31.05.2012

TROCKENER TAXIFAHRER


Reklame / Detail

Als Privatier und Trockener Taxifahrer zieht es mich, wie sollte es anders sein, immer wieder auf die Straße. Keine Angst, ich bin nicht rückfällig geworden und habe mich nicht hinters Lenkrad gesetzt. Nein - diesmal habe ich mich fahren lassen. Bei meiner Tramptour durchs Berliner Umland habe ich nicht nur jede Menge Geld gespart, sondern auch noch höchst interessante Menschen kennengelernt. Unter anderem einen Neurochirurgen aus Westdeutschland, einen Minenräumer aus Frankfurt/Oder und einen Strafverteidiger aus Potsdam. Die hatten nicht nur extreme Geschichten zu erzählen, sondern waren allesamt auch noch wahnsinnig schnell unterwegs. Auf jeden Fall viel schneller als ich in meinen abhängigen Zeiten. Ob die drei deswegen jetzt schon abhängig sind, darüber erlaube ich mir kein Urteil.

Foto&Text TaxiBerlin

30.05.2012

DEFINITION KUNST


Steile Treppenkunst

Definition: Kunst ist es, wenn man's nicht versteht.

Foto&Definition TaxiBerlin

29.05.2012

BUSHIDO FREE FIGHT


27.Mai 2012

Leider konnte ich nicht hin, weil ich ja Party machen musste. Ist aber nur schlimm für den, der da war. - Bei Bushido Free Fight meine ich.

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28.05.2012

PARTYTIME


Geschäftsidee 

Gestern auf der Party war auch ein Immobilienmakler. Nach eigenen Angaben ist er einer von den Guten. Die sind allerdings mit zehn Prozent in der Minderheit. Achtzig Prozent aller Immobilienmakler in Berlin sollen schlecht sein und zehn Prozent sogar halbseiden - was immer das heißen mag. Frontline Berlin gehört, das war zu erwarten, zur Mehrheit. Woran man einen guten Immobilienmakler erkennt, blieb im Dunklen, was aber daran lag, daß die Party wegen der Nikotinsucht der Gäste nach draußen verlagert worden war, und dort bereits die Dämmerung einsetzte. So kann die Frage, woran man einen guten Immobilienmakler erkennt, nicht abschließend beantwortet werde. Meine ganz persönliche Meinung ist, daß man einen guten Immobilienmakler daran erkennt, daß er einem nicht nur das Geschäft verkauft, sondern auch gleich noch die Geschäftsidee (Foto) mitliefert. Das Ganze zum Nulltarif - versteht sich!

PS: Bestätigt wurde vom guten Immobilienmakler, daß es in Berlin derzeit viele Kaufinteressenten aus Griechenland und Italien gibt.

Foto&Text TaxiBerlin

27.05.2012

WARM, ABER SEXY.


Markgrafendamm / früher Friedrichshain / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg

Alle reden übers Wetter - ich schreibe über unsere Stadt. Und die soll bekanntlich sexy bleiben, aber nicht mehr arm sein. Nur so (Foto) hatte ich mir das nicht vorgestellt ...
Foto&Text TaxiBerlin

26.05.2012

BLITZ UND DONNER


Straße des 17.Juni / früher Tiergarten / jetzt Mitte

Berlin ist bekanntlich arm und irgendwo muss das Geld schließlich herkommen. Da wird halt gerne mal geblitzt, was nicht gerade sexy ist. Obwohl, manch eine/r findet das schon geil, so im Blitzlichtgewitter ... Und wie das bei einem richtigen Gewitter üblich ist, folgt dem Blitz der Donner. In der Regel nach ein paar Wochen. Wie laut der Donner ist, hängt davon ab, wie schnell man war.

PS: Du kannst dem Blitz entgehen, wenn du aufmerksam durch die Straßen deiner Stadt fährst. Die Autos, aus denen heraus geblitzt wird, sind in der Regel Combis wie dieser blaue Opel. Oft ist auch ein rot/weißer Warnkegel wie auf dem Foto aufgestellt. Wer trotzdem noch geblitzt wird, ist irgendwie auch selbst schuld.

