31.05.2011

ERGO - Versichern heißt verstehen.


Weichselstraße / Friedrichshain

Recht haben sie! Und Ungarisch ist auch viel mehr sexy ...

Foto&Text TaxiBerlin

PROSTITUTION IM NETZ


Was ist wichtiger für eine Prostituierte: Die Anzahl der Freier oder deren Qualität? Ohne wirklich zu wissen, wie das bei den Liebesdienerinnen ist, behaupte ich: Im Internet geht es schlimmer zu als im Bordell!

Dort zählt nur, wie oft wurde ich angeklickt. Übrigens sind das oft dieselben Leute, die sonst über die Quotengeilheit der Medien herziehen. Und das schlimmste ist: Die merken es noch nicht einmal!

Wähle die richtigen Schlüsselwörter, tue so, als ob du über aktuelle Themen schreiben würdest oder stell einfach ein sexy Bild von dir ein (Vorsicht: Funktioniert nur bei Frauen!), und du wirst angeklickt ohne Ende, was OK ist, letztendlich aber auch nichts anderes, wie früher manipulierte Telefonkarten, mit denen du anrufen konntest ohne Ende, weil sie nie auf Null gegangen sind.

Der nächste Schritt ist dann, aus den Klicks Geld zu machen, beispielsweise indem du auf deiner Seite Werbung machst, was an sich OK ist, wenn es jemand (so!) nötig hat. Die höhere Schule ist allerdings, dich für deine Worte (mindestens 1800 Zeichen!!) bezahlen zu lassen, die sowieso niemand liest, weil nur der Klick zählt, und nicht der Kick beim Lesen, was mich an die mit den manipulierten Telefonkarten erinnert, die gleichzeitig eine eigene 0900 Nummer hatten, die sie mit ihrer Karte permanent angerufen haben und damit (wirklich!!!) reich geworden sind.

Du hast keine Ahnung wovon ich rede? Dann gib einfach TAXI BLOG BERLIN in deine Suchmaschine ein. An erster Stelle erscheint dort ein "ein rein privater Blog". Warum?


PS: Please Klick Me And I'll Lick Your A**!

FUCK YOGA


Mauerpark / Prenzlauer Berg

Gemeint ist glaube ich das hier:

Chausseestraße / Mitte
Fotos&Text TaxiBerlin

PS: Ich weiß es aber nicht genau!

30.05.2011

OHNE SORGE oder MIETSPIEGEL BERLIN

Wer Samstags nach Binz fährt, hat die Zeit und auch die Kohle, den Sonntag in Potsdam zu verbringen. Aber jetzt mal im Ernst: Es ist immer schön, wenn man ein Ziel hat im Leben. Taxifahren ist, wenn ich ehrlich sein soll, insgesamt doch eher ein wenig "Ziellos", wenngleich es jede Menge "Zwischenziele" gibt.

Worauf ich hinaus will, ist folgendes: Das Beste, was einem als Taxifahrer passieren kann, ist ein Arzt, der einem sagt, daß man nicht mehr Taxifahren kann, als welchen Gründen auch immer. Dann kann man endlich mal das machen, was man schon immer machen wollte, beispielsweise drei Monate nach Lappland fahren wie Kollege Z.

Ich harre weiter in Berlin aus, auch wenn mein Arzt das nicht ausdrücklich angeraten hat. Daran ist auch eher der neue Berliner Mietspiegel Schuld, der gerade veröffentlicht wird. Mein Kiez ist schon wieder teurer geworden, was an den ganzen Zugezogenen liegen soll. Möglicherweise muss ich infolgedessen bald von hier wegziehen. Vielleicht sogar nach Marzahn ...

Sanssouci / Potsdam
Fotos&Text TaxiBerlin

PS: Keine Sorge, Marzahn kommt für mich nicht in Frage! Da soll es auch schon genug Zugezogene geben ...

PSPS: Bevor ich "In The Ghetto" ziehe, nehm ich mir lieber 'nen Strick!

PSPSPS: Vielleicht ziehe ich einfach nach Potsdam ...

