30.06.2012

WARUM ? (EIN NACHTRAG)


Alexanderplatz / Mitte

Bekanntlich gibt es keine dummen Fragen, was aber nicht bedeutet, daß der Fragende automatisch klug ist. Obwohl ich Dank erfolgreicher Entschleunigung von obigem Problem nicht betroffen bin, fühle ich mich als Privatier und Trockener Taxifahrer doch kompetent, ein par eigene Lösungsansätze präsentieren zu können. Das Problem mit der Eile lässt sich ganz einfach dadurch lösen, indem der Arbeiter ab sofort an seinem Arbeitsplatz wohnt. Für den Taxifahrer bedeutet das praktischerweise in seinem Taxi. Bleibt bloß noch die Frage, wohin mit den Alten und den Arbeitslosen. Letztere sollten an den Stadtrand ziehen, damit sie dem Touristen und dem Businessman in der schicken Mitte nicht ständig im Weg rumstehen. Und die Alten wohnen sowieso besser gleich am Friedhof.
Foto&Text TaxiBerlin

29.06.2012

FANMEILE BERLIN


Straße des 17.Juni / früher Tiergarten / jetzt Mitte

Hatte ich neulich nur rein informativ gefragt, welcher Idiot die Fanmeile erfunden hat, stellt sich mir nach dem AUS für die Deutsche Nationalmannschaft die Frage: Für wen noch Fanmeile? Für die spanischen und italienischen Fans in der deutschen Hauptstadt? Ich meine, stell dir eine Fanmeile in Rom oder Madrid vor, wenn das Endspiel Deutschland gegen England heißen würde. Glaubst du im Ernst, da würde noch eine Sau hingehen? Andererseits ist das ein schöner Zug vom Deutschen. Was er sich einmal vornimmt, das zieht er durch. Koste es, was es wolle! In diesem Fall ist es "nur" die Sperrung des 17.Juni vom 31.Mai bis zum 12.Juli.
Foto&Text TaxiBerlin

28.06.2012

ENDLICH SOMMER (EIN NACHTRAG)


Geschützte Grünanlage

Wozu so ein kleiner Sommerregen gut ist. Das ist kein Apfel, das ist eine Walnuss. Genau genommen wächst die eigentliche Walnuss unter der grünen Schale, auf der sich die Regentropfen tummeln. Da komme ich ein halbes Leben lang fast täglich an dieser Geschützen Grünanlage vorbei, ohne daß mir auch nur einer der vier Walnussbäume aufgefallen wäre. Möglicherweise liegt es daran, daß ich heute zum ersten Mal dort lang gelaufen war, wo ich bisher nur mit der Taxe vorbei gefahren bin. Hinzu kommt, daß man als Trockener Taxifahrer automatisch viel sensitiver wird. Da ich selbst zur Erntezeit nicht in der Stadt bin, verrate ich dem Gemeinen Grabbler gerne den genauen Standort der Geschützen Grünanlage mit den Walnussbäumen - allerdings nur auf Anfrage!

Foto&Text TaxiBerlin

27.06.2012

ENDLICH SOMMER


Samariterstraße / früher Friedrichshain / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg

Ohne Worte
Foto TaxiBerlin

26.06.2012

WARUM ?


Danziger Straße / früher Prenzlauer Berg / jetzt Pankow

Eine durchaus berechtigte Frage, die ich als trockener Taxifahrer gerne an die (noch) abhängigen Kollegen weitergebe.

