30.11.2018

ERSTE HAMSTERKÄUFE BEI GELBEN WESTEN


Preis nach Nase

Saß ich neulich noch mit einer Orangenen Warnweste bei mir im Taxi, habe ich mich gestern auf den Weg gemacht, um mir das Original, also die Gelbe Warnweste, zu besorgen. Das war gar nicht so einfach, denn bei den meisten Anbietern waren sie bereits ausverkauft. Das liegt daran, weil es gerade einen richtigen "Run" auf die Dinger gibt. Im Prinzip so wie früher nach Bananen, die waren ja auch gelb, und sind es immer noch. Vielleicht hängt alles mit der Farbe zusammen, aber wer weiß das schon. Irgendwann bin ich bei "Mäc-Geiz" gelandet, so ein ganz übler Laden für ganz schlimme Geizhälse. Dort gab es nur noch Orangene Westen, und die sollten Zwei Euro Fünfzig (2,50) das Stück, also Fünf (5) Mark kosten. Zum Glück gibt es noch den "Ein-Euro-Shop", wo alles einen (1) Euro kostet. Und so auch die Gelben Westen. Und da habe ich zugeschlagen, so wie früher, als wir nichts zu Essen hatten. Deswegen auch der Begriff "Hamsterkäufe", damit der Mensch was in die Backen bekommt. Ein Teil der Gelben Westen sind in meinem Bauchladen im Taxi gelandet, wo Fahrgäste sie ab sofort käuflich erwerben können. Auch wenn kein Hunger herrscht, das vielleicht zum Schluss noch, gibt es "Hamsterkäufe". Da versucht man sich aber nicht die Backen vollzustopfen, sondern deckt sich mit einem Gut ein, was morgen, in dem Fall schon heute, knapp wird, um es dann teuer an den Mann aber vor allem an die Frau zu bringen. So viel Gender muss sein! Der Preis, für den ich die Gelben Westen verkaufe, ist für Mann und Frau gleich, da geht es mehr nach Nase.

PS: Die Gelben Westen sind in Argentinien angekommen sind, wo sie von Herrn Macron mit Handschlag begrüßt werden - man kennt sich.

Foto&Text TaxiBerlin

29.11.2018

SELBST SAHRA WAGENKNECHT UNTERSTÜTZT DIE GELBEN WESTEN


Das wichtigste gleich vorneweg: Ich bin kein großer Fan von Sahra Wagenknecht, aber es gibt einige Parallelen in unserer Biografie. Sahra und ich sind ungefähr ein Alter, auch sie kommt aus dem Osten und auch sie durfte dort nicht studieren. Nach '89 gingen unsere Wege allerdings auseinander. Sahra ging in die Politik und ich in mein Taxi. Das hört sich erstmal ganz verschieden an, ist es aber gar nicht. Denn wie auch ich, so hat auch Sahra das selbständige Denken nicht verlernt. Oder wie ich immer sage: Nicht alles, was die Kommunisten über den Kapitalismus gesagt haben, war automatisch verkehrt, nur weil die Kommunisten es gesagt haben. Das ist wie mit den Eltern: Nicht alles, was uns die Eltern sagten ... Aber ich komme vom Thema ab. Der Kapitalismus braucht dumme Konsumenten, und da stören Leute nur, die noch selber denken. Deswegen unterstützt Sahra Wagenknecht auch die Gelben Westen: "Ich würde mir natürlich wünschen, dass wir auch in Deutschland stärkere Proteste hätten gegen eine Regierung, der die Interessen der Wirtschaftslobbyisten wichtiger sind als die Interessen der normalen Leute." Und weiter: "Doch Frankreich ist anders. Frankreich ist immer viel spontaner." Liebe Sahra, das muss nicht sein! Ich mach' auf jeden Fall gleich mal los, um mich mit Gelben Westen einzudecken. Du kannst sie später bei mir im Taxi bekommen. Bis dann, man sieht sich auf der Straße!

Text TaxiBerlin

28.11.2018

ERSTE DEMONSTRATIONEN DER GELBEN WESTEN AUCH IN DEUTSCHLAND


Dass man darüber schreibt, dass es hierzulande zu Demonstrationen von Gelben Westen gekommen ist, bedeutet, dass die erste Phase, in der sie dich gewöhnlich ignorieren, Geschichte ist. Dass in dem Zusammenhang von MISSBRAUCH der Gelben Westen die Rede ist, ist nichts Neues, auch in Frankreich versucht man die Gelben Westen zu kriminalisieren. Ich für meinen Teil missbrauche NICHTS und NIEMANDEN, wenn ich mir eine Gelbe Weste anziehe und dazu einen Gelben Helm aufsetze. Es passt mir einfach nicht, dass das Taxigewebe gerade feindlich übernommen wird, und die neuen "Kollegen" für Almosen fahren. Dass sie darüber hinaus keine Ortskundeprüfung bestehen mussten, kein Führungszeugnis vorlegen müssen, keine Punkte in Flensburg abgefragt, und sie noch nicht mal ärztlich untersucht worden sind, ob sie gesundheitlich überhaupt in der Lage sind, Fahrgäste zu befördern, vom permanenten Verstoss gegen die gesetzliche Rückkehrpflicht von "Mietwagen" gar nicht erst zu reden. Dass darüber hinaus in Berlin überhaupt keine Steuern gezahlt werden, weil die Fahrzeuge, die zwar in Berlin Fahrgäste befördern, im Brandenburgischen zugelassen sind. Dass man im chronisch klammen Berlin dieses Treiben gewähren lässt, das stinkt mir gewaltig. Das Schlimmste für mich persönlich ist aber, dass man meine Fähigkeit zum Selbständigen Denken völlig unterschätzt, indem man mit mir redet, als wäre ich ein kleines Kind oder als wäre ich ganz und gar bescheuert (Stichwort: "Uber&Co für Alte Menschen auf dem Land"). Nein, nicht ich bin bescheuert, sondern die Damen und Herren Politiker, die einen solchen Mist zulassen, ihn sogar befördern oder die ganz und gar gekauft sind, und deren politisches Ziel es offensichtlich ist, JEDEM SEIN KLEINES BANGLADESCH zu verpassen. Dagegen habe ich etwas, und deswegen ziehe ich mir eine Gelbe Weste an und setze einen Gelben Bauhelm auf, und ich kann nur jedem empfehlen, dem es ähnlich geht und der noch nicht vollständig dem Betreuten Denken anheim gefallen ist, es mir gleich zu tun.