29.05.2011

"ICH BINZ!"

Einen Geheimtipp soll man bekanntlich nicht verraten. Die Geschichte, wie man als Berliner Taxifahrer zu einer Fahrt nach Binz auf Rügen kommt, ist aber ein alter Hut, die bloß noch keiner aufgeschrieben hat.

Optimaler Ausgangspunkt ist eine Fahrt am Donnerstagnachmittag zum Flughafen Tegel, am Besten so gegen 17 Uhr. Dort (in TXL) ist mal wieder das übliche Chaos, wo selbst der erfahrene Taxifahrer nicht mehr wirklich durchsieht.

Nachdem du deinen Fahrgast abkassiert und ausgeladen hast, stellst du dich einfach bei Terminal E ganz vorne an die Taxihalte. Dort steht sowieso nie einer und du wirst garantiert auch von niemandem bemerkt.

Jetzt kommt es nur noch darauf an, im richtigen Moment auszusteigen und (das wichtigste!) die richtigen Worte zu finden. Eine Möglichkeit ist einfach abzuwarten, bis jemand die Rolltreppe vom Terminal D herunterkommt.

Was die richtigen Worte angeht, so liegt meiner Meinung nichts näher als "Ich bin's!" zu sagen. Mein persönlicher Tipp: Sollte man aber nur machen, wenn man auch wirklich bereit und willens ist nach Binz auf Rügen zu fahren!

Foto&Text TaxiBerlin

PS: In Binz angekommen kann dann wiederum jeder machen, was er will. Ich empfehle einen kurzen Ausflug ins drei Kilometer entferne Prora.

27.05.2011

WARM, ABER SEXY.


Markgrafendamm / Friedrichshain

Daß diese Karre (von Auto kann keine Rede sein!) für Schwule ist, hatte ich schon gewusst. Nur mit dem SEXY, das verstehe ich irgendwie nicht ...

Foto&Text TaxiBerlin

PS: Diese Karren nerven übrigens auch auf der Straße (und nicht nur als Werbung!) nur rum. Jetzt weiß ich auch, warum ...

25.05.2011

FRIEDA FÄHRT F****N


Seit gut einer Woche habe ich einen neuen Stammfahrgast. Sie heißt Frieda, wohnt bei mir um die Ecke und fährt regelmäßig nach Kreuzberg zum F****n. Das dauert ungefähr eine Stunde. Dann fährt sie wieder zurück nach Friedrichshain. Alles wie gesagt mit dem Taxi. Dabei hat Frieda eigentlich keinen Grund zur Eile. Sie betrügt niemanden, sie ist nämlich solo. Aber möglicherweise ihr F****r nicht. Mir soll’s recht sein, ich bin kein Moralist.

Ich schreibe das auch nur, weil ich Frieda nicht mehr alleine schaffe. Ich meine jetzt nur die Fahrerei! Eine Stunde zu warten ist einfach eine blöde Zeit. Da hat man meistens die nächste Fahrt gerade hinter sich und ist sonst wo. Um dann nach Kreuzberg zurückzufahren, nur um Frieda erschöpft aber guter Dinge nach Friedrichshain zu bringen, "bei aller Liebe", das lohnt sich nicht.

Vielleicht kann ich mir Frieda mit einem Kollegen teilen?! Ich mache die Hinfahrt und er die Rückfahrt!? Wenn ich’s mir recht überlege, wäre mir die Fahrt zurück schon lieber. Aber egal, ich bin kompromissbereit! Vielleicht kann man sich abwechseln …

Foto&Text TaxiBerlin

PS: Frieda ist nicht hässlich und "immer gut drauf".

24.05.2011

ENDSTATION SEHNSUCHT



ENDSTATION SEHNSUCHT war gestern! Heute würde man den selben Film in Berlin drehen und ENDHALTESTELLE HEDWIGSHÖHE nennen. Was auf den ersten Blick aussieht wie eine Yuppie Siedlung im Prenzlauer Berg, entpuppt sich beim genaueren Hinsehen als schickste KLAPSE der Stadt. (Der Angelsachse sagt auch FUNNY FARM dazu!)

