29.06.2020

Sex in Zeiten von Corona


Es ist noch gar nicht so lange her, da hatte ich Einwilligungserklärungen bei mir im Taxi an Bord. Genau genommen waren sie fester Bestandteil des Basisprogramms meines kleinen Bauchladens für meine Fahrgäste. Die Einwilligungserklärung betraf den einvernehmlichen Sex, den meine Fahrgäste noch haben wollten. Die Erklärung war wichtig, damit später keiner von beiden sagen konnte, der andere hätte ihn vergewaltigt, wobei, um ganz genau zu sein, eigentlich immer nur die Frau behaupten kann, sie wäre vergewaltigt worden und nicht umgedreht. Dass der Mann vergewaltigt wird, das mag der Gesetzgeber so sehen, die Natur sieht diesen Fall nicht vor, aber das nur nebenbei. Wenn ich heute noch Taxifahren würde, so hätte ich mir „aufgrund der aktuellen Situation“ schon wieder was Neues einfallen lassen, und zwar die „Selbstanzeige“, denn heute wird nicht mehr geraucht nach dem Sex, sondern sich selbst angezeigt. Oder um es mit anderen Worten zu sagen: „Erst  ficken – dann melden!“ Ob ich von diesen vorgefertigten Selbstanzeigen viele losgeworden wäre, das kann ich mir nicht vorstellen, jetzt, wo ich darüber schreibe. Ich meine, die meisten Menschen in unserem schönen Land hatten bereits vor Corona keinen Sex mehr. Für die ist das also nichts wirklich Neues, keinen Sex mehr zu haben. Mit dem Sex ist es wie mit der Arbeit: Viele haben keine und einige wenige zu viel. In der Sex-Branche nennt man die, die zu viel Sex haben, auch Sex-Arbeiterinnen. So weit ich mich erinnere, hat Angela Merkel auch ihnen ihre Arbeit höchstpersönlich verboten. An die genaue Formulierung kann ich mich nicht mehr erinnern, aber unsere Große Führerin hat das Wort „Bordelle“ in einer offiziellen Erklärung wirklich in den Mund genommen, und zwar deswegen, weil diese zu schließen seien. Das muss irgendwann Mitte März gewesen sein. Und offiziell geschlossen sind sie bis heute, zumindest so weit ich informiert bin. Dabei wären die Sex-Arbeiterinnen die ersten gewesen, denen man für ihren Job einen Orden als Systemrelevante Tätigkeit an die ihre blanke Brust hätte heften müssen. Das ist leider nicht passiert, wie überhaupt die Ehrung systemrelevanter Berufe, der rbb hatte ihnen seinerzeit im "Viren-Talk" eine eigene Serie gewidmet, komplett eingeschlafen ist. Dabei verrichteten die Sex-Arbeiten nicht einfach nur EINE systemrelevante Tätigkeit, sondern ihr Job war und ist möglicherweise der systemrelevanteste überhaupt. Das ist jetzt keine Übertreibung, ganz im Gegenteil. Die Menschen sind seit Monaten eingeschlossen, dürfe ihre Liebsten nicht mehr sehen und darüber hinaus keinen Sex mehr mit anderen haben. Was soll ihnen noch schlimmeres passieren? Gut, die meisten Menschen hatten vor Corona auch schon keinen Sex mehr. Das ist leider auch die Wahrheit. Aber in Krisenzeiten rücken die Menschen üblicherweise zusammen, und genau das dürfen sie jetzt nicht mehr. Und das macht mir große Sorge, weswegen ich seit einiger Zeit überlege, ob es kontaktlosen Sex gibt, und falls ja, wie dieser aussehen könnte. Als erstes kam mir die Idee, Sex nur noch von hinten zu gestatten. Früher, also als Kinder, sagten wir immer, dass es von hinten kein Kindergeld gäbe, aber was wussten wir denn?! Das mit dem Sex von hinten scheint mir erst einmal der richtige Weg, oder besser: die richtige Richtung zu sein. Irgendwo hatte ich gelesen, dass bei einem Naturvolk alte, hässliche Frauen mit ganz jungen Männern Sex haben, weil sie es so anstellen würden, dass die Männer ihr Gesicht nicht sehen. Dabei hilft auch die Maske. Mit Maske sehen Menschen irgendwie alle gleich aus. Eine hässliche Frau mit Maske habe ich noch nicht gesehen und ist mir demzufolge auch noch nicht unter gekommen. Fassen wir zusammen: Von hinten und mit Maske ist Sex, wer ihn haben möchte, möglich und auch sicher. Klar, hundertprozentig sicher ist von hinten und mit Maske nicht. Ich sage jetzt aber nicht, dass im Leben nichts sicher sei, sondern denke weiter ernsthaft darüber nach, wie Sex in Zeiten von Corona sicherer gemacht werden kann. Und da komme ich auf das so genannte Ganzkörperkondom. Ein jeder und auch eine jede hat schon von ihm, dem Ganzkörperkondom gehört, aber noch niemand hat ein solches gehen, oder? Jetzt ist die Zeit gekommen, eines zu entwickeln, um den Sex nicht komplett der Pornoindustrie zu überlassen. Das ist meine Meinung, oder wenn du so willst, meine Haltung! Ob die jetzt richtig oder falsch ist, das kann ich dir nicht sagen. Das herauszufinden, überlasse ich anderen. Ich bin mit der Entwicklung und dem Ausprobieren des Ganzkörperkondoms voll und ganz beschäftigt. Denn ich plane ein fulminantes Come-Back ins Taxi mit dem ersten Ganzkörperkondom überhaupt als Angebot in meinem Bauchladen. Bestellungen werden bereits entgegen genommen. Die ersten hundert Besteller bekommen einen Rabatt von Sex Prozent!

Text TaxiBerlin

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28.06.2020

Oscar Wilde über Bill Gates



So wie Friedrich Nietzsche schon über Facebook bescheid wusste, so kannte Oscar Wilde bereits Bill Gates, und das obwohl es weder zu Nietzsches Zeiten Facebook gegeben hätte, noch dass Bill Gates und Oscar Wilde Zeitgenossen gewesen wären. Und trotzdem hat Oscar Wilde bereits über Philanthropen wie Bill Gates und auch über die Philanthropie geschrieben, so wie sich Friedrich Nietzsche schon zu Facebook geäußert hat. Da die meisten zwar zu wissen glauben, was Facebook ist, die wenigsten aber sagen können, was genau die Philanthropie und ihre Anhänger, die Philanthropen sind, möchte ich mit der Begriffsklärung beginnen. Dabei fange ich damit an, dass Oscar Wilde schwul war, was die meisten noch wissen. (Nietzsche war es möglicherweise auch, aber das ist ein anderes Thema.) Schwul sein, ich weiß, kann heute jeder. Aber zu Oscar Wildes Zeiten (und auch zu Nietzsches) war das noch anders. Da war ein Schwuler ein Päderast. Das ist jetzt von mir nicht bös gemeint (damals war es das schon), das war einfach so. Bei den alten Griechen war die Päderastie, also die Knabenliebe, hoch im Kurs, im Prinzip so wie heute, nur intelligenter. Zu Oscar Wildes Zeiten war, wie gesagt, schwul sein schwierig – außer man hatte Geld. Wenn man schwul war und Geld hatte, war man kein Päderast mehr, sondern Gay. Und so, oder so ähnlich, ist es mit dem Philanthropen. Im Prinzip sind die meisten Menschen heute Philanthropen, ohne es zu wissen natürlich. Da sie aber fast alle kein Geld haben, sind sie keine wirklichen Philanthropen, sondern einfach nur Gutmenschen. Gutmensch kann heute jeder sein. Als Gutmensch kann man sich immer gut fühlen, man ist schließlich auf der richtigen Seite, aber vor allem hat man einen Feind, den Bösmenschen, ohne den es weder den Gutmenschen, noch den Philanthropen geben würde. Einen Feind zu haben, wird von vielen unterschätzt. Der Feind ist aber wichtig, denn er gibt dem Leben des Gutmenschen Struktur. Wehe dem Gutmenschen, der keinen Feind hat! Für den Philanthropen ist der Feind auch wichtig, aber nicht ganz so wichtig wie für den Gutmenschen, denn der Philanthrop hat, im Gegensatz zum Gutmenschen, wie gesagt Geld, und mit dem kauft er sich zur Not einen Feind. Dem Philanthropen dient das Gutmenschentum aber nicht dazu, Geld auszugeben, sondern Geld zu machen. Das ist noch ganz wichtig zu wissen! Ansonsten gilt das, was bereits Oscar Wilde über Philanthropen, also über Gutmenschen mit Geld wie Bill Gates, gesagt hat: „Philanthropen verlieren jedes Gefühl für Menschlichkeit. Das ist ihr hervorstechender Charakterzug.“ Und er fügte hinzu: „Die Philanthropie, scheint mir, ist einfach die Zukunft solcher Leute geworden, die ihre Mitmenschen zu belästigen wünschen.“

Foto&Text TaxiBerlin

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25.06.2020

Meine Freundin Corona


Ein Leben auf der Straße

Egal ob Mensch oder Tier: Wer einmal auf der Straße angekommen ist, kommt nur schwer wieder von ihr los. Nach ihm wird nicht gesucht, und er wird auch nicht gefunden. Danke Corona, dass du mich von der Straße geholt hast. Corona meint es gut mit mir. Ich denke, du bist meine kleine Freundin. Wir sollten bei Gelegenheit mal was zusammen trinken. Vielleicht sobald es deine Zeit erlaubt. Ich habe seit einiger Zeit genug davon: I'm ready when you are!

