23.04.2019

AUTOFIKTION TRIFFT AUTOFASTEN


Im Gegensatz zum Taxifasten schon vorbei

Autofasten ist ein neuer Trend aus Österreich und heißt auch auf deutsch: Das Auto stehen lassen! Obwohl die Zeit des Autofastens eigentlich vorbei ist, sie endete am 20. April, faste ich immer noch, zumindest was das Taxifahren angeht. Wann das Taxifasten, ein neuer Trend von TaxiBerlin, vorbei ist, und TaxiBerlin wieder auf Berlins Straßen unterwegs ist, erfährst du hier auf dieser Seite.

Foto&Text TaxiBerlin

15.04.2019

DIE GUTEN MENSCHEN VOM PRENZLAUER BERG


Kastanienallee Ecke Oderberger Straße
früher Prenzlauer Berg / heute Pankow

Der orangene Mülleimer der Berliner Stadtreinigung (BSR) ist nicht nur ein Sammelpunkt des Flaschensammler-Präkariats, sondern auch die neue Litfaß-Säule. Die Tage der guten alten Litfaß-Säule, ein Berliner Original, sind nämlich gezählt. Warum, das soll uns an dieser Stelle nicht weiter interessieren, sondern nur, was danach kommt. Der Prenzlauer Berg, die Heimat der Bionade-Bourgeoisie, geht mit gutem Beispiel voran und schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe. Die Litfaß-Säule von morgen ist dort der orangene Mülleiner der BSR. Der Ort, wo das Präkariat bereits heute sein bescheidenes Einkommen mittels Dosenpfand aufbessert. Die Höhe des Dosenpfands, eingeführt als flankierende Maßnahme zu Hartz-Vier und vielleicht das Einzige, was von Rot/Grün bleiben wird, ist bekannt. Was bisher noch fehlt, ist die Höhe des Kopfgeldes, das pro getöteten AfD-ler gezahlt wird. Möglicherweise wird jeder Skalp eines AfD-lers auch nur mit einer Zigarette entlohnt. Wohl dem, der sich im Vorhinein informiert.

Foto&Text TaxiBerlin

13.04.2019

NACHTRAG ZUR TAXIDEMO AM MITTWOCH


Straße des 17. Juni am Mittwoch den 11. April

Auch ich war zur großen Taxidemo am Mittwoch vorm Brandenburger Tor. Da die Polizei unfähig war, die Straßen für unsere Fahrt vom Ostbahnhof zum 17. Juni zu sperren, trafen wir erst ein, als die Demo bereits zu Ende war. Ich musste mich anderweitig informieren, wer was gesagt hat, unter anderem im Internet. Da war beispielsweise von einigen hundert Taxifahrern die Rede. In Wirklichkeit waren es 5.000 Taxen, also mehr als die Hälfte der 8.000 Berliner. Einmal mehr durfte Minister Scheuer reden, diesmal geschützt von einer knappen Hundertschaft Polizei. Wieder gab er das übliche blah blah blah von sich, dass er den Markt gar nicht öffnen wolle, und wir Taxifahrer uns keine Sorgen machen brauchen. Ich glaube dem Scheuer kein Wort, ich halte ihn für einen Lügner. Wahrscheinlich ist er nicht mal gekauft, eher glaubt er seinen eigenen Lügen. Er ist, wenn du so willst, ein Überzeugungstäter. Ich bin mir nicht sicher, wer schlimmer ist, der Überzeugungstäter oder der korrupte Politiker. Ich neige immer mehr dazu, den Überzeugungstäter für das größere Übel zu halten, vor allem weil er unberechenbarer ist. Der andere, also der korrupte Politiker, hat zumindest seinen Preis. Den muss man nur kennen, um ihn kaufen zu können. Eine alte Weisheit des Balkans, wohin ich gerade unterwegs bin (aktuell bei der Brotzeit auf einem Bauernhof auf einer Alm im Burgenland), sagt: Hast du Problem, das du nicht lösen kannst mit Geld, kannst du nur lösen mit viel Geld!

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10.04.2019

"DIE TAXIFAHRER HABEN RECHT!"