Ausgerechnet in Bohnsdorf, dem Siedlungsteil Berlins, der (aus welchen Gründen auch immer?!) als einziger nicht Bestandteil der Berliner Taxiprüfung ist, befindet sich das Teil! (Oder vielleicht gerade deswegen!?)

Wie dem auch sei: TaxiBerlin kann diese KATHOLISCHE KLAPSE nur wärmstens empfehlen - alleine der Lage wegen! Und sollte ich eines Tages selbst mal richtig "durchdrehen" (also nicht nur die Reifen meiner Taxe!), dann bring mich bitte nach HEDWIGSHÖHE!

Krankenhaus Hedwigshöhe / Bohnsdorf
Fotos&Text TaxiBerlin

22.05.2011

"JEDER GUTE BLOG BRAUCHT SEINEN FEIND" oder "YOU ARE NO GOOD"


Linke Lutscher & Gemeine Grabbler

Diese Weisheit ist nicht von mir - leider! Obwohl sie, wie jeder weiß, der meinen Blog kennt, von mir hätte sein können. Da mir gerade nicht einfällt, von welchem Blogger diese Weisheit stammt, nehmen wir einfach mal an, daß die Erkenntnis von mir wäre ...

Gehen wir weiterhin davon aus, daß die These "Jeder gute Blog braucht seinen Feind" nicht nur eindeutig sondern eineindeutig ist, was wiederum bedeutet, daß ein Blog ohne einen Feind kein guter Blog sein kann. Das leuchtet doch jedem ein, oder?

Nun wurde mir von unterschiedlicher Seite bescheinigt, daß mein Blog nicht gut wäre. Mein Freund Robert hatte deswegen bereits vor Jahren den Song "You Are No Good" verfasst, in dem es heißt:


Nun, so kurz vor seinem Jubiläum, muss ich ihm, also Robert, jetzt doch recht geben. Mein Blog ist wirklich nicht gut, zumindest meistens. Um ganz ehrlich zu sein: Mein Blog ist oft regelrecht beschissen.

Aber das ist nicht meine Schuld! Was kann ich denn dafür, wenn der aus Schwabenland zugezogene Linke Lutscher und in Marzahn lebende Gemeine Grabbler ohne Ehre nichts taugt als Feind?!

Foto&Text TaxiBerlin

21.05.2011

BERLIN BERLIN WIR FAHREN NACH BERLIN

Olympiastadion / Charlottenburg

Mich interessiert nicht, wer alles warum nach Berlin fährt. Mich interessiert ehrlich gesagt nur, wer dann in Berlin auch Taxi fährt ...

Foto&Text TaxiBerlin

20.05.2011

"LKA LIEST MIT"

Siegessäule / Großer Stern / Tiergarten

Heute erreichte mich eine SMS mit folgendem Inhalt: "LKA liest mit, gut gebloggt die Woche über, besonders die Nuttenbar war Klasse! Schönes WE"

Mir bleibt da nichts weiter übrig, als ein "Schönes Wochenende" nach Düsseldorf zurückzuwünschen, oder wo sitzt das LKA gleich nochmal?

Foto&Text TaxiBerlin

19.05.2011

WOZU DIE RENTE MIT 69 TAUGT

Schloßstraße / Steglitz

OTZENSTRASSE

Otzenstraße / Schöneberg

Keine Ahnung, warum ich ausgerechnet bei dieser Straße immer ganz komische Assoziationen bekomme?! Dabei liegt die sogar noch im schwulen Schöneberg!

PS: Nicht die Otzenstraße ist eine Sackgasse, wie man(n) es von ihr erwarten würde, sondern die benachbarte Eisackstraße - ebenfalls in Schöneberg!

Foto&Text TaxiBerlin

18.05.2011

DRAMA AM ALEX

Alexanderplatz / Mitte

Warum plötzlich die Taxirufsäulen angerufen werden? Keine Ahnung! Es muss wohl am Wetter liegen ...

Sogar die Rufsäule am Ostbahnhof hat geklingelt. Da ist aber mal wieder keiner von den Kollegen rangegangen. Warum? Weil niemand mehr den Schlüssel dafür hat ...