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25.05.2012

LEBENDE ORGANSPENDE




Monty Python

Kann mir einer erklären, warum das Thema Organspende immer noch in regelmäßigen Abständen auf der Tagesordnung steht, obwohl doch bereits im Jahre 1983 in dem Aufklärungsfilm "Der Sinn des Lebens" die Thematik abschließend behandelt worden ist?
Frage TaxiBerlin



THILO SARRAZIN ENTLARVT DIE EURO-LÜGE


Brandneu

Den Titel habe nicht ich mir ausgedacht, sondern Der Spiegel. Genauer gesagt habe ich sie von Jakob Augsteins Kolumne auf Spiegel Online übernommen. Dort heißt es über Thilo Sarrazin: "Er erscheint dort, wo es sich die öffentliche Debatte in einer Lüge bequem gemacht hat" und "... er entlarvt in schroffem Ton die Lügen der deutschen und europäischen Wirtschaftspolitik" und "Er sagt die Sachen, die alle denken aber nicht aussprechen."

Ich selbst kann zu dem Buch nichts sagen, weil ich es nicht gelesen habe. Das liegt einerseits daran, daß ich im Moment anderen Lesestoff habe, und andererseits daran, daß es brandneu ist. Ob das der Grund ist, daß Thilo Sarrazins neues Buch "Europa braucht den Euro nicht" bei Hugendubel am Potsdamer Platz nur zusammen mit einem Feuerlöscher (Foto) verkauft wird, entzieht sich allerdings meiner Kenntnis.

Foto&Text TaxiBerlin

24.05.2012

DER MEISTER HAT GEBURTSTAG


Bob Dylan and his Band

Der Meister (rechts im Bild) hat heute Geburtstag. Zusammen mit seiner Band THE POGUES (links) ist er über 100 (in Worten: einhundert!) Jahre alt. Viele wissen gar nicht, wer der Meister ist. Sie kennen vielleicht noch The Man in Black, den Boss oder auch den King. But who is The Meister?

Mein witzigstes Erlebnis im Zusammenhang mit dem Meister waren vier junge Musiker, die mir, es ist schon einige Jahre her, ins Taxi stiegen (damals fuhr ich noch), als zufällig gerade die Originalversion von "Klopf an die Himmelspforte" im Radio lief. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie blöd die sich angesehen haben, bis einer endlich die Situation mit den Worten "ist aber 'ne schlechte Coverversion" aufklärte. Offensichtlich kannte sie nur die geklaute Version von "Knarren und Rosen". Und das, obwohl bei den Konzerten vom Meister auch junges Volk zugelassen ist!

Ich sage es immer wieder: Am Schlimmsten sind die Bescheid-Wisser! Einer von ihnen soll neulich in Hamburg sogar die Polizei zu einer Buchlesung gerufen haben, weil die Autorin in der Pause rauchte. Das nur als Warnung an alle angehenden Autoren. Ich persönlich kann über diese Autorin nichts negatives sagen. Bei mir im Taxi hat sie nie geraucht. Auch musste ich den Beifahrersitz nie nach hinten schieben, weil die Autorin nach eigenen Angaben gar keine Beine hat, was auch stimmt.

Ich habe im Moment aber ganz andere Sorgen. Seit Wochen suche ich eine Kamera mit eingebautem GPS, welches auch die Höhe über den Meeresspiegel angibt. Was sich einfach anhört, entpuppt sich in der Praxis (wie so vieles!) als ernsthaftes Problem, weil die meisten Kameras nur zwei Koordinaten angeben, obwohl sie drei angeben könnten. Warum das so ist, konnte mir noch nicht mal der Kamerafachverkäufer erklären. Vielleicht lag es aber auch daran, daß er mir unbedingt das teure Teil mit dem eingebauten Luftdruckrmesser verkaufen wollte.

Da war er bei mir natürlich ganz an der verkehrten Adresse. Genau genommen war es aber seine eigene Schuld, weil er einfach nicht die Worte des Meister kannte. Sag jetzt bloß nicht, du weißt auch nicht, welche Worte des Meisters gemeint sind. Angehender Autor bist du aber nicht, oder? Oder willst du "nur" Kamerafachverkäufer werden? Aber selbst dann kann dir der Meister weiterhelfen, denn er weiß auf alle wirklich wichtigen Fragen im Leben einen Rat. Also jetzt nicht unbedingt, ob man in den Pausen von Buchlesungen rauchen sollte oder besser nicht.

