28.09.2020

Aufräumen mit TaxiBerlin


Man muss das Leben tanzen

Die letzten Wochen und Monate habe ich mich, ich hatte es bereits erwähnt, mit aufräumen beschäftigt. Ich hätte im Leben nie gedacht, dass ich noch mal so viel aufräumen würde. Das Aufräumen hat sich bei mir zu einer regelrechten Sucht entwickelt, der Fachbegriff ist Zwangsneurose, gegen die kein Kraut gewachsen ist. Früher hat der Alkohol bei mir das Aufräumen wenn zwar nicht völlig eindämmen, so zumindest etwas zurückhalten können. Aber nachdem ich schon vor Jahren dem Alkohol meine Absage erteilt habe, sind nun alle Dämme gebrochen. Deswegen kann ich nur jeden warnen, der noch von irgendetwas abhängig ist, und sei es nur vom Internet oder Smartphone: Bleibe bei deiner Droge, denn die kennst du! Du weißt nie, was dich ohne sie erwartet. Ich habe wie gesagt den Sprung ins Ungewisse gewagt und bin beim Aufräumen gelandet. Es gibt sicherlich Schlimmeres, wie das im Leben immer so ist. Ich könnte mir aber auch was Schöneres vorstellen. Die Zwangsneurose äußert sich bei mir so, dass ich ständig Sachen von A nach B räumen muss. Wenn ich Zeit finde, sortiere ich Sachen zum wegschmeißen raus, aber meist habe ich dafür keine Zeit. Denn noch bevor die Dinge bei B angekommen sind, sind sie dort schon wieder verkehrt, und ich muss sie nach C räumen. Auch hier versuche ich Sachen auszusortieren, aber auch das gelingt mir meist nicht. Und dieser Mangel an Zeit, das habe ich jetzt herausgefunden, ist das eigentliche Problem. Denn die Sachen müssen jetzt schon wieder von C nach D geräumt werden, und von dort dann gleich wieder nach E, von da nach F und so weiter und so fort. Das Aufräumen ist aber nicht nur Sucht, sondern auch Symptom, welches mich darauf hinweisen will, dass ich einerseits zu viele Sachen habe, vor allem aber darauf, dass man Zeit braucht, sich von Dingen zu trennen. Zum Glück gehen beim Aufräumen auch immer wieder Sachen kaputt, über die ich dann nicht weiter nachdenken muss. Nicht umsonst sagt der Volksmund: „Dreimal umgezogen ist wie einmal abgebrannt.“ Wenn das nicht wäre, dann wäre ich komplett am Arsch, aber so bin ich es nicht ganz. Was den Mangel an Zeit angeht, da denke ich, dass er gewollt ist. Wer genau für ihn verantwortlich ist, das weiß ich nicht. Das kann praktisch keiner wissen, weil der Mangel an Zeit genauso wie die allgemeine Verantwortungslosigkeit von langer Hand organisiert ist. Wem diese lange Hand gehört, das wird man erst in der Zukunft wissen, oder auch nicht. Es wäre nicht das erste Mal, dass am Ende jemand büßen muss, der gar lange Hand hat. Was das Aufräumen angeht, so habe ich mittlerweile eine gewisse Routine entwickelt. Wusste ich früher nie, wo sich irgendwelche Sachen befinden, so weiß ich heute über jedes Ding, das ich besitze, bescheid, selbst wenn es gerade auf dem Weg von X nach Y ist. Ich sehe sozusagen durch. Und das ist unglaublich befreiend, aber