Kostet ja alles Geld. Da fährt man lieber mit drei Funkgeräten im Taxi durch die Gegend. Oder gibt es schon Kollegen, die vier an Bord haben?

Und wenn schon - ist mir auch egal. Man kann sowieso immer nur eins bedienen. Aber ohne Säulenschlüssel ist schon blöd. Da wird mal wieder am verkehrten Ende gespart.

Service-Wüste Deutschland halt ...

PS: Es soll allerdings Kollegen geben, die kein Funkgerät bedienen können - geschweigen denn einen Anruf einer Taxirufsäule entgegen nehmen könnten, selbst wenn sie einen Säulenschlüssel hätten.

Foto&Text TaxiBerlin

16.05.2011

TAXIRUFSÄULENBIMMELTAG

Kaiser-Wilhelm-Platz / Schöneberg

Taxirufsäulenbimmeltag war heute - mehr dazu morgen!

Foto&Text TaxiBerlin

BLOG LOS IN BERLIN

Blog los in Berlin

Als ich noch dachte, es läge an meinem Provider, daß ich am Freitag dem Dreizehnten nichts Positives posten konnte, warnte DerMetablogger mich bereits davor, daß da mehr dahinter stecken würde. Er sollte Recht behalten, denn so war es auch (siehe Foto).

Eine Anfrage beim Berliner Poilzeipräsidenten ergab allerdings, daß die Anschuldigungen gegen mich nicht nur haltlos sind, sondern daß alles, was ich über den aus Schwabenland zugezogenen Kollegen, der in Marzahn wohnt und immer am Ostbahnhof steht, geschrieben habe, sogar nichts als die Wahrheit war. Und das, wo ich doch gelegentlich in meinem Blog auch schon mal unwahre Geschichten veröffentliche.

Aber zum Glück gibt es heute das Internet, das nur langsam vergisst. Insbesondere dann, wenn jemand seine verstorbene Mutter als "Verwandte" bezeichnet, um deren Beisetzung er sich, wie er stolz verkündete, einen Dreck gekümmert hat, weil er nämlich damit beschäftigt war, beim Staat die Kohle dafür abzugrabbeln, die man ihm aber nicht geben wollte, und weswegen er nun nicht nur seine Mutter sondern auch Vater Staat nicht mehr leider kann.

Foto&Text TaxiBerlin

"EINMAL ZUR NUTTEN-BAR!"


Nutten-Bar Newton-Bar

"Welche nehmen wir denn da?", erlaubte ich mir angesichts des "breiten" Berliner Angebots nachzufragen. "Die am Gendarmenmarkt!", lautete die prompte Antwort meines Fahrgasts.

"Eine Nutten-Bar am Gendarmenmarkt?", fragte ich mich. Immer öfter führe ich nämlich Selbstgespräche in meinem Taxi, und manchmal habe ich dabei geniale Eingebungen:

"Die Nutten-Bar am Gendarmenmarkt - das kann nur die Newton-Bar sein!" Meines Fahrziels sicher startete ich den Motor und fuhr los. So arbeiten nur richtige Profis, dachte ich respektvoll bei mir, nachdem mein Fahrgast ausgestiegen war, ohne seinen "Versprecher" bemerkt zu haben ...

Foto&Text TaxiBerlin

15.05.2011

SACKGÄNGER

Sackgänger Sackgängerin Sackgängerinnen

Der gemeine Sackgänger (Nicht verwechseln mit dem Gemeinen Grabbler!) ist ein Typ, der dir auf den Sack geht (soweit vorhanden!). Lange Zeit habe ich mich gefragt, was denn die Steigerung von Sackgänger sein könnte. Seit letzter Nacht weiß ich es.

Die Steigerung von Sackgänger ist zweifellos die Sackgängerin. Um genau zu sein, ist es die gemeine Sackgängerin, die ausspuckt (Dümmstenfall in deinem Taxi), nachdem du sie höflich nach Geld zum Bezahlen gefragt hast.

