29.02.2012

TAXI BERLIN TRIFFT GERHARD RICHTER (SERIE)


Foto: Bildkunst

Heute ein spätes Werk im Stil von Gerhard Richter, aufgenommen um 20:45 Uhr. Es trägt den provokativen Titel "Die Henker mit der Maus". Ein nicht genannt werden wollender Neider hat sich daraufhin wie folgt über den Meister geäußert: Wenn Langeweile ein Zeichen von Größe ist, gehört er zum oberen Dutzend.

Foto&Text TaxiBerlin

27.02.2012

TAXI BERLIN TRIFFT GERHARD RICHTER (SERIE)


Foto: Bildkunst

Daß das Interesse an dieser Serie groß sein wird, damit hatte ich gerechnet. Daß es wiederum SO groß ist, überrascht selbst mich. Da ich zu meinem Wort stehe, muss ich jetzt liefern. Und das wie versprochen: Auf diesem Blog werden in den kommenden Tagen und Wochen weitere Kunstwerke im Stil von Gerhard Richter gezeigt. Dranbleiben lohnt sich!

Foto&Text TaxiBerlin

TAXI BERLIN TRIFFT GERHARD RICHTER


Foto: Bildkunst

Wer es nicht in die Neue Nationalgalerie schafft oder nicht das nötige Kleingeld für die Werkschau des Meisters hat, muss einfach nur dranbleiben. Auf diesem Blog werden in den nächsten Wochen weitere Kunstwerke im Stil von Gerhard Richter gezeigt.

Foto&Text TaxiBerlin

26.02.2012

TAXI INKOMPATIBLE WERBUNG (SERIE) und TAXI ENGLISCH FÜR ANFÄNGER (DEDICATED TO A.G.)


Detail: You drive me crazy / Man sieht sich ...

Frage / Question: "Hi! How are you?"

Antwort / Answer: My name is A.G.!"

Foto&Dialog TaxiBerlin

25.02.2012

DEIN FREUND UND HELFER


Detail: Berliner Polizei

Es ist ein alter Hut, daß man erst sich selbst helfen muss, bevor man anderen helfen kann. Ich habe vor gut zehn Jahren mal der Berliner Polizei Unter den Linden vor der alten Britischen Botschaft Starthilfe gegeben. Auf die Bezahlung warte ich heute noch. Ist bestimmt schon verjährt, oder?
Foto&Text TaxiBerlin

24.02.2012

WERBUNG VERSTEHEN


Detail: BILD-Werbung

Was will uns BILD mit dieser Ankündigung sagen? Ich denke folgendes: Aus der Karriere vom Taxi-Fahrer zum TV-Star kann nichts werden, wenn man nur am Ost-Bahnhof steht, denn Gauck kam am Flughafen Tegel an!

Jetzt mal im Ernst: In Zukunft sollen noch weniger Züge wie bisher schon am Ost-Bahnhof ankommen. Bedeutet das das Aus für die dortigen Kollegen? Oder stehen sie ab Juni alle am neuen Flughafen in Schönefeld?

Foto&Meinung TaxiBerlin

TAXI INKOMPATIBLE WERBUNG (SERIE) und TAXI ENGLISCH FÜR ANFÄNGER


Detail: Ein Widerspruch / A Contradiction

Folgende Situation: Ein Fahrgast, der der Deutschen Sprache nicht mächtig ist, möchte vom Hotel CONCORDE zum SWISSOTEL, die in der Augsburger Straße praktisch gegenüber liegen.

Fahrgast / Passenger: "I think it's close to here." / "Ich denke, es ist in der Nähe."

Taxifahrer / Cab Driver: "Yes, for a pity." / "Ja, leider."

Fahrgast / Passenger: "Thank you." / "Danke."

Taxifahrer / Cab Driver: "You are welcome." / "Bitte."

PS: Der Dialog (Er log/Sie log/Dia log) ist auch ein Beweis dafür, daß Englisch nicht automatisch kürzer ist. (Gemeint ist die Sprache!)