"Die Taxifahrer haben Recht!" - hier kommt Öffentlich/Rechtlich, um genau zu sein die ARD, ausnahmsweise seinem Bildungsauftrag nicht nur nach, nein, da hat jemand, in dem Fall eine Frau, überhaupt einmal das Problem verstanden. Ein Muss für alle die, die gerne verstehen möchten, worum es beim Thema Taxi vs. Uber geht.

Podcast Öffentlich/Rechtlich
Text TaxiBerlin

09.04.2019

HIER SPRICHT TAXIBERLIN #33 ZUM HACHHÖREN




Die Sendung zur morgigen Taxi-Demo gegen Uber, dem Großen Pauperisierer, der, wenn er seine Milliarden nicht dazu verwenden würde, weltweit das Taxigewerbe kaputt zu machen, locker das Klima retten und damit ganz nebenbei auch eine Fluchtursache bekämpfen könnte. Das wäre nachhaltig! Es ist noch gar nicht so lange her, da musste alles und jedes nachhaltig sein. Das Wort ist leider etwas aus der Mode gekommen, ohne dass klar ist, warum eigentlich? Im Zusammenhang mit Uber wurde es nie verwendet.

Audio HearThis
Text TaxiBerlin

08.04.2019

THEMA TOILETTE NOCHMAL


Allerstraße Ecke Schillerpromenade
früher Neukölln / heute Neukölln

Die wenigsten Taxen habe eine Toilette an Bord, weswegen der Toilettengang ein wichtiges Thema für uns Taxifahrer ist, dem ich schon mal eine ganze Radio-Sendung gewidmet habe. In ihr, also in der Radio-Sendung, habe ich nicht nur über verschiedene Hotels, Flughäfen und Bahnhöfe mit dem Focus auf Toiletten aus meiner langjährigen Erfahrung auf den Berliner Straßen und auch Plätzen berichtet, sondern auch die schönste und zweitschönste Toilette gekürt. Die schlechteste Toilette (oben) ist in der Toiletten-Sendung leider hinten runter gefallen und wird hiermit nachgereicht. Sie befindet sich in Neukölln, und das einzig Positive, was man über sie sagen kann, ist, dass sie frei zugänglich und jederzeit erreichbar ist.

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07.04.2019

WAS UBER UND PUMPGUN-BILAL GEMEIN HABEN


Nur der Anfang

Normalerweise legt man einem Kriminellen das Handwerk, wenn man ihn schon nicht kontrollieren kann oder besser will. Hierzulande verzichtet man lieber auf einen Prozess, wenn dieser dem Gericht wie bei Pumpgun-Bilal zu "teuer" ist, oder man legalisiert ganz und gar den Dieb, wie es die Eckpunkte vom Verkehrsminister vorsehen. Dabei bräuchte man den Großen Pauperisierer Uber nur enteignen, könnte damit ganz bequem das Klima retten und nebenbei noch Fluchtursachen bekämpfen. Wenn eine Regierung nicht in der Lage ist, ihre eigene Bevölkerung zu schützen, muss diese dies wohl oder übel selber tun. Die "Scheuer-Wehr" ist dabei nur der Anfang.

"Aus der Erfahrung. - Mancher weiß nicht, wie reich er ist, bis er erfährt, was für reiche Menschen an ihm noch zu Dieben werden." (Kollege Nietzsche über Uber)

PS: Das Gericht stellt aktuell klar, dass der Aufwand bei einer Verhandlung vor Gericht unverhältnismäßig hoch gewesen wäre, denn unter Umständen hätte man Unterstützung von der Polizei anfordern müssen. Pumgun-Bilal ist für seine Gewaltausbrüche bekannt. Angst hätte man vor Pumpgun-Bilal aber keine - so das Gericht in Essen. Man habe sich aus "verfahrensökonomischen" (auch ein schönes Wort) Gründen gegen einen Prozess gegen Pumpgun-Bilal entschieden.