Hier nun drei kleine Kostproben von der Weisheit des Meisters:

Don't follow leaders, watch the parking meters (für Auto- und auch Taxifahrer)

You don't need a weatherman to know which way the wind blows (für Autoren und Kamerafachverkäufer)

For them must obey authority
That they do not respect in any degree
Who despise their jobs, their destinies
Speak jealously of them that are free
Cultivate their flowers to be
Nothing more than something they invest in

Foto&Text TaxiBerlin

LENIN LEBT


Am Pariser Platz

Daß Lenin lebt, war für mich keine Überraschung. Auch nicht die Tatsache, daß er sein Glück in Berlin bei den Amerikanern am Pariser Platz und eben nicht bei seinen russischen Landsleuten ein paar hundert Meter weiter Unter den Linden sucht. Ein bisschen traurig find' ich's aber schon. Immerhin hat der Mann 'ne ganze Revolution gewonnen - aber was soll's ...

Ab Morgen werde auch ich am Pariser Platz mit folgendem Plakat sitzen: Ich schminke mich nicht, ziehe mich nicht komisch an und gehe ihnen auch nicht mit irgendwelchen Fahnen auf den Sack. Ich will einfach nur das haben, wonach auch sie suchen: meine Ruhe! Damit dem meinerseits auch in Zukunft nichts entgegensteht, bitte ich um eine kleine Spende ..., oder so ähnlich.

Ist natürlich alles Spaß, schließlich bin ich kein Gemeiner Grabbler! Andererseits: Dann wäre Lenin möglichereise nichts anderes als ein Gemeiner Grabbler! Und Che Guevara vielleicht auch? Immerhin werden von dem, obwohl er im Gegensatz zu Lenin im Bolivianischen Busch "versagt" hat, jede Menge T-Shirts verkauft hat. Sollte ich aus aktuellem Anlass vielleicht ein paar Timoschenko-Shirts vorbereiten ... ?

PS: Wer lange nicht am Brandenburger Tor war, wird sich vielleicht über den Geruch nach Pferd wegen den vielen Gustav-Hartmann-Imitatoren wundern. Ich warte noch auf den ersten Touristen oder Zugezogenen, der sich irgendwo (am besten vor Gericht!) über diesen unerhörten Geruch von Dorf in der Deutschen Hauptstadt beklagt.

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22.05.2012

DROGE TAXE - ERSTE PHASE: VERLEUGNUNG


Hilfreicher Hinweis

Elisabeth Kübler-Ross ist dafür bekannt, die fünf Phasen des Sterbens entdeckt zu haben. Das dürfte den meisten von euch noch bekannt sein. Daß man diese fünf Phasen auf die Abhängigkeit vom Taxifahren übertragen kann, wird den ein oder anderen überraschen. TaxiBerlin hat dies in seiner jahrelangen Praxis auf den Straße untersucht und für wahr befunden. Wer nicht glaubt, daß es unzählige Taxifahrer gibt, die verleugnen vom Taxifahren abhängig zu sein, vergleiche bitte die eigenen Symptome mit den hier beschriebenen.

Das Verleugnen ist menschlich und gehört insbesondere im Internetzeitalter zum Tagesgeschäft. Manch einer verleugnet nur sich selbst, weil er keinen Arsch in der Hose hat. Ein anderer hat dort aber auch schon seine Mutter verleugnet, weil der Gemeine Grabbler (Ganz im Zeitgeist: Gewinne privatisieren und Verluste sozialisieren!) ihre Bestattung der Allgemeinheit überhelfen wollte. Weiß er denn nicht, daß man das nur machen darf, wenn man der Heiland selbst ist, wo Himmelfahrt statt Beerdigung auf dem Programm steht?!

Da kamen seine Mutter und seine Brüder; sie blieben vor dem Haus stehen und ließen ihn heraus rufen. Es saßen viele Menschen um ihn herum und man sagte zu ihm: Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und fragen nach dir. Er erwiderte: Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder? Und er blickte auf die Menschen und sagte: Das hier sind meine Mutter und meine Brüder. (Markus 3, 31-34)

Der Grund für die Verleugnung der Sucht Taxifahren ist, daß ein Leben ohne das Taxifahren nicht vorstellbar bzw. wenig sinnvoll erscheint. Das ist aber nur das oberflächliche Erscheinungsbild. In Wirklichkeit stecken existenzielle Ängste dahinter. Beispielsweise die Sorge, daß morgen kein Schweinefrass mehr auf dem Tisch steht. Oder auch nur die Angst, nichts anzuziehen zu haben.

