17.11.2018

WER HAT ANGST VOR GELBEN WESTEN ?


Es ist schon einige Zeit her, da habe ich dazu aufgerufen, mit Gelben Bauhelmen gegen die allzu vielen Baustellen in unserer Stadt zu demonstrieren. Der Tagesspiegel und auch die Berliner Zeitung haben seinerzeit darüber berichtet. Getan hat sich allerdings nichts, ganz im Gegenteil, die Baustellen sind seither nur noch zahlreicher wie Pilze nach einem warmen Regen aus dem Boden geschossen, insbesondere Baustellen, an denen nie gebaut wird.

In Frankreich sind es keine Gelben Bauhelme sondern Gelbe Westen, mit denen Franzosen aktuell auf die Straßen gehen. Die Aktion nennt sich "Operation Schnecke", richtet sich gegen die hohen Spritpreise, und wenn es stimmt, was ich gerade lese, muss sogar Präsident Macron Angst vor den Gelben Westen in seinem Land haben.

Keine Ahnung, ob das wirklich wahr ist. Vielleicht ist es auch nur eine Fake-News. Irgendjemanden gibt es ja immer, der einem Präsidenten sein Amt neidet. Was ich mit Sicherheit weiß, ist, dass der Deutsche da anders gestrickt ist. Das wusste auch schon der Kollege Nietzsche, der diesen Umstand so formulierte:

"Ein Deutscher ist großer Dinge fähig, aber es ist unwahrscheinlich, dass er sie tut: denn er gehorcht, wo er kann, wie dies einem an sich trägen Geiste wohltut."

Text TaxiBerlin

VON BETREUTEM FAHREN UND DENKEN


Vor nicht allzu langer Zeit arbeitete ich für die Taxifirma "Betreutes Fahren". "Betreutes Fahren" deswegen, weil der Chef sich wirklich rührend um seine Fahrer gekümmert hat, allerdings auf Kosten der Fahrzeuge, das muss der Ehrlichkeit halber angemerkt werden. Obwohl es die Taxifirma "Betreutes Fahren" nun schon seit einiger Zeit nicht mehr gibt, musste ich neulich noch einmal an sie denken. Da hörte ich bei mir im Taxi im Radio, dass eine Berliner Autorin eine Lesung abgesagt hat, weil sich in den Regalen der gutsortierten Buchhandlung, in der die Lesung stattfinden sollte, auch Bücher befanden, die der Autorin entweder nicht gefielen oder die sie nicht gelesen hatte, man weiß es nicht genau, auf dass sich der mündige Leser selbst ein Bild machen möge. So zumindest der Anspruch der Buchhandlung Lehmkuhl in München. Nun ist es aber so, dass der Leser von heute, sofern es ihn noch gibt, leider überhaupt nicht mündig ist, weswegen andere, in dem Fall die Berliner Autorin, für ihn mitdenken müssen. Man nennt das auch "Betreutes Denken", und es ist mit Sicherheit gut gemeint, genauso wie das "Betreute Fahren". Trotzdem wird sich, so denke ich, das "Betreute Denken" nicht auf Dauer durchsetzen, ebenfalls genauso wie das "Betreute Fahren".

