31.01.2020

UNSER NOTLEIDENDER VERKEHRSMINISTER


Unser Verkehrsminister, von dem unsere Führerin Kanzlerin findet, dass er "eine sehr gute Arbeit macht", ist (mal wieder) in Not. Nach den Banken gehört nun Andreas Scheuer zu den "Not leidenden" in unserem Land. Deswegen werde ich heute in meinem Taxi anfangen für ihn Geld zu sammeln. Das bin ich ihm schuldig, denn er hat viel für uns Taxifahrer getan. Er hat uns rechtsfreie Räume samt einem darin illegal operierenden Banditen beschert, der uns Taxifahrer, wenn man so will, zusammengeschweißt hat. Das ist nicht hoch genug einzuschätzen. Was nun mein Not-Opfer anbelangt, da befürchte ich allerdings, dass Andreas Scheuer dessen nicht bedarf. Denn Andreas Scheuer scheint alternativlos zu sein, wenn nicht gar systemrelevant.

Text TaxiBerlin

29.01.2020

"ICH WERDE MAL TAXIFAHRER!"


Taxi-Mobil für zukünftige Fachkräfte

"Ich werde mal Taxifahrer!" hat bisher noch kein Kind gesagt, wenn es gefragt wird, was es mal werden will. Mädchen schon gar nicht, aber auch keine Jungen. Das ist dabei sich zu ändern. Dazu werden aktuell unter anderem in den Job-Centern Taxi-Mobile (Foto) aufgestellt. Damit der Fachkräftemangel nicht noch das Taxigewerbe erreicht.

Foto&Text TaxiBerlin

28.01.2020

MIT DEM TAXI NACH KÖLN


Mobiles Handyverbot auf dem Weg nach Westen

Ich war kurz mit dem Taxi in Köln. Ist jetzt auch schon wieder eine kleine Weile her. Aber bevor es verjährt ist, wollte ich es rasch noch der Welt wissen lassen. Die Welt, das stelle ich immer wieder auf's Neue fest, kommt ganz gut ohne mich zurecht. Ich merke das immer, wenn ich mal ein paar Tage nicht im Internet war, dann online gehe und feststelle, dass ich nichts verpasst habe - im Gegenteil. Denn es ist meist so, dass ich dadurch vom Allerschlimmsten verschont bleibe. So zum Beispiel vom MEGxit, dem Ausscheiden von Harry und Meghan aus ihrer Familie. (So ganz ohne Familie - ist doch schlimm, oder?)

Schlussendlich musste ich ihn dann doch zur Kenntnis nehmen, den MEGxit, so wie du jetzt meine Fahrt nach Köln zur Kenntnis nehmen musst. Übrigens, fällt mir gerade ein: Der Mann, den ich von Berlin nach Köln befördert habe, durfte trotz Handyverbots bei mir im Taxi telefonieren, denn es war ein Notfall. Was für ein Notfall genau, das darf ich nicht verraten. Was ich aber verraten kann, ist, dass der Mann die Fahrt nicht aus eigener Tasche bezahlen musste, sondern sein Arbeitgeber, also die Bahn, diese mittels Coupon beglichen hat.

Die Zufriedenheit von den Mitarbeitern der Deutschen Bahn ist extrem hoch - ganz im Gegensatz zur Zufriedenheit der Reisenden. Das habe ich von dem Mann, der schon über 30 Jahre bei der Bahn arbeitet, offline, quasi analog, also im Gespräch mit ihm erfahren. Die Mitarbeiter der Bahn sind, wenn man so will, eine große Familie. Vielleicht ist das die Lösung für Harry und Meghan, die gerade ihre Familie verloren haben. Ich könnte meine Beziehungen zur Deutschen Bahn spielen lassen. Damit die beiden nicht auf der Straße landen, würde ich sogar selbst bei der Bahn anrufen, von meinem Taxi aus und mit dem Handy - trotz Handyverbots! Ist schließlich ein Notfall.

Foto&Text TaxiBerlin

24.01.2020

UBER UBER UBER ALLES



Alle reden vom Klima aber niemand vom Uber-Stau

Uber kann man, im Gegensatz zur AfD, nicht wählen, und trotzdem sitzt Uber in unserem Parlament und regiert mit. In obigem Video erklärt der Bundestagsabgeordnete Stephan Kühn von den Grünen etwa ab Minute 25 wie Uber Einfluss auf die Regierungserklärung genommen hat, indem Uber höchstpersönlich den Textbaustein "das Personenbeförderungsrecht modernisieren" beisteuerte.

