30.03.2011

TAXIBERLIN GOES BESTATTUNG (V) oder EHRENTOD = EHRE TOT

Albrecht- Ecke Siemensstraße / Steglitz

War der SPIEGEL früher die Quelle der Information, so ist er heute bestenfalls noch eine Quelle der Inspiration. In der Ausgabe von vergangener Woche (Nr. 12 vom 21.3.11) stößt der Leser auf Seite 127 immerhin auf diesen Satz: "Die westlichen Gesellschaften hatten sich von der Ehre weitgehend verabschiedet."

Der Beitrag von Georg Dietz mit dem Titel "Die Ehre der Freiheit" versucht eine Verbindung zwischen dem aktuellen GAU in Japan und dem Film YAKUZA von Sydney Pollack aus dem Jahre 1975 herzustellen. Beides soll hier nichts zur Sache tun.

Mir geht es um den Begriff der EHRE. Der Spiegel-Autor hat vollkommen Recht, wenn er den Abschied der EHRE von den westlichen Gesellschaften in der Zeit des Films YAKUZA sieht. Heute kann in unserem Land, wo nicht nur alles relativiert wird, sondern in der auch alles beliebig ist, niemand mehr etwas mit dem Begriff der EHRE anfangen.

Oder wie ist es sonst zu erklären, daß es offensichtlich aus der Mode gekommen ist, sich um die letzte Reise seiner Nächsten zu kümmern? Nein, heute darf man der Welt sogar ungeniert mitteilen, daß man sich einen Dreck darum schert.

Doch damit nicht genug! Man darf sich außerdem noch öffentlich darüber beklagen, daß einem die Allgemeinheit nicht ohne einen Nachweis der Bedürftigkeit, die zweifellos vorliegt (nämlich eine geistige!), die Bestattung finanziert.

Aber was das Allerschlimmste ist: Selbst dieser bedauernswerte Tropf findet noch Idioten, die ihm dafür anerkennend auf die Schulter klopfen. Pfui Teufel! Ehrloses Gesindel!

PS: Elende Speichellecker!

Foto&Text TaxiBerlin

29.03.2011

KAISER WILHELM GEDÄCHTNISKIRCHE EINGERÜSTET oder WRAPPED MEMORIAL CHURCH

Breitscheidplatz / Charlottenburg

Viele Touristen und sogar manch Zugezogener (Taxifahrer) fragen sich, wo die Gedächtniskirche abgeblieben ist. TaxiBerlin kann sie beruhigen. Es ist lediglich ein neues Projekt seines Landsmannes Christo (nicht verwechseln mit Christus!). Seit seine Frau Jeanne-Claude tot ist, macht er nur noch völlig verrückte Sachen. Und das natürlich alles unangemeldet - Balkanisierung halt!

Foto&Text TaxiBerlin

28.03.2011

gejoggt wird nur ZUM taxi

Werbung / überall in Berlin - leider

Ich verstehe ehrlich gesagt weder die Message dieser PUMA-Werbung, noch die geheimen Zeichen darunter. Als Ansage an unsere Kundschaft, wie sie sich zum Taxi hinzubewegen hat, halte ich den Spruch allerdings für hilfreich. (Wie sie später vom Taxi wegkommt, ist mir ehrlich gesagt auch schnurz.)

Foto&Text TaxiBerlin

ICH WOLLTE NIEMALS NACH NEW YORK


Ich wollte niemals nach New York
und will auch gar nicht nach Hawaii
und ich trage nur gewaschne Jeans

Ich wollte niemals nach New York
und bin auch morgens manchmal high
Ich laufe lieber rauchend durch Berlin!!!

PS TaxiBerlin: Und ich fahr mit meinem Taxi lieber durch Berlin!!!

Foto&Text MetaBlogger

27.03.2011

35 JAHRE TAXI DRIVER

Zur BERLINALE hatte ich die "4K digital restaurierte Fassung" verpasst. Deswegen musste ich übers Wochenende mal kurz nach New York. (Nur falls sich jemand wundert, warum ich mich zuletzt mit Kachelmann und BILD beschäftigt habe.)
An der doch eher mäßigen Story des Films hat sich immer noch nichts geändert. An den Original Schauplätzen manchmal auch nichts - meistens aber schon.
35 Jahre hat der Schinken nun auch schon wieder auf dem Buckel. So alt ist manch ein Kollege nicht mal - und so alt wird vor allem kein Schwein ...