Foto&Dialog TaxiBerlin

23.02.2012

DU HAST DREI MINUTEN


Detail: Scheiße mit Gold

Sagte der kleine Scheißer doch gestern echt zu mir. Wenn er dann nicht zu hause ist, würde er mir ins Fahrzeug kacken. Seine Mutter beruhigte mich. Ich solle ihn nicht so ernst nehmen. Zum Glück war es nur 'ne Kurzstrecke - aus der aber leicht 'ne Kackstrecke hätte werden können ...
Text TaxiBerlin

22.02.2012

WELCHE MUSIK IM TAXI


Detail: KLASSIK

Die ganze Geschichte fing bereits vor drei Monaten an, was mir aber erst jetzt klar wurde, als mich zwei Mädels nach der am meisten gehörten Musik in Berliner Taxen fragten. Ich war noch am Überlegen, welche Musik das wohl sein könnte, da hatten die beiden schon die richtige Antwort, ganz einfach aus dem Bauch heraus: Türkische Musik. Ich war überrascht und beeindruckt zugleich. Aber nicht nur das. Irgendetwas veränderte diese Antwort bei mir.

Kurz darauf fing ich an, mehr und mehr klassische Musik zu hören. Nicht, daß ich etwas gegen türkische Musik hätte - ganz im Gegenteil! Letztes Jahr in Istanbul haben wir nur türkische Musik gehört. Das Komische ist, daß klassische Musik bei den Fahrgästen sehr gut ankommt, das solltest du auch mal ausprobieren. Aber nicht nur das, auch das Trinkgeld ist seitdem viel besser. Von dem habe ich mir nun eine Klassik-CD-Sammlung zugelegt, um die mich bereits einige Fahrgäste beneideten.

Viel habe ich seither gelernt. Daß Nietzsche Wagner erst in den Himmel lobte, und sich später mit ihm überwarf, um Bizet zu seinem Favoriten zu machen, über dessen Oper CARMEN er sagte: "Diese Musik schwitzt nicht." Oder daß Wagner eine Art Kinski unter den Komponisten war, der sogar versucht haben soll ein Opernhaus anzuzünden. Ich will jetzt kein Taxi anzünden, ich habe einen anderen Traum, und zwar mit Beethovens Fünfter Sinfonie durch Kreuzberg zu fahren - des Kontrastprogramms wegen. Wer es nicht weiß, Beethovens Fünfte wird auch SCHICKSALSSYMPHONIE genannt, und geht so: Tatatataa - Wahnsinn!

Foto&Text TaxiBerlin

21.02.2012

MULTIKULTI SCHLÄGT ZURÜCK


Detail: Der Stammtisch

Gemeint ist natürlich der Multikulti Winter, über den ich mich gestern noch beklagt hatte. So schnell kann es gehen! Mit der Taxitechnik ist es übrigens nicht anders. Brannte gestern Abend um 20Uhr nur mal so eine Kontrolllampe, bekam ich eine Stunde später schon keinen Gang rein. Und das mit Fahrgästen an Bord - peinlich!

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20.02.2012

MULTIKULTI WINTER


Detail: Berliner Hauseingang

Wie ich diesen Multikulti Winter hasse! Nicht Fisch, und auch kein Schweinefleisch! Ich weiß, das ist jetzt nicht gerade politisch korrekt. Aber der Winter ist ja auch nicht korrekt!
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19.02.2012

BVG-STREIK GESTERN


Detail: JETZT

Berlin hat gestern auf eindrucksvolle Weise bewiesen, daß es weder U-Bahn, noch Bus oder Straßenbahn bedarf, und auch keiner Taxen, und schon gar keiner zusätzlichen Taxen aus dem Landkreis. Woran lag es, daß das Geschäft sogar noch schlechter war, als an einem normalen Samstag ohne BVG-Streik? Sicherlich auch am milden Wetter, denn wer konnte, der lief. Viele haben aber einfach ihr eigenes Fahrzeug herausgeholt, um damit die wenigen befahrbaren Straßen noch zusätzlich zu verstopft. Die einzige, die vom BVG-Streik profitierte, war die Berliner Polizei, die verstärkt Fahrzeuge und Führerscheine kontrollierte.
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18.02.2012

TAXI INKOMPATIBLE WERBUNG (SERIE)