Foto&Text TaxiBerlin

25.06.2012

BERLIN - ALLES IST MÖGLICH (EIN NACHTRAG)


Petersburger Straße / früher Friedrichshain / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg

Hatte ich bisher immer Wert auf die Feststellung gelegt, daß in Berlin schon lange nicht mehr alles möglich ist, und vor allem auf die Tatsache, daß es nichts mehr umsonst gibt, muss ich mich jetzt korrigieren. Interessant, besonders für Gemeine Grabbler, finde ich die Idee, den Gratis Zettel für ein ganz kleines Geschäft zu verwenden.
Foto&Text TaxiBerlin

24.06.2012

GEBET



Lieber Gott, nimm es hin
dass ich was Besond'res bin.
Und gib ruhig einmal zu,
dass ich klüger bin als du.
Preise künftig meinen Namen,
denn sonst setzt es etwas. Amen

Text Robert Gernhardt
Foto Taxi Berlin

23.06.2012

ACHTTAUSEND ASA ABSURDES - DEFINTIVER BULLSHIT DETEKTOR



Altes Glaswerk / Kynaststraße Ecke Alt-Stralau / früher Friedrichshain / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg

Nur weil sich das temporäre Kunstwerk ACHTTAUSEND ASA ABSURDES (Foto) in Auflösung befindet, heißt das noch lange nicht, daß TaxiBerlin nicht mehr der DEFINITIVE BULLSHIT DETEKTOR wäre. Ganz im Gegenteil! Also auch weiterhin immer schön aufpassen, was man/frau in Gegenwart von TaxiBerlin so von sich gibt.
Foto&Text TaxiBerlin

MIT EINEM WORT


Griechenfahne im Friedrichshain

EINSAM
Foto TaxiBerlin

21.06.2012

VON MODE UND MOGELPACKUNGEN


Werbung / BILD

Dass die Polizei keine Ahnung von Mode hat, ist keine Überraschung, sonst wüssten sie nämlich, daß Sprengstoff-Westen gerade der letzte Schrei sind. Das weiß sogar BILD, die sich deswegen ganz aktuell mit den Mogelpackungen unter den Sprengstoff-Westen beschäftigt.
Foto&Text TaxiBerlin

SIE ENTKOMMEN DEM DAUER-BAU-STAU IM FREIBAD


Werbung / BILD

Viele winken bereits ab, wenn ich von meinem Problem, den unzähligen Baustellen in Berlin, rede. Da bin ich ehrlich gesagt über jeden froh, der sich in irgendeiner Art und Weise dem Thema annimmt. Und "In ganz Berlin wird gebuddelt" klingt auch noch irgendwie nett, so nach Kindergarten und Buddelkasten. Aber diese Ankündigung der BILD ist in Wahrheit kreuzgefährlich, denn die geheime Botschaft, manch einer sagt auch Verschwörung, lautet: Wenn Dir die Straßen zu voll sind, dann geh doch mal wieder ins Freibad ...
Foto&Text TaxiBerlin

20.06.2012

ESELRIKSCHA IN BERLIN (NOCH EIN NACHTRAG)


Kohle statt Kooperation!

Im Moment werde ich permanent von Leuten kontaktiert, die mit mir kooperieren wollen. Wie die Kooperation genau aussehen soll, verraten sie allerdings nicht, was immer ein sicheres Zeichen dafür ist, daß es sich in Wahrheit um Zecken handelt, die mich aussaugen wollen. Und obwohl ich nie antworte, bieten mir permanent die gleichen Parasiten die selben Dienste an. Deswegen ist dieser Post auch ein Appell an alle Blutsauger. Ich brauche keine Kooperation! Ich brauche Kohle! Einen Sponsor für mein geplantes Eselrikscha in Berlin habe ich bereits gefunden. Jetzt brauche ich nur noch einen für die Tour Berlin-Istanbul!
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DER LANGE ABSCHIED VON TXL