Text TaxiBerlin

16.11.2018

BAUSTELLENSTÜRMER


Taxifahren, ich kann es nicht oft genug wiederholen, macht radikal. Beispielsweise ist bei mir im Taxi seit einiger Zeit das Telefonieren verboten. Neulich hatte ich die Idee des Baustellenstürmers. In einer meiner letzten Sendungen von "Hier spricht TaxiBerlin" nannte ich mich selbst den ersten Baustellenstürmer und rief meine zahlreichen Zuhörer dazu auf, meinem guten Beispiel zu folgen. Inspiriert zum Baustellenstürmer haben mich die Maschinenstürmer. Die gab es wirklich. Wir Baustellenstürmer stürmen aber keine Maschinen, die uns die Arbeit wegnehmen, sondern Baustellen, wo nicht gebaut wird, und davon gibt es so einige in unserer Stadt. Rein praktisch ist es so, dass man die Baustellen wirklich suchen muss, an denen noch gearbeitet wird. An den anderen sind meist Gräben oder Löcher ausgehoben, in denen wir die Absperrungen von den Baustellen verschwinden lassen, dann ein wenig Sand drüber und die Straße ist wieder befahrbar. Dass da mal eine Baustelle war, weiß bald schon keiner mehr, auch die nicht, deren Baustelle das einst war. Der Vorteil dieser Aktion gegenüber der "Operation Schnecke" oder "Gelbe Westen" in Frankreich und Belgien ist der, dass nach dem Versenken der Baustellen-Absperrungen der Verkehr sofort viel besser rollt.

Text TaxiBerlin

15.11.2018

HEUTE WIEDER AB 19 UHR AUF PI-RADIO 88.4: "HIER SPRICHT TAXIBERLIN"


Autorenbuchhandlung, Else-Ury-Bogen 599-601, Savignyplatz
früher Charlottenburg, heute Charlottenburg-Wilmersdorf

Dass ich Büchersüchtig bin, hatte ich schon erwähnt. Ganz genau ist es so, dass ich der erste anerkannte Büchersüchtige bin, mit anderen Worten: Der Patient Nummer Eins! Meine Büchersucht wird auch Thema meiner heutigen Sendung von "Hier spricht TaxiBerlin" sein. Möglicherweise gibt es ein Gegengift. Das Thema Büchersucht, das muss ich zugeben, ist aus der Not geboren, weil ich keinen Studiogast habe. Aber wie sagt der Taxifahrer so schön: "Alles Schlechte zum Guten!" Und genauso mache ich es. Ich werde aber nicht nur über Bücher sprechen, sondern auch über Gedanken, die ich mir im Taxi mache. Darüber hinaus werde ich aus einer e-mail einer Fahrgästin vorlesen, die mich heute erreichte. Ihr hatte ich ein Buch geschenkt, dass sie nun gelesen hat. Natürlich werden wir auch wieder dem Bildungsauftrag nachkommen, irgendjemand muss schließlich die Lücke füllen, die Öffentlich/Rechtlich hinterlassen hat. Darüber hinaus gibt es auch Musik, wir werden uns heute nichts geringerem als dem deutschen Liedgut widmen. Wage es nicht zu verpassen!

Foto&Text TaxiBerlin

14.11.2018

FUMMELKISTE


Quelle der Inspiration

Bevor ich meine Sonntagsschicht antrete, die meine Arbeitswoche beendet, schaue ich immer noch auf dem Flohmarkt vorbei. Meistens auf dem auf'm Boxhagener Platz, manchmal schaffe ich es bis zum Mauerpark, in letzter Zeit immer öfter auf dem RAW-Gelände an der Revaler Straße. Dort ist mir letzten Sonntag obige Fummelkiste ins Auge gefallen. Sie erregte sozusagen meine Aufmerksamkeit. Jetzt aber nicht, weil ich erhoffte, irgendetwas in ihr zu finden, was mir stehen könnte. Nein, das nicht. Es ist vielmehr so, dass ich seitdem ernsthaft überlege, meinem Taxi einen neuen Namen zu geben, und zwar Fummelkiste statt Taxi. Das wäre doch mal was! Fummelkiste deswegen, weil ich, seitdem der CD-Player in meinem Taxi nicht mehr geht, immer viel am Radio rumfummeln muss, um mal einen vernünftigen Sender zu finden, den man sich auch anhören kann. Für morgen hätte ich da schon einen, da mache ich wieder selber Radio.

Foto&Text TaxiBerlin

13.11.2018

HEUTE SCHON GEGENDERT?