Eine Therapie ist insbesondere in Krisenzeiten wie diesen, wo man selbst um die eigene Bleibe bangen muss, extrem schwierig. TaxiBerlin empfiehlt als ersten Schritt, eine komplette Taxischicht umsonst zu fahren. Was sich leicht anhört, erweist sich in der Praxis, insbesondere für einen Gemeinen Grabbler, oft als sehr schwierig. Deswegen kann es hilfreich sein, auch im Interesse der Fahrgäste, ein entsprechendes Schild (Foto oben) vorzubereiten und geeignete Lektüre mitzuführen:

Niemand kann zwei Herren gleichzeitig dienen: Entweder er wird den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird an dem einen hängen und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon. Darum sage ich euch: Sorgt nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung? (Matthäus 6, 24/25)

Foto&Text TaxiBerlin

21.05.2012

DROGE TAXI


Friedrichstraße / Mitte

Jeder weiß es. So gut wie alles kann heutzutage abhängig machen: Sex, Geld, Spiel ... Daß auch Taxifahren zur Droge werden kann, wird einige überraschen. TaxiBerlin ist der lebende Beweis. Denn, ich gebe es ehrlich zu, ich bin abhängig.

Es gibt nichts herumzudeuteln, die Symptome sind eindeutig! Selbst mit dem Fahrrad steuere ich ungewollt typische Taxiziele an wie: Hotels (wegen der Toilette und den kostenlosen Zeitungen), Bahnhöfe (wegen der auch am Sonntag geöffneten Supermärkte) und selbst Flughäfen (nur um mal kurz nach Rom zu fliegen).

Es ist nicht zu übersehen: TaxiBerlin ist auf kaltem Entzug, auch wenn das bei dem Wetter draußen kaum vorstellbar erscheint. Aber es besteht Hoffnung. Selbst mein Therapeut sagt, daß ich es schaffen kann. Die wichtigste Nachricht für dich ist aber: TaxiBerlin kämpft für die offizielle Anerkennung vom Taxi als Droge. Mein Ziel ist es, daß in Zukunft auch deine Abhängigkeit vom Taxifahren als Droge anerkannt wird.

Aber TaxiBerlin geht noch einen Schritt weiter. Gemeinsam mit meinem Therapeuten arbeite ich an einer Therapie, mit der auch du von dieser Droge loskommen kannst. Daß ich gestern noch ein Geheimnis aus dem Projekt gemacht habe, hat nichts damit zu tun, daß ich mich wichtig machen wollte, sondern ist nur ein Symptom der Erkrankung: Die Verleugnung! (Die meisten meiner Leser erinnern sich aber: In Sachen Verleugnung gibt es unter Berliner Taxifahrern im Internet weitaus schlimmere Fälle.)

TaxiBerlin blickt jetzt in die Zukunft. Und dort sehe ich eine lange Reihe, jetzt nicht von Taxen am Flughafen, sondern von Taxifahrern, die sich mit Hilfe der Methode, die ich gerade gemeinsam mit meinem Therapeuten entwickle, von der Droge Taxifahren befreit haben. Gut gemeinte Gebete haben in der Vergangenheit nichts gebracht.

Deswegen fordere jetzt auch du von der Politik endlich die Anerkennung vom Taxifahren als Sucht und unterstütze TaxiBerlin bei der Entwicklung einer geeigneten Therapie mit einer Spende.

PS: Mit der Spende war Spaß, schließlich bin ich kein Gemeiner Grabbler. Mit dem Rest ist es mir Ernst!