Foto&Text TaxiBerlin

TaxiBerlins Luxus-Folge-Problem



Seitdem ich nicht mehr mit dem Taxi auf den Berliner Straßen und Plätzen unterwegs bin, also seit fast vier Monaten, habe ich endlich wieder Zeit für mich. Zugegeben, Zeit für mich hatte ich eigentlich schon immer. Das ist (oder sollte ich bereits sagen: war?) ein großer Vorteil vom Taxifahren, dass man immer auch Zeit für sich hat, und auch ein Grund (vielleicht der wichtigste), warum ich nie ein Uber (genauer einen Mietwagen, der für den Großen Pauperisierer aus Amerika fährt) fahren würde. Woran es gefehlt hat, war das Geld, meine Ideen zu realisieren. Eine meiner genialsten Ideen (wenn nicht gar die genialste) ist die eines Esel-Taxis. Dass ich ausgerechnet in der "Corona-Krise" an dieser Idee arbeiten würde, hätte ich mir nicht träumen lassen, vor allem deswegen, weil es seither auch mit mir finanziell den Bach runter geht. Trotzdem habe ich mich meiner alten Idee erinnert, und seit einiger Zeit arbeite ich an ihr, aktuell an den Folge-Problemen. Jede Idee, selbst die genialste, bringt immer auch Probleme mit sich, an die man vorher nicht gedacht hat. Mein aktuelles Problem ist ein solches Folge- und auch Luxus-Problem.

Lange habe ich überlegt, ob ich darüber schreiben soll, auch weil ich keinen unnötigen Neid wecken will. Dass ich mich entschlossen habe, mein Luxus-Folge-Problem öffentlich zu machen, hat damit zu tun, dass die Wahrheit irgendwie auch raus muss, weil sie sowieso immer ans Licht kommt. Wenn du sie nicht von mir erfährst, erfährst du es irgendwann von jemand anderem. Und dann ist es doch besser, du erfährst alles gleich von mir. Mein Luxus-Folge-Problem besteht darin, dass mein Esel ein Gold-Esel ist. Gold-Esel gibt es nicht nur im Märchen - Gold-Esel gibt es wirklich! Der Gold-Esel ist ein Esel, für alle die, die das Märchen nicht kennen, der nicht einfach nur scheißt (der Fachbegriff ist "äpfeln", aber das nur nebenbei), sondern der richtiges Gold scheißt. Und da ich den Gold-Esel jetzt schon einige Zeit habe, weiß ich schon gar nicht mehr wohin mit dem ganzen Gold. Gerade habe ich noch meine Toilette vergoldet (Fotos), aber so langsam gehen mir die Ideen aus, was ich noch vergolden sollte.

Deswegen dieser Beitrag: Falls du eine Ideen haben solltest, was ich noch vergolden könnte, dann melde dich umgehend bei mir. Es ist Gefahr in Verzug - das ist keine Übertreibung! Aber ruf mich bitte (wie gehabt) nicht an, sondern schreib mir 'ne e-mail. Danke!

Fotos&Text TaxiBerlin

24.06.2020

Morgen 19 Uhr: "Hier spricht TaxiBerlin # 45"!


Morgen um 19 Uhr ist es so weit, da ist TaxiBerlin wieder auf Sendung. In der 45. Ausgabe von "Hier spricht TaxiBerlin" werde ich mich mit dem Therapeuten meines Vertrauens, Dr. Hans-Joachim Maaz aus Halle an der Saale, der mir auch schon mal in Berlin im Taxi saß, über sein Neuestes im März bei C.H.Beck erschienenes Buch "Das gespaltene Land" unterhalten. "Das gespaltene Land" hat nicht nur das Potenzial zu einem weiteren Bestseller nach "Der Gefühlsstau", "Die narzisstische Gesellschaft" und "Das falsche Leben", sondern ist darüber hinaus das Buch zur aktuellen Lage, nicht nur in unserem Land. Diese bezeichnet Maaz als "Panikdemie", und er fordert darüber hinaus, das Wort "Verschwörungstheorie" zum Unwort das Jahres zu küren. Seinen dringendsten Appell richtet Maaz, der aktuell auch regelmäßig Samstag auf dem Markt in Halle/Saale spricht, an die Medien unseres Landes: "Schämt Euch, Ihr Journalisten, für diese verlogene und falsche Berichterstattung!" Dem ist meinerseits nichts hinzuzufügen, ausser vielleicht, dass die angesprochenen Damen und Herren auch gerne ab 19 Uhr in das Interview mit Hans-Joachim Maaz reinhören können, um zu wissen, wie Journalismus heute geht. Zu empfangen ist "Hier spricht TaxiBerlin # 45" auf Pi-Radio, in Berlin ist das die 88.4, in Potsdam bereits die 90.7, und auch weltweit wird es unter piradio.de als Live-Stream (rechts oben) ausgestrahlt. Wage nicht, es zu verpassen, denn wer nicht hören will, muss Nachhören!

Text TaxiBerlin

17.06.2020

"I Contain Multitudes"




This friday the new Bob Dylan Album "Rough And Rowdy Ways" comes out. I'm not going to Balian Bali like Bob. I'm going to the Balkan but you can follow me close. The true is: I'll lose my mind if you don't come with me. I'm one in a trillion and a dictator in the same time. I'll move from a city to the land of crime. I drive slow cars and I eat fast food. I contain multitudes. All the young people looking so good, I'm a man of contradiction and not always in a good mood. I contain multitudes. I'm an old mule, I'll show you my heart. But not all of it, only the hateful part. Even I sleep with many other in the same bed, I still have you in my head. I'll praise the lord, will go down on my knee. I'll play for you Mozart's sonatas, till the end they are the key.

Video BobDylan
Text TaxiBerlin

16.06.2020

Niemals werde ich mit oder für Uber fahren!


Heute Fahrrad, morgen Taxi

Mit dem Taxigewerbe, vermutlich nicht nur in Berlin, sieht es aus wie mit obigem Fahrrad, was natürlich nicht mein Fahrrad ist, denn mit dem bin ich nahezu täglich auf den Straßen und Plätzen unserer schönen Stadt unterwegs, wenn ich nicht zu Fuß gehe. Zu Fuß zu gehen ist das Optimale, wo man am meisten sieht, mehr als beim Fahrrad fahren und auch mehr als beim Taxifahren. Das weiß ich, obwohl ich bereits seit mehr als drei Monaten kein Taxi mehr fahre. Und so wie es im Moment aussieht, werde ich wohl auch kein Taxi mehr fahren, zumindest nicht bei meiner bisherigen Firma. Mein früherer Chef, der vor einigen Jahren meinem aktuellen Chef nicht nur alle seine Fahrzeuge, sondern auch alle seine Fahrer vermacht hat, hat damals über ihn (natürlich nur mir gegenüber - das ist klar!) gesagt, dass dieser, also mein aktueller Chef, genauso "bescheuert" sei wie er selbst. Das hört sich erstmal ungewöhnlich an, beweist aber nur, dass das, was in meinem Taxi gilt, auch im gesamte Taxigewerbe seine Gültigkeit hat: Jeder darf alles sagen - sogar die Wahrheit. Was nun meinen aktuellen Chef angeht, so habe ich ein sehr gutes Verhältnis zu ihm. Ganz ehrlich gesagt, das muss aber unter uns bleiben, glaube ich, dass mein jetziger Chef (genauso wie sein Vorgänger) ein heimlicher Fan von mir ist. Naja, jedenfalls reden wir ganz offen und ehrlich miteinander, und wenn ich ihm erzählen würde, was sein Vorgänger über ihn gesagt hat, würde er sich wahrscheinlich darüber sehr amüsieren und auch freuen. So ist das im Taxigewerbe: Alles nur Verrückte! Gestern habe ich nun mit meinem aktuellen Chef telefoniert. Ich telefoniere sonst nicht gern, aber mit meinem Chef mache ich eine Ausnahme, denn wir haben, wie gesagt, ein sehr gutes Verhältnis. Ausserdem versteht mein Chef Spass, und welcher Chef versteht schon Spass?! In dem Gespräch gestern teilte mir mein Chef mit, dass ich mich mit dem Taxifahren beeilen müsste, damit ich wirklich der sein kann, der zumindest in seiner Taxi-Firma das Licht ausmacht. Darüber hinaus wies mich mein Chef darauf hin, dass gleichzeitig immer mehr Fahrzeuge für Uber angemeldet werden (die offizielle Bezeichnung für diese Schweinerei ist "Mietwagen-Service", richtiger wäre aber "Limousinen-Service"). Nun bin ich an der Reihe, Spass zu verstehen und Humor zu beweisen. Andererseits soll man sich auch nicht zu früh freuen, denn wer zuletzt lacht, lacht bekanntlich am Besten. Was ich mit Sicherheit jetzt schon mit einem lachenden und auch mit einem weinenden Auge sagen kann, ist, dass ich niemals für Uber fahren werde. Für Uber zu fahren ist unter meinem Niveau. Und mit dem halte ich es wie Marcel Reich-Ranicki, der bekannte Literaturkritiker, der Anfang Juni 100 Jahre alt geworden wäre. Marcel Reich-Ranicki meinte, dass er sich niemals unter seinem Niveau amüsieren würde. Und genauso käme ich mir vor, würde ich mich auch nur in ein Uber reinsetzen. Ich meide Uber-Fahrzeuge, wo und wann immer ich kann, auch mit dem Fahrrad und selbst als Fußgänger mache ich einen großen Bogen um diese Amateure der Personenbeförderung. Keine tausend Pferde und auch keine Billionen würden mich je in ein Uber kriegen - so viel Pferde gibt es gar nicht und auch nicht so viele Billionen! Was nun das Licht im Taxi angeht, dass ich ausmachen wollte, da bin ich mir allerdings nicht mehr ganz so sicher. So weit ich das als jemand einschätzen kann, der 1/4 Jahr weg ist von der Straße, gibt es so einige Kollegen, die genauso wie ich sagen: Niemals werde ich für Uber fahren!