Text TaxiBerlin

VON GELBEN BAUHELMEN UND GELBEN WESTEN - TAXIBERLINS VIDEOPODCAST # 1



Neu: TaxiBerlins VideoPodcast

Es ist noch nicht so lange her, da habe ich zum Tragen von Gelben Bauhelmen aufgerufen, um damit gegen die unzähligen Baustellen auf den Berliner Straßen und Plätzen zu demonstrieren. Diese Idee wurde jetzt von den Franzosen aufgegriffen, die aktuell mit Gelben Westen gegen die hohen Spritpreise demonstrieren. Die unzähligen Baustellen in Berlin und die hohen Spritpreise in Frankreich sind aber nur der Anlass und nicht die Ursache für die Proteste. Der Grund für den Protest ist, dass immer mehr Menschen etwas gegen das "Jedem sein kleines Bangladesch" der aktuellen Politik haben.

VideoPodcast&Text TaxiBerlin

27.11.2018

TAXIBERLIN UND DIE FRAUENQUOTE



"Blue Moonday Jazzsession" in der ehemalige Kegelbahn vom "Engels" / Herrfurthstraße Ecke Schillerpromenade / Neukölln


Auch TaxiBerlin kämpft für eine ausgeglichene Frauenquote, insbesondere im Taxi, aber auch bei der BSR. Orange, die Farbe der Berliner Stadtreinigung (BSR) ist gerade wieder voll im Kommen. Heute gibt es etwas in Rot, und zwar aus gegebenem Anlass. Mein ehemaliger Chef und Erfinder des "Betreuten Fahrens" und ich waren gestern zum Jazz, genauer gesagt zur "Blue Moonday Jazz Session" in Neukölln eingeladen. "Die Blue Moonday Jazz Session" findet immer regelmäßig Montags ab 20 Uhr im Keller, eine ehemalige Kegelbahn, vom "Engels", das ist Herrfurth Ecke Schillerpromenade, statt und wird "gehostet" von Charlotte.

Charlotte ist wirklich eine ganz tolle Gastgeberin, die sich sehr rührend um ihre Musiker (es kann jeder mitmachen), aber auch um ihre Gäste kümmert (fast so wie Christoph sich um seine Fahrer gekümmert hat, als er noch seine Taxi-Firma "Betreutes Fahren" hatte). Das Mädel oben an der Trompete ist allerdings nicht Charlotte, sondern jemand anders, deren Namen ich nicht weiß. Vielleicht weißt du es, dann kannst du ihn gerne weiter unten hinterlassen. Achte nicht auf die Bildqualität (sie ist nicht die beste), höre nur auf den Klang der Trompete. Folge ihrem Klang, und du wirst sehen, dass ein Leben ohne Musik ein Irrtum wäre.

PS: Das Mädel mit der Trompete ist Kelly, wie mir Charlotte gerade mitgeteilt wird
Video&Text TaxiBerlin

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26.11.2018

BUCHTIPS - TAXIBERLINS VIDEOPODCAST # 2




Pünktlich zum Fest der Liebe zwei Buchtips von TaxiBerlin direkt aus seinem Taxi am Flughafen Tegel - was will man/frau mehr?!?

Podcast&Text TaxiBerlin

25.11.2018

ZEIT FÜR GELBE WESTEN



auch hierzulande

Dass nun die Franzosen meine Idee mit den Gelben Bauhelmen aufgreifen und mit Gelben Westen auf die Straße gehen, ist keine Überraschung. Die steigenden Spritpreise sind dabei nur der Anlass, aber nicht die Ursache. Genauso wie die allzu vielen Berliner Baustellen, an denen nie gearbeitet wird, nicht der Grund, sondern nur der Anlass für meinen Protest waren. Dieser berechtigte Protest wird gerade versucht zu kriminalisieren, das ist normal. Aber die Menschen gehen nicht auf die Straße, schon gar nicht im November, weil ihnen langweilig ist oder sie sonst nichts zu tun hätten. Dass es vor 29 Jahren, von einigen Ausnahmen abgesehen, friedlich blieb, heißt nicht, dass es immer so sein muss. Meine Empfehlung: Folge keinem Führer und lass dich nicht von Provokateuren anstacheln!