TaxiBerlin in den Taxi-News "RAL1015" Nr.5 vom Juni 2012

Unvollendet, wie vieles in Berlin, wird der Flughafen Tegel (TXL) bleiben, wenn er irgendwann einmal schließen sollte. Unvollendet deswegen, weil sowohl der geplante zweite Terminalring als auch ein U-Bahn Anschluss nie gebaut wurden. TXL wird bis zu seinem Ende nur mit Bus und PKW erreichbar bleiben. Der Flughafen Tegel ist aber nicht nur unvollendet, sondern auch, wie vieles in Berlin, herrlich provinziell. Fluggäste, die zu früh am Haupteingang eintreffen, stehen dort vor verschlossenen Türen und müssen auf den Hausmeister warten, der den Flughafen Punkt vier Uhr aufschließt. Am Haupteingang gibt es - eine weitere Provinzposse - keinen offiziellen Taxihalteplatz! Kennt jemand noch einen anderen Hauptstadtflughafen auf dieser Welt ohne einen eigenen Taxihalteplatz am Haupteingang? Abgeschraubt wurden die entsprechenden Schilder vor etwa zehn Jahren, als erstmalig Gebühren für das Bereithalten von Taxen am Flughafen Tegel eingeführt wurden. An der bis dahin am Haupteingang existierende Taxihaltestelle konnte man sich traditionell postieren, ohne den nunmehr kostenpflichtigen Taxiparkplatz benutzt zu haben. Dieses Schlupfloch sollte offensichtlich geschlossen werden. Gebührenfreiheit an einem Hauptstadtflughafen – was waren das für herrliche Zeiten! Längst wurde die Taxigebühr auch in Berlin als Lizenz zum Geld drucken erkannt. Aus den aktuell fünfzig Cent am Flughafen Tegel sollen ein Euro und fünfzig Cent am neuen Flughafen Berlin Brandenburg International (BER) werden – eine Erhöhung um zweihundert Prozent!

Ebenfalls provinziell, aber lange nicht so amüsant, ist das Gezerre um die Laderechte am neuen Flughafen BER, der sich offiziell außerhalb des Berliner Stadtgebiets befindet. Leidtragende sind die Berliner Taxifahrer, als hätten sie nicht schon genug unter ihren zahlreichen, so genannten Interessenvertretern, allen voran Innung und Berliner Taxiverband, zu leiden. Diese starteten vor einiger Zeit eine regelrechte Kampagne gegen die eigene Klientel, die bis zum heutigen Tage anhält. Beispielsweise in der Gestalt, dass sie als Argument gegen den zweiten, teureren Tarif des Landkreises im Berliner Taxameter den möglichen Missbrauch durch Berliner Taxifahrer anführen, was vor allem ihr eigenes Misstrauen ausdrückt. Vielleicht wollten die so genannten Interessenvertreter seinerzeit aber nur vom schlechten Verhandlungsergebnis für den alten Flughafen Schönefeld ablenken. Die damals erzielte 1:1 Regelung klingt gut, hatte aber in der Praxis zur Folge, dass Berliner Taxen oftmals dreimal so lange warten mussten wie Taxen aus dem Landkreis, was dazu führte, dass viele Berliner Taxiunternehmer ihren Betriebssitz dorthin verlagerten. Das Resultat war, dass der Landkreis mit einer deutlich angewachsenen Zahl neuer Konzessionen gestärkt in die Verhandlungen über die Laderechte in BER gehen konnte. Plötzlich soll nun wieder „first in – first out“ (auf Deutsch: „Wer zuerst kommt – mahlt zuerst!“) gelten, was zweifellos fairer ist, was es aber bereits vor Einführung der 1:1 Regelung in Schönefeld gab. Nur zu welchem Preis?! Bis zu vierhundert Taxen aus dem Landkreis dürfen dann auch in Berlin Fahrgäste aufnehmen. Zwar sollen auch sie über Ortskenntnisse für Berlin verfügen, aber wer will das kontrollieren?