Detail: Taxi inkompatible Werbung

Am Mittwoch habe ich die Kreativsten aus der Stadt der Kreativen zurück ins "Szene-Café" geschickt, damit sie endlich nicht nur ein zeitgemäßes Geschäftmodell sondern auch die dazugehörige Werbung entwickeln, welches nicht etwa aus Scheiße Gold macht, was Schnee von gestern ist, sondern Gold aus Nichts zu machen vermag. Hier nun eines der ersten Resultate, das durchaus Mut macht. Aber keine Angst - der kreative Prozess geht weiter. Schließlich soll das Modell inklusive Werbung auch Taxikompatibel sein.
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17.02.2012

DER GROSSE GRABBLER


Viele Hände sind hilfreich beim Graben und Grabbeln

Eigentlich wollte ich mich heute als erstes brav bei meinen Fahrgästen für die Berlinale Freikarte bedanken, da tritt plötzlich der Grosse Grabbler zurück. Für ihn kam der Wettbewerbsfilm des gestrigen Abends, wo selbst ein schwachsinniges Staatsoberhaupt gut beraten wurde, leider zu spät. Der Vollständigkeit halber muss gesagt werden, daß der Berater nebenbei die Frau des Landesvaters erst angrub, dann bummste, und, was das schlimmste zumindest für die damalige Zeit war, sie auch noch schwängerte. Der Berater des Königs konnte leider nicht mehr zurücktreten, bevor er geköpft wurde. Die Moral von der Geschichte: Graben kann tödlich sein - Grabbeln nie!
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16.02.2012

KOKAIN JETZT LEGAL


Fahrzeug: Das Koksmobil

Während man andernorts noch überlegt, ob man den Kids das Kiffen erlauben sollte, ist man in Berlin schon einen Schritt weiter ...

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15.02.2012

KOT-ASYL BERLIN-FRIEDRICHSHAIN


Wühlischstraße / früher Friedrichshain / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg

Berlin ist nicht nur die Stadt der Kreativen, die im "Szene-Café" vor ihrem Mac sitzend ständig geniale Geschäftsideen produzieren, sondern auch Heimat vieler Vierbeiner, die, vergleichsweise profan, immer und überall "nur" kleine stinkende Haufen ausscheißen. In der Wühlischstraße müssen beide, die Kreativen und die Vierbeiner, irgendwann einmal aufeinander getroffen sein, denn dort bekommst du obiges Logo als Beutel für 6,95€, als T-Shirt für 12,95€ und als Tasche für 14,95€. Im Set wird es billiger - alles zusammen kostet nur 29,95€.

"Warum nicht?" oder auch "So weit so gut!" wird der ein oder andere vielleicht jetzt sagen. Nur: Ist es nicht ein alter Hut, aus Scheiße Gold zu machen? Das mag vielleicht im zwanzigtsten Jahrhundert noch modern gewesen sein. Wir aber leben im eiundzwanzigsten! Heutzutage, und jetzt meine lieben Kreativen mal aufgepasst, musst du, wenn du wirklich eine zeitgemäße Geschäftsidee haben willst, mindestens aus Nichts Gold machen können! Also, lieber Kreativer, schnapp dir deinen Mac und zurück ins "Szene-Café" - aber ein bisschen zackig!

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14.02.2012

BAUSTELLEN SIND NICHT SEXY


Detail: Frauenkopf mit sexy Bauhelm

Berlin soll sexy bleiben, aber nicht mehr arm sondern reich werden. So zumindest steht es in der Regierungserklärung vom 12. Januar, in der man ein Wort zur Berliner Baustellenepidemie vergeblich sucht. Nur: Egal ob arm oder reich - Baustellen sind nicht sexy! Aber: Bauhelme schon! Denn was für den Sexperten das Strumpfband an der Strumpfhose der Liebsten ist, ist für den Fachmann vom Bau das Kopfband im Nacken des Bauhelmträgers (siehe Foto). Warum wir nicht nur am heutigen Valentinstag einen Bauhelm tragen sollten, sondern in Zukunft immer wenn wir in Berlin unterwegs sind, das erfährst du hier.