Heute schon gegendert? Diese Frage wurde mir bisher noch nicht gestellt. Aber ich habe aus dem Radio erfahren, dass heutzutage alles gegendert werden soll. Das schlimme war, dass es nicht irgendein Radiosender war, sondern das "freie" Pi-Radio, wo ich diesen Donnerstag meine nächste Show von "Hier spricht TaxiBerlin" habe.

Gegendert, für alle die, die damit nichts anzufangen wissen, meint die Verhunzung unserer Sprache durch einen * (Stern), ein I (großes Binnen-I) oder durch das _ (Gender_Gap). Gender_Gap heißt auf Deutsch "Geschlechterlücke" und gefällt mir persönlich am besten, weil man (frau natürlich auch) in dieser Lücke all die Geschlechter verschwinden lassen kann, die es sonst noch so geben soll.

Ich gendere nicht, habe nie gegendert und werde auch nie gendern, weswegen ich die Frage, ob ich heute schon gegendert habe, nur mit "Nein" beantworten kann. Ich kenne nur Mann und Frau, und die kann ich auseinanderhalten. Das schaffe ich - auch sprachlich!

Text TaxiBerlin

12.11.2018

IMMER NOCH UBER-FAHRER GESUCHT


Schwarzes Brett neben der Pilotenbude

Donnerstag ist meine nächste Sendung, und ich habe immer noch keinen Uber-Fahrer gefunden, der ins Studio kommen möchte, um mal offen und ehrlich über seinen Berufsalltag zu sprechen. Dass ich noch keinen Uber-Fahrer gefunden habe, liegt möglicherweise auch daran, dass mein Gesuch nicht mehr am Schwarzen Brett vom großen Taxiparkplatz direkt neben der Pilotenbude am Flughafen Tegel hängt. Warum meine Anzeige dort nicht mehr hängt, kann ich nur vermuten, denn ich weiß nicht, wer sie abgerissen hat und warum. Es kann an dem roten Karton gelegen haben, auf dem sie gedruckt war. Wahrscheinlicher ist aber, dass der Kollege sich den Text nicht richtig oder gar nicht durchgelesen hat, sondern nur gesehen hat, dass da ein Uber-Fahrer gesucht wird. Noch nicht alle Taxifahrer haben begriffen, dass sie als Lenker eines öffentliches Verkehrsmittels mit Beförderungspflicht einen Bildungsauftrag haben. Auch deswegen werde ich diesem Auftrag einmal mehr in meiner nächsten Sendung von "Hier spricht TaxiBerlin - Die freie Stimme der mobilen Welt" am Donnerstag, den 15. November, ab 19 Uhr auf Pi-Radio, in Berlin unter 88.4 MHz, in Potsdam unter 90.7 MHz und weltweit hier als Live-Stream, nachkommen, indem ich aus einem Straßenverzeichnis vorlese. Das Telefonbuch wurde schon mehrfach vorgelesen, ich erinnere nur an die Telekom-Reklame vom Literaturpapst Marcel Reich-Ranicki, ein Straßenverzeichnis aber noch nie. Und dabei ist es nicht irgendein Straßenverzeichnis, sondern der Kauperts, das Alte Testament der Straßen- und Wegelehre, aus dem ich vorlesen und, wenn es passt, auch vorsingen werde. Wage es nicht zu verpassen!

Bevor ich es vergesse: Uber-Fahrer können sich immer noch melden!

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11.11.2018

"BURKA BEDEUTET FREIHEIT"


"Burka bedeutet Freiheit" - das sagen nicht nur orthodoxe Moslems und selbsternannte Linke, sondern neuerdings auch ich. Allerdings bin ich mir nicht ganz sicher, ob es wirklich die Burka sein muss, oder ob es nicht schon eine Niqab tut. Bei der Niqab sind die Augen zu sehen, im Gegensatz zur Burka, wo diese durch ein Stoffgitter geschützt sind. Wahrscheinlich sind es aber doch die Augen, die uns bei der Gesichtserkennung verraten, weswegen möglicherweise letztendlich wirklich nur die vollverschleiernde Burka echte Freiheit bedeutet.