Foto&Text TaxiBerlin

15.06.2020

"Schämt Euch, Ihr Journalisten, für diese verlogene und falsche Berichterstattung!"



Auf dem Markt von Halle (Saale) am 6. Juni 2020

Hans-Joachim Maaz, der Therapeut meines Vertrauens, der mir auch schon mal im Taxi saß, und der mir vor kurzem dieses Interview zu seinem neuesten Buch "Das gespaltene Land" und zur aktuellen Lage im Land, hat erneut seinen Protest gegen genau diese zum Ausdruck gebracht. Sein ganz persönliches Motto, das auf ein Pappschild geschrieben war und von einer Kollegin gehalten wurde, lautet: "Angst frisst Demokratie." Maaz erklärt, was Angst mit uns macht, und wie sie von den Herrschenden als Machtinstrument missbraucht wird. Deswegen fordert Maaz einen Corona-Untersuchungsausschuss und vorab schon mal den Rücktritt von Merkel & Co. Darüber hinaus diagnostiziert Hans-Joachim Maaz jedem: "der den offiziellen Informationen kritiklos glaubt, und jeder, der überzeugt ist, dass eine Gesichtsmaske hilfreich sei und schützen würde, und jeder, der im Impfen eine Rettung erhofft, und jeder, der Kritik diffamiert, braucht Hilfe." Speziell über die Maske sagt Maaz: "Eine Maske, die nicht zwingend notwendig ist, ist dann nur noch ein Symbol der Unterwerfung." An seinen Ministerpräsidenten in Sachsen-Anhalt Reiner Haseloff richtet Maaz folgenden Appell: "Beenden Sie den schädigenden Spuk einer Maskenpflicht, sofort!" Zum Schluss fordert Maaz folgendes von unseren Journalisten: "Beendet endlich die Diffamierung des Protestes! Besinnt Euch auf die ethische Verpflichtung eures Berufes zu einer realitätsgerechten Berichterstattung!" Als alter weißer und vielleicht auch ein bisschen weiser Mann erlaubt sich Maaz hinzuzufügen: "Schämt Euch, Ihr Journalisten, für diese verlogene und falsche Berichterstattung!"

Video GerdMiethe
Text TaxiBerlin

14.06.2020

Ohne Bösmensch kein Gutmensch


Grünberger Straße
früher Friedrichshain / heute Friedrichshain-Kreuzberg

Wenn ich nicht durch meinen Kiez, meinem zu hause, laufe, lese ich viel. Gerade ist es die "Dialektik der Ordnung" von Zygmunt Bauman. Bauman, der in Leeds lehrte und leider schon verstorben ist, geht darin dem Zusammenhang zwischen der Moderne und dem Holocaust auf den Grund und kommt dort zu folgendem Schluss: "Der Holocaust wurde inmitten der modernen, rationalen Gesellschaft konzipiert und durchgeführt, in einer hochentwickelten Zivilisation und im Umfeld außergewöhnlicher kultureller Leistungen; er muss daher als Problem der Gesellschaft, Zivilisation und Kultur betrachtet werden." Bauman verwendet in seinem Buch u.a. folgendes wahres Beispiel: Nach einer Flugzeugentführung lassen sich signifikant viele Geiseln von ihrem Partner scheiden, mit dem sie zusammen Opfer der Entführer waren. Der Grund ist, so Bauman, dass die Partner während der Geiselnahme Seiten von sich gezeigt haben, die der andere bisher nicht von ihm kannte, oder mit anderen Worten: aus dem liebevollen Ehemann wurde plötzlich ein böser Patriarch und/oder aus seiner liebenden Ehefrau eine anstrengende Matronin. Eine simple Wahrheit, dass kein Mensch ausschließlich und überall nur gut sein kann. Mir ist zumindest bisher kein solcher Mensch begegnet, weswegen ich auch nur jedem empfehlen kann, der noch an den Gutmenschen glaubt, sich selbst zu befragen, ob er einen solchen guten Menschen wirklich kennt, oder ob es sich dabei um einen Wunsch und/oder Illusion von ihm handelt. Den sogenannten Gutmenschen zeichnet, so meine Erfahrung, also nicht aus, dass er immer und ausschließlich gut wäre, das nicht. Was den Gutmenschen "auszeichnet", ist, dass er das Böse vorzugsweise beim anderen sucht, bei sich selbst aber gerne übersieht bzw. nicht wahrhaben möchte. Und so entstehen dann solche Slogans wie auf obigem Foto, die darüber hinaus auch einfache Antworten zu geben scheinen. (Stell dir vor, dort würde nicht Polizei sondern "Muslim = Mörder" stehen - würdest du das dann auch gut und richtig finden?) Menschen mit einfachen Antworten sind, und das sollte nun wirklich endlich einmal bei jedem gekommen sein, auch weil es in der jüngsten Vergangenheit oft genug wiederholt wurde, in aller Regel Populisten und Rattenfänger. Wer Populisten und Rattenfängern hinterher läuft, ist kein Gutmensch, kann keiner sein, sondern ist nur ein Mitläufer, aber eben einer, der Populisten und Rattenfängern aufgesessen ist. Und solche Mitläufer werden schnell zu Tätern. Also das, was ich bereits andeutete: In jedem Gutmensch steckt immer auch ein Bösmensch. Wer dies nicht weiß oder nicht wahrhaben will, läuft Gefahr, nicht zu bemerken, wenn aus ihm, dem vermeintlichen Gutmenschen, hier und heute ein echter und wahrer Bösmensch wird.

Foto&Text TaxiBerlin

13.06.2020

Kuhfladen verbrennen mit TaxiBerlin


Die Sache mit dem Kuhfladen verbrennen, ich hatte hier darüber geschrieben, hat mir keine Ruhe gelassen. Hinzu kommt, dass ich Zeit habe ohne Ende seit ich auf "Kurzarbeit Null" bin. Gut, Zeit hatte ich in meinem Taxi, als ich noch mit ihm auf den Berliner Straßen und Plätzen unterwegs war, auch ausreichend. Berücksichtigt man aber, dass der Bedarf an Bildung nicht nur allgemein, sondern insbesondere auch bei mir gestiegen ist, kann es eigentlich nie genug Zeit geben. Was nun den Kuhfladen angeht, so bin ich als geborener Cowboy vorgebildet, und das zahlt sich jetzt aus. Thomas Hirt (hier), der nette Kollege aus der Schweiz, kann dafür die Praxis des Kuhfladen verbrennen besser erklären und natürlich auch gleich zeigen. Ich überlege jetzt, auch bald Kuhfladen in meinem Bauchladen im Taxi anzubieten. Da das Kuhfladen Feuerritual, mit dem man u.a. auch Allergien behandeln kann, Agnihotra heißt, überlege ich aktuell, wie ich das Wort am besten in meinen kleinen Taxi-Bauchladen einbaue. "Agnihotra & Bücher" vielleicht? Oder besser "Getrocknete Kuhscheiße und Heiße Bücher"? Wer noch anderen Ideen hat, kann sich gerne bei mir melden! Ruf mich aber bitte nicht an, sondern schreib 'ne e-mail an taxi.berlin(ät)gmx.de. Danke im Voraus, auch für's Verständnis!

Text TaxiBerlin

Alles wie immer, nur schlimmer ...


Maulkorb-Modell: Knast-Maske

Wenn ich nicht gerade mit dem Fahrrad unterwegs bin, meine letzte Taxischicht liegt nun auch schon wieder drei Monate zurück, gehe ich viel zu Fuß durch Berlin, vor allem durch meinen Kiez, also wo ich zu hause bin. Immer mehr Menschen haben heutzutage kein zu hause mehr. Das ist jetzt nicht neu, das gab es auch schon vor Corona, und vielleicht ist es dir auch schon aufgefallen. Solche Leuchte reden dann gerne von "my base" anstelle von mein zu hause. Ich muss dann immer an "base camp", also Basislager denken, beispielsweise bei einer Mount Everest Besteigung. Und möglicherweise ist das Leben dieser Leute auch eine Mount Everest Besteigung. Wahrscheinlicher ist aber, dass sie alles machen, was man ihnen sagt. Sagt man ihnen, bieg links ab, dann biegen sie links ab, und sagt man ihnen, geh nach Asien, dann gehen sie halt nach Asien. Warum jetzt alle plötzlich wieder in Berlin sind, wie ich in den letzten Tagen bei meinen Spaziergängen durch meinen Kiez feststellen musste, das überlege ich gerade selber noch. Vielleicht hat den Leuten einfach noch keiner gesagt, wo sie diesmal hinzugehen haben und sind deswegen einfach wieder nach Berlin gekommen, wie das viele Leute auch schon vor Corona gemacht haben, die mit sich nichts anzufangen wussten. Leute, die mit sich nichts anzufangen wissen, kommen nach Berlin oder lassen sich ein Tattoo stechen oder machen beides. Daran wird sich wohl auch nach Corona nichts ändern. Das ist zumindest meine Prognose. Ich schreibe das, damit es auch mal ausgesprochen ist, und weil viele Leute immer noch glauben, dass der Mensch nach Corona ein anderer wäre. Das glaube ich nicht. Und Corona beweist das ja auch. Diesmal sagt man den Leuten nicht, geh nach Asien oder biege links ab, sondern trage einen Maulkorb, und sie tragen ihn. Die, die ihnen den Maulkorb verpasst haben, tragen selbst keinen, allen voran Frau Merkel. Möglicherweise hat sich sich vom Maulkorb befreien lassen, so wie ich auch, aber nichts genaues weiß man nicht. Naja, jedenfalls komme ich mir immer mehr vor wie in einem Stück von Orwell. Der hat zwar, so weit ich weiß, keine Stücke geschrieben, aber wenn er eins geschrieben hätte, würde dort der Maulkorb vorkommen - unbedingt! Der Maulkorb ist praktisch der einzige Unterschied zu früher. Dieselben Leute wie früher sitzen auch heute einfach, also ohne Sinn und Verstand, aber vor allem weil sie gerade keiner nach Asien geschickt oder links abbiegen lassen hat, in den Cafés und Restaurants bei mir im Kiez herum, diesmal nur brav mit Maulkorb. Das ist der einzige Unterschied. In ihrem Kopf sind sie alle gleich geblieben, vielleicht sind sie nur noch etwas folgsamer als früher. Das ist absolut möglich und auch höchst wahrscheinlich.