Dass sich BER ein paar Meter außerhalb der Stadt befindet, ist kein Grund, einen anderen und sogar höheren als den Berliner Tarif anzuwenden. Denn nahezu alle Fahrten vom Flughafen aus werden ins Stadtgebiet von Berlin führen, und dann liegt der größte Teil der Fahrstrecke in Berlin. Es gab im Vorfeld einen einfachen Weg, das gesamte Problem aus der Welt zu schaffen. Das Territorium, auf dem sich der neue Flughafen befindet, hätte nur eingemeindet werden müssen. Genau das ist in Frankfurt am Main passiert. Den Stadtbezirk „Flughafen“, der vorher zu Mörfelden-Walldorf gehörte, gibt es erst seit 1979 - der Flughafen Frankfurt existiert aber schon viel länger.

Sowohl die neuerliche Verschiebung der Eröffnung des Flughafens, als auch die noch im April geplanten improvisierten Anbauten beweisen, dass das gesamte Projekt BER nicht ausgereift ist. Es gilt nun, insbesondere für unsere zahlreichen, so genannten Interessenvertretern, die Zeichen der Zeit zu erkennen. Schließt euch zusammen und fangt an, die Interessen der Berliner Taxifahrer und die unserer Fahrgäste zu vertreten. Lasst uns zusammen den teureren Tarif ab BER und die Erhöhung der Flughafengebühr in BER um zweihundert Prozent verhindern. „Seien wir realistisch, fordern wir das Unmögliche“: Die Eingemeindung des neuen Flughafens BER nach Berlin!
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KEINER VERSTEHT MICH


Böser Böser TaxiBerlin

Mangels eigenem Fernseher, den habe ich bereits vor vielen Jahren aus dem Fenster geschmissen, war ich gestern mal wieder in meine Lieblingskneipe zum Fußball gucken gegangen. Der Name der Lokalität wird ganz bewusst nicht verraten, obwohl ich mir spätestens nach gestern Abend nicht mehr sicher bin, ob diese Geheimniskrämerei überhaupt noch Sinn macht. Offensichtlich war ich gestern der einzige dort, der kein englisch, spanisch, italienisch oder portugiesisch sprach. Zum Glück verstand der Wirt auch noch deutsch, sonst wäre das wohl eine trockene Veranstaltung für mich geworden. Eine andere Beobachtung am gestrigen Abend beruhigte mich dann aber doch. Offensichtlich sind es nicht nur Deutsche, die immer ins Ausland reisen müssen, um dort endlich mal ungestört und ausgiebig ihre ganzen persönlichen Probleme besprechen zu müssen. Das war übrigens auch der Grund, warum ich als einziger das Tor der Ukrainer mitbekommen habe. Meinen Ärger darüber, daß der Schiri das Tor nicht gesehen hat, obwohl er unmittelbar daneben stand, hat aber außer mir, bedingt durch die zahlreichen auswärtigen Probleme, die erst mal bequatscht werden mussten, keiner verstanden ...

Meine Philosophie: Mit Problemen beschäftige ich mich nicht!

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19.06.2012

WELCHER IDIOT HAT DIE FANMEILE ERFUNDEN?


Stralauer Allee / früher Friedrichshain / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg

Dadurch, dass ich derzeit ausschließlich mit dem Fahrrad unterwegs bin, nehme ich den Verkehr im Allgemeinen und den Taxiverkehr im Besonderen ganz anders wahr. Mein Eindruck ist, daß das Taxigeschäft im Moment ganz gut läuft. Selten habe ich so viele leere Taxihaltestellen gesehen, oft sogar mit wartenden Fahrgästen. Aber stimmt das wirklich? Und wo sind die ganzen Taxen hin? Einige Fahrer sind sicherlich im Urlaub. Noch nie habe ich so viele leere "Public Viewing" Kneipen gesehen, wie bei dieser Fußball-EM. Auf der Fanmeile hinterm Brandenburger Tor wird es nicht anders aussehen, auch wenn ich selbst noch nicht da war. Aber egal wie viele Fans sich auf der Fanmeile herumtreiben, die Straße des 17.Juni bleibt wegen ihr garantiert bis Mitte Juli gesperrt. Meine Vermutung ist nun, daß sich viele Berliner Taxifahrer die meiste Zeit auf den Umfahrungsstrecken der Fanmeile aufhalten, denn die sehen so aus: Leipziger Straße - Baustelle, Unter den Linden - Baustelle, Dorotheenstraße - Baustelle, Invalidenstraße - Baustelle, ...
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18.06.2012