Video YouTube
Text TaxiBerlin

DIE GESCHICHTE MIT DER MENTHOLZIGARETTE


Obwohl man in Taxen schon lange nicht mehr rauchen darf, kommt mir in letzter Zeit immer öfter die schöne Geschichte mit der Mentholzigarette in den Sinn. Es muss wohl an der Zeit liegen. Die Geschichte mit der Mentholzogarette ist jetzt auch schon wieder 29 Jahre alt, weswegen sie viele gar nicht kennen, und warum an sie erinnert werden muss. Es geht dabei aber nicht um die Geschichte mit der Mentholzigarette an sich, die kann ein jeder hier nachlesen. Der Punkt ist vielmehr, dass die Geschichte mit der Mentholzigarette, obwohl sie in sämtlichen Medien verbreitet worden war, von kaum jemandem geglaubt wurde. Die Geschichte mit der Mentholzigarette war, so sagt es zumindest der Tagesspiegel, "Der Sargnagel". Heute werden kleinere Sargnägel fabriziert, genauso wie kleinere Brötchen gebacken werden, dafür aber mehr heiße Luft abgesondert wird. Die Geschichten sind heute andere. Geblieben ist, dass die Geschichten, so wie damals die Geschichte mit der Mentholzigarette, von den meisten Menschen durchschaut werden. Es gab aber auch einige, das soll bei aller Eile nicht vergessen werden, die an die Geschichte mit der Mentholzigarette geglaubt haben. So wie heute auch.

Text TaxiBerlin

24.11.2018

DAS WIEDERSEHEN MIT DEM PERFEKTEN FAHRGAST UND MEIN DATE IM RITZ


Der Perfekte Fahrgast, einer meiner ganz wenigen Stammfahrgäste, und ich haben uns etwas aus den Augen verloren, und das schon seit einigen Jahren. Das liegt daran, dass ich irgendwann wieder zu meinem ursprünglichen Rhythmus zurückgekehrt bin und nur noch am Wochenende Taxifahre, er aber in der Woche in Berlin unterwegs ist. Gestern Abend nun stand ich am Ritz (ausgerechnet am Ritz!), als ein Kleinwagen neben mir hielt. Erst dachte ich, dass darin sitzende Paar wollte mich irgendetwas fragen. Dann realisierte ich, dass der Fahrer seiner Beifahrerin bereits alles erklärte. Mir blieb nichts weiter übrig, als der jungen Frau nett zuzulächeln und sie fragend anzusehen, ob denn der junge Mann neben ihr auch alles richtig macht. Daraufhin wurde nun ebendieser junge Mann auf mich aufmerksam, stieg aus und baute sich neben mir und dem herunter gelassenen Fenster meiner Fahrertür auf. Allerdings nicht, um mir, wie zu erwarten gewesen wäre, eins in die Fresse zu hauen, weil ich seine Beifahrerin angemacht hatte, sondern um mich auf das herzlichste zu begrüßen. Da hatte ich noch mal Schwein gehabt, das hätte auch ganz leicht ins Auge gehen können. Seiner Beifahrerin wurde ich übrigens als der Beste Berliner Taxifahrer vorgestellt, wovon sich die junge Dame noch heute persönlich überzeugen will. Ich habe also später ein Date im Ritz so gegen ... oh Gott, Sch ... jetzt habe ich die Zeit vergessen.

Text TaxiBerlin

23.11.2018

ERST KOMMST DU NIRGENDS DURCH UND DANN GEHT GAR NICHTS MEHR


Donnerstag ist der neue Freitag, ich habe zugegeben etwas länger dazu gebraucht, dahinter zu kommen. Dass der Donnerstag der neue Freitag ist, soll daran liegen, dass viele nur noch bis Donnerstag arbeiten und Freitag Home-Office machen. Dementsprechend voll sind die Straßen am Donnerstag Nachmittag, ganz genauso wie früher am Freitag Nachmittag. Kundschaft gibt es also schon, aber die wäre in den Öffentlichen besser aufgehoben, obwohl das Taxi auch ein öffentliches Verkehrsmittel ist, und zwar mit Beförderungspflicht und Bildungsauftrag. Wegen letzterem empfahl ich der jungen Dänin beim nächsten Mal am Donnerstag doch die S-Bahn oder noch besser die Regional-Bahn zu nehmen, um vom Alex nach Schönefeld zu kommen, vorausgesetzt natürlich sie fährt auch, also die Bahn. Knapp zwei Stunden haben wir gebraucht, zurück zu noch mal das selbe, auch Dank der Baustelle auf der Elsenbrücke, aber nicht nur. Wer übrigens über Schlesische Straße ausweichen wollte, war nicht besser dran, denn die war genauso zu wie die Elsenbrücke. Die halbe Schicht war somit mit einer Fahrt nach Schönefeld und zurück gelaufen, und es kam, wie es am Donnerstag Abend immer kommt: Es ging nichts mehr. Immerhin, die Fahrt nach Schönefeld hatte ich im Sack.

Text TaxiBerlin

22.11.2018

WOLLT IHR DIE TOTALE ÜBERWACHUNG ?


Wer sich beim Autokauf hat betrügen lassen, der ist halt selbst dran Schuld. Um die Dreckschleudern der Betrogenen aus den Verkehr zu ziehen, müssen alle Autofahrer überwacht werden, das ist klar, und zwar flächendeckend. Auf die Frage im Titel: "Wollt ihr die totale Überwachung?", kann es nur eine Antwort geben: JA, denn du hast nichts zu verbergen! (Oder hast du einfach nur nichts zu melden?)