Foto&Text TaxiBerlin

20.05.2012

TAXIBERLIN MACHT FREI


Kronprinzessinnenweg / früher Zehlendorf / jetzt Steglitz-Zehlendorf

Einige wissen es bereits, der Rest erfährt es jetzt: TaxiBerlin nimmt eine Auszeit vom Taxifahren. Aber keine Angst!TaxiBerlin wird als Fahrradfahrer auch in Zukunft auf dieser Seite über seine Stadt berichten. Das ist aber nur der Anfang! TaxiBerlin hat ein Projekt für den gesamten Sommer geplant. Gerne würde TaxiBerlin an dieser Stelle mehr darüber schreiben. Da die Idee aber so genial ist, ist die Gefahr zu groß ist, daß sie ihm ein Gemeiner Grabbler, die sich auch im Internet zahlreicher herumtreiben, als manch einer glauben möchte, klaut. Soviel kann verraten werden: TaxiBerlin geht nicht zu den Piraten! Sondern viel besser: TaxiBerlin wird Pirat! Naja, oder so ähnlich ...
Foto&Text TaxiBerlin

18.05.2012

Desaster mit drei Buchstaben: BER


Gestern am Flughafen Schönefeld (SXF)

Als wäre mir der hochgradig unprofessionelle Service vom Billigflieger nicht schon genug auf die Eier gegangen, musste mich der Randberliner bei meiner Rückkehr aus Rom auch gleich noch mit seinem "Wir können alles - aber nichts richtig" (Foto) belästigen. Spätestens nachdem bekannt wurde, daß die Eröffnung von "Das Tor zur Welt" (BER) ein zweites Mal verschoben werden muss, hätte man dieses Plakat abnehmen müssen. Ich meine: Arm war vielleicht mal sexy, aber Dumm war es noch nie - auch wenn der Volksmund sagt: Dumm F**** gut!
Foto TaxiBerlin

DIE RÖMISCHE TOILETTE (EIN NACHTRAG)


Römische Automatik

Die Handbremse ist wirklich eine Handbremse. Aber nicht nur das habe ich über die römische Toilette herausgefunden. Wie bei jeder Automatikschaltung, so hat auch sie, die römische Toilette, zwei Pedalen - eine blaue zum Beschleunigen und eine rote zum Bremsen. Das Besondere - sozusagen das Extra - bei der römischen Toilette ist, daß man sich beim Fahren die Hände (bei Bedarf auch die Füße) waschen kann. Dazu bedarf es allerdings einer langjährigen Praxis, denn beim Drücken des roten Pedals kommt heißes und beim Drücken des blauen logischerweise kaltes Wasser.

Das mit dem heißen Wasser funktioniert aber nur so lange, wie der dazugehörige Boiler funktioniert. Und genau das war das Problem in unserem römischen Wohnklo, an dem es sonst nichts auszusetzen gab - ganz im Gegenteil! Gemeinsam mit der sympathischen Toilettenfrau - Verzeihung Vermieterin - hat TaxiBerlin, dem als gelernter Ossi sowohl das Reparieren als auch das Improvisieren im Blut liegt, in einer Stunde die Heizspirale gewechselt und damit den italienischen Boiler wieder flott bekommen. Der, also der Boiler, ist jetzt wieder "auf dem Posten" und TaxiBerlin da, wo er hingehört: zurück in Berlin!
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17.05.2012

FRONTLINE BERLIN IN ROM


Via Padova 56/A , 00161 Roma , Italia

Es war jetzt keine wirkliche Überraschung, ein Büro für Berliner Immobilien, welche als absolut sichere Geldanlage in Krisenzeiten wie diesen angepriesen werden, in Rom anzutreffen. Spätestens seit dem Graffito Molto Grandioso in der Köpenicker Straße muss auch dem letzten klar sein, wo die neue Front verläuft, welche einst die Mauer war. Leider war ich genau zur Mittagspause zwischen 13:30 und 14:30 vorm Office von "Immobili in Germania" in der Via Padova, sonst hätte ich gleich mal nachgefragt, ob sie vielleicht auch das Haus in dem du in Berlin wohnst, im Angebot haben.
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16.05.2012

DIE RÖMISCHE TOILETTE


Toilette mit Handbremse

Wer so viel Bier trinkt wie ich, der muss zwangsläufig regelmäßig auf Toilette. Komischerweise haben die Römer, obwohl sie bekanntermaßen das WC erfunden haben, keine öffentlichen Toiletten - oder vielleicht gerade deshalb? Ich würde sogar dafür bezahlen, auf eine öffentliche Toilette gehen zu können - schließlich bin ich kein Gemeiner Grabbler! Aber da es keine öffentlichen Toiletten gibt, war ich förmlich dazu gezwungen, mir eine mobile Toilette (Foto) zuzulegen. Mit der laufe ich jetzt immer durch Rom und bin auch ganz zufrieden mit ihr. Nur weiß ich bloß immer noch nicht, wozu die Handbremse (rechts im Bild) dient ...