"DIE FEINE ENGLISCHE ART"


Il Monumento / Piazza Venezia / Roma

Hatte ich mich gestern noch darüber beklagt, daß Fotos von mir im Internet ohne Herkunftsangabe aufgetaucht waren, hat der Guardian heute bereits sein kleines Versäumnis korrigiert. Das nenne ich mal "Die feine englische Art!"

Es bleibt allerdings die Frage, warum der Guardian ausgerechnet ein Foto mit Taxen vorm Il Monumento (oben) veröffentlicht hat. Das hatte ich ihm nämlich extra nicht angeboten, weil das Monument in Rom nicht besonders beliebt ist. Aber das können die natürlich nicht wissen - in London.

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17.06.2012

TAXIBERLIN IM ENGLISCHEN GUARDIAN


Kolosseum in Rom

TaxiGourmet alias Layne Mosler hat über Taxifahrer in Rom und deren kulinarischen Empfehlungen geschrieben. TaxiBerlin hat die Bilder dazu gemacht. Das Ganze ist heute im englischen Guardian erschienen, allerdings ohne Herkunftsangabe der Fotos. TaxiBerlin sagt dazu: "Das ist aber nicht die feine englische Art!"
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DAS BRANDENBURGER TOR UNTER DEN LINDEN


Brandenburger Tor mit geschlagener Linde und Umleitung über Dorotheenstraße

Berlintouristen haben es auch nicht leicht. Irgendwas ist immer am Brandenburger Tor und Unter den Linden. Entweder sind die Linden Unter den Linden abgehauen. Oder am Brandenburger ist mal wieder 'ne Fanmeile oder zumindest 'ne Demo. Mein Favorit unter all den Kuriositäten ist derzeit die Entlastung von Unter den Linden wegen Bauarbeiten über die Dorotheenstraße, die nicht nur Einbahnstraße sondern auch noch 'ne Baustelle ist.
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16.06.2012

"NIEMAND HAT DIE ABSICHT EINEN FLUGHAFEN ZU ERÖFFNEN ... "


Hauptbahnhof / früher Lehrter Bahnhof / Mitte / früher Tiergarten

KRASS - ABER WAHR!

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DROGE TAXI - FÜNFTE PHASE: AKZEPTANZ


Drahtesel (Detail)

Elisabeth Kübler-Ross teilt das Sterben in fünf Phasen ein, welche von mir aufgrund langjähriger Erfahrungen auf der Straße 1:1 auf die Abhängigkeit vom Taxifahren übernommen worden sind. Die fünfte und letzte Phase ist demnach auch bei der Droge Taxi die Akzeptanz. Das mag sich auf den ersten Blick recht unspektakulär anhören, beinhaltet aber eine geradezu revolutionäre Perspektive. Die frohe Botschaft für alle trockenen Taxifahrer lautet: Es gibt ein Leben - Nein, nicht nach den Tod! - aber immerhin nach dem Taxifahren. Nach sechs Wochen auf dem Fahrrad gehe ich noch einen Schritt weiter und behaupte, daß sogar ein Leben ohne Auto überhaupt prinzipiell möglich ist. Was sich so einfach anhört, ist in der Praxis allerdings nur schwer realisierbar, weil allzu oft der Leidensdruck nicht groß genug ist und dadurch bedingt die wichtigste Voraussetzung für einen erfolgreichen Heilungsprozess fehlt - Die Akzeptanz.
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15.06.2012

DROGE TAXI - VIERTE PHASE: DEPRESSION


ICC Berlin / Neue Kantstraße / früher Charlottenburg / jetzt Charlottenburg-Wilmersdorf

Über die Wirtschaft eines Landes wissen am Besten Prostituierte und Taxifahrer bescheid. Das wird zwar an keiner Uni gelehrt, aber trotzdem stimmt es. Manch einer soll von solchen Sätzen Depressionen bekommen, obwohl es nur eine simple Wahrheit ist. Mein Problem dabei ist, darüber nicht depressiv zu werden ...