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12.06.2020

TaxiBerlin enttarnt Heuchelei und Doppelmoral




Wahrheiten kann man praktisch überall finden, insbesondere dort, wo man sich nicht vermutet, in dem Fall bei Bild. Ich weiß, die meisten Menschen ticken so: Bild gleich blöd. Aber nur weil die Mehrheit so denkt, ist es nicht automatisch richtig. Zumindest soviel sollte man aus der Geschichte gelernt haben. Ich empfehle, sich sein eigenes Bild zu machen. Deswegen war ich in den vergangenen Wochen regelmäßig Samstag auf dem Alex. Wenn auch du das gemacht hast, wird dir folgendes aufgefallen sein: In den Wochen zuvor war der Alexanderplatz mehr oder weniger komplett abgeriegelt, nur zum Shoppen durfte man ihn betreten. Was gestern die Leute waren, die zum Shoppen kamen, sind heute die "Menschen mit einem klaren Bekenntnis gegen Rassismus" wie Regierungssprecher Seibert es formuliert. Dagegen ist nichts einzuwenden, nur soviel, dass auch für sie die gleichen Regeln gelten, wie sie beispielsweise für Menschen gelten, die in den Wochen zuvor mit einem klaren Bekenntnis zu unserem Grundgesetz auf die Straße gingen. Da dem nicht so ist bzw. war, handelt es sich offensichtlich um Heuchelei und Doppelmoral.

Video Bild
Text TaxiBerlin

"Ganz Berlin hasst die Polizei!"


Gerade erfahre ich, dass die "Guten Demonstranten", ich hatte hier über sie geschrieben, neulich auf dem Alexanderplatz "Ganz Berlin hasst die Polizei!" geschrien haben. Davon möchte ich mich hiermit ganz klar distanzieren, deswegen dieser Beitrag. Denn mit dem Hassen ist es wie mit dem Lieben, da kann man auch immer nur jemanden lieben, den man persönlich kennt. Und da mir kein Polizist persönlich näher bekannt ist, kann ich auch keinen Polizisten hassen, die ganze Berliner Polizei schon gar nicht - dass das mal klar ist! Insofern ist die Aussage "Ganz Berlin hasst die Polizei!", auch wenn sie noch so laut und von vielen Mitläufern geschrien wird, grundsätzlich verkehrt. Ich kann auch nur noch einmal jeden einzelnen darauf hinweisen, bitte nur für sich selbst zu sprechen. Wer immer und überall für andere mitsprechen muss, der braucht offensichtlich ein Mündel - ich bin aber kein Mündel! Ich habe nicht nur meinen eigenen Mund zum Reden, sondern auch meinen eigenen Kopf zum Denken. Das ist nicht selbstverständlich heutzutage, was schlimm genug ist. Deswegen, bitte sehr, liebe "Antifa" und auch "Gute Demonstranten", sprecht einfach nur für euch selbst und versucht es vorher auch mit dem eigenen Denken, das ist schwer genug. Für andere Menschen zu denken geht nicht, das mussten sogar die Kommunisten am Ende einsehen, und nur dumme Phrasen wie zum Beispiel "Ganz Berlin hasst die Polizei!" im Namen aller zu brüllen, ist auch nicht besonders intelligent. Wer immer und überall jemanden braucht, den er hassen kann und offensichtlich auch muss, sollte sich selber fragen, was mit ihm nicht stimmt?, liebe "Antifa" und auch "Gute Demonstranten"!

Text TaxiBerlin

Der Eselführerschein


Der Heilige Geist - The Holy Donkey

Den Eselführerschein gibt es wirklich, und ich überlege ernsthaft ihn zu machen. Eigentlich gehören der Führerschein, der Taxischein, und der Eselführerschein zusammen, wie die Dreifaltigkeit in der Kirche. Die Dreifaltigkeit, wer davon noch nichts gehört hat, das ist Gott himself, sein Sohn Jesus und der heilige Geist. Der Fachbegriff ist Trinität, und den kann man für den Führerschein, den Taxischein und den Eselführerschein auch verwenden. Warum mir das erst jetzt, nach so vielen Jahren auf unseren Straßen und Plätzen, klar wird, das wundert mich ehrlich gesagt selbst am meisten. Ich bin nämlich auch Religionsstifter, der ein oder andere erinnert sich: Es gibt einen Gott namens Taxi und TaxiBerlin ist sein Prophet. Warum der heilige Geist, also der Esel, da bisher immer hinten runter gefallen ist, das verstehe ich jetzt selber nicht mehr. Zum Glück ist es nie zu spät, einen Fehler zu korrigieren, genauso wie es nie zu spät für eine glückliche Kindheit ist. Das hört sich jetzt erstmal komisch an, ich weiß. Es ist aber nicht von mir, sondern von Erich Kästner, und dann wird es wohl stimmen. Vom Erich Kästner ist bekannt, dass er eine innige Beziehung zu seiner Mutter gehabt hat. Das ist nicht allen Menschen vergönnt. Manche Menschenkinder haben zwar Eltern, bleiben aber trotzdem ihr Lebtag lang Waisen. Auch ihnen kann, geht es nach Erich Kästner, geholfen werden, und möglicherweise auch mittels des Eselführerscheins. Das hat jetzt nicht Erich Kästner gesagt, sondern ich. Ich halte es für durchaus möglich, dass der Eselführerschein nicht nur fester Bestandteil der Dreifaltigkeit im Taxi ist, sondern darüber hinaus auch dazu beitragen kann, sozusagen unsere inneren Eltern zu entwickeln. Ich würde es zumindest drauf an kommen lassen, auch wenn ich persönlich bereits mit dem Esel-Grundlagenkurs liebäugle anstelle des einfachen Eselführerscheins.

Foto&Text TaxiBerlin

11.06.2020

Hippies von heute


Es muss Kuhscheiße aus der Schweiz sein!
Berliner Hundescheiße (Foto) bringt's nicht!

Seit ich kein Taxi mehr fahre, also seit ziemlich genau drei Monaten, bin ich viel mit dem Fahrrad in unserer schönen Stadt unterwegs und habe auch schon den ein oder anderen Bericht darüber verfasst. Wenn ich kein Fahrrad fahre, und ich auch nicht vorm Computer sitze, so wie jetzt gerade, hänge ich viel am Fenster rum. Im Prinzip fehlt mir nur noch das entsprechende Kissen, um es mir am Fenster so richtig bequem zu machen, wie alte Leute das früher gemacht haben. Da auch ich mich irgendwie von den Menschen von früher unterscheiden will, habe ich das Fenster-Kissen zumindest bisher weggelassen, was das stundenlange Sitzen am Fenster nicht gerade bequem macht. Jetzt, wo gegenüber von mir Hippies eingezogen sind, wäre eigentlich der richtige Zeitpunkt, sich ein solches Fenster-Kissen zuzulegen. Dass ich es noch nicht habe, liegt an den Hippies. Ich meine: Was sollen die Hippies von mir denken? Trotzdem ich noch kein Fenster-Kissen habe, habe ich die Hippies von gegenüber schon regelrecht studiert. Was ich nach nur einer Woche Hippie-Studium sagen kann, ist, dass die Hippies von heute gar nicht so viel denken, wie ich Anfangs befürchtet habe. Was sie dagegen gut können, ist, einen zu überraschen. Erst einmal mit ihrem Rhythmus, denn der ist wie folgt: Hippies stehen gegen 21 Uhr auf, um sich zwischen 22 und 23 Uhr ihr Frühstück zuzubereiten. Wie es dann weiter geht, weiß ich leider nicht genau, weil ich dann schlafe. Wenn ich dann so gegen 8 Uhr am nächsten Tag aufstehe, schlafen wiederum die Hippies. So weit, so easy. Vor ein paar Tagen haben die Hippies nun angefangen ihre Hütte zu renovieren. Dazu waren sie auch schon mal vor dem eigentlichen Aufstehen um 21 Uhr auf den Beinen, so dass ich sie fragen konnte, was das mit dem offenen Feuer in ihrer Hütte auf sich hat. Das offene Feuer in der Hippie-Hütte hat, das war zu erwarten, einen spirituellen Charakter. Um genau zu sein, verbrennen die Hippies Kuhscheiße, die extra aus der Schweiz importiert wurde, also die Kuhscheiße, nicht die Kuh. Kuhscheiße abzufackeln ist praktisch gut gegen alles. Das einzige, was man dabei beachten muss, ist die richtige Uhrzeit, und zwar sowohl die vom Sonnenaufgang, als auch die vom Sonnenuntergang. Da sind die Hippies ganz genau und haben deswegen die Kuhfladen-App auf ihrem Handy. Denn die Sonne geht in Friedrichshain zu einem anderen Zeitpunkt auf und auch unter als im Wedding. (Die Zeitdifferenz soll immerhin zwölf Sekunden betragen, wie mir glaubhaft versichert wurde.) Das ist ganz wichtig für die Kuhfladen-Therapie. Das leuchtete auch mir ein, obwohl ich gar kein Handy habe, auf das ich irgendeine App laden könnte. Jedenfalls bin ich, was das offene Feuer in der Hippie-Hütte gegenüber angeht, jetzt etwas beruhigter. Ob die Kuhfladen-Therapie wirklich hilft, davon bin ich allerdings (noch) nicht überzeugt, denn die Hippies sehen alles andere als frisch oder gar gesund aus, was aber auch daran liegen kann, dass sie Vegetarier oder gar Veganer sind. Einer von ihnen ist sogar so verlangsamt, dass ich mir regelrecht Sorgen mache. Vielleicht sind seine Slow-Motion aber auch einfach eine normale Nebenwirkung. (Wovon genau, ob vom Inhalieren brennender Kuhscheiße oder von der vegetarischen bzw. veganen Kost, wäre noch zu klären.) Schön anzusehen sind die Hippies von heute jedenfalls nicht, ganz zu schweigen, dass sie schöne Menschen wären. Und das ist wohl auch der Grund, warum ich mir bisher kein Fenster-Kissen zugelegt habe. Nach der Kuhscheiße zum Abfackeln solle ich übrigens mal googeln. Das wurde mir von der Mutter aller Hippies empfohlen. Bisher habe ich aber auch davon die Finger gelassen. Das wird ja heute alles gespeichert, wonach man googelt, und im dümmsten Fall wird es irgendwann gegen einen verwendet. Dann liest du vielleicht im Internet: Verdächtiger Mann in Friedrichshain verhaftet, weil er Kuhscheiße abfackeln wollte. Wer will das schon über sich selbst im Internet lesen? Also ich nicht!