"Diejenigen die entscheiden sind nicht gewählt und die die gewählt sind haben nichts zu entscheiden" stimmt wirklich, auch wenn es Horst Seehofer gesagt hat. Doch zurück zur AfD, der in Berlin erneut eine Lokalität einen gültigen Mietvertrag gekündigt hat, in der die Partei ihren Parteitag abhalten wollte. Gegen die Kündigung hat die AfD geklagt, allerdings kein Recht bekommen, weil die Vermieter glaubhaft machen konnten, dass sie und ein Mitarbeiter bedroht worden seien. Dass die Frage, wer die Vermieter und den Mitarbeiter bedroht hat, keine Rolle spielte, hat mich zum Nachdenken gebracht.

Was wäre, wenn nun plötzlich jemand den Vermieter und/oder einen Mitarbeiter bedrohen würde, der Uber das Büro in der Brunnenstraße vermietet? Ich hatte an dieser Stelle darüber berichtet. Angenommen der Vermieter und ggf. auch sein Mitarbeiter könnten das vor Gericht auch glaubhaft machen. Muss Uber dann da etwa auch raus? Ich meine, da ich Uber nicht wählen kann, kann ich Uber auch nicht abwählen. Oder vielleicht doch? Wie denkst du darüber?

PS: Gerade wird dem Hörer im öffentlich/rechtlichen Info-Radio erklärt: Der Umstand, dass die Vermieter bedroht worden sind, sei nur der Beweis dafür, wie sehr die Bevölkerung Berlins gegen diese Partei ist. Eine Partei immerhin, die offiziell im Bundestag sitzt, weil sie, im Gegensatz zu anderen, die dort sitzen, gewählt worden ist. (Wir erinnern uns: "Ganz Berlin hasst die AfD", das waren die, die gegen Hass sind.) Früher nannte man das "Volkswille". Es ist wirklich wahr: Der Faschismus ist zurück, nur eben als "Antifaschismus". ("Krieg ist Frieden!" - so heißt es bei George Orwell)

PPS: Aber Soldaten mit dem Auftrag: "Wir kämpfen auch dafür, dass du gegen uns sein kannst." nach Afghanistan schicken. Ein Witz.

Video Öffentlich/Rechtlich
Text TaxiBerlin

23.01.2020

BETEN MIT TAXIBERLIN


So sieht es aus

Auch und gerade als Religionsstifter ("Es gibt keinen Gott ausser Taxi und TaxiBerlin ist sein Prophet") muss man viel beten. Dazu brauche ich aber keinen speziellen Teppich. Nein, zum Beten muss ich nicht einmal das Taxi verlassen, denn ich bete mit den Füßen. Dazu komme ich in letzter Zeit immer öfter. Das einzige, wozu man dafür in der Lage sein muss, ist die Füße still halten zu können (Foto). Das hört sich leichter an als es getan ist. Und ehrlich gesagt, vermag auch ich nicht genau zu sagen, wie lange ich noch die Füße stillhalten kann.

Foto&Text TaxiBerlin

22.01.2020

FROM "FREE NOW" TO "FREE NO"


Flughafen Tegel (TXL), früher und heute Reinickendorf

Taxifahrer sind manchmal auch nicht die hellsten. Das ist leider auch die Wahrheit. Dummen Kühen gleich fahren sie Werbung für ihren eigenen Schlächter. Immer mehr sind dabei, dies zu begreifen und ändern ihre Werbung von "FREE NOW" zu "FREE NO" um. Wenn man davon ausgeht, dass die Fahrer der Konkurrenz von UBER, Stichwort: "Vom UBER-Fahrer zum UNFALL-Fahrer", noch ärmere Schweine sind, dann steht uns einiges bevor auf den Berliner Straßen und Plätzen.

Foto&Text TaxiBerlin

21.01.2020

WAS NEHMEN DIE DENN ?