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13.02.2012

DIE UNSICHTBARE HAND IST TOT


Detail: Unsichtbare Hand

Laut Adam Smith gibt es eine Unsichtbare Hand, die die Wohlhabenden dazu geleitet, ihren Reichtum mit den Armen zu teilen. Gestern habe ich sie gefunden - die unsichtbare Hand! Ausgerechnet in meinem Kiez, und am hellichten Tage. Aber es wird noch merkwürdiger. Die Unsichtbare Hand war gar nicht unsichtbar. Die Unsichtbare Hand war pechschwarz. Und was das schlimmste ist: Die Unsichtbare Hand war tot!

Mich wundert das nicht. Ganz im Gegenteil. Ich war mir sicher, es kann nicht anders sein. Wie sollte der gute alte Adam Smith beispielsweise von der Deregulierung gewusst haben? Ich gehe aber noch einen Schritt weiter. Nach meiner Theorie sind Smiths Unsichtbare Hand und Maradonas Hand Gottes ein und dieselbe. Mich ärgert dabei weniger, daß Maradonas Tor iregulär, weil mit der Hand, erzielt wurde, sondern vielmehr, daß sich damals niemand an das Nietzschewort erinnerte.

Ich meine, wenn damals jedem klar gewesen wäre, daß Maradonas Tor alleine deswegen gar nicht regulär gewesen sein konnte, weil Gott, und somit auch seine Hand, seit Nietzsche bekanntermaßen tot ist, dann hätte doch auch niemand mehr an die Unsichtbare Hand von Smith geglaubt, und die Deregulierung, und mit etwas Glück sogar der ganze Neoliberalismus, wären uns möglicherweise erspart geblieben ...

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BAUHELME GEGEN BAUSTELLEN


Das ideale Valentinstaggeschenk: Der Bauhelm

Baustellen sind nicht sexy, sondern ganz im Gegenteil: Baustellen sind das moderne Martyrium von Berlin. Weshalb wir gemeinsam dagegen durch das Tragen eines Bauhelms protestieren sollten, und warum ausgerechnet am morgigen Valentinstag, erfährst du hier.

Fass dir am Valentinstag ein Herz - Mach mit bei Bauhelme gegen Baustellen!

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12.02.2012

BAUHELME GEGEN BAUSTELLEN - DER COUNTDOWN LÄUFT (I)


Figur: Berliner Bär mit Bauhelm

Bauhelm auf, wenn du Berliner bist! Warum und weshalb erfährt der interessierte Leser auf Seite 13 der Montagsausgabe vom Berliner Tagesspiegel.
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BAUHELME GEGEN BAUSTELLEN - DER COUNTDOWN LÄUFT (II)


Detail: Der letzte Bauhelm

Langsam wird es eng. Und das nicht nur zeitlich. Manch einer denkt noch, es hinge mit Karneval oder Fasching zusammen, daß im Baumarkt plötzlich keine Bauhelme mehr zu kriegen sind. Weiß er denn nicht, daß es weder das eine noch das andere gibt in Berlin, sondern daß sowohl Fasching als auch Karneval ausschließlich den Fantasien, Tagträumen oder Halluzinationen Zugezogener entspringen. Dabei hätte logisches Denken vollkommen ausgereicht: Wer möchte schon als Bauarbeiter zum Fasching oder Karneval gehen heutzutage, wo jeder nur noch Oberstudienrat, Volljurist oder zumindest Online-Broker sein möchte?! Nein, der Grund warum es im Baumarkt keine Bauhelme mehr gibt, ist ein anderer. Du erfährst ihn am Montag aus der Zeitung. Aus welcher, wird morgen verraten. Also dranbleiben!
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11.02.2012

BAUHELME GEGEN BAUSTELLEN - DER COUNTDOWN LÄUFT (III)


Detail: Baulicht mit Bauhelm

Kennst du das auch: Du hast es mal wieder eilig aber kommst nicht voran? Selbst auf dem Bürgersteig ist der Verkehr neuerdings einspurig. Schuld ist eine von unzähligen Baustellen in unserer Stadt. Fragen, wie lange das noch geht mit der Bauerei, kannst du auch keinen, weil niemand da ist auf der Baustelle. Und was das Neuste ist: Du darfst den Baustellebreich nur noch mir Bauhelm passieren. Es könnte ja was passieren. Die Frage ist nur WAS? Vielleicht gibt es bald sogar Punkte in Flensburg, wenn du ohne Helm unterwegs bist. Zur Sicherheit solltest du dir bald einen Bauhelm holen. Den gibt es für wenig Geld auf jedem Baumarkt. NOCH! Nicht daß es dir mit dem Kopfschutz ergeht wie mit den Winterreifen im letzten Jahr ...