Foto&Text TaxiBerlin

10.06.2020

Was macht der Drosten auf der Demo?




Was macht der Drosten auf der Demo? Das fragt sich der ein oder andere. Bevor ich meine Vermutung äußere, möchte ich noch folgendes zu meinem letzten Beitrag zum Thema hinzufügen. Die dort als Gut bezeichneten Demonstranten zeichnen sich auch dadurch aus, dass sie die Bösen, also die Polizisten, wenn sie gut gelaunt sind als "Bullen" bezeichnen, sind sie allerdings übel gelaunt, ich rede immer noch von den guten Demonstranten, dann gilt für die, die sie als "Bullen" bezeichnen: "ACAB", also "All Cops Are Bastards" (auf deutsch: "Alle Bullen sind Bastards"). Jetzt zu Prof. Drosten, der am Samstag auf der Großdemonstration auf dem Alexanderplatz gesichtet wurden sein soll. Ich selbst habe ihn nicht gesehen, denn ich war am Samstag nicht auf dem Alex. Schon vor Corona habe ich Massenveranstaltungen gemieden. Deswegen kann ich nicht mit Sicherheit sagen, ob Prof. Drosten am Samstag auf dem Alex war oder nicht. Aber da sich der ein oder andere (auch meiner Leser) fragt, was der Drosten auf dem Alex gemacht haben könnte, möchte ich eine Antwort auf diese Frage finden. Prof. Drosten, "The Godfather of Corona", wird, wenn überhaupt, nur auf dem Alexanderplatz gewesen sein, um dort auf den Mindestabstand hinzuweisen. Irgendjemand muss jetzt schließlich die Polizei unterstützen, die in der jüngsten Vergangenheit, so lange es gegen die bösen Demonstranten ging, von der "Antifa" unterstützt wurde, da die jüngste Vergangenheit heute schon wieder Geschichte ist - so schnelllebig ist die Zeit geworden.

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Systemrelevanter Beruf Politiker oder Solidarität war gestern



Vorsicht: Schleim!

Wo sind die vielen systemrelevanten Berufsgruppen geblieben, die es noch vor wenigen Wochen gab hierzulande? Es scheint nur die Berufsgruppe der Politiker übrig geblieben zu sein, die sich gleich mal selbst dafür mit höheren Diäten belohnt. Das ist praktisch. Das würde der ein oder andere, der so wie ich auf "Kurzarbeit Null" ist, auch gerne praktizieren, nur leider fehlen ihm dazu die Mittel. Deswegen in die Politik zu gehen, das kann zumindest ich nicht wirklich empfehlen, insbesondere nicht nach diesem Video. Denn wer möchte schon ernsthaft wie der schleimige Herr Seibert, der zwar selbst kein Politiker ist, enden, der mittlerweile ganz einfache Fragen nicht mehr beantworten kann. Und was soll erst werden, wenn ihm richtig schwere Fragen gestellt werden, beispielsweise die, warum in der "Corona-Krise" immer nur die üblichen Verdächtigen, also Drosten&Co zu Wort kommen? (Obwohl, so schwer ist die nun auch wieder nicht.) Ich jedenfalls mag mir weiteres Rumgeschleime eines Herrn Seibert nicht ansehen. Es bereitet mir bereits jetzt körperliche Schmerzen.

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"STAY TRUE"


From my friend Martha in America

Yesterday I received a big letter from America. Maybe letter is not the right word. It was more a parcel. But anyway. The point is that I have more fans and friends in the US than in Germany. One reason is that the USA is much bigger than our beautiful country. The letter better parcel was not from Uncle Donald. Uncle Donald sends me only letters with checks but no parcels. The parcel was from a woman. Most of my fans in America are women. Right now there is a battle between all my female friends over there about the question: Who loves TaxiBerlin most? The answer from my side is: I love them all! But right now I love Martha most. Martha sent me this letter better parcel with a new hat "Live Is Good - Stay True" in a bag from "Good Vibes Inside". Right now I'm sitting here in front of my computer with this brand new crazy hat on my head. And Martha, I can tell you: It feels not only good. It feels right! Especially "Stay True"! - Yes, I will!


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09.06.2020

Liebes Corona-Virus, bitte schaff' Klarheit!


Gut oder Böse? - Das ist die Frage!

Ich bin gerade etwas durcheinander. Das liegt daran, dass bis gestern die Demonstranten die Bösen und Polizisten die Guten waren. Heute ist das schon wieder ganz anders. Wenn ich es richtig verstanden habe, ganz und gar umgedreht. Heute sind die Demonstranten die Guten und die Polizisten sind die Bösen. Gut, so etwas kommt vor. Berücksichtigt man, dass die guten Demonstranten von heute auch schon mal Steine auf böse Polizisten werfen und, wenn es ihre Zeit erlaubt, sie nebenbei auch noch Plündern gehen, während böse Demonstranten gestern von guten Polizisten brutal festgenommen wurden, nur weil sie das Grundgesetz in der Hand hielten, dann kann man schon mal durcheinander kommen. Ich bitte da wirklich um Verständnis. Vielleicht denke ich auch einfach zu viel nach. Seit ich auf "Kurzarbeit Null" bin, habe ich zu viel Zeit zum nachdenken. Schuld daran ist das böse Corona-Virus. In diesem Punkt herrscht Klarheit, also das genaue Gegenteil von dem ganzen Durcheinander. Da muss man das Corona-Virus auch mal loben. Und diese Klarheit, die von dem Corona-Virus normalerweise ausgeht, die fehlt mir irgendwie, insbesondere bei folgender Frage: Wenn für die guten Demonstranten von heute, also die, die auch schon mal Steine auf böse Polizisten werfen und, wenn es ihre Zeit erlaubt, auch noch nebenbei Plündern gehen, das Abstandsgebot offensichtlich nicht gilt, gilt das dann auch nicht mehr für die bösen Demonstranten von gestern, wenn sie morgen wieder auf die Straße gehen sollten?

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Versuchter Anschlag auf Kayvan Soufi Siavash


und was von ihm blieb

Kayvan Soufi Siavash, wer kennt ihn nicht hierzulande, hat einen Migrationshintergrund, das ist nicht zu übersehen. Dass bereits am 9. Mai ein versuchter Anschlag auf Kayvan Soufi Siavash stattgefunden haben soll, über den wir erst jetzt erfahren, ist deswegen sehr ungewöhnlich. Gut, bei dem versuchten Anschlag soll "nur" ein Polenböller zum Einsatz gekommen sein. Vielleicht liegt es daran. Aber, Moment mal, wie ich gerade erfahre, war es der größte Polenböller, den es überhaupt gibt, der sogar ganze Gliedmaßen abreißen kann. Hm, was mache ich jetzt damit? Aha, vielleicht versuche ich es so: Kayvan Soufi Siavash soll als halber Iraner auch schon als Antisemit in Erscheinung getreten sein. Gut (also erstmal natürlich nicht Gut, aber Gut deswegen, weil dann klar wäre, dass Kayvan Soufi Siavash ein Böser ist), aber sind das nicht alle Iraner? Ich meine, mit anderen Worten, gehört der Antisemitismus nicht immer irgendwie zum Iraner sein dazu, und dann sicherlich auch zum Halb-Iraner sein? Deswegen wird doch immer der Migrationshintergrund betont, damit wir den Antisemitismus möglichst selbständig und still und leise in Anzug bringen, also irgendwie verstehen, weil zu seiner Kultur gehörig. Sekunde noch, gerade kommt noch die Meldung rein, dass der frühere Arbeitgeber von Kayvan Soufi Siavash diesen gegen den Vorwurf verteidigt, er sei Antisemit. OK, dann kann ich mir das mit dem Antisemiten schenken, denn der ehemalige Arbeitgeber von Kayvan Soufi Siavash ist ein öffentlich/rechtlicher Fernsehsender und dann wird das wohl stimmen, dass Kayvan Soufi Siavash kein Antisemit ist. Da ich einmal dabei bin, schaue ich rasch noch bei Öffentlich/Rechtlich vorbei, ob die eventuell etwas wissen über den versuchten Anschlag auf ihren früheren Mitarbeiter Kayvan Soufi Siavash. Nee, da finde ich nichts. Na dann, also wenn die nichts drüber schreiben, dann wird das wohl auch nicht stimmen, oder? Und überhaupt, warum sorge ausgerechnet ich mich um Kayvan Soufi Siavash? Klar, der Mann hat einen Migrationshindergrund und damit obliegt er der besonderen Obacht, das ist klar. Aber wenn niemand anders an einem versuchten Anschlag auf Kayvan Soufi Siavash Anstoß nimmt ausser er selbst, dann kann doch irgendwas nicht stimmen, oder? Es gibt eben auch Ausnahmen von der Regel, dass jeder mit Migrationshintergrund ein guter Mensch ist, wie es überall Ausnahmen gibt, die letztendlich nur die Regel bestätigen. Und überhaupt, Kayvan Soufi Siavash lebt ja noch. Gut, seine Feinde sollen seine Adresse ins Internet gestellt haben, vermutlich für den nächsten, dann auch erfolgreichen Anschlag auf ihn und seine Familie, aber möglicherweise stimmt das gar nicht. Vielleicht hat Kayvan Soufi Siavash sich das nur ausgedacht. Am Ende ist Kayvan Soufi Siavash zwar ein Mensch mit Migrationshintergrund, aber einer, der in die Geschlossene gehört. Auch so etwas gibt es. Sind die Geschlossenen nicht sogar regelrecht voll von Menschen mit Migrationshintergrund? Verzeihung, nein, das waren die Gefängnisse. Wie dem auch sei, ich komme immer mehr zu dem Schluss, dass Kayvan Soufi Siavash selbst dran Schuld ist, wenn man einen Anschlag auf ihn versucht hat. Gegen einen versuchten Anschlag hilft kein Migrationshintergrund, das ist zwar Schade, aber nicht zu ändern, und war letztendlich schon immer so. Der Kayvan Soufi Siavash wird schon selber wissen, was er angestellt hat. Ich kann mich auch nicht um jeden kümmern. Andere Menschen haben auch noch Hilfe nötig. Am besten ich kümmere mich wieder um Menschen am anderen Ende der Welt, das ist einfacher, da muss ich mir nicht all diese Gedanken machen, das strengt sehr an.