Text TaxiBerlin

21.11.2018

NIE IM LEBEN WERDE ICH FÜR UBER FAHREN



Lieber Flaschen-Sammler als Uber-Fahrer

Man soll bekanntlich niemals nie sagen, aber manchmal sollte man auch mal etwas riskieren. So ging es mir, nachdem ich mir obiges Video anschaute, dass angeblich von der "Deutschen Welle" stammt, und von der "Frankfurter Allgemeinen" ins Internet gestellt wurde. Ein Brasilianischer Banker, der wegen der Wirtschaftskrise seinen Job verlor, fährt plötzlich für Uber. Deswegen der Titel: "Wie Uber Existenzen rettet". Es gibt allerdings auch Ärzte in Brasilien, die vor den Unis Bonbons verkaufen. Auch hierzulande werden bald viele Taxifahrer wegen Uber ihren Job verlieren. Wenn es bei mir so weit ist, dass sich auch für mich das Taxifahren nicht mehr lohnt, werde ich nicht auch noch für Uber fahren, sondern Flaschen sammeln.

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Text TaxiBerlin

20.11.2018

"WELTPUFF BERLIN"



"Von nun an ging's bergab"

"Weltpuff Berlin" ist nicht von mir. "Weltpuff Berlin" ist ein aktueller, allerdings posthum veröffentlichter Roman von Rudolf Borchardt. "Weltpuff Berlin" spielt, wie sollte es anders sein, in Berlin vor mehr als hundert Jahren. Geschrieben wurde "Weltpuff Berlin" aber in den dreißiger Jahren in Italien. Der Autor von "Weltpuff Berlin", Rudolf Borchardt, kam selbst als Fünfjähriger mit seiner Familie nach Berlin. Dass "Weltpuff Berlin" erst jetzt veröffentlicht wird, liegt an den Erben von Rudolf Borchardt, die das bisher verhindert haben. Der Roman "Weltpuff Berlin" hat über tausend Seiten und normalerweise kaufe ich mir solche dicken Bücher nicht. Bei "Weltpuff Berlin" mache ich eine Ausnahme, denn Zeit habe ich ja jetzt genug in meinem Taxi. Wenn ich es richtig verstehe, erzählt "Weltpuff Berlin" unser aller Geschichte: Man ist jung, kommt nach Berlin und dann geht's bergab. Neugierig gemacht auf "Weltpuff Berlin" hat mich auch eine Rezension bei Amazon, wo unter dem Titel "Lieber Puff, als Gender-Muff" steht: "Nach dem ganzen verklemmten Gender- und me too Gequatsche kommt dieses versaute Buch genau zur richtigen Zeit!"

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Text TaxiBerlin

19.11.2018

SCHEUER BESCHEUERT ODER GEKAUFT



Also ich glaube ja, dass Verkehrsminister Scheuer gekauft ist, und es ist mir egal, ob ich damit schon ein Verschwörungstheoretiker bin oder nicht. Ich meine, sich solch tolle Lobbyarbeit nicht bezahlen zu lassen, da muss man schon ziemlich bescheuert sein. Und genau das kann und will ich mir nicht vorstellen, dass ein Deutscher Politiker ...

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18.11.2018

"EIN VOLK SIEHT GELB"


"Ein Volk sieht Gelb" ist nicht von mir. Meine Ampel steht auf Rot, und das schon seit einiger Zeit. In Frankreich brodelt's, aber Monsieur Macron hat nichts besseres zu tun als nach Berlin zu kommen und Straßen im Tiergarten sperren zu lassen. Herr Präsident, fahren sie nach hause und nehmen sie unseren Verkehrsminister gleich mit. Ich empfehle den Rückflug von Schönefeld aus. Dort kann ihnen der Herr Scheuer bereits jetzt zeigen, was er eigentlich erst für 2012 geplant hat. Verwaiste Parkplätze von Uber-Fahrzeugen, die allerdings keine alten Menschen auf dem Land befördern, sondern Party-Volk in Berlin. Ich vergaß: in Paris ist man in Sachen Uber bereits weiter.

Text TaxiBerlin

SCHEUER, BESCHEUERT, AM BESCHEUERTSTEN


Verkehrsminister Scheuer hat jetzt die Katze aus dem Sack gelassen, zumindest glaubt er das. Er will, so sagt er, bis spätestens 2021 Uber in Deutschland erlauben. Scheuer scheint nicht zu wissen, dass Uber bereits seit über einem Jahr mit 1.000 Fahrzeugen auf den Berliner Straßen und Plätzen unterwegs ist. Aber gut, er will Uber für ältere Menschen auf dem Land zulassen. Das rechnet sich bestimmt prima für Uber, und wenn nicht, dann wird der Fahrer eben von uns allen aufgestockt, Uber vom Sozialstaat mitfinanziert - warum auch nicht.

Für wie bescheuert hält uns eigentlich der Scheuer?
Text TaxiBerlin

17.11.2018

WER HAT ANGST VOR GELBEN WESTEN ?


Es ist schon einige Zeit her, da habe ich dazu aufgerufen, mit Gelben Bauhelmen gegen die allzu vielen Baustellen in unserer Stadt zu demonstrieren. Der Tagesspiegel und auch die Berliner Zeitung haben seinerzeit darüber berichtet. Getan hat sich allerdings nichts, ganz im Gegenteil, die Baustellen sind seither nur noch zahlreicher wie Pilze nach einem warmen Regen aus dem Boden geschossen, insbesondere Baustellen, an denen nie gebaut wird.

In Frankreich sind es keine Gelben Bauhelme sondern Gelbe Westen, mit denen Franzosen aktuell auf die Straßen gehen. Die Aktion nennt sich "Operation Schnecke", richtet sich gegen die hohen Spritpreise, und wenn es stimmt, was ich gerade lese, muss sogar Präsident Macron Angst vor den Gelben Westen in seinem Land haben.