Foto&Text TaxiBerlin

15.05.2012

TAXI IN ROM (EIN NACHTRAG)


Römisches Taxi mit Pyramide

Die Taxifahrer in Rom sollen die schlechtesten Taxifahrer der Welt sein, was ich nach einer Woche und einer Handvoll Taxifahrten ganz und gar nicht bestätigen kann. Aber auch der Verkehr in der italienischen Hauptstadt ist keinesfall so schlimm wie immer behauptet wird. Zugegeben, es wird teilweise etwas unkonventionell und ohne Rücksicht auf nicht vorhandene Fahrspuren gefahren. Einen Unfall habe ich aber bisher nicht zu Gesicht bekommen.  Mit dem Verkehr in Istanbul ist das hier überhaupt nicht zu vergleichen!

Die Taxis in Rom sind allesamt ausgesprochen sauber und gepflegt. Das liegt in erster Linie daran, daß alle Taxifahrer in der italienischen Hauptstadt Einzelunternehmer sind - ihr Taxi sozusagen ihr Leben ist. Ein weiterer Unterschied, insbesondere zu Berlin, ist der Fakt, daß es in Rom nur italienische und keine Taxifahrer mit "Hintergrunz" - Verzeihung - mit "Migrationshintergrund" gibt.

Daß es in Rom keine Taxifahrer mit "Migrationshintergrund" gibt, liegt daran, daß eine Taxikonzession mit 120.000 Euro nicht ganz billig ist. Ein weiterer Grund, so unsere Taxifahrerin von gestern Abend, ist, daß alle Taxifahrer in Rom perfekt italienisch sprechen müssen. Der "Migrationshintergrund" soll auch deswegen lieber beim Limousinenservice arbeiten, und nicht etwa deswegen, weil die italienische Fiattaxe (Foto oben) bereits im Katalog rostet.
Foto&Text TaxiBerlin

14.05.2012

DAS ROM BIER RANKING


Alle werden sie Bier genannt, was aber nichts heißen muss:

Es macht nicht nur Blau - es heißt auch so!

PEPERONI macht die Wangen Rot, naja, oder so ähnlich ...

Der Mann in Grün mag es eher dünn - sein Bier!

SPLÜGEN - das Bier für den Lügner!

Gasthaus - ganz schlimm. Geht gar nicht!


Fotos&Ranking TaxiBerlin

13.05.2012

TAXI IN ROM


Halteplatz in Rom

Die Taxen in Rom sind weiß wie die Unschuld. Am Tage bei Sonnenschein schwer zu fotografieren. Nachts dafür nicht zu übersehen. Etwas anders auch die Anzugsordnung der Fahrer (links im Bild). Aber wer weiß schon, was uns diesbezüglich in der deutschen Hauptstadt noch bevorsteht.

Der Grundpreis ist mit 2,80 Euro etwas günstiger als in Berlin - allerdings nur am Tage. Nachts startet die Fahrt mit mehr als dem Doppelten. Ein Kilometerpreis von unter einem Euro macht das Taxi fahren trotzdem auch für den Normalverbraucher erschwinglich.

Die Anzahl der Taxen ist auf achttausend limitiert. Es gibt keine großen Taxifirmen sondern nur Einzelunternehmer. Diese fahren in der Regel selbst oder jemand aus der Familie. Angestellte Fahrer sind unüblich. Die Fahrzeit von acht Stunden wird eingehalten.

Der Grund sind spezielle Taxikonzessionen sichtbar am Taxi für die Tageszeit, wann dieses Taxi fahren darf. Außerdem gibt es natürlich eine Kontrolle durch die lieben Kollegen und Kolleginnen. Von letzteren sind unerwartet viele auf den Straßen von Rom unterwegs - vorzugsweise am Tage.