auch nicht ganz ungefährlich. Ich sehe beispielsweise, dass ich nie mehr Taxifahren werde. Und da ich auf keinen Fall für Uber arbeite, Mann hat schließlich auch noch Ehre, geht gerade ein wichtiges Kapitel meines Lebens zu Ende, was mich sehr traurig macht, denn Taxi war mein Leben und Taxifahren mein Lebenselixier. Es beginnt etwas Neues bei mir, und vermutlich auch bei vielen anderen, von dem ich noch nicht weiß, was es genau ist, was mich unsicher macht und frustriert, und manchmal macht es mich regelrecht aggressiv. Was das Taxifahren angeht, da habe ich realisiert, dass ich mit dem Taxi nicht nur Personen von A nach B befördert habe, gelegentlich ging es dann auch weiter nach C oder auch D, aber das war die Ausnahme, sondern dass ich mit meinem Taxi immer auch auf der Suche war. Jemand meinte mal übers Taxifahren, dass es kein Ziel hätte, was in gewisser Weise stimmt. Aber bekanntlich ist der Weg das Ziel. Der Weg, das waren für mich die Straßen und Plätze Berlins, aber auch die Schluchten des Balkans. Das Ziel war die Suche. Diese Suche ist beendet. Wonach ich genau gesucht habe, verrate ich bei Gelegenheit mal. Soviel kann ich sagen: Ich habe das, was ich gesucht habe, gefunden. Aber weder auf den Straßen und Plätzen Berlins, noch in den Schluchten des Balkans, sondern in mir selbst. Das ist die beste Voraussetzung, um etwas Neues zu beginnen. Aber der Weg der Erkenntnis ist ein steiniger und voller Dornen, der mit Tränen und Schmerzen verbunden ist. Oft musste ich an den Song von Johnny Cash über einen Mann denken, der nicht weinen konnte, und dann weinte er „for years and for years“, und das, obwohl ich sonst mit Johnny Cash nichts anfangen kann. Wer mich kennt, der weiß, dass ich es eher mit Bob Dylan halte, und der meint, dass man besser anfangen solle zu schwimmen, will man nicht „sink like a stone“ (wie ein Stein untergehen). Was für Bob das Schwimmen ist, das war für Freund Nietzsche das Tanzen. Kollege Nietzsche war ein großer Tänzer, und er empfahl, das Leben zu tanzen.
Jemand hat mir mal empfohlen, meine Radiosendung „Hier spricht TaxiBerlin“ mit nur einem Zitat zu beenden und nicht mit mehreren, und dieser Rat ist im Prinzip richtig. Dass ich in diesem Beitrag Jonny Cash, Bob Dylan und Friedrich Nietzsche zitiere, damit will ich mich nicht wichtig machen, sondern es soll zeigen, dass sowohl Jonny Cash, als auch Bob Dylan und sogar Friedrich Nietzsche Gedanken hatten, die wichtig waren und immer noch sind, die miteinander in Verbindung stehen. Alles hängt miteinander zusammen. Aufräumen kann helfen, diese Zusammenhänge zu erkennen. So war es zumindest bei mir. Was nun meine Radiosendung „Hier spricht TaxiBerlin“ angeht, so werde ich sie, da ich kein Taxi mehr fahre, abgeben. Wer sie übernehmen möchte und noch Taxi fährt, der kann sich gerne bei mir melden. Ruf mich aber bitte nicht an, sondern schreibe mir eine e-mail. Danke!