Foto&Text TaxiBerlin

10.02.2012

BAUHELME GEGEN BAUSTELLEN - DER COUNTDOWN LÄUFT (IV)


Figur: Melancholia mit Bauhelm

Noch tun alle so, als wären sie im Winterschlaf. Aber wer genauer hinguckt, der sieht: Da tut sich etwas unter der coolen Decke aus Schnee. Selbst die nachdenklichsten und immobilsten unter unseren Mitbürgern hat es erfasst. In weiser Voraussicht, ihrer Langsamkeit bewusst, haben sich die meisten von ihnen schon mit dem wichtigsten, dem Bauhelm, eingedeckt und warten nur darauf, daß es endlich losgeht mit BAUHELME GEGEN BAUSTELLEN.

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08.02.2012

TAXIFAHRT SPÄTER MIT JUDITH HERMANN


Auf der Stadtautobahn, auch A100 genannt - später ...

Robert Weber hatte offensichtlich Sorge, daß ich seine morgige Buchpremiere verpassen könnte. Dabei hatte ich ihm selbst doch den Liebesbrief ans Finanzamt zum Kollagenroman "Ohne Dich ist alles Staub" beigesteuert. Daran konnte sich Freund Weber beim heutigen Telefonat aber schon nicht mehr erinnern. Nun gut, ich will nicht nachtragend sein. Immerhin versprach mir Robert eine Taxifahrt mit Judith Hermann, die er als Vorlesende für die Buchpremiere gewinnen konnte - allerdings erst später ...

Foto&Text TaxiBerlin

07.02.2012

LOVE AND HATE AM VALENTINSTAG


Detail: Am 14. Februar - Das Ende der Welt

Also meine Idee ist das nicht mit dem Ende der Welt am Valentinstag. Das kannst du mir glauben. Für den 14. Februar hatte ich ganz andere Pläne. Da startet nämlich BAUHELME GEGEN BAUSTELLEN - ein Stiller Protest, jetzt nicht gegen die immer mehr werdenden Taxen aus dem Lankreis Dahme-Spreewald, sondern gegen die viele Baustellen, die den Verkehr in Berlin immer verkehrter werden lassen. Und das Beste daran ist: Du kannst mitmachen! Alles was du dazu brauchst ist ein Bauhelm. Mit etwas Glück hilft der dir auch gegen den angekündigten Weltuntergang ...

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06.02.2012

WIR BEGRÜSSEN VIERHUNDERT NEUE KOLLEGEN


Detail: Überfahrener Berliner Taxibär

Der Berliner Taxibär hat sich mal wieder überfahren lassen, und zwar von seiner eigenen Senatverwaltung für Stadtentwicklung. Die hat heute nämlich einen Vertrag mit dem Landkreis Dahme-Spreewald über den Taxibetrieb am neuen Flughafen Berlin-Brandeburg unterzeichnet. Demnach gilt in Zukunft nicht nur der höhere Tarif des Landkreis auch für Berliner Taxen für Fahrten ab Schönefeld, sondern Brandenburger Taxen dürfen dann auch ganz offiziell Fahrgäste in Berlin mitnehmen. Dafür sollen sie zwar eine spezielle Ortskundeprüfung für Berlin ablegen, aber man kann die neuen Kollegen, die wir auf diesem Wege schon mal "Herzlich Wilkommen" heißen, beruhigen: Der P-Schein wird in Berlin so gut wie nie kontrolliert! Und wenn doch einmal, dann sagst du einfach, daß du mit deinem Fahrgast gerade aus dem Landkreis kommst. Viel Glück!