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Das Präventions Paradox




In George Orwells "1984" wird permanent die Geschichte umgeschrieben, allen voran was die Kriege angeht. Wer gerade der Verbündete ist, gegen den hat man in der Vergangenheit nie Krieg geführt, was natürlich gar nicht stimmt. Umgekehrt hat man gegen den, den man gerade aktuell bekriegt, schon immer Krieg geführt, was ebenfalls gelogen ist. Im Film "Brazil", der inspiriert ist von Orwells "1984", gedreht von dem Monty Python Terry Gilliam, sitzen Menschen bereits vor Monitoren im "Wahrheitsministerium" und schreiben permanent die Geschichte um. Die älteren Versionen der Geschichte werden dabei natürlich immer gleich gelöscht, sonst funktioniert es nicht. Ein Grund übrigens, warum ich Bücher bevorzuge. Bücher haben die Angewohnheit, dass man sie nicht so leicht umschreiben kann, obwohl auch das prinzipiell möglich ist, wie die Geschichte bewiesen hat. In der "Corona-Krise" wurde unter anderem auch das Präventions Paradox bemüht, der ein oder andere erinnert sich. Aktuell ist es nun so, dass der Eintrag bei Wikipedia über dieses Paradox umgeschrieben wurde. Warum, weshalb, wieso und vor allem: von wem?, das erklärt DDr. Raphael Bonelli in obigem Video in seiner bekannten charmanten Wiener Art. Für alle, die noch nie etwas vom Präventions Paradox gehört haben, erklärt er dies gleich mit. Das ist nicht nur wichtig, um die Geschichte verstehen, sondern vor allem auch die Zukunft gestalten zu können. Das geht natürlich nur dann, wenn es keine Denkverbote gibt, so wie bisher, und es immer auch Alternativen gibt, denn Alternativlos ist eine Sache praktisch nie, auch wenn uns das immer erzählt wird.

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07.06.2020

"Posoki - Directions" - Richtungen



Die richtige Richtung zu verlieren, geht schneller als man denkt. Selbst ein Taxifahrer, der schon viele Jahre auf den Straßen und Plätzen unterwegs, kann sich mal verfahren. Nicht etwa, weil ihn das Navi verkehrt geschickt hat. Das nicht, denn der erfahrene Taxifahrer fährt nicht nach Navi. Der erfahrene Taxifahrer fährt nach Stadtplan, aber vor allem nach Instinkt. Zumindest mache ich das so. Nach Stadtplan zu fahren, ist gar nicht schwer. Nach Instinkt zu fahren, ist schon schwieriger. Das liegt daran, dass uns der Instinkt abtrainiert wurde. Viele kennen keine Himmelsrichtungen mehr und kennen sich auch nicht mit dem Stand der Sonne aus, der ihnen die die richtige oder auch verkehrte Himmelsrichtung verraten könnte. Manch einer weiß auch nicht mehr, was im Leben das richtige und falsche ist. Aber auch im Leben gibt es richtig und falsch. Und selbst wer lange ein falsches Leben geführt und somit die Richtung verloren hat, kann wieder zurück ins richtige Leben finden. Er muss nur die Richtung ändern. Zugegeben, es klingt einfacher als es getan ist. Es ist das Einfache, was so schwer zu machen ist. Taxifahren ist und war, auch wenn ich immer noch auf "Kurzarbeit Null" bin, immer eine große Hilfe für mich gewesen, sowohl auf der Straße, als auch in meinem Leben die richtige Richtung zu finden, und wenn ich sie mal verloren hatte, dann habe ich mich ins Taxi gesetzt und mich mit ihm auf die Straßen und Plätze unser schönen Stadt begeben. Dort habe ich nach nur kurzer Zeit die richtige Richtung immer wieder gefunden. Und genau darum geht es in obigem bulgarischen Film über Taxifahrer in der Hauptstadt Sofia. Der wirklich extrem gut gemachte Streifen, der auch eine Referenz an die Mutter aller Taxifahrer-Filme "Night On Earth" von Jim Jarmusch ist, lief vor nicht allzu langer Zeit in einigen Berliner Kinos. Wer ihn damals verpasst hat, kann ihn jetzt bei mir nachsehen, und zwar im bulgarischen Original mit englischen Untertiteln. Mehr als nur eine Alternative zum immergleichen Tatort.

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TaxiBerlin bei der Astrologin seines Vertrauens


"Eigenwilligkeit"

Einmal im Jahr gehe ich zum Astrologen, und in diesem Jahr war das gestern. Zum Astrologen gehe ich auch, weil nicht nur in meinem Taxi ein jeder und auch eine jede alles sagen darf, und ich mir wirklich fast alles anhöre. Es wurde höchste Zeit, dass ich zum Astrologen ging, ganz genau zu der Astrologin meines Vertrauens, denn es ist so einiges passiert mit mir und passiert immer noch. Ich kenne die Astrologin meines Vertrauens schon lange, sie ist früher auch Taxi gefahren, wir sind also auch Kollegen, und neulich war sie sogar im Vice-Magazin. Gestern war ich nun bei ihr, und es war einmal mehr eine Offenbarung für mir. Das lag auch, aber nicht nur, an den verwendeten Tarot-Karten. Jeder kriegt nicht nur eine andere Karte, sondern auch ein anderes Kartenspiel. Wie mein Spiel genau hieß, das habe ich vergessen, ist aber nicht so wichtig. Wie es der Zufall wollte, zog ich obige Esel-Karte mit dem Hinweis auf dessen "Eigenwilligkeit". Das war schon mal sehr sehr schön, aber was die Astrologin meines Vertrauens dazu zu sagen hatte, ist noch viel viel besser. Ich habe es mit meinem Voice-Recorder aufgezeichnet, was ich auch nur jedem empfehlen kann, der auch einmal, so wie ich, zu einer Astrologin oder einem Astrologen gehen möchte. Die Astrologin meines Vertrauens ist seit ihrem Interview im Vice-Magazin ganz gut ausgebucht, aber wenn ich ein gutes Wort für dich einlege, ließe sich bestimmt was machen. Du kannst dich also vertrauensvoll an mich wende, ich würde dann erzählen, dass du mir schon mal im Taxi saßt, und du dich dort gut geführt hast, das hilft immer. Das würde ich machen für dich! Doch nun zu den Erklärungen der Astrologin meines Vertrauens zu obiger Esel-Karte, die ich gestern aus einem dicken Stapel Tier-Karten zufällig gezogen habe. Moment, ich muss dazu mein Aufnahmegerät, mit dem ich das "Horoskop-Reading" gestern aufgezeichnet habe, starten. Also, hier exklusiv für dich die Erklärung der Astrologin meines Vertrauens zur Esel-Karte mit dem Untertitel "Eigenwilligkeit": Ich erhalte die Chance, Altes loszulassen und meinem Weg instinktsicher zu folgen. Mein Vorhaben wird allerdings anders laufen als geplant, wie das immer so ist. Im Prinzip wie der Esel, denn der stellt sich quer und hat seinen eigenen Kopf. Auf närrische Weise spiegelt mir der Esel damit mein eigenes Verhalten. Der Esel möchte mich damit aufmerksam machen auf mein Festhalten an Dingen, welche mir selbst nur schaden könnten. Ich ahne es bereits, möchte es aber nicht wahrhaben. Dann folgt folgendes Beispiel, das der Hammer ist. Stell dir vor, du bekommst kein Ticket mehr für die "Titanic", was du dir so sehr gewünscht hast!?! Das Schicksal hat anderes mit mir vor. Eine Sache unbedingt durchsetzen zu wollen, kann Unglück bringen. Dem ist nichts hinzuzufügen.