Foto&Text TaxiBerlin

19.09.2020

Der Corona Ausschuss




Bevor es mit "Dem nächsten großen Ding nach Corona" losgehen kann, muss es nur noch den Corona Ausschuss geben, das ist klar. Hierzulande muss schließlich alles seine Ordnung haben. Zumindest war das früher so. Ob das heute noch so ist, das weißt du zu hause besser als ich in den Schluchten des Balkans, von wo aus die Lage in der Heimat hoffnungslos erscheint. Wie immer dem auch ist. So wie oben, oder so ähnlich, könnte ein solcher Corona Ausschuss aussehen.

Video YouTube
Text TaxiBerlin

18.09.2020

Das nächste große Ding nach Corona




Während die meisten noch auf der Suche nach Corona sind, machen sich ersten bereits Gedanken darüber, was nach Corona kommt. Beispielsweise Hans-Joachim Maaz, der Therapeut meines Vertrauens, der mir nicht nur schon mal in meinem Berliner Taxi saß, sondern der auch mir schon zu mehreren Interviews zur Verfügung stand.

Interview KenFM
Text TaxiBerlin

17.09.2020

Heute um 19 Uhr: Hier spricht TaxiBerlin #48


Nachdem mich Kollege Axel, der auch Redakteur des bekannten Magazins "Taxi-Times" ist, in meiner letzten Sendung vertreten hat, wird mich heute Kollegin Sonja vertreten, die auch schon mal Gast im Studio war und neulich als Stadtheldin gefeiert, weil sie trotz Corona mit ihrem "Tiffany-Taxi" auf den Berliner Straßen und Plätzen unterwegs ist. Dort kannst du es dir ab 19 Uhr bequem machen, denn dann ist Kollegin Sonja for the first time ever mit einer eigenen Sendung on air. Ich bin schon sehr gespannt, und du solltest es auch sein. Einen Dank an dieser Stelle an den Radio-Verrückten Stroko, den ich bisher noch nicht persönlich kennenlernen durfte, der aber sowohl die Sendung von als, als auch jetzt die Sendung von Sonja vorproduziert hat. Und einen Gruß an alle meine Hörer aus den Schluchten des Balkans, wo ich mich immer noch rumtreibe, und weswegen ich die Sendung nicht selbst machen kann bzw. konnte.

Text TaxiBerlin

13.09.2020

"Peace, Tranquility and Good Will"




Like all prophets I'm more famous abroad than in my hometown Berlin. This is for all of my fans in America where I have the most believers. Don't worry about me in the hell canyons of the Balkan. After "the times they are aren't changing" in the sixties, now I say: "I used to care but things have changed". I wish you all "peace, tranquility and good will!"


Video BobDylan
Text TaxiBerlin

09.09.2020

„People Are Crazy And Times Are Strange“



Im Taxi mit Bob Dylan

Der Titel ist nicht von mir, sondern von Bob Dylan. Ganz genau ist es eine Zeile aus seinem Song „Things Have Changed“, den er für den Film „WonderBoys“ mit Michael Douglas geschrieben und für den er sogar einen Oscar bekommen hat. „People Are Crazy And Times Are Strange“ ist jetzt keine neue Erkenntnis, und der Song ist auch nicht neu, sondern 20 Jahre alt. „People Are Crazy And Times Are Strange“ ist aber etwas, was ich seither in meinem Taxi beobachten musste, wenn ich mit ihm auf den Straßen und Plätzen Berlins unterwegs war. Warum ich jetzt auf „People Are Crazy And Times Are Strange“ zurückkomme, liegt daran, dass „People Are Crazy And Times Are Strange“ in jüngster Zeit eine neue Eskalationsstufe erreicht hat. Genau genommen ist es so, dass viele Dinge eingetreten sind, von denen ich gehofft habe, sie nie wieder erleben zu müssen. Und das ist es, was mich so beunruhigt und mir so große Sorge macht. Angefangen vom ewigen „Haltung zeigen“ (Natürlich die „richtige“! – Aber wer weiß schon, was die „richtige“ Haltung ist? Du vielleicht?), übers „Nazi sein“ (Wer Nazi ist, bestimmt der mit der „richtigen“ Haltung.), bis hin zum Aushalten einer „anderen Meinung“ – Wir hatten das alles schon (mindestens) einmal! Manche scheinen gar nicht mehr zu wissen, dass es zu allem und jedem immer (mindestens) zwei Meinungen gibt. (Dazu müsste man allerdings bis drei zählen können, und dann würde man sich auch nicht mit „ein paar tausend“ abspeisen lassen, wenn es um die Anzahl von Demonstranten geht, die offensichtlich eine andere Meinung haben. Wie viel genau sind denn nun „ein paar tausend“ – 20.000? 50.000? oder doch 100.000? Was denkst du?) Geschichte wiederholt sich, wenngleich unter anderen Vorzeichen. Dass viele das heute nicht mehr wissen, liegt daran, dass ihnen der Unterschied zwischen „das Selbe“ und „das Gleiche“ nicht klar ist. Geschichte wiederholt sich nicht 1:1, was „das Selbe“ wäre. Dass sie das nicht kann, hängt mit der Zeit zusammen, die vergeht. Im Sinne von „das Gleiche“ wiederholt sich Geschichte aber sehr wohl, sie hat dies immer getan, und zwar als „Wiederkehr des immer Gleichen“, wie Nietzsche meinte. Deswegen lesen Menschen heute noch die Bibel, Shakespeare und auch Nietzsche. Gut, nicht jeder liest sie – wahrscheinlich wieder nur „ein paar tausend“. Nur, wer weder Hamlet, Jesus noch Zarathustra kennt, dem ist sowieso nicht mehr zu helfen. Er ist nur einer mehr von den „Viel zu Vielen“ (Nietzsche) aus dem Song „Things Have Changed“ von Bob Dylan, wo sie „People Are Crazy“ heißen.

