29.3.24

Bericht aus einem gebrochenen Land (111)

Man bekommt, was man bestellt

Dass die Medien hierzulande so sind, wie sie eben sind, ist bedauerlich, aber nicht zu ändern. Immerhin gibt es noch die Neue Zürcher Zeitung. In einem aktuellen Interview mit dem Virologen Hendrik Streeck sagt dieser dort folgendes über das Robert Koch Institut (RKI): "Die Protokolle zeigen, dass die Mitarbeiter im RKI ergebnisoffen diskutiert haben. Nur die Botschaft, die nach aussen gesendet wurde, war dann oftmals: 'Die Wissenschaft sieht (es) eindeutig so und so.' Nein, die Wissenschaft hat genauso unterschiedliche Meinungen wie die breite Öffentlichkeit." - Mit anderen Worten: Im RKI durfte man schwurbeln ohne Ende, außerhalb besser nicht. Nur, "Die Wissenschaft" gibt es nicht, auch wenn viele dies bis heute gerne glauben wollen. Obwohl ich davon ausgehe, dass auch in Zukunft viele, vermutlich sogar die Mehrheit, an ihrem Mantra festhalten wird, und zwar "Der Wissenschaft" zu folgen, auch wenn es sie gar nicht gibt, schreibe ich dies auf. Auch damit später keiner sagen kann, er hätte mal wieder von nichts gewusst.

Foto&Text TaxiBerlin

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