Manhattan / New York

KACHELMANN HAT GEHEIRAT (EIN NACHTRAG)


Aufmacher der BILD AM SONNTAG von heute: "Jetzt spricht seine Frau: Ich habe ihn geliebt! Aber er verschwieg mir, warum er Dienstags immer zum Gericht muss!" (Die Kolumne dazu wie gehabt von Frau Schwarzer.)

26.03.2011

KACHELMANN HAT GEHEIRAT


Der einsitzende Wetterfrosch soll vergangenes Wochenende eine seiner Gespielinnen geheiratet haben. Welche genau, wurde nicht bekannt gegeben. Auszuschließen ist somit nicht, daß es ganz und gar die Klägerin sein könnte. (Ich persönlich tippe aber eher auf die Frauenrechtlerin, die für BILD über den Prozess schreibt.)

TIERTAXE JETZT AUCH IM INTERNET

TIERTAXE, die auch die Tierbestattung anbietet, sagt, es gäbe, was ihr Geschäft anginge, eine Zeit vor und eine nach Knut. Das ist sicherlich nicht ganz falsch, aber doch nur die halbe Wahrheit. Richtig ist, daß es immer mehr Ungläubige (oder besser: Irrgläubige) gibt, die das Vierte/Fünfte Gebot und Punkt Zwei der Totenrede nicht kennen und ihren Nächsten bestenfalls wie ein Haustier unter die Erde bringen. (Im Normalfall kümmern sie aber mehr um die Bestattung ihrer Haustiere als um die ihres Nächsten.)

Alt-Treptow / Treptow

ZEICHEN UND WUNDER

Scharnweber Straße / Friedrichshain

Sie geschehen noch! Wirklich! Beispielsweise heute in meinem Kietz: Ein junger Mann, vom Leben mit Krücken gestraft, warf diese plötzlich von sich und begann selbständig zu laufen. (Ähnliches soll mit dem Denken auch möglich sein!)

Der Glaube kann bekanntlich Berge versetzen! (Der Irrglaube zumindest Hügel!) Aber wer zu sehr glaubt, landet (vorausgesetzt man schlägt ihm vorher keine sechzehner Nägel ein) auch schon mal hier: (Das kann dem mit dem Irrglauben nicht passieren!)

Charité / Mitte

Fotos&Text TaxiBerlin

25.03.2011

RÜGEN SCHEISST AUF SYLT


NEUKÖLLN SCHEISST ZURÜCK war gestern! Heute gilt RÜGEN SCHEISST AUF SYLT! In einer Welt der Beliebigkeit, in der sich der GEMEINE GRABBLER als LINKS bezeichnen darf, und wo selbst der Tod des Nächsten dadurch relativiert wird, indem man sich einen Dreck um ihn schert, sondern dem TIERTAXI überlässt, sind klare Aussagen wie DIESE wichtige und notwendige Handlungsanleitungen für alle Orientierungs- und Ahnungslosen.

24.03.2011

KAMINER / BILLER MASCHE VOR DEM AUS?


Frage ich mich ernsthaft, wenn ich die ersten beiden Sätze des Artikels LITERATUR innerhalb der Serie SCENE auf Seite 140 des SPIEGEL Nr. 11 vom 14.3.11 lese:

Im letzten Herbst trat wieder einmal der Migrationshintergrund in den Vordergrund, auch belletristisch. Erstaunlich viele junge Frauen legten autobiografisch grundierte Bücher vor, in denen sie - oft mit einer Großvater- oder Großmutterfigur im Zentrum - der Welt ihres Herkommens aus Osteuropa, auf dem Balkan oder im Orient nachspürten.