Keine Ahnung, ob das wirklich wahr ist. Vielleicht ist es auch nur eine Fake-News. Irgendjemanden gibt es ja immer, der einem Präsidenten sein Amt neidet. Was ich mit Sicherheit weiß, ist, dass der Deutsche da anders gestrickt ist. Das wusste auch schon der Kollege Nietzsche, der diesen Umstand so formulierte:

"Ein Deutscher ist großer Dinge fähig, aber es ist unwahrscheinlich, dass er sie tut: denn er gehorcht, wo er kann, wie dies einem an sich trägen Geiste wohltut."

Text TaxiBerlin

VON BETREUTEM FAHREN UND DENKEN


Vor nicht allzu langer Zeit arbeitete ich für die Taxifirma "Betreutes Fahren". "Betreutes Fahren" deswegen, weil der Chef sich wirklich rührend um seine Fahrer gekümmert hat, allerdings auf Kosten der Fahrzeuge, das muss der Ehrlichkeit halber angemerkt werden. Obwohl es die Taxifirma "Betreutes Fahren" nun schon seit einiger Zeit nicht mehr gibt, musste ich neulich noch einmal an sie denken. Da hörte ich bei mir im Taxi im Radio, dass eine Berliner Autorin eine Lesung abgesagt hat, weil sich in den Regalen der gutsortierten Buchhandlung, in der die Lesung stattfinden sollte, auch Bücher befanden, die der Autorin entweder nicht gefielen oder die sie nicht gelesen hatte, man weiß es nicht genau, auf dass sich der mündige Leser selbst ein Bild machen möge. So zumindest der Anspruch der Buchhandlung Lehmkuhl in München. Nun ist es aber so, dass der Leser von heute, sofern es ihn noch gibt, leider überhaupt nicht mündig ist, weswegen andere, in dem Fall die Berliner Autorin, für ihn mitdenken müssen. Man nennt das auch "Betreutes Denken", und es ist mit Sicherheit gut gemeint, genauso wie das "Betreute Fahren". Trotzdem wird sich, so denke ich, das "Betreute Denken" nicht auf Dauer durchsetzen, ebenfalls genauso wie das "Betreute Fahren".

Text TaxiBerlin

16.11.2018

BAUSTELLENSTÜRMER


Taxifahren, ich kann es nicht oft genug wiederholen, macht radikal. Beispielsweise ist bei mir im Taxi seit einiger Zeit das Telefonieren verboten. Neulich hatte ich die Idee des Baustellenstürmers. In einer meiner letzten Sendungen von "Hier spricht TaxiBerlin" nannte ich mich selbst den ersten Baustellenstürmer und rief meine zahlreichen Zuhörer dazu auf, meinem guten Beispiel zu folgen. Inspiriert zum Baustellenstürmer haben mich die Maschinenstürmer. Die gab es wirklich. Wir Baustellenstürmer stürmen aber keine Maschinen, die uns die Arbeit wegnehmen, sondern Baustellen, wo nicht gebaut wird, und davon gibt es so einige in unserer Stadt. Rein praktisch ist es so, dass man die Baustellen wirklich suchen muss, an denen noch gearbeitet wird. An den anderen sind meist Gräben oder Löcher ausgehoben, in denen wir die Absperrungen von den Baustellen verschwinden lassen, dann ein wenig Sand drüber und die Straße ist wieder befahrbar. Dass da mal eine Baustelle war, weiß bald schon keiner mehr, auch die nicht, deren Baustelle das einst war. Der Vorteil dieser Aktion gegenüber der "Operation Schnecke" oder "Gelbe Westen" in Frankreich und Belgien ist der, dass nach dem Versenken der Baustellen-Absperrungen der Verkehr sofort viel besser rollt.

Text TaxiBerlin

15.11.2018

HEUTE WIEDER AB 19 UHR AUF PI-RADIO 88.4: "HIER SPRICHT TAXIBERLIN"


Autorenbuchhandlung, Else-Ury-Bogen 599-601, Savignyplatz
früher Charlottenburg, heute Charlottenburg-Wilmersdorf

Dass ich Büchersüchtig bin, hatte ich schon erwähnt. Ganz genau ist es so, dass ich der erste anerkannte Büchersüchtige bin, mit anderen Worten: Der Patient Nummer Eins! Meine Büchersucht wird auch Thema meiner heutigen Sendung von "Hier spricht TaxiBerlin" sein. Möglicherweise gibt es ein Gegengift. Das Thema Büchersucht, das muss ich zugeben, ist aus der Not geboren, weil ich keinen Studiogast habe. Aber wie sagt der Taxifahrer so schön: "Alles Schlechte zum Guten!" Und genauso mache ich es. Ich werde aber nicht nur über Bücher sprechen, sondern auch über Gedanken, die ich mir im Taxi mache. Darüber hinaus werde ich aus einer e-mail einer Fahrgästin vorlesen, die mich heute erreichte. Ihr hatte ich ein Buch geschenkt, dass sie nun gelesen hat. Natürlich werden wir auch wieder dem Bildungsauftrag nachkommen, irgendjemand muss schließlich die Lücke füllen, die Öffentlich/Rechtlich hinterlassen hat. Darüber hinaus gibt es auch Musik, wir werden uns heute nichts geringerem als dem deutschen Liedgut widmen. Wage es nicht zu verpassen!