Text TaxiBerlin

10.11.2018

IN ZUKUNFT NUR NOCH MIT BURKA


Taxihalte am Wismarplatz
früher Friedrichshain / heute Friedrichshain-Kreuzberg

Nicht nur auf dem Taxiparkplatz am Flughafen Tegel wird gen Mekka gebetet, sondern neuerdings auch auf dem Bürgersteig zwischen der Taxihalte am Wismarplatz und dem Gold-Hotel im Friedrichshainer Party-Kiez. Auch ich hatte überlegt, mir einen entsprechenden Teppich zuzulegen - für alle Fälle. Davon bin ich aber abgekommen. Jetzt denke ich ernsthaft darüber nach, in Zukunft nur noch mit Burka zu fahren, und zwar der Überwachung wegen. Es geht, um genau zu sein, um die Gesichtserkennung, die neulich am Bahnhof Südkreuz erfolgreich seinen Einstand feierte, bald ähnlich wie in London flächendeckend in Berlin eingeführt wird und gegen die nur die Vollverschleierung hilft. Das meinte heute zumindest ein schwuler Fahrgast, dessen Freund aus London kommt, und der deswegen nicht öffentlich von ihm in der Londoner City geküsst werden möchte.

Foto&Text TaxiBerlin

09.11.2018

UBER-FAHRER GESUCHT


Für meine nächste Sendung von "Hier spricht TaxiBerlin" am nächsten Donnerstag den 15. November um 19 Uhr suche ich noch einen Uber-Fahrer, der bereit ist, On-Air Fragen zu seinem Job offen und ehrlich zu beantworten, gerne am Telefon und auch anonym. Am liebsten wäre es mir natürlich, er würde ins Studio in die Lottumstraße in den Prenzlauer Berg kommen. Wer Interesse hat und Manns genug ist, oder wer auch nur jemanden kennt, der Interesse hat und Manns genug ist, schreibe eine kurze e-mail an: taxi.berlin(ät)gmx.de

Text TaxiBerlin

08.11.2018

ARBEITSWOCHE


Autoschlüssel, Wohnungsschlüssel, Lesebrille, Sonnenbrille, Geldbörse, Personalausweis, Führerschein, P-Schein, Stadtplan, Straßenverzeichnis, Hinweisschilder Bauchladen, Bildungsauftrag, Handyverbot, Bücher, Notizbuch, Voicerecorder, Kamera, Stullen, Möhren, Lauchzwiebeln, Thermoskanne, Wasser, Banane, Apfel ...

Alles da - meine Arbeitswoche kann losgehen!
Text TaxiBerlin

07.11.2018

ALTE MÄNNER ZUERST


Neulich las ich, dass selbstfahrende Autos mit Programmen gefüttert werden, in denen die Frage beantwortet ist, ob im Ernstfall lieber ein kleines Kind oder ein alter Mann überfahren werden soll. Bisher war es so, dass Frauen und Kinder zuerst gerettet werden sollen. In Zukunft wird es so sein, dass alte Männer zuerst überfahren werden. Inhaltlich ist das im Prinzip nahezu dasselbe, allerdings mit einem Unterschied: Der frühe Tod des alten Mannes ist nicht mehr nur wie bisher Gottgewollt, sondern darüber hinaus auch vorprogrammiert.

