13.11.22

Bericht aus Bulgarien (290) - "Bulgaria Wants You"

Finde Arbeit ("намери работа") - oder siedle dich in der Natur an

Vor wenigen Tagen ist ein weiterer Artikel von mir in der Epoch Times erschienen, sowohl Online als auch in der Printausgabe. Primär geht es in ihm darum, dass jeder Dritte Bulgare im Ausland lebt, unter den 20- bis 45-Jährigen sogar jeder Zweite, und was es mit dem Land macht. Beispielsweise die private Initiative "Bulgaria Wants You", die Anfang Oktober ihre erste Auslandsveranstaltung ausgerechnet in der bayrischen Landeshauptstadt hatte. An erster Stelle geht es der Initiative darum, Bulgaren zur Rückkehr in ihre Heimat zu bewegen. Darüber hinaus sollen aber auch Ausländer angesprochen werden. Beispielsweise solche, die gerne in der Natur leben wollen, dabei aber auf ein stabiles Internet nicht verzichten und darüber hinaus noch Steuern sparen möchten. Denn es stimmt wirklich: In Bulgarien gibt es praktisch keine Industrie. Überall ist es grün, gibt es Berge und Wälder. Auch das Internet ist besser als in Deutschland, das sagen auch alle meine Besucher aus der Heimat. Ausserdem ist das Balkanland mit seinen niedrigen Direktsteuern ein im Westen weitgehend unbekanntes Steuerparadies. Die Körperschafts- und Einkommensteuer haben einen Steuersatz (Flat-Tax oder auch „Pauschalsteuer“) von 10 Prozent, auf Dividenden und Liquidationserlöse werden sogar nur fünf Prozent fällig. Eine Gewerbesteuer existiert nicht. Und, vielleicht das Beste, es gibt im Land knapp 600 verlassene Dörfer, Geisterdörfer mit nur noch wenigen oder gar keinem Einwohner. Die meisten von ihnen befinden sich in Zentralbulgarien rund um die Stadt Gabrowo, die für ihren Humor bekannt ist, sowie im Nordwesten, der ärmsten Region des Landes. Ein jeder kann diese besuchen und muss dafür noch nicht einmal Eintritt bezahlen. Aber nicht nur das. Man kann sich in diesen Geisterdörfern sogar selbst ansiedeln - auch Ausländer sind willkommen, denn sie dürfen seit Jahren in Bulgarien Immobilien erwerben.

Foto&Text TaxiBerlin

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