur an Gewicht zu) und aus ihrem Hobby einen Beruf im Sinne von Berufung gemacht. Ilona ist jetzt staatlich anerkannte Astrologin, die auch dich berät. Das ganze nennt sich "Horoscope Reading" und bedeutet, dass Ilona dir deine Sterne deutet. Da die 27 meine Glückszahl ist, war ich heute zum "Horoscope Reading" bei Ilona. Ein solches "Horoscope Reading" kann ich jedem nur ans Herz legen, ich empfehle es auch immer meinen Fahrgästen, die meinen, dass sie für alles offen seien, auch wenn das erfahrungsgemäß oft die geschlossensten sind. Doch zurück zur heutigen Mondfinsternis, die eine von der Art ist, die es nur alle hundert Jahre gibt, insbesondere was ihre Länge angeht. Fast zwei Stunden wird sich der Mond im Schatten der Erde befinden und sich dabei rot verfärben, weswegen man ihn auch Blut-Mond nennt. In diesem Ereignis steckt so viel Energie, so Ilonas Worte, dass es/sie ein ganzes Leben ändern kann. Wer also will (dieser Hinweis ist von mir), dass alles so bleibt in seinem Leben wie es ist, und das sind die meisten, sollte heute zu hause bleiben und trotz Hitze die Vorhänge schließen. Die Aufnahmen in obigem Video sind übrigens von der nicht ganz so gewaltigen Mondfinsternis im Jahre 2015. Wir erinnern uns: Das Jahr, das sich, geht es nach unserer geliebten Führerin, die leider keine Astrologin ist, nicht wiederholen soll, darf, wird?

Video YouTube
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25.07.2018

"DUPKA DO DUPKA"


Schilder-Kunst

Auf dem Balkan, genauer in Bulgarien, gibt es seit vielen Jahren den Hit "Dupka do Dupka", was so viel heißt wie "Loch bei Loch", womit die Löcher in den Straßen gemeint sind - wo sonst. Auch in Berlin gibt es Löcher in den Straßen, noch mehr gibt es aber Baustellen an diesen Löchern, insbesondere jetzt zur Ferienzeit. Ich will mich jetzt nicht darüber auslassen, dass man an diesen Baustellen nie jemanden arbeiten sieht. Das habe ich in der Vergangenheit ausreichend getan. Diesmal soll es um den mit den Baustellen verbundenen Schilderwald gehen. Denn obwohl auf den Baustellen nie jemand arbeitet, klappte das mit dem Absperren und Schilder aufstellen bisher immer noch ganz gut. Auch da scheint aber die gute alte Zeit, in der nicht alles besser aber vieles anders war, vorbei zu sein. Zumindest verstehe ich so obige Schildersammlung. Aber vielleicht will uns der Schilder-Künstler auch etwas anderes sagen. Beispielsweise, dass selbst der, der bisher den goldenen Mittelweg nahm, nunmehr gezwungen wird, rechts abzubiegen. In dem Zusammenhang sei mir die Frage erlaubt, ob man nicht auch hierzulande Löcher einfach Löcher sein lassen soll, damit man auch in Zukunft einfach weiter geradeaus fahren kann.

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