Manch einer fragt sich bereits, was schlimmer ist. Daß die Zeiten von Wladimir Kaminer und Maxim Biller endgültig vorbei sind (vorausgesetzt man lässt Israel als Orient durchgehen!), oder daß ausgerechnet junge Frauen / Schriftstellerkolleginnen ihnen den Todesstoß verpasst haben!? (Oder waren es doch nur böswillige Journalisten?!)

Meine These, daß die meisten jungen Menschen, egal ob Männlein oder Weiblein, vor allem darunter leiden, daß sie selbst nichts erlebt haben, worüber sie schreiben könnten (und besser auch nie geschrieben hätten!), deckt sich offensichtlich mit der Meinung des Autors des Artikels:

Dieser Erzählstoff hat mächtige Spannung und Kraft; nur ein wenig zu glatt, zu gekonnt trägt Sabrina Janesch ihn vor. Doch ihr Buch bekennt sich dazu, was die behüteten Nachgeborenen an solchen Geschichten fasziniert: Da wütet der Sturm der Geschichte, da hat das rohe Wort "Schicksal" noch seinen Sinn.

PS: Was soll man nun wiederum von einem Journalisten halten, für den SCHICKSAL bereits ein ROHES WORT ist?

23.03.2011

DEMOKRATIE IST SCHEISSE

Karl-Marx-Allee / Friedrichshain

Als wenn es nicht schon schlimm genug wäre, wenn selbst derjenige was sagen darf, der gar nichts zu sagen hat. Nein, jetzt muss auch der noch schreiben, der gar nicht schreiben kann. Wir leben in einer Welt, in der nicht nur gelegentlich aus Schwarz Weiß gemacht, sondern alles relativiert wird. Das war früher anders. Da gab es das Wort eigentlich gar nicht, und auch nicht das Wort unverbindlich. Alles, was man sagte oder auch nur schrieb, war verbindlich und auch so gemeint.

Foto&Text TaxiBerlin

22.03.2011

DAS BUCH ZUM TAXI

Flughafen Tegel (TXL) / Reinickendorf

ELEMENTARTEILCHEN und PLATTFORM sind bei weitem bessere Romane. Dafür passt KARTE UND GEBIET aber besser zum Taxi - und das nicht nur farblich! Daß Landkarten und auch Stadtpläne Kunstwerke sein können, war mir schon lange klar. Das ist übrigens auch der Grund, warum es den BERLINER AUTOFAHRER-ATLAS vom STADT INFO VERLAG nicht mehr gibt. Den kann gar keiner bezahlen!

PS: Der Nachdruck vom ADAC ist dagegen richtig schlecht. Straßen und Hausnummern sind nur schwer zu entziffern, was an der verwendeten Schrift liegt. Also Finger weg! Wohl dem, der noch ein Exemplar vom STADT INFO VERLAG sein Eigen nennt!

Foto&Text TaxiBerlin

WAS KNUTS TOD MIT DEM FALL KACHELMANN ZU TUN HAT


Die Experten rätseln noch, woran und v.a. warum Knut gestorben ist. Ich nicht! Spätestens als ich erfahren habe, daß er mit drei Frauen, darunter soll auch seine Mutter gewesen sein, die ihn seinerzeit verstoßen hatte, zusammen leben musste, war die Sache für mich klar. (Welcher Mann will das schon?) Oder mit anderen Worten und getreu dem Motto "Es hätte schlimmer kommen können": Es hätte auch noch mehr Opfer geben können! (Darüber hätte sich vielleicht nicht nur das TierTaxi gefreut sondern auch die vielen Knut Fans, aber das führt jetzt alles zu weit ...)

PS: Was das alles mit Kachelmann zu tun hat? Find es selbst heraus!

21.03.2011

HOUELLEBECQ ÜBERS ROMAN SCHREIBEN


"Man kann sich immer - so hatte es Houellebecq gesagt, als er ihm von seiner Schriftstellerlaufbahn erzählt hatte - Notizen machen und versuchen, Sätze aneinanderzureihen; doch um wirklich mit der Niederschrift eines Romans zu beginnen, muss man warten, bis all das kompakt und unwiderlegbar wird, warten, bis ein harter Kern der Notwendigkeit auftaucht. Man trifft die Entscheidung, ein Buch zu schreiben, nie selbst, hatte er hinzugefügt, ein Buch sei wie ein Block aus Beton, der den Zeitpunkt des Abbindens selbst bestimme, und die Einwirkungsmöglichkeiten des Autors beschränkten sich ihm zufolge darauf, anwesend zu sein und bedrückt über die Untätigkeit darauf zu warten, dass der Prozess von selbst in Gang käme."