Text TaxiBerlin

06.11.2018

NIETZSCHE ÜBER UBER


Friedrich Nietzsche ist seinerzeit auch Taxi gefahren, um seine bescheidene Pension der Universität Basel aufzustocken. Damals waren die Taxen noch Pferdedroschken, Kollege Nietzsche hatte es, das ist bekannt, mit Pferden. Schon weniger bekannt ist, dass der Kollege auch zwei Bücher übers Taxifahren geschrieben hat. Zum einen "Der Mensch mit sich alleine", weil das Alleinsein neben dem Warten unsere Kernkompetenz ist. Darüber hinaus hat Nietzsche auch "Der Mensch im Verkehr" geschrieben, ein Titel, der sich von selbst erklärt. Völlig unbekannt war bis heute, dass sich Nietzsche auch über die Verdienstmöglichkeiten eines Taxifahrers und sogar schon über Uber geäußert hat. Dass sich der Kollege bereits über Uber geäußert hat, ist so überraschend nicht, immerhin tat er dies auch schon über Facebook. Über den Besitz, nicht nur von Taxifahrern, schreibt der Kollege Nietzsche in seiner "Fröhlichen Wissenschaft": "Aus der Erfahrung. - Mancher weiß nicht, wie reich er ist, bis er erfährt, was für reiche Menschen an ihm noch zu Dieben werden."

Text TaxiBerlin

05.11.2018

SPENDENAUFRUF ZUR SICHERUNG DES BILDUNGSAUFTRAGS VON TAXIBERLIN


Meine monatliche Sendung "Hier spricht TaxiBerlin" wird live aus dem kleinen Kellerstudio von Pi-Radio in der Lottumstraße im Prenzlauer Berg gesendet. Pi-Radio ist ein unabhängiger Sender ohne Werbung, bei dem jeder mitmachen kann, für den aber keine Gelder eingetrieben werden, obwohl das Taxi als öffentliches Verkehrsmittel mit Beförderungspflicht bereits vor einiger Zeit den Bildungauftrag von Öffentlich/Rechtlich übernommen hat, dem ich auch in jeder meiner Sendungen regelmäßig nachkomme, indem ich aus einem Straßenverzeichnis vorlese. Es handelt sich dabei nicht um irgendein Straßenverzeichnis, sondern um das Alte und das Neue Testament der Straßen- und Wegelehre, der einzigen wenngleich nicht anerkannten Wissenschaft, die nicht in Glaubensbekenntnissen endet, also nicht nur Eindeutig sondern Eineindeutig ist, da sie von jedem Mann und auch von jeder Frau zu jeder Zeit an Ort und Stelle anhand eines Stadtplans überprüft werden kann. Das Telefonbuch wurde schon mehrfach vorgelesen, ich erinnere nur an den legendären Auftritt vom Literatur-Papst Marcel Reich-Ranicki für die Telekom. Aus einem Straßenverzeichnis hat noch niemand vorgelesen, TaxiBerlin hat auch hier völliges Neuland betreten, will sagen: Wo wir sind, da ist vorne! Diese öffentliche Straßenverzeichnis-Lesung On-Air ist nun in Gefahr, weil Pi-Radio sich wie gesagt selber finanzieren muss, wozu monatlich 200 Euro für das Studio benötigt werden, von denen derzeit 122 Euro gesichert sind. Zu den noch fehlenden 78 Euro kannst auch du etwas beitragen, indem du einfach ein paar Euro auf das Konto von Pi-Radio überweist, damit die nächste Sendung von "Hier spricht TaxiBerlin" gesichert ist, und du auch weiterhin von der Erfüllung des Bildungsauftrag durch TaxiBerlin profitieren kannst.

Text TaxiBerlin

04.11.2018

KEIN HANDYAUFSCHLAG BEI TAXIBERLIN


Bezahlt von der Krankenkasse

Mein Handyverbot kommt bei meinen Fahrgästen sehr gut an. Diese haben nicht nur vollstes Verständnis dafür, das sie in meinem Taxi nicht telefonieren dürfen, sondern geben mir auch wichtige Tips und Hinweise. Heute zum Beispiel schlug mir ein Fahrgast aus Frankfurt am Main einen Aufschlag für Handytelefonate von einem Euro pro Minute vor. Manch einer wäre da weich geworden, ich aber nicht. Das liegt einerseits an den Postkarten und Büchern in meinem Bauchladen, mit denen ich jede Menge Schotter mache. Die meiste Kohle mache ich aber mit meiner Mobilen Lebensberatung, bei der der selbstzahlende Fahrgast seiner Handyabhängigkeit auf den Grund gehen kann. Nachdem aktuell nun die Abhängigkeit vom Internet offiziell als Krankheit anerkannt wurde, ist die Anerkennung der Telefoniersucht als ebensolche nur eine Frage der Zeit. Meine Mobile Lebensberatung, bei der mir das Fahren beim Fokussieren auf das eigentliche Problem des Fahrgastes enorm hilft, ist nicht nur meine ureigenste Innovation, sondern darüber hinaus bereits als zertifizierte Heilmethode zugelassen, und kann dann sogar bei den Krankenkassen abgerechnet werden. - Goldene Zeiten stehen mir bevor.