Brunnenstraße, früher Mitte, heute Neue Mitte

Ich bleibe bei Uber, auch wenn ich mich neulich erst hier mittels Tone Steine Scherben Song "Macht kaputt was euch kaputt macht" mit dem Großen Pauperisierer auseinandergesetzt habe, und sich auch der Gastbeitrag "I AM ANTI BERLIN" von Taxi-Kollegin Sonja mit dem Feind aller ehrlichen Taxifahrer beschäftigt. Das liegt daran, weil er umgezogen ist, wenngleich nur in derselben Straße. Und zwar in der Brunnenstraße, wo er bisher oben vom Rosenthaler kommend links vor der Bernauer ganz ohne Logo saß. Jetzt findet man ihn weiter unten rechts kurz vor der Jüdischen Synagoge an der Anklamer, vor der die Ordnungshüter Tag und Nacht präsent sind. Diese polizeiliche Präsenz ist auch gut so, und sie tut auch Not, denn wo Uber jetzt sitzt, war früher eine Apotheke, und zwar die "Zions-Apotheke". Die haben ihren Laden dicht machen müssen und wohl ihr Lager nicht geräumt. Deswegen agiert Uber nun auch so wie Uber eben agiert. Versteht plötzlich kein deutsch mehr, weswegen man keinen Brief in dieser Sprache annimmt. Oder aktuell einfach weiter fährt, obwohl man per Gesetz verboten ist. Uber selbst trifft keine Schuld. Uber nimmt nur die verkehrten Drogen. Dass es so weit kommen konnte, daran hat die "Zions-Apotheke" Schuld, die ihr Lager nicht geräumt hat. Deswegen ist es auch gut, dass die Ordnungshüter immer in der Nähe sind. Andererseits aber auch nicht so gut, und zwar wenn man "Macht kaputt was euch kaputt macht" ernst nehmen wollte.

Foto&Text TaxiBerlin

19.01.2020

"I AM ANTI BERLIN" (EIN GASTBEITRAG)


Fasanenstraße, früher Charlottenburg und Wilmersdorf
heute Charlottenburg-Wilmersdorf

Heute gibt es einen Gast-Beitrag von Kollegin Sonja, die mir vorletzte Nacht mittels Smart-Phone obiges Foto zukommen ließ. Da ich selbst kein Smart-Phone besitze, bat ich die Kollegin Sonja, mir das Bild als Anhang an eine e-mail zukommen zu lassen. Das Foto war nun in meiner Mail-Box, mit einem kurzen Text dazu. Taxi-Kollegin Sonja fährt das "Tiffany-Taxi" mit der Konzession-Nummer 699. Sonja, die bereits 1989 den Taxischein für damals West-Berlin machte, war letztens ein kurzweiliger Gast in unserer Sendung "Hier spricht TaxiBerlin", die du hier nachhören kannst.

Ich sah dieses (Uber-)Fahrrad mit der interessanten Aufschrift vor dem schicken Savoy Hotel und stieg aus, um ein Foto zu machen. So etwas mache ich manchmal, wenn ich etwas interessantes sehe. Ein Passant meinte, er habe auch bereits ein Foto davon gemacht, dann fragte er  "Interessiert sie das als Taxifahrerin?“ Ich antwortete „Nein, das interessiert mich als Berlinerin.“ Was soll man auch sonst antworten? Vielleicht „Interessiert sie das als Tourist?“

Vielen Dank, liebe Sonja, für das tolle Foto und den schönen Text!

Foto&Text KolleginSonja

17.01.2020

WAS TAXI VERSUS UBER MIT HASE UND IGEL UND TON, STEINE, SCHERBEN ZU TUN HAT




Die scheinbar unendliche Geschichte mit Uber erinnert mich immer mehr an das Märchen "Hase und Igel". Im Märchen gewinnt der Igel immer das Wettrennen mit dem Hasen, ganz einfach weil er betrügt. Aktuell ist Uber eigentlich verboten, aber Uber fährt trotzdem. Das erinnert mich wiederum an den Balkan. Auf dem Balkan fährt das Auto auch obwohl kein Geld für Benzin da ist, aber das nur nebenbei. Zurück zu dem Märchen "Hase und Igel". Der neueste Trick vom Igel, also von Uber, um die Rückkehrpflicht für Mietwagen zu umgehen, ist der, dass die Fahrer einfach die Uber-App für fünf Minuten aus- und danach wieder einschalten. Das gilt dann als "return to garage", auch wenn sie sich gar nicht in die Richtung ihres Betriebssitzes bewegt haben. Alles bleibt also wie gehabt, nur zwei Knopfdrücke mehr für den armen Uber-Fahrer. Ich bin nicht sicher, der wievielte Anlauf das aktuelle Urteil gegen Uber Seitens des Taxis das jetzt war. Was ich weiß, ist, dass im Märchen "Hase und Igel" der Hase beim 74. Rennen erschöpft zusammenbricht und stirbt. Der Tod ist uns, geht es nach dem Märchen, also gewiss. Gut, ich bin nach knapp 25 Jahren "on the road" nicht mehr der jüngste, aber will ich deswegen gleich sterben? - So meine Überlegungen, bei denen mir am Ende eine Band meiner Jugend einfiel, und zwar Ton, Steine, Scherben. Obiges Video, freundlicherweise vom WDR, also von Öffentlich/Rechtlich, zur Verfügung gestellt, gibt einen Tip, was zu tun ist, bevor es zum finalen 74. Rennen, in dem Fall zwischen Taxi und Uber, kommt: "Macht kaputt was euch kaputt macht." Danke Rio Reiser und Danke auch dem von uns finanzierten Westdeutschen Rundfunk (WDR)!