Video WonderBoys
Text TaxiBerlin

04.09.2020

Gibt es noch Schweden in Schweden?


Der letzte skandinavische Elch 
balkanische Esel

Fern der Heimat auf dem Balkan, wo ein Ja ein Nein ist und wo man Nein meint, man Ja sagt, kann man schon mal durcheinander kommen. Aber du zu hause, dem Ort der richtigen Haltung und an der Quelle aller schönen und wahren Informationen, weißt bestimmt die richtigen Antworten auf meine Fragen. Zum Beispiel auf folgende: Was wird mit dem Test nachgewiesen: Der Virus oder sein Antikörper? Oder auf diese: Ist eine positiv getestete Person automatisch krank oder kann sie auch völlig frei von Symptomen sein? Und dann noch auf diese: Ist eine positiv getestete Person immer automatisch auch ansteckend oder nicht? Zum Schluss möchte ich als besorgter Bürger meine Sorge um die Schweden zum Ausdruck bringen. Skandinavien ist bekanntlich der Gegenspieler des Balkans. Auf der Skandinavischen Halbinsel läuft alles gut und richtig, was auf der Balkanhalbinsel nicht funktioniert, also praktisch alles, allen voran der Sozialstaat. Aber gibt es ihn überhaupt noch? Ich komme deswegen drauf, weil ich mich frage, ob es Skandinavien überhaupt noch gibt. Bitte hilf einem erfahrenen aber alten Taxifahrer, der seinen Lebensabend in den Schluchten des Balkans verbringt, wo der Empfang von Radio und Internet zu wünschen übrig lässt, auf die Sprünge. Gibt es noch Schweden in Schweden, dem Land des Sonderwegs, für den bisher Deutschland bekannt war. Oder hat Corona alle Schweden dahingerafft, wie es uns Öffentlich/Rechtlich und Spiegel&Co neulich noch prophezeit haben. Die letzten Informationen in Sachen Schweden, die noch in der Heimat an mein Ohr drangen, klangen äußerst dramatisch. Ist Skandinavien vielleicht den Weg gegangen, den zuvor der Balkan ging, der praktisch entvölkert ist. Niemand muss sich heute apokalyptische bzw. dystopische Filme illegal aus dem Internet laden oder teuer bei Netflix ansehen. Die letzten Tage sind bereits angebrochen auf unserem schönen Kontinent, und zwar an seinem Rand, wo wie gesagt ein Ja ein Nein ist, und man Nein sagen muss, wenn man Ja meint. Werden vielleicht nun auch schon in Schweden die Tage rückwärts gezählt, was für den Kenner der Materie keine Überraschung wäre, denn Skandinavien liegt schließlich auch sehr am Rand.