Natürlich wird auch bei den Taxifahrern und Taxifahrerinnen in Rom viel geschimpft und gejammert. Mein Eindruck ist aber, daß das Taxigeschäft hier, verglichen mit Berlin und New York, fairer und für den Einzelnen einträglicher ist - trotz des günstigeren Tarifs.

Der Grund für meine Reise nach Rom ist TaxiGourmet alias Layne Mosler, mit der ich mich hier auf Taxiabenteuer begebe. Gemeinsam lassen wir uns von hiesigen Taxifahrern und Taxifahrerinnen zu deren Lieblingsrestaurants chauffieren. Darüber wird es nicht nur einen Artikel in einer großen britischen Tageszeitung geben, sondern Layne wird auch auf ihrem Blog darüber berichten. TaxiBerlin hilft nicht nur beim Essen sondern macht auch die Fotos.

Dranbleiben lohnt sich!
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12.05.2012

POSTE ITALIANE oder IN ROM MIT JOHN CLEESE


John Cleese in Rom

In Deutschland darf man mit Helm nicht mal Geld abheben, geschweige denn eine Postfiliale betreten. In Rom kommt der Postbote zu dir nach Hause - mit Helm! Das stimmt wirklich! Das mit John Cleese habe ich mir - zugegeben - ausgedacht, obwohl der Typ ihm wirklich sehr ähnlich sieht.
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11.05.2012

"LASST MICH IN RUHE, BITTE, ICH BIN DEUTSCHER ..."


Whiskey wie Wein ...

Da bin ich extra nochmal vom alten Flughafen losgeflogen, und jetzt wurde die Eröffnung des neuen ein weiteres mal verschoben. Kaum im Ausland angekommen, werde ich von diesem Top Thema aus der Heimat überrascht. Zum Glück betrifft es nur den achtzigjährigen Rentner Hans aus dem Ruhrgebiet und nicht meinen alten Freund Hans Scheib. Auch das dünne Büchlein "Dojczland", was Deutschland auf polnisch heißen soll, war für diese Reise eine gute Wahl. Geschrieben hat es mein slawischer Halbbruder Andrzej Stasiuk, was nichts mit Stasi zu tun hat, obwohl Andrzej Stasiuk in seinem Heimatland Polen auch schon mal als "bezahlter Einflußagent Berlins" bezeichnet wurde. "Dojczland" gibt mir Hoffnung für mein Vaterland. Und das nicht nur, weil sich der Autor um in Ruhe gelassen zu werden auch schon mal als Deutscher ausgegeben hat (siehe Titel!), obwohl er gar keiner ist. Es gibt mir Hoffnung vor allem deswegen, weil Andrzej Stasiuk in seinem Buch empfiehlt Whiskey wie Wein zu trinken. Aus eigener Erfahrung kann ich nun sagen: Es hilft wirklich!
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10.05.2012

ALTE POLIZEI


Vorm Altersheim

Deutsche sind dafür bekannt, daß sie gerne verreisen. Rein statistisch sind sie sogar "Reiseweltmeister". Umso verwunderlicher ist es, daß es unter ihnen immer noch dumme Deutsche gibt, die vom Einheimischen erwarten, daß der ihre Sprache spricht. Ich finde das reichlich übertrieben. Und bestimmte Schilder sollte man auch ohne Kenntnis der Landessprache verstehen, wie beispielsweise das oben. Das steht logischerweise vor einem Seniorenheim der Polizei. Wem das nicht klar ist, der ist wirklich dümmer als die Polizei erlaubt und sollte lieber gar nicht erst verreisen sondern zu hause bleiben bei seinem deutschen Schweinefraß, getreu dem deutschen Sprichwort: "Bleibe im Lande und nähre dich redlich."
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09.05.2012

BAUSTELLE BERLIN BÜRGERMEISTER


Kurfürstendamm / früher Wilmersdorf / jetzt Charlottenburg-Wilmersdorf

Der ein oder andere Autofahrer wird es mitbekommen haben: Ende April gab es eine Baustelle am Kurfürstendamm. Wer sich jetzt fragen oder gar wundern sollte, warum dort plötzlich so schnell gebaut wurde, dem kann ich soviel verraten: An dem von TaxiBerlin ins Leben gerufenem Protest BAUHELME GEGEN BAUSTELLEN hat es nicht gelegen. Ehrlich gesagt weiß auch keine rechte Antwort. Das hängt doch nicht etwa damit zusammen, daß dort unser und das ist auch gut so Bürgermeister wohnt, oder?