Foto&Text TaxiBerlin

14.11.2018

FUMMELKISTE


Quelle der Inspiration

Bevor ich meine Sonntagsschicht antrete, die meine Arbeitswoche beendet, schaue ich immer noch auf dem Flohmarkt vorbei. Meistens auf dem auf'm Boxhagener Platz, manchmal schaffe ich es bis zum Mauerpark, in letzter Zeit immer öfter auf dem RAW-Gelände an der Revaler Straße. Dort ist mir letzten Sonntag obige Fummelkiste ins Auge gefallen. Sie erregte sozusagen meine Aufmerksamkeit. Jetzt aber nicht, weil ich erhoffte, irgendetwas in ihr zu finden, was mir stehen könnte. Nein, das nicht. Es ist vielmehr so, dass ich seitdem ernsthaft überlege, meinem Taxi einen neuen Namen zu geben, und zwar Fummelkiste statt Taxi. Das wäre doch mal was! Fummelkiste deswegen, weil ich, seitdem der CD-Player in meinem Taxi nicht mehr geht, immer viel am Radio rumfummeln muss, um mal einen vernünftigen Sender zu finden, den man sich auch anhören kann. Für morgen hätte ich da schon einen, da mache ich wieder selber Radio.

Foto&Text TaxiBerlin

13.11.2018

HEUTE SCHON GEGENDERT?


Heute schon gegendert? Diese Frage wurde mir bisher noch nicht gestellt. Aber ich habe aus dem Radio erfahren, dass heutzutage alles gegendert werden soll. Das schlimme war, dass es nicht irgendein Radiosender war, sondern das "freie" Pi-Radio, wo ich diesen Donnerstag meine nächste Show von "Hier spricht TaxiBerlin" habe.

Gegendert, für alle die, die damit nichts anzufangen wissen, meint die Verhunzung unserer Sprache durch einen * (Stern), ein I (großes Binnen-I) oder durch das _ (Gender_Gap). Gender_Gap heißt auf Deutsch "Geschlechterlücke" und gefällt mir persönlich am besten, weil man (frau natürlich auch) in dieser Lücke all die Geschlechter verschwinden lassen kann, die es sonst noch so geben soll.

Ich gendere nicht, habe nie gegendert und werde auch nie gendern, weswegen ich die Frage, ob ich heute schon gegendert habe, nur mit "Nein" beantworten kann. Ich kenne nur Mann und Frau, und die kann ich auseinanderhalten. Das schaffe ich - auch sprachlich!

Text TaxiBerlin

12.11.2018

IMMER NOCH UBER-FAHRER GESUCHT


Schwarzes Brett neben der Pilotenbude

Donnerstag ist meine nächste Sendung, und ich habe immer noch keinen Uber-Fahrer gefunden, der ins Studio kommen möchte, um mal offen und ehrlich über seinen Berufsalltag zu sprechen. Dass ich noch keinen Uber-Fahrer gefunden habe, liegt möglicherweise auch daran, dass mein Gesuch nicht mehr am Schwarzen Brett vom großen Taxiparkplatz direkt neben der Pilotenbude am Flughafen Tegel hängt. Warum meine Anzeige dort nicht mehr hängt, kann ich nur vermuten, denn ich weiß nicht, wer sie abgerissen hat und warum. Es kann an dem roten Karton gelegen haben, auf dem sie gedruckt war. Wahrscheinlicher ist aber, dass der Kollege sich den Text nicht richtig oder gar nicht durchgelesen hat, sondern nur gesehen hat, dass da ein Uber-Fahrer gesucht wird. Noch nicht alle Taxifahrer haben begriffen, dass sie als Lenker eines öffentliches Verkehrsmittels mit Beförderungspflicht einen Bildungsauftrag haben. Auch deswegen werde ich diesem Auftrag einmal mehr in meiner nächsten Sendung von "Hier spricht TaxiBerlin - Die freie Stimme der mobilen Welt" am Donnerstag, den 15. November, ab 19 Uhr auf Pi-Radio, in Berlin unter 88.4 MHz, in Potsdam unter 90.7 MHz und weltweit hier als Live-Stream, nachkommen, indem ich aus einem Straßenverzeichnis vorlese. Das Telefonbuch wurde schon mehrfach vorgelesen, ich erinnere nur an die Telekom-Reklame vom Literaturpapst Marcel Reich-Ranicki, ein Straßenverzeichnis aber noch nie. Und dabei ist es nicht irgendein Straßenverzeichnis, sondern der Kauperts, das Alte Testament der Straßen- und Wegelehre, aus dem ich vorlesen und, wenn es passt, auch vorsingen werde. Wage es nicht zu verpassen!

Bevor ich es vergesse: Uber-Fahrer können sich immer noch melden!

Foto&Text TaxiBerlin

11.11.2018

"BURKA BEDEUTET FREIHEIT"


"Burka bedeutet Freiheit" - das sagen nicht nur orthodoxe Moslems und selbsternannte Linke, sondern neuerdings auch ich. Allerdings bin ich mir nicht ganz sicher, ob es wirklich die Burka sein muss, oder ob es nicht schon eine Niqab tut. Bei der Niqab sind die Augen zu sehen, im Gegensatz zur Burka, wo diese durch ein Stoffgitter geschützt sind. Wahrscheinlich sind es aber doch die Augen, die uns bei der Gesichtserkennung verraten, weswegen möglicherweise letztendlich wirklich nur die vollverschleiernde Burka echte Freiheit bedeutet.