Foto&Text TaxiBerlin

14.06.2012

VOM WERT DES ALDI TOILETTENPAPIERS


Der MERCEDES von ALDI

Daß die Salafisten, die heute von Innenminister Friedrich verboten worden sind, keine hohe Meinung vom Deutschen Grundgesetz haben, war keine Überraschung. Bekanntlich wollen sie in Deutschland die Scharia, das islamische Recht, einführen. Die eigentliche Überraschung, zumindest für mich, war, welchen hohen Wert sie dem Toilettenpapier von ALDI beimessen: "Das deutsche Gesetzbuch ist weniger Wert als das Toilettenpapier von ALDI". Für mich ganz klar ein Beweis dafür, daß die Salafisten doch irgendwie in unserem schönen Land angekommen sind. Allerdings, das muss bei aller Eile noch gesagt werden, sollte es schon die vierlagige Luxusmarke SOLO (10 Rollen für 2,95 Euro) sein.
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12.06.2012

BEST FLIGHT EVER EVEN DURING TAXI


DURING TAXI (Detail Flugzeugsitzplatz)

Es soll Leute geben, ich gehöre nicht zu ihnen, die sind Anfang Juni extra noch einmal von oder nach TXL geflogen. Jetzt sind sie (berechtigterweise!) etwas sauer, daß man auch nächstes Jahr noch von oder nach TXL fliegen kann. Ich musste auch von und nach TXL fliegen, weil ich in Sachen Esel und Eselrikscha im Süden unseres schönen Kontinents unterwegs war. Die Hinflug war bestenfalls OK, aber der Rückflug war wirklich der BESTE FLUG EVER - nicht nur auf dem Rollfeld!
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11.06.2012

ESELHUFPFLEGEINSTRUMENT


Detail

Die Hufpflege beim Esel ist ungefähr genauso wichtig wie die Ölstandskontrolle und das Prüfen der Profiltiefe der Reifen beim Auto zusammen. Dafür braucht man dieses spezielle Instrument, auf dessen Namen ich gerade nicht komme. Mein Esel geht übrigens barfuß, also ohne Hufeisen, die es in kleinerer Ausführung als die für Pferde auch für den Esel gibt. Wenn der Esel aber, so wie in meinem Fall, keine Hufeisen trägt, ist die richtige Hufpflege das A und O für den Eselbetrieb. Die Hufe sollen sauber, aber vor allem trocken sein, weil der Esel ursprünglich aus dem heißen und trockenen Süden kommt. Über die minimale Profiltiefe des Eselhufs steht in der Eselfachliteratur allerdings nichts geschrieben.

Foto&Text TaxiBerlin

09.06.2012

ESELRIKSCHA IN BERLIN (EIN NACHTRAG)


Bald am Brandenburger Tor

Hatte ich gestern nur vom Esel berichtet, wird es Zeit, dass ich auch etwas zur Rikscha sage. So sieht sie aus! Soweit ich es verstanden habe, soll das derzeit der MERCEDES unter den Rikschas sein, was mir aber egal ist. Mich interessiert ehrlich gesagt nur, ob das Teil und der Esel es auch bis Istanbul schaffen ...
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08.06.2012