Der Superlativ von Sackgänger und Sackgängerin kann dann (logischerweise!) nur noch die gemeinen Sackgängerinnen sein (Was sonst?!). Und zwar (mindestens!) zwei dumme Tucken, die sich nach dem Einsteigen in deinem Taxi (gefühlt!) eine Stunde über das Fahrziel und insbesondere darüber streiten, wer ihnen dort das Geld für die Taxifahrt runter bringen soll, um dann (endlich!) eine Kurtzstrecke bei dir zu ordern. (Gähn ... Rülps ... Kotz ...)

PS: Nur für diejenigen, die jetzt auf dumme Gedanken kommen sollten: Alle Begriffe sind bereits geschützt durch ...

14.05.2011

DAS QUIZ BEI TAXI BERLIN

Wer als erster weiß, an welcher Kreuzung diese Aufnahme entstanden ist, dem "winkt" wie immer eine Kurzstrecke.

SPRUCH DES TAGES

Irgendwo zwischen Ostbahnhof und Marzahn

Stell dir vor du bist doof und jeder merkt es.

12.05.2011

SERVICEWÜSTE DEUTSCHLAND oder WILLKOMMEN IN BERLIN (EIN NACHTRAG)

Der Reisende hat insofern Glück im Unglück, daß er am Zentralen Omnibus Bahnhof zwar keine Zeitung mehr kaufen kann, aber zumindest seine Notdurft verrichten und sich danach sogar die Hände waschen darf. (Was ist aber mit dem, der auf der Toilette kein Papier und den Zeitungskiosk verschlossen vorfindet?) Die Benutzung ist dafür nahezu kostenneutral. Nur für wen folgender Spruch gilt, greift beim Verlassen nochmal etwas tiefer in die Tasche:

Wer Ordnung liebt und Sauberkeit, der gibt auch gern 'ne Kleinigkeit. (25 Cent)

Die ganz Cleveren zücken einfach ihr Plastikgeld. Spätestens dann guckt der Toilettenmann richtig dumm aus der Wäsche, weil er nämlich kein Kartenlesegerät hat, weswegen er diese Typen hasst wie die Pest. Und weil ich die mindestens genauso wenig leiden kann wie der Toilettenmann, gibt es demnächst mal 'ne Geschichte über die Typen, die immer und überall mit ihrem Scheiß Plastikgeld bezahlen müssen und die sich wahrscheinlich damit zur Not auch den A**** abwischen.

Zentraler Omnibus Bahnhof / Charlottenburg

Fotos&Text TaxiBerlin

11.05.2011

SERVICEWÜSTE DEUTSCHLAND oder WILLKOMMEN IN BERLIN

Zentraler Omnibus Bahnhof / Charlottenburg

So sieht sie aus, die Servicewüste Deutschland: Zeitungskiosk dicht gemacht, aber immerhin mit bunter Reklame beklebt. "Willkommen in Berlin" ist allerdings weder witzig noch korrekt. Richtig müsste es heißen: "Willkommen in der Servivewüste Berlin"!

Bei mir privat sieht es nicht anders aus: Um einen Festnetzanschluss zu bekommen, musste ich bisher fünf Firmen und fünfzig Mitarbeiter involvieren. Außerdem noch die Eigentümer, die aber "Gott sei Dank" mit im Haus wohnen. Bin gespannt, ob es ein "Happy End" gibt!?

Am "Besten" von den ganzen Typen war das kleine arrogante Arschloch vom Montag, der mir erklären wollte, daß das Verlegen einer "Endleitung" in meinem Fall zu aufwendig sei. Nachdem ich ihm aber gesagt habe, was er zu machen hat, ging es dann plötzlich doch ...

Mein Tip für den Rest der Woche: Niemals aufgeben!