KARTE UND GEBIET (Seite 244)

TAXIBERLIN ÜBER TAXIBERLIN

TaxiBerlin am Flughafen Tegel (TXL) / Reinickendorf

Es soll ja immer noch Leute geben, die nicht nur nicht wissen, wer TaxiBerlin ist, sondern die sogar ernsthafte Zweifel daran habe, ob es sich bei TaxiBerlin wirklich um eine reale Person oder doch nur um eine fiktiv-virtuelle Gestalt aus dem Internet handelt. Am vergangenen Samstag ist es TaxiBerlin am Flughafen Tegel (TXL) in Reinickendorf gelungen, TaxiBerlin bildlich festzuhalten. Das Resultat ist offensichtlich nicht nur Seitenverkehrt sondern geradezu erschreckend, insbesondere wenn man sich seine Stirnpartie längere Zeit ansieht. TaxiBerlin erklärt dazu auf Nachfrage von TaxiBerlin nur knapp: "Ja, ich habe einen Pakt mit dem Teufel geschlossen!"

PS: Das dürfte alle weiteren Fragen erübrigen, meint zumindest TaxiBerlin.

Foto&Text TaxiBerlin

HOUELLEBECQ ÜBERS EINSCHLÄFERN UND EINÄSCHERN


"Für eine Einschläferung wurden im Durchschnitt fünftausend Euro berechnet, während eine tödliche Dosis Natrium-Pentobarbital nur etwa zwanzig Euro kostete und eine schlichte Einäscherung vermutlich auch nicht sehr teuer war. Bei einem Markt mit hoher Wachstumsrate, für den die Schweiz praktisch das Monopol besaß, konnten sie sich tatsächlich eine goldene Nase verdienen."

KARTE UND GEBIET (Seite 365)

20.03.2011

BOB DYLANS MUSE SUZE ROTOLO GESTORBEN

Jones Street / Greenwich Village / New York

Wenn ich schon über den Tod von Knut schreibe, darf der von Suze Rotolo am 25.Februar 2011 nicht unerwähnt bleiben. Immerhin war ich im Januar noch in der Jones Street in Greenwich Village, wo das legendäre Plattencover zu THE FREEWHEELIN' BOB DYLAN aufgenommen wurde. Auf YOUTUBE habe ich diesen selbstgemachten Song von BLINDARTHUR gefunden, der das Verhältnis von Bob und Suze beschreibt. Ein Interview mit Suze findest du hier.

Ruhe in Frieden Suze Rotolo!

PS: Keine Sorge, ich frage jetzt nicht, wer sich um ihre Bestattung kümmert, oder ganz und gar: Wer sie bezahlt!?

Foto& Text TaxiBerlin

EISBÄR KNUT IST TOT - EIN FALL FÜR TIERTAXI


Gestern ist Eisbär Knut im Berliner Zoo gestorben. Knut ist 4 Jahre alt geworden. Sein Pfleger, der vor 3 Jahren verstarb, immerhin 44. Bevor Knut geboren und von seiner Mutter verstoßen wurde, gab es 33 Jahre kein Eisbärenbaby in Berlin. Den Rest überlasse ich Verschwörungstheoretikern ...

Knut, du hast Millionen (wenn nicht gar Milliarden?!) nach Berlin gelockt. Dafür dankt TaxiBerlin dir, auch im Namen aller Berliner Taxifahrer. Jetzt bist du ein Fall fürs TierTaxi geworden. Wir sind gespannt, wer und ob sich überhaupt jemand um deine Bestattung kümmert, aber vor allem: wer sie bezahlt!?