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06.04.2019

KEULE MIT HUND


Ein ganz normaler Fahrauftrag für TaxiBerlin

Ich bin nicht nur völlig willenlos, was das Fahrziel angeht, sondern auch was die Kundschaft betrifft. Egal ob Alte, Hunde, Kranke oder Kneipe - ich fahre sie alle! Das ist nicht selbstverständlich. Insbesondere Leute mit Hunden haben es in Berlin schwer, ein Taxi zu finden. Obwohl ich glaube, dass die meisten Menschen, die ihrem Hund (wahlweise auch ihrem Kind) es antun, in einer Großstadt aufwachsen zu müssen, ein Fall für den Tierschutz und meist auch für den Therapeuten sind, befördere ich sie - samt Hund - versteht sich.

Deswegen war wohl mein erster Gedanke gestern, dass der Fahrgast mit Hund Keule heißen würde. Keule, wer es nicht weiß, war früher eine herabwürdigende Bezeichnung für eine Person, die man nicht besonders schätzte. Die Steigerung von Keule war Kunde. Beide Begriffe sind etwas aus der Mode gekommen. In dem Fall hieß nicht der Fahrgast Keule (es war übrigens eine Frau, die da mit ihrem Hund befördert werden wollte), sondern das Restaurant, wo ich meine Fahrgästin abzuholen hatte. In dem Zusammenhang fällt mir ein: Hunde werden öfters von der Beförderung ausgeschlossen, weil sie unrein sind. Aber sind das nicht auch Frauen?

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05.04.2019

DER SELBSTVERSUCH


Am Roten Rathaus

Ein Grund, für mich der wichtigste, Taxi zu fahren, sind die schönen Aussichten, die man dabei hat. Jetzt ist wieder die Zeit, wo eine jede zeigt, was sie hat. Das finde ich großartig. Und einmal mehr frage ich mich, was mich an den zappelnden Mamas so fasziniert. Immerhin ist es nur eine Milchdrüse, wenngleich paarig angelegt. Manch einer behauptet, die weibliche Brust würde den Mann an sein archaisches Erbe erinnern. Einst soll der Mann das Weib ausschließlich von hinten genommen und dabei auf ihre dortigen Rundungen geschaut haben. Die Rundungen der weiblichen Brust, auf die der Mann heute vor und meist auch bei der Begattung blickt (manchmal auch noch danach), sollen ihn an früher erinnern, als sein Blick noch auf die Rundungen ihres Hinterns gerichtet war. Ob an dieser Theorie bezüglich der Affinität des Mannes für die weibliche Brust was dran ist, das weiß ich nicht. Ich versuche es aber herauszufinden: - im Selbstversuch.

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04.04.2019

DAGEGEN IST UBER EIN SCHEISSDRECK


Aus Alis "Sprüchekiste"

Auch wenn Uber in meiner heutigen Sendung "Hier spricht TaxiBerlin", es soll bereits die 33. sein, einmal mehr Thema ist, so lasse ich mir von dem Großen Pauperisierer aus Amerika nicht die Gute Laune verderben. Meinen härtesten Kampf, da geht es mir wie Cassius Clay, besser bekannt als Muhammad Ali, hatte auch ich mit meiner ersten Frau. Dagegen ist Uber ein Scheissdreck. Und überhaupt: Uber kann einem nur leid tun. Da haben sie so viel Geld und sind immer noch nicht zufrieden. Vom glücklich sein gar nicht zu reden. Übrigens: Wegen Muhammad Ali bin ich einmal vor gut vierzig Jahren ganz früh aufgestanden, noch vor vier Uhr! (Da kämpfte Muhammad Ali, aber nicht mit seiner ersten Frau!) Da hast du es heute bequemer. Du brauchst dich nur um 19 Uhr vor's Radio zu setzen. Du empfängst unsere 33. Sendung auf Pi-Radio in Berlin auf 88.4 MHz, in Potsdam auf 90.7 MHz und auch weltweit im Internet als Live-Stream.