Foto&Text TaxiBerlin

10.05.2011

8. MAI 25 KM VON BERLIN

Olympiastadion / Charlottenburg

Daß der Franzosenlauf dieses Jahr ausgerechnet auf den Muttertag fiel, war kein Zufall. Allerdings hatte ich eine Schweigeminute für die verstorbene Mutter (Manch einer sagt zu ihr auch "Verwandte"! - Kein Scheiß!)) und keinen Gedenklauf empfohlen. Als das Quallenteil in schwarz (Monitor rechts oben) 48 Stunden nach dem Start endlich ins Ziel kam, harrten im Olympiastadion nur noch die aus, die auch sonst keine Freunde haben.

Apropos 48 Stunden: Auch dieses Jahr gibt es wieder das Kunst- und Kulturfestival 48 Stunden Neukölln. Der Unterschied zu früher ist, daß TaxiBerlin diesmal an der Gentrifikation im Kiez mitverdienen wird. Wie genau, verrate ich demnächst. (Ich will mir ja nicht die eigene Konkurrenz hochzüchten!) Trotzdem dranbleiben! (Auch beim Laufen!)

Foto&Text TaxiBerlin

08.05.2011

IN NEED OF THERAPY

Am Ostbahnhof / Friedrichshain

TIERTAXI HILFT wo es kann, TIERTAXE HILFT AUCH DIR, und neuerdings ist TIERTAXE JETZT AUCH IM INTERNET, aber manchmal ist eben auch die TIERTAXE überfordert, obwohl TIERTAXE EXPANDIERT ist, und das sogar nach Marzahn. Das hat nun auch der Kollege vom Ostbahnhof eingesehen und sich ein entsprechendes Schild für seine Taxe (links im Bild) besorgt, nachdem der talentfreie Bohlen (rechts im Bild) ihm nicht weiter helfen konnte. Es bleibt nur zu hoffen, daß der Kollege aus Marzahn nicht wie sonst immer am verkehrten Ende spart.

Foto&Text TaxiBerlin

07.05.2011

8. MAI MUTTERTAG

Irgendwo in Marzahn

Gestern war es nun endlich so weit. Der Gemeine Grabbler stieg mir (ausgerechnet mir!) am Ostbahnhof (wo sonst!) in die Taxe und wollte wohin? Natürlich nach Marzahn! (Wohin denn sonst?!) Anfangs nahm ich nur seine enorme Leibesfülle und die davon ausgehenden Ausdünstungen wahr. Das war schon schlimm genug. Wie sollte ich das nur bis Marzahn aushalten? (Ich wusste zu dem Zeitpunkt noch nicht, daß seine geistigen Ausdünstungen noch schlimmer sein sollten.) Ein Blick in den Rückspiegel verriet mir, daß der „kleine“ Stinker auch noch ausgesprochen hässlich aussieht. Aber was sagt man/frau so schön, worüber frau/man nicht streiten soll?

Offensichtlich hatte es sich bis zu ihm herumgesprochen, daß die Berliner Taxen zwar die teuersten Wärmestuben, deren Fahrer aber die preiswertesten Therapeuten sind. Ich war gerade losgefahren, da begann er mir auch schon sein Leid zu klagen. Er bereue es nun ehrlich, daß er sich damals Null um die Beerdigung seiner Mutter gekümmert und sich damit sogar noch in aller Öffentlichkeit gebrüstet hätte. Er müsse damals einfach zu Internetgläubig gewesen sein. Auch hätte er wohl zu wenig seinem gesunden Menschenverstand vertraut, der aber zweifellos vorhanden wäre, wie er mehrfach beteuerte.

All dies (und noch vieles mehr!) täte ihm nun wirklich aufrichtig und unendlich leid. Deswegen habe er auch angefangen ein Buch zu schreiben (wenngleich eine Therapie viel sinnvoller aber eben teurer gewesen wäre). Mit dem Erlös aus seinem Buch wollte er gegenüber seiner Mutter aktive Wiedergutmachung leisten. Nur die Erlöse bleiben eben aus. Und das, obwohl sein Buch doch zu einhundert Prozent korrekt sei, und zwar politisch! (Oder ist das vielleicht der Grund?) Wie dem auch sei, im Moment wisse er einfach nicht mehr weiter. Was ich ihm rate könne, wollte er von mir wissen, und ob er nicht alles getan hätte?