Video WDR
Text TaxiBerlin

15.01.2020

INFUENCAPROPHYLAXE


Dit is Berlin: Graffitis interessanta als Influenca

Nicht, dass ich mir von der Fashion Week, die gerade mal wieder in Berlin stattfindett, was das Taxi-Geschäft angeht, irgendetwas versprochen hätte. Das nicht. Aber, so meine Überlegung, der ein oder andere Modefuzzi braucht vielleicht doch ein Taxi, sozusagen als Zubrot zum eigentlichen Mahl. Damit, also mit dem Zubrot, verhielt es sich, zumindest an den vergangenen beiden Tagen, wie mit dem Hauptgericht: es ging gegen Null. Einmal mehr genug Zeit die Leute zu beobachten. Und da fielen mir die Influencer, besser Influenca, ins Auge. Um genau zu sein, verursachten sie mir körperliche Schmerzen. Influenca sind nämlich sehr aufgeregte junge Menschen, die sich so übertrieben modisch kleiden, dass man gar nicht hinschauen mag, um keinen Lachanfall zu bekommen. Influenca haben immer mehrere Tüten bei sich, in denen genauso schlimme Klamotten drin sind, wie die, die sie gerade tragen, die sie umsonst bekommen haben, und die sie jetzt bewerben sollen, damit andere, die ähnlich bescheuert sind, sie dann kaufen. Influenca treten immer in Gruppen auf, wo der Wahnsinn bekanntlich die Regel ist, während er beim Einzelnen eher die Ausnahme darstellt. Influenca sind praktisch gar keine Menschen mehr. Influenca sind Roboter, die sich selbst über ihr Smartphone, das sie ständig vor ihr Gesicht halten, steuern. Das Smartphone ist ihre Fernbedienung. Mit der bestellen sie auch ihr Taxi, genauer ein Uber, wobei Influenca den Unterschied zwischen Taxi und Uber nicht kennen, er würde Influenca auch überfordern. Influenca fahren, das ist keine Überraschung, Uber, selbst wenn sie darauf warten müssen, obwohl ein Taxi abfahrbereit vor ihrer Nase bereit steht. Ich finde das gut, dass Influenca mit Uber fahren. Sollen die sich mit diesem Volk (fast hätte ich Pack geschrieben) beschäftigen. Uber ist, wenn du so willst, eine Influencaprophylaxe. Ich bin zwar schon gegen Influenca geimpft, aber doppelt hält bekanntlich besser.

Foto&Text TaxiBerlin

11.01.2020

HIER SPRICHT TAXIBERLIN #41 ZUM NACHHÖREN




Die Leute von heute hören Radio nicht mehr live, sondern nach. Der Mensch von morgen wird wahrscheinlich schon gar nicht mehr richtig leben, sondern immer nur auf den Moment warten, an dem er sein Leben nachleben kann. Bevor es so weit ist, kannst du unsere letzte Sendung nachhören. Denn wer nicht hören will, muss nachhören.

Audio HearThis
Text TaxiBerlin

08.01.2020

MORGEN 19UHR: HIER SPRICHT TAXIBERLIN #41


Das Graffito zur Frauenquote
Lottumstraße / früher Prenzlauer Berg / heute Pankow

Morgen ist es nun so weit, da sind wir wieder auf Sendung. In der 41. Ausgabe von "Hier spricht TaxiBerlin" tut TaxiBerlin erneut etwas für die Frauenquote im Taxi und auch im Studio. Dort zu Gast wird Taxi-Kollegin Sonja von Hasdunichjesehn sein, die seit neulich eine neue Stammhöherin unserer Sendung ist. Möglicherweise ist Kollegin Sonja darüber hinaus auch die Mutter aller Berliner Taxifahrerinnen, denn sie ist bereits 1989, also vor dem Mauerfall, in damals West-Berlin Taxi gefahren. Von 1992 bis 2018 ist die Kollegin kein Taxi gefahren, weswegen sie vor 1 1/2 den Taxischein komplett neu machen musste. Seitdem ist Kollegin Sonja wieder mit ihrem "Tiffany Taxi", das die Konzessionsnummer 699 hat, auf den Berliner Straßen und Plätzen unterwegs. Was sich dort während ihrer Abwesenheit verändert hat, das wird sie uns morgen ab 19 Uhr in unserer Sendung "Hier spricht TaxiBerlin" auf Pi-Radio 88.4 verraten. Wage nicht es zu verpassen!

Foto&Text TaxiBerlin