11.5.23

Bericht aus Berlin (023) - "Der Ladenhüter"

in der ersten Reihe

Komme gerade von einem meiner Tatorte. Tatort deswegen, weil ich an ihm meiner Sucht nachgehe. Ich bin Büchersüchtig, ich hatte bereits mehrfach darüber geschrieben. Heute stand obiger "Spiegel-Bestseller" in der ersten Reihe bei "Deutsche Gesellschaft". Warum Bücher in der ersten Reihe stehen, ist mir nicht ganz klar. Entweder, weil die Mitarbeiter meinen, man müsse sie gelesen haben. Dazu muss man wissen, dass es sich um einen politisch korrekten Tatort handelt. Es kann aber auch sein, dass man denkt, es bestehe eine Nachfrage nach genau diesen Büchern. Ganz genau kann ich es nicht sagen, vermute aber ersteres. Was ich mit Sicherheit weiß, ist, dass alle Bücher Spenden sind und jedes Buch nur zwei Euro kostet. Trotz des unschlagbaren Preises, blieb obiges Buch bisher unverkauft. Das spricht für die These, dass die Bücher in der ersten Reise stehen, von denen die Mitarbeite meinen, man müsse sie lesen. Ein Lesebedarf besteht offensichtlich nicht, sonst wäre das Buch längst weg. Was ich von Robert Habeck, dem Autor der politischen Skizze "Von hier an anders" halte, habe ich am Morgen beschrieben.

Foto&Text TaxiBerlin

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