ESELRIKSCHA IN BERLIN


Bald vorm Brandenburger Tor

Nachdem ich nun endlich MEINEN Esel gefunden habe, wird es Zeit, dass ich auch die Idee dazu verrate. Ich plane im Sommer eine Eselrikscha in Berlin, um genau zu sein am Brandenburger Tor. Von dort aus werde ich dann im September, inspiriert vom Eisernen Gustav, meine Fahrt - Nein, nicht nach Paris - sondern nach Istanbul starten. Vorher muss ich nur noch, ganz in der Tradition des Eisernen, ein paar Postkarten machen lassen, die ich auf meiner Reise verkaufen kann.
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03.06.2012

MEIN ESEL


Esel vor Fototapete

Manch einer hat mir das mit dem Esel nicht abgenommen. Deswegen hier nun der Fotobeweis. Ich habe wirklich einen. Warum auch nicht. Manche haben eine Meise - und ich habe eben einen Esel. Ihn zu bekommen, war, wie beschrieben, keine große Sache. Ich habe ihn einfach gegen mein Zweitrad eingetauscht. Das ist aber sowieso die Zukunft: Die reine Tauschgesellschaft. Mein Problem im Moment ist, daß es so gut wie keine vernünftige Eselliteratur gibt. Das mir empfohlene "Zwei Esel auf dem Jakobsweg" von dem Engländer Tim Moore ist genauso wenig witzig, wie es informativ in Sachen Esel ist. Mehr verspreche ich mir da von Carmen Rohrbachs "Muscheln am Weg". Immerhin ist sie Biologin und keine verkappte Komikerin. Sogar Robert Louis Stevenson, genau der, der "Die Schatzinsel" geschrieben, war seinerzeit auch auf den Esel gekommen und hat darüber die "Reise mit einem Esel durch die Cevennen" geschrieben.

Effektiver in Sachen Esel ist (wie meistens) die Fachliteratur. In "Brehms Tierleben" von anno dazumal sind dem Esel zwar nur sieben (7!) Seiten gewidmet, und trotzdem erfährt der geneigte Leser mehr als in vielen hundert Seiten "spannend erzählt". Unter anderem folgendes: "Etwas Nutzbareres und Braveres von einer Kreatur als dieser Esel ist nicht denkbar. Der größte Kerl wirft sich auf ein Exemplar, das oft nicht größer als ein Kalb von sechs Wochen ist, und setzt es in Galopp. Diese schwach gebauten Tiere geben einen trefflichen Paß; wo sie aber die Kräfte hernehmen, stundenlang einen ausgewachsenen Menschen selbst bei großer Hitze im Trab und Galopp herumzuschleppen, das scheint mir fast über die Natur hinaus in die Eselmysterien zu gehen, welche auch noch ihren Esel-Sue bekommen müssen, wenn Gerechtigkeit in der Weltgeschichte ist." (Bogumil Goltz)

PS: Beim "Esel-Sue" dürfte es sich um eine Art Gnadenbrot für Esel handeln.
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DROGE TAXE - DRITTE PHASE: VERHANDELN


Verhandlungsresistent

Letzte Nacht träumte ich, daß ich zusammen mit einem Pfarrer vor dem letzten Gericht stehe. Der liebe Gott entschied, daß ich in den Himmel komme, der Pfarrer aber in die Hölle. Daraufhin reklamierte der Pfaffe. Seine Verhandlungen mit Gott endeten damit, daß er doch jahrelang für ihn gearbeitet hätte, ich aber nicht mal richtig Taxifahren könne. Das wäre es ja gerade, war die überraschende Antwort vom lieben Gott. Gerade durch meine Fahrweise, insbesondere bei kurzen Strecken, hätte ich mehr Leuten das Beten gelehrt als der Pfarrer sein Leben lang in seiner ganzen Gemeinde. Schweißgebadet wachte ich auf und fragte mich: Ist meine Entwöhnung vom Taxifahren vielleicht doch ein Fehler ...