Text TaxiBerlin

10.11.2018

IN ZUKUNFT NUR NOCH MIT BURKA


Taxihalte am Wismarplatz
früher Friedrichshain / heute Friedrichshain-Kreuzberg

Nicht nur auf dem Taxiparkplatz am Flughafen Tegel wird gen Mekka gebetet, sondern neuerdings auch auf dem Bürgersteig zwischen der Taxihalte am Wismarplatz und dem Gold-Hotel im Friedrichshainer Party-Kiez. Auch ich hatte überlegt, mir einen entsprechenden Teppich zuzulegen - für alle Fälle. Davon bin ich aber abgekommen. Jetzt denke ich ernsthaft darüber nach, in Zukunft nur noch mit Burka zu fahren, und zwar der Überwachung wegen. Es geht, um genau zu sein, um die Gesichtserkennung, die neulich am Bahnhof Südkreuz erfolgreich seinen Einstand feierte, bald ähnlich wie in London flächendeckend in Berlin eingeführt wird und gegen die nur die Vollverschleierung hilft. Das meinte heute zumindest ein schwuler Fahrgast, dessen Freund aus London kommt, und der deswegen nicht öffentlich von ihm in der Londoner City geküsst werden möchte.

Foto&Text TaxiBerlin

09.11.2018

UBER-FAHRER GESUCHT


Für meine nächste Sendung von "Hier spricht TaxiBerlin" am nächsten Donnerstag den 15. November um 19 Uhr suche ich noch einen Uber-Fahrer, der bereit ist, On-Air Fragen zu seinem Job offen und ehrlich zu beantworten, gerne am Telefon und auch anonym. Am liebsten wäre es mir natürlich, er würde ins Studio in die Lottumstraße in den Prenzlauer Berg kommen. Wer Interesse hat und Manns genug ist, oder wer auch nur jemanden kennt, der Interesse hat und Manns genug ist, schreibe eine kurze e-mail an: taxi.berlin(ät)gmx.de

Text TaxiBerlin

08.11.2018

ARBEITSWOCHE


Autoschlüssel, Wohnungsschlüssel, Lesebrille, Sonnenbrille, Geldbörse, Personalausweis, Führerschein, P-Schein, Stadtplan, Straßenverzeichnis, Hinweisschilder Bauchladen, Bildungsauftrag, Handyverbot, Bücher, Notizbuch, Voicerecorder, Kamera, Stullen, Möhren, Lauchzwiebeln, Thermoskanne, Wasser, Banane, Apfel ...

Alles da - meine Arbeitswoche kann losgehen!
Text TaxiBerlin

07.11.2018

ALTE MÄNNER ZUERST


Neulich las ich, dass selbstfahrende Autos mit Programmen gefüttert werden, in denen die Frage beantwortet ist, ob im Ernstfall lieber ein kleines Kind oder ein alter Mann überfahren werden soll. Bisher war es so, dass Frauen und Kinder zuerst gerettet werden sollen. In Zukunft wird es so sein, dass alte Männer zuerst überfahren werden. Inhaltlich ist das im Prinzip nahezu dasselbe, allerdings mit einem Unterschied: Der frühe Tod des alten Mannes ist nicht mehr nur wie bisher Gottgewollt, sondern darüber hinaus auch vorprogrammiert.

Text TaxiBerlin

06.11.2018

NIETZSCHE ÜBER UBER


Friedrich Nietzsche ist seinerzeit auch Taxi gefahren, um seine bescheidene Pension der Universität Basel aufzustocken. Damals waren die Taxen noch Pferdedroschken, Kollege Nietzsche hatte es, das ist bekannt, mit Pferden. Schon weniger bekannt ist, dass der Kollege auch zwei Bücher übers Taxifahren geschrieben hat. Zum einen "Der Mensch mit sich alleine", weil das Alleinsein neben dem Warten unsere Kernkompetenz ist. Darüber hinaus hat Nietzsche auch "Der Mensch im Verkehr" geschrieben, ein Titel, der sich von selbst erklärt. Völlig unbekannt war bis heute, dass sich Nietzsche auch über die Verdienstmöglichkeiten eines Taxifahrers und sogar schon über Uber geäußert hat. Dass sich der Kollege bereits über Uber geäußert hat, ist so überraschend nicht, immerhin tat er dies auch schon über Facebook. Über den Besitz, nicht nur von Taxifahrern, schreibt der Kollege Nietzsche in seiner "Fröhlichen Wissenschaft": "Aus der Erfahrung. - Mancher weiß nicht, wie reich er ist, bis er erfährt, was für reiche Menschen an ihm noch zu Dieben werden."

Text TaxiBerlin

05.11.2018

SPENDENAUFRUF ZUR SICHERUNG DES BILDUNGSAUFTRAGS VON TAXIBERLIN


Meine monatliche Sendung "Hier spricht TaxiBerlin" wird live aus dem kleinen Kellerstudio von Pi-Radio in der Lottumstraße im Prenzlauer Berg gesendet. Pi-Radio ist ein unabhängiger Sender ohne Werbung, bei dem jeder mitmachen kann, für den aber keine Gelder eingetrieben werden, obwohl das Taxi als öffentliches Verkehrsmittel mit Beförderungspflicht bereits vor einiger Zeit den Bildungauftrag von Öffentlich/Rechtlich übernommen hat, dem ich auch in jeder meiner Sendungen regelmäßig nachkomme, indem ich aus einem Straßenverzeichnis vorlese. Es handelt sich dabei nicht um irgendein Straßenverzeichnis, sondern um das Alte und das Neue Testament der Straßen- und Wegelehre, der einzigen wenngleich nicht anerkannten Wissenschaft, die nicht in Glaubensbekenntnissen endet, also nicht nur Eindeutig sondern Eineindeutig ist, da sie von jedem Mann und auch von jeder Frau zu jeder Zeit an Ort und Stelle anhand eines Stadtplans überprüft werden kann. Das Telefonbuch wurde schon mehrfach vorgelesen, ich erinnere nur an den legendären Auftritt vom Literatur-Papst Marcel Reich-Ranicki für die Telekom. Aus einem Straßenverzeichnis hat noch niemand vorgelesen, TaxiBerlin hat auch hier völliges Neuland betreten, will sagen: Wo wir sind, da ist vorne! Diese öffentliche Straßenverzeichnis-Lesung On-Air ist nun in Gefahr, weil Pi-Radio sich wie gesagt selber finanzieren muss, wozu monatlich 200 Euro für das Studio benötigt werden, von denen derzeit 122 Euro gesichert sind. Zu den noch fehlenden 78 Euro kannst auch du etwas beitragen, indem du einfach ein paar Euro auf das Konto von Pi-Radio überweist, damit die nächste Sendung von "Hier spricht TaxiBerlin" gesichert ist, und du auch weiterhin von der Erfüllung des Bildungsauftrag durch TaxiBerlin profitieren kannst.