Foto&Text TaxiBerlin

02.09.2020

TaxiBerlins BalkanTesla



In der Krise rücken die Menschen nicht nur enger zusammen, sondern haben darüber hinaus auch immer jede Menge verrückte Ideen. Da das enge Zusammenrücken nicht mit dem Mindestabstand vereinbar ist, stellt die aktuelle Krise eine besondere Herausforderung dar, nicht nur für’s Zusammenrücken, sondern auch für verrückte Ideen. Früher hast du einfach eine alte Berliner Kneipe übernommen und aus ihr eine Russendisko gemacht. Das geht heute alleine wegen den Abstandsregeln nicht mehr. Die Idee mit der Russendisko ist übrigens keine neue Idee aus dem Berlin der Neunziger. Die Idee der Russendisko stammt ursprünglich aus Bulgarien. Dort öffneten bereits 1878, nachdem der russische „Zar Befreier“, von dem bis heute ein großes Denkmal in der Hauptstadt Sofia steht, die Türken aus dem kleinen Land am Rande unseres schönen Kontinents gekickt hat, russische Kneipen mit russischer Musik aus einer eigens dafür installierten Orgel ihre Pforten, an denen verkleidete Kosaken im Wladimir-Kaminer-Stil Musik machten. Ich bin mir auch gar nicht sicher, ob der Kaminer wirklich Russe ist und Wladimir und nicht Wladimich heißt, weil der Berliner mir und mich doch immer ..., naja, du weißt schon. Bei meiner aktuellen verrückte Idee geht es aber nicht um Musik, sondern um Mobilität. Die wird wohl demnächst weiter eingeschränkt werden, wie es aussieht, auch weil das viele Reise gar nicht gesund für den Biorhythmus ist und so. Deswegen wird in Zukunft nur noch reisen, bei dem schon alles zu spät und sowieso nichts mehr zu machen ist, also nur die richtig Reichen. Der Rest läuft zu Fuß oder fährt mit dem Fahrrad oder eben mit meinem alternativen BalkanTesla (Foto). Mein BalkanTesla verfügt zwar nur über eine Eselstärke (ES), dafür über zwei Sitzplätze und braucht weder Kraftstoff noch Strom. Einen richtigen Tesla kann ich mir nicht leisten, genauso wie ich mit meinem Taxi keine Fahrgäste in Schönefeld laden kann und aller Wahrscheinlichkeit nach auch nicht am neuen Flughafen Berlin-Brandenburg-International, sollte der denn irgendwann einmal seine Pforten öffnen, auch wenn das Strombetriebene Automobil dort um die Ecke hergestellt wird. Neulich in Amerika bin ich aus Spaß mal einen Tesla Probegefahren, und ich muss sagen: Das Teil ist nicht für mich! Erst einmal hat es gar keinen Motor und macht dementsprechend auch keine Motorgeräusche, und überhaupt ist das Fahrgefühl eher wie beim Auto-Scooter auf’m Rummelplatz und nicht wie in einem richtigen Auto. Für Heranwachsende und junge Erwachsene mag das angehen, aber nicht für mich. Ich bin einfach zu alt für diesen Kinderkram. Und ich kann mir einen Tesla aus Brandenburg wie gesagt auch gar nicht leisten, genauso wie ich mir bald auch kein herkömmliches Automobil mit richtigem Motor, Motorgeräuschen und Abgasen leisten kann. Beides ist nur richtig Reichen vorbehalten. Unsereiner muss sehen, wo er bleibt. Auch hier ist die aktuelle Lage wie auf einem untergehenden Schiff und das Motto lautet: Rette sich, wer kann! Je früher man sich selbst in Sicherheit bringt, umso größer der Vorsprung zu den Vielen, die noch nicht gemerkt haben, dass sie mit der Titanic unterwegs sind. Der Vorsprung ist auch wichtig, weil man mit meinem BalkanTesla nicht unbedingt besonders schnell vorankommt. Die Durchschnittsgeschwindigkeit meines Zweisitzers mit einer Eselstärke (ES), der keinen Strom und kein Benzin braucht und auch keine Abgase produziert, liegt bei zwei Kilometer die Stunde, die Höchstgeschwindigkeit immerhin bei drei. Ich sage immer: Lieber langsam und angenehm befördert als schnell aber gestresst angekommen. Und überhaupt: Was machen die meisten mit der „eingesparten“ Zeit? Lesen sie ein Buch oder spielen sie nur auf ihrem Smartphone herum? Ich jedenfalls kann das Tempo schon lange nicht mehr vertragen, und ein Smartphone habe ich auch nicht. Mein BalkanTesla mit einer Eselstärke (ES) ist nicht nur besser mit meinem Biorhythmus kompatibel, sondern ich kann in ihm auch prima lesen. Und wegen den Abstandsregeln muss ich mir auch keine Gedanken machen. Mein BalkanTesla gilt als ein gemeinsamer Haushalt.

Foto&Text TaxiBerlin