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06.06.2020

"AMI GO HOME!"



von und mit Ernst Busch

Dreißig Jahre nachdem sämtliche Sowjetischen Soldaten in ihre Heimat zurückgekehrt sind, hat nun der Abzug der Amerikanischen Truppen begonnen, mit der Betonung auf "begonnen". Von den derzeit 34.500 amerikanischen Militärangehörigen werden nach dem Teilabzug immerhin noch 25.000 in Deutschland verbleiben. Alleine deswegen ist die Aufregung sowohl in den USA selbst, insbesondere aber auch hier in Deutschland über die Entscheidung der Trump-Administration nicht nachvollziehbar. Ich meine, wollten wir das nicht immer hierzulande, insbesondere "Linke", dass der Amerikaner auch endlich nach Hause geht? Ich reise auch nicht in Stiefeln und Tarnanzug in die USA ein, um von dort Drohnen in Drittstaaten zu schicken. Was ich immer mal machen wollte, ist, in Adiletten und Bademantel in San Francisco oder wegen mir auch Los Angeles zu landen, um Haltung zu zeigen oder wegen mir auch ein Zeichen zu setzen, und zwar das des Friedens. Und vielleicht mache ich das irgendwann auch mal, denn Adiletten und Bademantel sind heute das, was früher die Friedenstaube war, glaube ich. Eins ist jedenfalls sicher: Das Fliegen soll schon demnächst wieder erlaubt werden. Im Flugzeug scheint das mit dem Mindestabstand nicht so wichtig zu sein, Hauptsache man kann mit Meilen Punkten, aber das ist schon wieder ein anderes Thema. Zurück zum Titel "AMI GO HOME!", der ist vom alten Spanienkämpfer Ernst Busch, der vor allem durch seine Interpretationen von Brecht-Songs bekannt und bis heute dem ein oder anderen in Erinnerung ist. Busch, der den Slogan "AMI GO HOME!" nicht erfunden, sondern nur "aufgegriffen" hat, hat das Lied 1950 in der DDR veröffentlicht, wo es zumindest am Anfang "viel und gerne" gesungen wurde. Die DDR gibt es nicht mehr, aber Musik aus der DDR gibt es noch, und manch ein Titel ist aktueller denn je.

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Corona Collateral


oder auch nicht ...

Immer mehr Menschen sehen, wie nicht nur der Focus zu berichten weiß, angesichts von Corona keine Sonne mehr, selbst in den Sonnenstaaten Florida und Kalifornien. In Kalifornien beispielsweise, wo ich  im März zwei Wochen weilte, gab es aktuell "In vier Wochen Suizide wie in einem ganzen Jahr." Sucht man nun nach Selbstmorden in unserem schönen Land, so erfährt man meist, dass die Rate sich seit Corona kaum verändert hätte. Nicht nur die Lüge, sondern auch der Selbstmord ist immer nur woanders zu hause, nur eben nicht bei uns. Dass es dafür eventuell einen Grund geben könnte, darauf liefert die ARD, also die mit dem Bildungsauftrag, nun folgenden aktuellen Hinweis: "Üblicherweise berichtet die Tagesschau nicht über Suizide." (geht es um die USA, macht man gerne eine Ausnahme), und weiter so: "Ein weiterer Grund für unsere Zurückhaltung ist die erhöhte Nachahmerquote nach Berichterstattung über Selbsttötungen." Auch das hatten wir schon mal, und zwar in der DDR. Es gibt auch einen Deutschen Kinofilm, der sich mit genau diesem Thema beschäftigt. Dieser Deutsche Kinofilm hat, obwohl nicht in den USA gedreht, in Hollywood in Kalifornien sogar einen Oscar gewonnen. Gut, das ist jetzt auch schon wieder 14 Jahre her, aber der ein oder andere erinnert sich sicherlich noch an ihn: "Das Leben der anderen."

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Flughafen Tegel Forever - Flughafen Tegel Forever - Flughafen Tegel Forever ! ! !


Schon wieder Geschichte - So schnell kann's gehen!

Über obiges Schild "Hinweis für Taxifahrer: Urinieren Verboten" am Flughafen Tegl hatte ich bereits hier und auch hier geschrieben. Gestern erreichte mich nun eine e-mail des Flughafens, die mich darüber informierte, dass die Hinweisschilder entfernt wurden. Wer genau sie am gestrigen Nachmittag entfernt hat, soll an dieser Stelle nicht weiter interessieren. Veranlasst hat die Entfernung jedenfalls der Flughafen selbst, der sich in seiner gestrigen e-mail darüber hinaus dafür entschuldigte, falls das Schild bei mir den Eindruck der Diskriminierung einer ganzen Berufsgruppe erweckt haben sollte. Das hat es in der Tat, und das hatte ich dem Flughafen auch in Form einer Frage mitgeteilt. Denn wenn der Flughafen beispielsweise das Flaschensammeln verbieten wolle, dann würde er mich Sicherheit auch keine Schilder aufstellen, dass nur Flaschensammlern das Flaschen sammeln verbietet. Dass der Flughafen nun so schnell und unbürokratisch reagiert hat, darüber bin auch ich überrascht. Dafür möchte ich dem Flughafen Tegel hiermit meinen Dank aussprechen und diesem ein dreifaches "Flughafen Tegel Forever!" hinzufügen!

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05.06.2020

"Warum Gender-Mainstreaming Männer kastriert und Frauen frustriert." - Paartherapie auf Österreichisch mit Raphael Bonelli




Dass die Leute von heute, je jünger sie sind, immer weniger Sex haben, das habe auch ich schon mitbekommen. Dass das irgendwie mit dem Gender-Mainstreaming zusammenhängen könnte, auch das ist für mich ganz klar. Dass der Genderismus selbst eine veraltete Ideologie ist, und zwar die des letzten Jahrhunderts, das war mir dann doch neu, oder hatte ich so noch nicht gehört. Auf jeden Fall gibt es heute bereits was Neues, und das auch schon wieder zwanzig Jahre. Was das genau ist und wie es heißt, das erfährst du aus obigem Vortrag des Wiener Psychiaters und Neurowissenschaftlers Raphael Bonelli. Damit möchte ich es vorerst zum Thema Geschlecht und Sexualität bewenden lassen. Zum Schluss nur noch folgende kurze Zusammenfassung: Dass wir heute so viele Probleme mit diesem Thema haben, hat vor allem damit zu tun, dass allzu viele bis zum heutigen Tag im zwanzigsten Jahrhundert stecken geblieben sind.

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"Was finden Frauen an Männern attraktiv & umgekehrt? Sexuelle Anziehung, Hormone, Sex" - von Frauenärztin Doris Maria Gruber




Nachdem ich in meinem letzten Beitrag einen Mann, Raphael Bonelli, zu Wort kommen ließ, spricht nun eine Frau und Kollegin von Raphel Bonelli zu dem Thema: "Was finden Frauen an Männern attraktiv & umgekehrt?", und zwar Univ. Prof. Dr. med. univ. Doris Maria Gruber, ebenfalls aus Österreich. Der Vortrag ist etwas wissenschaftlich, aber bei weitem nicht so wissenschaftlich, wie das in unserem schönen Land überlicherweise der Fall ist. Da war der bisherige Höhepunkt, den ich miterleben durfte, ein fünfzig minütiger wissenschaftlicher Vortrag über das Thema "Bondage", allerdings nicht an einer Uni, sondern im Swinger-Club, bevor es zur "Sache" ging. Der Vortrag von Frau Doris Gruber enthält viele gute und auch überraschende Ideen, so dass ich denke, dass für jeden etwas dabei ist. Was ich besonders interessant und auch neu fand für mich, war die Feststellung, dass, ob ein Mann einer Frau gefällt, auch allem damit zu tun hat, in welcher hormonellen Verfassung sich die Frau in dem Moment des Kennenlernes gerade befindet. Das war einerseits ganz schön ernüchternd, erklärt aber so einiges und deckt sich, je mehr ich darüber nachdenke, auch mit meiner eigenen Lebenserfahrung.

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"Was wollen Frauen wirklich?"




Was Raphael Bonelli, Psychiater, Univ.-Doz., DDr., aus Österreich in obigem Video, sowohl aus Büchern und Filmen, als auch aus seiner beruflichen Praxis darüber erzählt, was Frauen wirklich wollen, deckt sich mit meiner persönlichen Lebenserfahrung und auch mit meiner beruflichen Erfahrung im Taxi. Dort, aber nicht nur dort, kommt es auch vor, dass Menschen mir Bücher empfehlen. Ich höre mir nicht nur alles an, sondern ich schaue mir dann auch die mir empfohlenen Bücher und ihren Inhalt an. In der Regel, das ist leider die Wahrheit, ist das ziemlich enttäuschend, einfach deswegen, weil sie keine neue Ideen enthalten, und nur unterhalten zu werden, ist mir zu wenig. Das überlasse ich dem Privatfernsehen und seit langem auch immer mehr Öffentlich/Rechtlich. Raphael Bonelli wurde mir empfohlen, allerdings nicht von Fahrgästen. Raphael Bonelli wurde mir von jemandem empfohlen, den ich selbst nicht empfehlen kann. Hört sich erstmal komisch an, kommt aber häufiger vor, als man denkt. Die Regel ist, dass wir solche Empfehlungen übersehen, überhören oder einfach nicht als wirklich ernst gemeinten Hinweis wahrnehmen. Wer mir Raphael Bonelli empfohlen hat, spielt auch keine Rolle. Wichtig ist nur, dass ich ihn mir angeschaut und vor allem angehört habe. Und vielleicht solltest du das auch tun. Ich kann es dir nur empfehlen.