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IT IS WHAT IT IS = IT IS NOT WHAT IT WAS


Detail: It is what it is - Berlin (auf Deutsch: Nimm es hin, wie es ist. Du kannst sowieso nichts ändern.)

In Berlin geborene, von vielen auch richtige Berliner genannt, machen etwa ein Drittel der Berliner Bevölkerung aus und sind somit eine Minderheit in der Stadt. Warum wird aber ausgerechnet diese nicht, wie sonst alle anderen Minderheiten in diesem Land, gehegt und gepflegt? Liegt es vielleicht daran, daß von den zugezogenen Berlinern keiner mehr einen richtigen Berliner persönlich kennt, und somit gar nicht weiß, von wem überhaupt die Rede ist?

Früher saßen auf Berliner Partys der Dachdecker neben dem Doktor und die Putzfrau neben der Juristin. Heute bleibt man lieber unter sich, und das verstehe ich sogar. Schließlich möchte auch ich mir nicht den ganzen Abend das dumme Geseiere von irgendwelchen Leuten anhören, die denken, sie hätten was zu sagen, nur weil sie Geld haben. Mir reicht es vollkommen, wenn ich sie gelegentlich bei mir im Taxi habe.

Neuerdings werden Leute, die sich noch an das Lebensgefühl "Alles ist möglich" im Berlin der Neunziger erinnern können und zumindest etwas davon bewahren wollen, als konservativ bezeichnet. In einer Zeit, wo jeder nur noch Spaß haben will, und das immer und sofort, ist das nicht weiter verwunderlich. Selbst ehemals Konservative wollen heute nicht mehr konservativ sein, und sogar die Medien spielen mit.

Wissen sie denn nicht, daß die Konservativen von heute die Avantgarde von morgen ist?

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05.02.2012

WACHTRAUM


Dreifaltigkeitskirchhof / Bergmannstraße / früher Kreuzberg / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg

"Vorbei nun die Zeit, in der ich mich um Unnötiges sorgte." ("Worte der Leere", Seite 6)

3 Monate ohne Dietrich Werneburg (2.1.1966-5.11.2011) alias Dietrich W. Dietrich

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04.02.2012

SCHNEEBLUMEN


Detail: Schneeblume

Eisblumen am Fenster kennt jeder. Aber wer hat schon eine Schneeblume bei sich auf dem Hof? Und das mitten in Berlin! Ich wohne einfach, man kann schon fast sagen dörflich, aber vor allem sehr ruhig. Meine Gäste begrüße ich gerne mit "Willkommen in meinem bescheidenen Heim!", und das ist sogar noch übertrieben! Die Feststellung eines Freundes: "Was, du zahlst Miete? Dein Vermieter sollte dich bezahlen, daß du hier wohnst!", beschreibt meine Wohnsituation besser.

Aber ich will mich nicht beklagen. Ganz im Gegenteil. Ich wohne ausgesprochen gerne hier. Es soll sogar Leute geben, die mich um meinen Wohnraum auf zwei Etagen beneiden. Ich kann sie beruhigen. Im Winter ist das nicht wirklich schön, wenn sich die Verbindungstreppe außerhalb der Wohnung befindet. Genau genommen im Flur, der nicht beheizt ist.

Aber wie gesagt: Ich will mich nicht beklagen. Nur im Moment, meinem Vermieter geht es mal wieder nicht so gut, denke ich mal wieder weiter. Was passiert, wenn er eines Tages nicht mehr ist. Vor ein paar Jahren wollte er schon mal alles verkaufen. Und da war das Haus, bevor er es überhaupt verkauft hatte, schon einmal weiter verkauft. Aber das war wie gesagt vor ein paar Jahren. Heute wäre die Immobilie vielleicht schon drei- oder viermal weiter verkauft ...

Aber das ganze grübeln, was mal wird, bringt ja nichts. Es gibt ja auch noch aktuelle Probleme. Zum Beispiel der Russe, der wie alle Jahre wieder pünktlich zur Winterzeit seine Gasausfuhr drosselt. Jetzt sogar nach Westeuropa! In der Vergangenheit betraf es nur die Ukrainer. Aber die Timoshenko ist ja nun im Knast. Oder liegt es vielleicht nur an der veralteten russischen Technik? Wie dem auch sei. Ich erfreue mich an der Schneeblume im Hof. Vielleicht gibt's ja bald Eisblumen in der Wohnung ...