Foto&Text TaxiBerlin

03.11.2018

EIGENVERANTWORTUNG IM TAXI




Ich weiß gar nicht mehr, wann das genau anfing, ob mit Schröder, mit Gauck oder bereits mit Kohl, dass der Staat sich aus seiner Verantwortung zog, und die Leute sich um ihren Scheiß selber kümmern sollten. Gut, gelegentlich werden auch heute noch Konzerte veranstaltet, wo der brave Bürger hingehen darf, bei denen es aber um nichts geht, als nur um sich selber besser zu fühlen, weil man sich moralisch überlegen wähnt. Wenn Menschen aber anfangen, sich wirklich um ihre Belange zu kümmern wie die Kollegen in obigem Film, ist das bereits kriminell. Dann wird aus der viel beschworenen "Eigenverantwortung" (wahlweise auch "Aufstand der Anständigen") sehr schnell "Selbstjustiz", die natürlich verurteilt werden muss.

Video YouTube
Text TaxiBerlin

02.11.2018

DAS HANDYVERBOT UND SEINE FOLGEN


Handyverbothinweis

Seit man bei mir im Taxi nicht mehr telefonieren darf, kommen meine Fahrgäste und ich nicht nur öfter in Dialog, sondern ich auch besser ins Geschäft. Ich bin, das erwähnte ich bereits hier, nämlich nicht nur Taxifahrer, also ein richtiger mit Ortskenntnis und so, sondern auch ein mobiler Verkäufer mit Bauchladen im Taxi. Mein Basisangebot dort sind wie gehabt meine Postkarten, von denen ich gestern Nacht sechs (6) an drei (3) junge Männer verkaufen konnte, die auf dem Weg in die Nuttenbar waren und eigentlich mit mir die "Araberfrage" diskutieren wollte. Dazu kam es dann aber nicht mehr, und zwar nachdem die drei einen Blick in meinen kleinen Bauchladen geworfen hatten. Nach professioneller Präsentation meinerseits sind sie mit dem zweifelosen Höhepunkt, meiner Trilogie aus dem von mit entwickelten Hodenhalter, dem Support Your Local Feminists und der Schwanzlosen Gesellschaft in zweifacher Ausführung in die Nuttenbar verschwunden, die offiziell Newtonbar heißt. Der Begriff Nuttenbar trifft den Laden aber viel besser, wie mir die drei beim Aussteigen bestätigten. Jetzt wäre nur noch interessant zu erfahren, wie die Postkarten aus meinem Bauchladen dort angekommen sind.

Foto&Text TaxiBerlin

01.11.2018

"HIER SPRICHT TAXIBERLIN" ZUM NACHHÖREN




Es soll immer wieder Leute geben, die unsere Sendung nicht live hören können, weil sie irgendetwas anderes vorhaben, man glaubt es kaum. Zum Glück gibt es jemanden in Österreich, dem "Hier spricht TaxiBerlin" so gut gefällt, dass er uns regelmäßig zum Nachhören ins Internet stellt. Ich habe zwar keine Ahnung, wer oder was sich hinter HEARTHIS.AT verbirgt. Was man aber mit Sicherheit sagen kann ist, dass es in Österreich gute Menschen mit gutem Geschmack gibt. Am besten du überzeugst dich selbst. Viel Spass beim Nachhören wünscht

TaxiBerlin