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08.05.2012

AM ARSCH DIE GRIECHEN



Normalerweise sind die BUDDY BEARS ja Scheiße, aber eines muss man diesem "Kunstwerk" lassen: AKTUELLER geht Pop-Art nicht!

Budapester Straße / früher Tiergarten / jetzt Mitte
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07.05.2012

TAXI BERLIN TRIFFT GERHARD RICHTER (SERIE)


Neue Nationalgalerie / Potsdamer Straße / früher Tiergarten / jetzt Mitte

Gestern hat sich mein alter Klassenkamerad und Kollege Gerhard Richter die Zeit genommen, und mir als kleinen Dank für meine Werbung für seine Ausstellung dieses Bild erklärt. Leider komme ich erst heute dazu darüber zu berichten, weil Gerhard Richter wirklich zu jedem einzelnen farbigen Quadrat eine eigene Geschichte zu erzählen wusste ...

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06.05.2012

DINGE, DIE DIE WELT NICHT BRAUCHT (SERIE) / HEUTE: CHECKPOINT CURRY


Friedrich- Ecke Zimmerstraße / Mitte

Als wenn CHECKPOINT DONALD nicht schon schlimm genug wäre ...

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05.05.2012

NACHGEFRAGT


Köpenicker Straße / früher Kreuzberg / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg

Warum den Gugelhupf nur im Urlaub genießen, wenn er jeden Tag auf den Tisch kommen könnte?

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04.05.2012

WOHLSTANDSGESINDEL UND WORAN DU ES ERKENNST (SERIE) / HEUTE: SUPERSCHLÜPFER



Wühlischstraße / früher Friedrichshain / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg

Du erkennst das Wohlstandsgesindel an seinen völlig unnötigen und total überteuerten Läden, die kein Mensch wirklich braucht; oder auch, falls du beabsichtigst mit ihm intim zu werden, ganz einfach an seinem Güldenen Schlüpfer.
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03.05.2012

GRAFFITO MOLTO GRANDIOSO


Bei Netto / Köpenicker Straße / früher Kreuzberg / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg

Ein geniales Graffito, etwas versteckt gegenüber dem Netto-Supermarkt unweit vom Schlesischen Tor, daß ich speziell auch meinen blinden Besuchern gerne erkläre: Die Mauer (Links) wird eingerissen (Mitte) und in Form von 100 Euro-Scheinen (Rechts) neu errichtet. Selbst ich habe etwas Zeit benötigt, dieses großartige Meisterwerk ausfindig zu machen. Der geniale Künstler möge mir verzeihen ...
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02.05.2012

WOHLSTANDSGESINDEL UND WORAN DU ES ERKENNST (SERIE) / HEUTE: AMPELMÄNNNCHEN


Im Supermarkt bei mir an der Ecke

Du erkennst das Wohlstandsgesindel an seinem unnötigen Schnick-Schack, den kein normaler Mensch wirklich braucht, beispielsweise das Ampelmännchen an der Supermarktkasse.
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"HILF DEINER POLIZEI - SCHLAGE DICH SELBST!"


Warschauer Brücke / früher Friedrichshain / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg

Zugegeben - der Spruch ist nicht von mir. Aber das Auto der Polizeigewerkschaft gehört ja auch nicht der Polizeigewerkschaft sondern Robben & Wientjes. Manche Krümelkacker behaupten jetzt, daß es nicht Robben & Wientjes sondern Robben & Ribéry heißen muss. Dabei weiß doch jeder, daß sie damit nur ablenken wollen von der Tatsache, daß die Polizei selbst sogar Leasing-Fahrzeuge fährt, was an sich noch kein Problem ist. Zum Problem wird es allerdings, wenn Einsätze nicht gefahren werden können, weil die Kilometerobergrenze des Leasingvertrags erreicht ist.
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01.05.2012

1.MAI BERLIN KREUZBERG oder TRINKEN IST KLASSENKAMPF



Erst saufen wie die Revolluzzer und dann später












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