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03.02.2012

DAS ORAKEL VON BERLIN


Mehringplatz / früher Belle-Alliance-Platz / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg / früher Kreuzberg

Merkel darf in China weder einen prominenten Bürgerrechtler treffen noch eine kritische Zeitung besuchen. Die "Berliner Zeitung" und die "Frankfurter Rundschau" dürfen nicht länger behaupten, Wulffs hätten den neuesten Audi kostenlos genutzt. Guttenberg bekommt eine Torte ... ins Gesicht ... im Friedrichshain. - Schade um die Torte!

Was?? Du glaubst mir nicht?! Ungläubiger! Es ist alles längst passiert!!

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NACHRICHTEN AUS DEM NEUEN BERLIN oder HURRA, WIR VERBLÖDEN!


Mehringdamm / früher Kreuzberg / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg

Seit gestern ist es traurige Gewissheit. Ganz Berlin ist Gaga. Jetzt auch Kreuzberg. Am Besten man hält sich gar nicht erst mit dem verblödeten Inhalt dieser Werbung auf, sondern beschäftigt sich gleich und ausschließlich mit der Form - der Sprache. Woher kenne ich nur dieses infantile JUHUU? Ich bin mir sicher, es irgendwo schon mal gehört zu haben. Aber wo? War es im Internet? Oder war es doch in einem von diesen Cafés, wo man nur mit einem Mac reinkommt? Ich will nicht ausschließen, daß es nicht sogar in meinem Taxi war. Vielleicht aber auch im Radio. Im Fernsehen weiß ich nicht - ich hab keinen Fernseher. Könnte aber theoretisch auch sein. Die Leute wollen schließlich immer und überall ihren Spaß haben. Warum nicht auch im Fernsehen. Fehlt nur noch einer, der fragt: Wollt ihr die totale Verblödung? Die meisten würden vermutlich mit JUHUU! antworten.

PS: Oder ist man in Kreuzberg vielleicht nur weitsichtig und die bejubelte Preiserhöhung einfach eine erste Reaktion auf die vorstehenden Inflation?! Aber selbst dann wäre ein JUHUU unangemessen.
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02.02.2012

FRIEDRICHSHAIN BLEIBT DRECKIG


Scharnweber Straße / früher Friedrichshain / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg

Auf den ersten Blick scheint das eine gute Nachricht zu sein. Wenn, ja wenn sie nicht auf einem von diesen nigelnagelneuen Pseudoprotzbauten stehen würde. Da wirkt der Spruch dann schon wieder lächerlich.

Aber der Spruch wirkt nicht nur lächerlich - er ist es auch wirklich. Es ist ein Festhalten wollen an etwas, das vergangen ist. Ähnlich dem "Berlin - alles ist möglich" und dem "Erst wenn die letzte Eigentumswohnung gebaut ..." blah blah blah.

Genau genommen sind aber nicht die Sprüche lächerlich, sondern ihre Urheber haben sich durch sie lächerlich gemacht. Wissen sie denn nicht, daß die Karawane längst weiter gezogen ist? Dann wissen sie es jetzt! Bleibt nur die Frage: Wohin?

PS: Es soll Leute geben, die ernsthaft glauben, daß die Menschen von früher jetzt alle im Internet wären. Hat ihnen denn noch niemand gesagt, daß es neben dem virtuellen auch ein reales Leben gibt?

Foto&Text TaxiBerlin

01.02.2012

VOM RECHT AUF SCHEITERN


Scharnweber Straße / früher Friedrichshain / heute Friedrichshain-Kreuzberg

Es soll Leute geben, ich selbst weiß es nur vom Hören/Sagen, für die sind Taxifahrer allesamt gescheiterte Existenzen. Wissen sie denn nicht, daß es ein Recht auf Scheitern gibt?

PS: Es soll aber auch Menschen geben, sogar ganz oben, für die ist Scheitern gar ein Menschenrecht!

Foto&Text TaxiBerlin