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"Demokratie im Mauerpark"



Im Mauerpark an der Eberswalder Straße
früher Prenzlauer Berg / heute Pankow

Wie es sich in einer echten Demokratie gehört, kam am Samstag bei "Demokratie im Mauerpark", möglicherweise der "Runde Tisch" von heute, ein Vertreter der "Antifa" zu Wort. Gleich zu Anfang bemerkte er nicht ohne Stolz, dass die "Antifa" den für ihn politischen Gegner sowohl vom Rosa-Luxemburg-Platz, als auch vom Alexanderplatz "vertrieben" hätte. "Vertrieben" klingt für mich nach "Flucht und Vertreibung", weswegen ich mich immer sogleich frage, was geht in Menschen vor, die immer und überall in den Krieg ziehen müssen und, wie in diesem Fall, Andersdenkende immerzu vertreiben müssen? Darüber hinaus frage ich mich, ob es wirklich die "Antifa" war, die jemand "vertrieben" hat, oder doch eher die Berliner Polizei, möglicherweise mit Hilfe der "Antifa". So wird möglicherweise eher ein Schuh draus. Aber halten wir uns an die Chronologie und vor allem an die Tatsachen. Zuerst war die "Hygiene-Demo" da, und erst danach die Demos der "Antifa", weswegen die "Hygiene-Demo" nicht die "Gegen-Demo" ist und rein logisch auch nicht sein kann, wie es von der "Antifa" im Stile Orwellschen-Neusprechs gerne behauptet wird. Der Vertreter der "Antifa" forderte am Samstag bei "Demokratie am Samstag" im Mauerpark (Gibt es eine auch nur im Ansatz ähnliche Veranstaltung der "Antifa"? Ich bin für jeden Hinweis dankbar!) die dort versammelten Demokraten und Demokratinnen auf, sich doch bitte sehr von "Faschisten", von denen es Unmengen unter ihnen geben würde, zu distanzieren. Auch hier wäre es hilfreich, Ross und Reiter zu nennen. Welcher vermeintliche "Nazi" ist gemeint, und wer hat festgelegt, dass derjenige ein "Nazi" ist. Ich frage das auch als Betroffener, denn es ist noch nicht allzu lange her, da wurde auch ich von der "Antifa" als "Nazi" bezeichnet, obwohl ich gar keiner bin. Wenn die "Antifa" dieses "Blinde Kuh" spielen will, gerne, aber dann bitte sehr nicht auf unseren Straßen und Plätzen. Liebe "Antifa", bittet hört auf mit euren Kindergartenspielen, begebt euch in die Debatte, das am Samstag war ein Anfang, und hört bitte auf, Angst auf Andersdenkende zu schüren. Und kehrt auch vor eurer eigenen Haustür, über die ich an dieser Stelle geschrieben habe. Kritisiert nicht nur den Splitter im Auge des anderen, sondern seht auch den Balken im eigenen. Geht mit gutem Beispiel voran und distanziert euch, wie es sich für echte Demokraten gehört, von Aussagen wie diesen: "Die Auseinandersetzung war nicht fair und sportlich ...", und vor allem von in diesem Geiste durchgeführte brutale Aktionen.

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"Dieses Buch gehört den wenigsten."


Neu im BauchLaden

"Dieses Buch gehört den wenigsten.", mit diesem Satz beginnt "Der Antichrist" von Freund Nietzsche, den ich gestern auf der Straße fand. Keine Ahnung, was das nun wieder zu bedeuten hat, wenn der gute alte Friedrich jetzt auch schon auf der Straße herumliegt, zumal es auch nicht mit "Für Alle und Keinen" beginnt, das ist der Anfang vom "Zarathustra". Bei "Für Alle und Keinen" ist klar, dann darf es nicht nur auf den Straßen und Plätzen herumliegen, sondern muss es auch. Schauen wir noch, wie es nach "Dieses Buch gehört den wenigsten.", bei dem ich mich immer auch frage, ob es eventuell auf meinen Blog übertragbar sei, mit dem "Der Antichrist" beginnt, beim Kollegen Nietzsche weiter geht. Der zweite Satz lautet so: "Vielleicht lebt selbst noch keiner von ihnen." Hier nun einmal beide erste Sätze hintereinander, damit es klarer wird, so wie der Friedrich sie auch aufgeschrieben hat: "Dieses Buch gehört den wenigsten. Vielleicht lebt selbst noch keiner von ihnen." - Wahrscheinlich hast du bereits mit dem Werten begonnen, oder ganz und gar schon dein Urteil gefällt. Das geht heutzutage und insbesondere hierzulande schneller als man denkt. Ich empfehle dazu immer, vorher vielleicht doch mal einen Blick ins Buch hinein gewagt zu haben. "Der Antichrist", im Untertitel "Versuch einer Kritik des Christentums", von Freund Nietzsche, ich habe es wie gesagt gestern auf der Straße gefunden, ist ab sofort bei mir im BauchLaden erhältlich. "Der Antichrist" ist auf jeden Fall ein Muss für alle die, die sich mit dem Gedanken tragen, ein Buch mit dem Titel "Der Antimoslem" zu schreiben, und das sind wohl so einige. Warum es noch kein Werk mit diesem Titel gibt, kann nur vermutet werden, vielleicht liegt es am Geld, möglicherweise ist aber auch Angst im Spiel. Die Vorlage, "Der Antichrist" von Friedrich Nietzsche, ist über hundert Jahre alt, daran kann es also nicht liegen. "Der Antichrist" kann dir gehören, du kannst ihn besitzen, du musst ihn nur in meinem BauchLaden finden und kaufen. Dann hättest du darüber hinaus auch noch die Chance herauszufinden, ob du zu den "wenigsten" zählst, denen "dieses Buch gehört", oder ob Nietzsches Befürchtung, dass "Der Antichrist" im dümmsten Fall niemandem "gehört", weil "vielleicht lebt selbst noch keiner von ihnen", zutrifft.

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04.06.2020

"Notlügen zum Shutdown?" vs. "Dänen lügen nicht!"


beim Untersuchungsausschuss

Manchmal bin ich nicht mehr meiner Meinung, und dann lese ich Zeitungen, die ich eigentlich gar nicht mehr lese. In dem Fall die taz, von dem auch der Titel "Notlügen zum Shutdown?" ist. Natürlich geht es beim Lügen, denn nichts anderes sind Notlügen, nicht um unser schönes Land. Gelogen wird immer nur woanders, in dem Fall in Dänemark. Dort soll jetzt eine Kommission herausfinden, ob die dänische Ministerpräsidentin Merkel Frederiksen in der Krise falsche Maßnahmen getroffen hat. Möglicherweise wird es auch hierzulande demnächst einen Untersuchungsausschuss geben, der sich mit ganz ähnlichen Fragen beschäftigen könnte. Das wird dann ja bestimmt auch in der taz stehen. Ich lese sie dann auch wieder - Versprochen!

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Post vom Anwalt


Urinieren am Flughafen Tegel forever

Gestern war es so weit, da bekam ich Post vom Anwalt, ganz genau war es eine Anwältin. Sie meldete sich, um Stellung zu diesem Post, also zu obiger "Information für Taxifahrer" am Flughafen Tegel, der jetzt doch nicht schließen soll, zu nehmen. Der genaue Wortlaut, den die Anwältin in ihrer e-mail verwendet, und den ich meinen Lesern nicht vorenthalten möchte, lautet wie folgt: "meines Wissens kann man urinieren nicht verbieten." - Das ist doch mal eine klare Ansage, wer hätte das gedacht!?! Auch wenn der Kommentar keine endgültige Klarheit schafft, so scheint es wohl doch so zu sein, wie ich es schon immer gesagt habe: Urinieren ist nicht nur ein menschliches Bedürfnis, sondern darüber hinaus auch ein Menschenrecht.

PS: Ob obiges Schild darüber hinaus eine unerlaubte Diskriminierung einer ganzen Berufsgruppe, und zwar der der Taxifahrer, darstellt, dazu konnte/wollte die Anwältin sich nicht äußern. Deswegen bleibe ich dran an dem Thema und melde mich, sobald ich mehr weiß.

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"Mit Wumms aus der Krise"


Das Buch zum Text - vielleicht
(erhältlich hier!)

Habe gerade versucht einer Ausländerin, genauer: einer Nicht-Deutsch-Muttersprachlerin, zu erklären, was man sich darunter vorstellen kann oder soll, wenn nun gesagt wird, dass wir "Mit Wumms aus der Krise" kommen wollen. Dabei musste ich natürlich an Bumms denken, das ist naheliegend. Dass ich dann von Bumms zu Bumsen kam, ist möglicherweise bereits erklärungswürdig. Dass ich auf Bumsen kam, hat mit dem gestrigen Treffen mit einem Freund zu tun. Wir unterhielten uns über einen Dritten, wie man das gerne macht, wenn der nicht dabei ist. Ablästern muss auch immer mal wieder sein. Früher haben das die Leute immer nur bei mir im Taxi gemacht. Irgendwann muss es aber auch bei mir mal raus. Und da mir mein Taxi nicht mehr als Kleine Probebühne zur Verfügung steht, treffe ich mich jetzt regelmäßig mit Freunden, so wie gestern. Wir sprachen wie gesagt über einen Dritten, der nicht anwesend war, sonst hätten wir wohl nicht über ihn gesprochen, und schon gar nicht so, wie wir es taten. Eigentlich tat das eher mein Freund am gestrigen Tag, ich höre auch hier, genauso wie in meinem Taxi, meist immer nur zu. Jedenfalls meinte mein Freund gestern irgendwann, dass der Dritte, der nicht anwesend war, wohl lange nicht gebumst hätte, weil er aktuell ganz komische Sache von sich gibt. Ob das wirklich auf diesen Dritten zutrifft, das wissen wir natürlich nicht genau. Prinzipiell gibt es aber solche Fälle, und wahrscheinlich sind sie sogar häufiger, als man gemeinhin denkt, auch wenn sie nicht bekannt sind. Im Gegenteil, die allermeisten, wahrscheinlich über 99 Prozent, bleiben unerkannt. Auf jeden Fall kann man sagen, dass ein Bumms mitunter hilfreich sein kann. Und so oder so ähnlich verhält es sich mit dem Wumms, mit dem wir aus der Krise kommen sollen. Er kann also wirklich gut sein und vielleicht funktioniert er auch. Eine Garantie gibt es aber nicht, weder beim Bumms, noch beim Wumms.

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