Der Mensch

tut alles

was er kann

nur leider

kann er

nicht alles

was er tut

Schweißgebadet, aber immerhin mit dem schönen Zitat von Arnold Waldschmidt im Kopf, erwachte ich aus diesem Alptraum. Es hat mich einige Überwindung gekostet, diese „wahre“ Geschichte aufzuschreiben. Das kannst du mir glauben. Da mich mein Fahrgast erneut um Hilfe gebeten hat (Der ein oder andere erinnert sich, der Kollege hatte vor geraumer Zeit schon einmal Rat bei mir eingeholt. Den hat er zwar dann doch nicht befolgt, aber das ist Eine andere Geschichte.), möchte ich ihm nun via Internet etwas mit auf den Weg geben. Schick deiner Mutter doch Blumen ans Grab. Bei FLEUROP sparst du am Muttertag immerhin den Sonntagszuschlag. Aber wenn dir das immer noch zu teuer ist, dann leg Morgen wenigstens ‘ne Schweigeminute ein.

Foto&Text TaxiBerlin

06.05.2011

"DER RICHTIGE BERLINER"


Hans Meyers Buch "Der richtige Berliner" ist ein Kind des Ärgers. Der Ärger ist oft Ausdruck der Liebe. Hans Mayer, vor achtzig Jahren Professor am Gymnasium zum Grauen Kloster, war ein geborener Berliner und ärgerte sich darüber, wie schlampig meist die Zugewanderten mit der Berliner Stadtsprache umgingen. Sie näherten sich ihr mit zu wenig Liebe, rissen sie in plumper Vertraulichkeit an sich und glaubten sie zu besitzen, wenn sie ihr ein paar drollige Äußerlichkeiten abgelauscht hatten. Er sah sein geliebtes Berlinerisch schon vor die Hunde gehen.

Nach Berlin kommen und die Sprache nicht sprechen können, gut; aber nach Berlin kommen, die Sprache nicht sprechen können und dann ein Wörterbuch über sie herausgeben, das grenzte an Frechheit. So setzte sich Hans Meyer mit seinen Freunden Otto Steinecke und Oscar Bartsch hin und schrieb in jahrelangen, heiteren Mühen ein Buch, das 1878 unter dem Titel "Der richtige Berliner in Wörtern und Redensarten" bei H.S. Hermann erschien, dessen Verlag, im Herzen des alten Berlin, nahe dem Spittelmarkt gelegen, das Buch dann fast fünfzig Jahre betreut hat.

Die sieghafte Kraft des Berlinerischen zeigte sich in den fünfzig Jahren nach 1871. Damals stieg die Einwohnerzahl von 825.000 auf vier Millionen. Die Zuwanderer kamen aus allen Himmelsrichtungen und allen deutschen Ländern. Alle diese Ostpreußen, Rheinländer, Schlesier, Polen, Alemannen, Kaschuben, Pommern und Mecklenburger wurden zu einem einheitlichen Volk durch die Berliner Sprache. Die unverwechselbare Art zu denken, die sich im Berlinerischen ausprägt, zog die Menschen an sich und hob ihre Gegensätzlichkeiten auf. Sich zusammenraufen ist eine Möglichkeit. Sich zusammenlachen ist noch besser. Das Berlinerische verführt zu einer humoristischen Weltsicht: "Uns kann keener - und im Ernstfall könnse uns alle!" Dies jedoch heißt nichts weiter, als daß für den Berliner der Humor dort weitergeht, wo für die anderen der Ernst schon den Humor abgelöst hat.

Aus dem Vorwort von "Der richtige Berliner in Wörtern und Redensarten" verfaßt von Hans Meyer weiland Professor am Grauen Kloster zu Berlin fortgeführt von Dr. Siegfried Mauermann und für die zehnte Auflage bearbeitet & ergänzt von Walther Kiaulehn.

PS: Überraschend ist, wie aktuell dieser Text daherkommt. Die Probleme mit den Zugezogenen damals, die sich in der Sprache zu erschöpfen scheinen, sind verglichen mit den heutigen banal. Angesichts dessen ist es nicht verwunderlich, wenn der Berliner den Zugezogenen eine gewisse Intoleranz entgegenbringt. Toleranz kann nur funktionieren, wenn beide Seiten sie praktizieren ...