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JESUS KAM NUR BIS FRIEDRICHSHAIN


Irgendwo im Friedrichshain / früher Friedrichshain / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg

Dass Jesus nur bis Friedrichshain kam, lag nicht an der blöden Fahrradsternfahrt, sondern an seinem Esel. Mit dem wollte er eigentlich in Jerusalem einreiten. Nur machte der Esel bereits in der Boxhagener Straße schlapp. Jesus war auf gut Deutsch am Arsch, da halfen auch keine Zwiegespräche. Da er aber erst am Palmsonntag in Jerusalem sein muss, habe ich ihm für seine Weiterreise einfach mein Zweitfahrrad gegeben. Dafür habe ich jetzt seinen Esel. Kaum war der Heiland weg, ging es seinem Esel schon wieder viel besser. Wie das Leben eben manchmal so spielt. Und jetzt haben wir gemeinsam große Pläne - der Esel und ich. Mehr kann und darf ich aber an dieser Stelle nicht verraten. Ich wäre schließlich nicht der Erste, dem man im Internet eine geniale Idee abgrabbelt. Ich und mein Esel, wir werden unseren Plan aber demnächst an dieser Stelle offiziell bekannt geben. Dranbleiben lohnt sich also.

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02.06.2012

DROGE TAXE - ZWEITE PHASE: ZORN


Warschauer Straße / früher Friedrichshain / jetzt Friedrichshain Kreuzberg

Taxifahren kann, wie vieles auf dieser Welt, in zu hoher Dosierung abhängig machen. Die Heilung von dieser speziellen Form der Sucht erfolgt analog zu den von Frau Elisabeth Kübler-Ross erfundenen Fünf Phasen den Sterbens. Neulich hatte ich bereits über die Erste Phase, die Verleugnung, geschrieben, der die Zweite Phase folgt: Der Zorn.

Als trockener Taxifahrer und passionierter Radfahrer, das sage ich ganz offen und ehrlich, werde ich bereits dann sauer, wenn ich auch nur eine besetzte Taxe sehe. Richtiggehend zornig werde ich allerdings, wenn diese Taxe vorher von irgendwelchen blöden Fußgängern herangewinkt wurde, die mich ebenfalls zum Anhalten zwingen, weil sie auf meinem schönen Radweg stehen.

Meinen berechtigten Zorn ob dieser erzwungenen Fahrtunterbrechung lasse ich dann auch schon mal an einem Verkehrsschild (Foto) aus.

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RAUMKONTROLLE


Jessnerstraße / früher Friedrichshain / heute Friedrichshain-Kreuzberg

Manchmal liegt es einfach nur am Namen, wenn Künstler kein Glück haben. Jetzt gar nicht so sehr an dem des Künstlers, sondern, wie in diesem Fall, an dem der Ausstellung: "Raumkontrolle". Aber woher kommt überhaupt dieser Kontrollzwang? Und ist das ein typisch deutsches Phänomen, oder etwas allgemein menschliches, immer und überall kontrollieren zu müssen? Nun sogar in der Kunst! Und dann wieder der Raum. Da war doch was - Richtig! "Volk ohne Raum" - Dafür jetzt aber mit Kontrolle! Das ganze übrigens in meinem Kietz. Zum Glück geht die Ausstellung, die ausschließlich vom Künstler selbst besucht wurde, heute zu Ende. Um ehrlich zu sein: Von der Raumkontrolle, die laut Werbung (Foto) bereits seit dem 4.Mai laufen soll, habe ich persönlich gar nichts mitbekommen. Aber so ist das wohl immer so bei solchen Kontrollen, was zumindest für die Qualität der Überwachung spricht.

Foto&Text TaxiBerlin

01.06.2012

BECHER AM BACKSHOP


Im Supermarkt / Andreas- Ecke Singerstraße / früher Friedrichshain / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg

Mit dem Taxi-Ruf ist klar - der ist am Backshop. Aber was ist mit dem Becher? Und wozu dient er? Zur geheimen Urinabgabe? Ist die Verkäuferin vom Backshop vielleicht in Wahrheit Urologin?

Foto&Text TaxiBerlin