Text TaxiBerlin

04.11.2018

KEIN HANDYAUFSCHLAG BEI TAXIBERLIN


Bezahlt von der Krankenkasse

Mein Handyverbot kommt bei meinen Fahrgästen sehr gut an. Diese haben nicht nur vollstes Verständnis dafür, das sie in meinem Taxi nicht telefonieren dürfen, sondern geben mir auch wichtige Tips und Hinweise. Heute zum Beispiel schlug mir ein Fahrgast aus Frankfurt am Main einen Aufschlag für Handytelefonate von einem Euro pro Minute vor. Manch einer wäre da weich geworden, ich aber nicht. Das liegt einerseits an den Postkarten und Büchern in meinem Bauchladen, mit denen ich jede Menge Schotter mache. Die meiste Kohle mache ich aber mit meiner Mobilen Lebensberatung, bei der der selbstzahlende Fahrgast seiner Handyabhängigkeit auf den Grund gehen kann. Nachdem aktuell nun die Abhängigkeit vom Internet offiziell als Krankheit anerkannt wurde, ist die Anerkennung der Telefoniersucht als ebensolche nur eine Frage der Zeit. Meine Mobile Lebensberatung, bei der mir das Fahren beim Fokussieren auf das eigentliche Problem des Fahrgastes enorm hilft, ist nicht nur meine ureigenste Innovation, sondern darüber hinaus bereits als zertifizierte Heilmethode zugelassen, und kann dann sogar bei den Krankenkassen abgerechnet werden. - Goldene Zeiten stehen mir bevor.

Foto&Text TaxiBerlin

03.11.2018

EIGENVERANTWORTUNG IM TAXI




Ich weiß gar nicht mehr, wann das genau anfing, ob mit Schröder, mit Gauck oder bereits mit Kohl, dass der Staat sich aus seiner Verantwortung zog, und die Leute sich um ihren Scheiß selber kümmern sollten. Gut, gelegentlich werden auch heute noch Konzerte veranstaltet, wo der brave Bürger hingehen darf, bei denen es aber um nichts geht, als nur um sich selber besser zu fühlen, weil man sich moralisch überlegen wähnt. Wenn Menschen aber anfangen, sich wirklich um ihre Belange zu kümmern wie die Kollegen in obigem Film, ist das bereits kriminell. Dann wird aus der viel beschworenen "Eigenverantwortung" (wahlweise auch "Aufstand der Anständigen") sehr schnell "Selbstjustiz", die natürlich verurteilt werden muss.

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Text TaxiBerlin

02.11.2018

DAS HANDYVERBOT UND SEINE FOLGEN


Handyverbothinweis

Seit man bei mir im Taxi nicht mehr telefonieren darf, kommen meine Fahrgäste und ich nicht nur öfter in Dialog, sondern ich auch besser ins Geschäft. Ich bin, das erwähnte ich bereits hier, nämlich nicht nur Taxifahrer, also ein richtiger mit Ortskenntnis und so, sondern auch ein mobiler Verkäufer mit Bauchladen im Taxi. Mein Basisangebot dort sind wie gehabt meine Postkarten, von denen ich gestern Nacht sechs (6) an drei (3) junge Männer verkaufen konnte, die auf dem Weg in die Nuttenbar waren und eigentlich mit mir die "Araberfrage" diskutieren wollte. Dazu kam es dann aber nicht mehr, und zwar nachdem die drei einen Blick in meinen kleinen Bauchladen geworfen hatten. Nach professioneller Präsentation meinerseits sind sie mit dem zweifelosen Höhepunkt, meiner Trilogie aus dem von mit entwickelten Hodenhalter, dem Support Your Local Feminists und der Schwanzlosen Gesellschaft in zweifacher Ausführung in die Nuttenbar verschwunden, die offiziell Newtonbar heißt. Der Begriff Nuttenbar trifft den Laden aber viel besser, wie mir die drei beim Aussteigen bestätigten. Jetzt wäre nur noch interessant zu erfahren, wie die Postkarten aus meinem Bauchladen dort angekommen sind.

Foto&Text TaxiBerlin

01.11.2018

"HIER SPRICHT TAXIBERLIN" ZUM NACHHÖREN




Es soll immer wieder Leute geben, die unsere Sendung nicht live hören können, weil sie irgendetwas anderes vorhaben, man glaubt es kaum. Zum Glück gibt es jemanden in Österreich, dem "Hier spricht TaxiBerlin" so gut gefällt, dass er uns regelmäßig zum Nachhören ins Internet stellt. Ich habe zwar keine Ahnung, wer oder was sich hinter HEARTHIS.AT verbirgt. Was man aber mit Sicherheit sagen kann ist, dass es in Österreich gute Menschen mit gutem Geschmack gibt. Am besten du überzeugst dich selbst. Viel Spass beim Nachhören wünscht

TaxiBerlin