PS TaxiBerlin

05.05.2011

BERLINER LIEBESLYRIK


Man spricht das Deutsch, wie stets mir schien,

Am leichtesten doch in Berlin,

Richtig kann ich nicht sagen.

Was heißt es auch bald „mir“, bald „mich“,

Ei, das geniert ja fürchterlich,

Das heißt, die Leute plagen.

Berlinern ist, so arm, wie reich,

Akkusativ und Dativ gleich.

Anschaulich will ichs machen:

Ein Jüngling, ganz von Lieb‘ entbrannt,

faßt der Geliebten weiche Hand

und seufzet Liebesklagen.


Spricht sie nun: „Ja, ich liebe dich,

Liebst du auch mir oder liebst du mich?“

So wird er also sagen:

„Ich liebe dir, ich liebe dich,

Wie’s richtig ist, das (!) weeß ich nich

Und is mich ooch Pomade,

Wie wenn ich lieb, es heißen muß,

Zu suchen erst im Heinzius*,

Wär um die Liebe schade.

Ich lieb‘ nich uffn 3.Fall,

Ich lieb‘ nich uffn 4.Fall,

Ich lieb‘ uff alle Fälle!“


(* Heinzius: Verfasser einer damals berühmten Grammatik)


Worte: Adolf Glaßbrenner

Berlinerische Bearbeitung: Bernhard Rüthling

04.05.2011

BARACK OBAMA TOT


Da hatte ich mich offensichtlich verhört. Denn es war nur Osama, der unbewaffnet in seiner Baracke zu Tode kam, worüber sich jetzt wiederum die Angela freut.

PS: Aber darf die das denn? So in aller Öffentlichkeit?!

Text TaxiBerlin

03.05.2011

1.MAI BERLIN KREUZBERG - WAS WAR LOS? (NOCH EIN NACHTRAG)

Adalbertstraße / Kreuzberg

Ficker, äh ... Freier, müssen natürlich bezahlen (rechts im Bild). Aber das war schon immer so!

Auch WIR WOLLEN ALLES (rechts unten im Bild) ist absolut legitim. Nur Kleingeister behaupten: MAN KANN NICHT ALLES HABEN! Denn ich sage euch: MAN KANN ALLES HABEN - MAN HAT ES NUR NICHT!

Bethaniendamm / Kreuzberg

Als alter Neinsager gehe ich auch mit dieser Parole vollkommen mit. Aber was muss ich sehen! Trägt der Propagandist auf dem Spruchband (links im Bild) etwa eine Jacke der bekannten kapitalistischen Marke mit den drei Streifen?!

Fotos&Text TaxiBerlin

SPRUCH DES TAGES

Oranienstraße / Kreuzberg

"Die Nutten hier werden auch immer hässlicher."

Mein letzter Fahrgast über die Prostituierten in der Kurfürsten- Ecke Potsdamer Straße.

Foto TaxiBerlin

02.05.2011

1.MAI BERLIN KREUZBERG - WAS WAR LOS? (EIN NACHTRAG)

Naunynstraße / Kreuzberg

Von Grabbler - Für Grabbler

Foto&Text TaxiBerlin

01.05.2011

1.MAI BERLIN KREUZBERG - WAS WAR LOS?

Ich wusste erst gar nicht, ob ich überhaupt richtig war. Das Spruchband war nicht zu lesen und die Revolluzzer mussten wohl auch erstmal ausschlafen. Zum Glück hatte jemand aber doch noch ein Plakat so aufgehängt, daß man es auch lesen konnte. Da war es aber schon zu spät! Ich hatte bereits mein gesamtes Ostertrinkgeld in Maibier angelegt, das ich aus von der Polizei bereitgestellten Plastikbechern trinken musste. Zum Glück war das Ostergeschäft aber nicht so "berauschend" ...

Oranienstraße / Kreuzberg
Fotos&Text TaxiBerlin