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03.04.2019

DER LETZTE MACHT DAS LICHT AUS




Nicht nur mit dem Taxi (aber auch dort) geht es bergab, und so ist es nicht verwunderlich, dass sich immer mehr Menschen (auch bei mir im Taxi) fragen, wer wohl das Licht ausmacht. Was das Taxi angeht, da kann ich zumindest sagen, dass ich da schon so lange drin sitze, dass es auf die paar Tage auch nicht mehr ankommt. Mit anderen Worten: Im Taxi mache ich das Licht aus! Vorher, genauer gesagt morgen, Donnerstag, den 4. April, mache ich noch meine nächste Radio-Show von "Hier spricht TaxiBerlin", es soll bereits die 33. sein. Es wird einmal mehr um den Großen Pauperisierer Uber aus Amerika gehen, aber auch um die Berliner Zeitung, und ob sie eventuell Chancen auf den Claas Relotius Preis hat. Musikalisch werden wir uns an den Meister halten, der zur gleichen Zeit in der Mercedes Benz Arena seine Aufwartung macht. Außerdem bin ich auch immer noch auf der Suche nach Kollegen, mit denen ich einen Anti-Uber Song aufnehmen kann, Arbeitstitel: "Nie werde ich für Uber fahren!" - "Maggie's Farm" (oben) könnte dabei als Quelle der Inspiration dienen. Der Meister hat seinen Nobelpreis "for having created new poetic expression within the great American song tradition" schließlich nicht umsonst bekommen. Morgen 19 Uhr Pi-Radio: in Berlin auf 88.4, in Potsdam auf 90.7 und im Internet als Live Stream. Don't miss it!

Video BobDylan
Text TaxiBerlin

02.04.2019

UBER-FAHRER ALS VERGEWALTIGER


Motto gemäßigter Vergewaltiger

Aktuell hat ein Uber-Fahrer in Boston einen Fahrgast vergewaltigt. Insgesamt gab es alleine in den USA in vier Jahren über einhundert sexuelle Übergriffe in Uber-Fahrzeugen. Uber-Fahrer brauchen, im Gegensatz zu Taxifahrern, in vielen Ländern kein Führungszeugnis für ihren Job. Der Vorteil gegenüber Taxifahrern soll sein, dass man Uber-Fahrer nach der Tat sofort ausfindig machen kann. Das meint zumindest ein Kommentator der taz. Dazu sei angemerkt, dass das Ausfindig machen bei jedem Taxi aufgrund der vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Konzessionsnummer, sowohl aussen als auch innen am Fahrzeug, kaum schwieriger sein dürfte. Eher im Gegenteil! Die Empfehlung, sich immer eine Ellenbogenlänge von Uber-Fahrern und ihren Fahrzeugen fernzuhalten, ist bei dieser Bilanz nicht hilfreich. Vielleicht sollten insbesondere Frauen in Zukunft einfach wieder in ein Taxi steigen, sofern dies in ihrem Land noch verfügbar ist.

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01.04.2019

MEIN LEBEN AUF DER ÜBERHOLSPUR


Noch mal Hauptbahnhof

In meinem Taxi komme ich immer öfter zum Denken und auch zum Nachdenken. Nachdenken, wer es nicht kennt, ist, wenn man über bereits Gedachtes noch mal nachdenkt. Denken wird ja weitgehend unterschätzt, und Nachdenken ist praktisch unbekannt. Bevor man zum Nachdenken kommt, hat man den größten Blödsinn oft schon geliked und/oder den größten Unsinn im Internet bestellt. Mangels virtueller "Freunde" kann ich niemanden liken und mangels Kohle auch nichts bestellen. Dafür denke ich öfters an meine Zukunft, und ob ich überhaupt noch eine habe. Neulich nun am Hauptbahnhof, wo direkt neben der Taxihalte immer die Fahrzeuge des Bundespolizei parken, kam mir eine ganz neue Idee: Ein Leben auf der Überholspur! Wer will das nicht? Aber deswegen gleich Bundespolizist werden? Lieber wäre ich mit meinem Taxi überhaupt mal wieder auf Straße, möglichst mit Fahrgästen. Muss ja nicht gleich die Überholspur sein! Vielleicht bleibe ich auch, wo ich bin, oder mach 'ne Eselfarm auf.

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