Bereits zu Knuts Lebzeiten wurde von Tierschutzaktivisten seine Tötung verlangt. Die Aufzucht von Wildtieren durch Menschenhand ist und bleibt umstritten. Kritiker bezeichnen diese als nicht artgerecht, da den Tieren das Sozialverhalten fehle und sie für eine Auswilderung nicht geeignet sind.

Eisbär Knut ist tot - aber Berlin lebt!

18.03.2011

TAXIBERLIN GOES BESTATTUNG (V) oder NEUE WEGE BEIM SUIZID oder FUNERAL FOR FREE


Wie ich dem aktuellen SPIEGEL (Nr.11/14.3.11) auf Seite 135 entnehmen konnte, gibt es in Sachen Suizid einen völlig neuen Trend. Das soll jetzt keine Werbung für die letzte Reise sein - ganz im Gegenteil! Ich erwähne die Sache nur, weil ich einerseits bekanntermaßen im Auftrag nach den Möglichkeiten einer kostenneutralen Bestattung suche, und andererseits vor den Gefahren der bevorstehenden Grillsaison warnen möchte.

Doch eins nach dem anderen, und beginnen wir dabei am besten von hinten. Der neue, übrigens aus Asien stammende, Trend besteht ganz einfach und banal darin, einen Holzkohlegrill mit aufs Zimmer zu nehmen. Das von ihm ausgehende Kohlenmonoxid besorgt dann den Rest. In Taiwan beispielsweise kann man/frau mittlerweile nur noch Holzkohle kaufen, wenn man/frau auch Fleisch dazu nimmt.

Das besondere an den deutschen Usern des asiatischen Trends ist laut Spiegel, daß diese "korrekt bis in den Tod" sind, was auch gleichzeitig die Überschrift des Artikels ist. Mein erster Gedanke war: Oje, die haben die Holzkohle und den Grill bestimmt vorher noch beim Amt abgegrabbelt! Meine Befürchtungen entpuppten sich als ganz und gar falsch. Gemeint waren Hinweisschilder der Suizidalen an der Außentür "Achtung Lebensgefahr CO".

Das nenne ich mal deutsche Planung! Keine Spur von Balkanisierung! Wodurch ich mich nun wiederum angestachelt fühle, immerhin arbeite ich im Auftrag, die ganze Sache irgendwie noch zu perfektionieren. Meine Gedanken gehen in folgende Richtung: Wenn Freitod durch Kohlenmonoxid vom Holzkohlegrill, warum nicht gleich mit anschließender Verbrennung für lau? Glut wäre vorhanden!

PS: Wird bedauerlicherweise fortgesetzt!

Text TaxiBerlin

17.03.2011

HOUELLEBECQ ÜBER HOUELLEBECQ


"Wissen Sie, die Journalisten haben mich in den Ruf gebracht, Alkoholiker zu sein, aber seltsamerweise ist keiner von ihnen je auf die Idee gekommen, dass ich in ihrer Gegenwart nur deshalb so viel trinke, damit ich sie überhaupt ertragen kann. Wie soll man ein Gespräch mit einem Saftsack wie Jean-Paul Marsouni ertragen, wenn man nicht total besoffen ist? Wie soll man sich mit jemandem treffen, der für Marianne oder Le Parisien libéré arbeitet, ohne augenblicklich das Bedürfnis zu kotzen zu verspüren? Die Dummheit und der Konformismus der Presse sind wirklich unerträglich, finden Sie nicht?"

KARTE UND GEBIET (Seite 140)

16.03.2011

GULASCHSUPPE FÜR 1,50 €URO AM ZOB

Gulaschsuppe für 1,50€ / am ZOB

Der Gulaschkommunismus ist am Berliner ZOB angekommen. Für einfache Gemüter mag es nur die Wiederkehr von D-Mark Preisen in Form einer fleischhaltigen Suppe aus dem Vorhof des Balkans sein. Für den Kenner der Materie ist es bereits die generalisierte Balkanisierung am Einfallstor Berlins, wenngleich sich dieses Angebot bisher nur an Taxifahrer richtet. Aber wir alle wissen: Was heute ein Taxifahrer weiß, denkt oder auch nur tut, machen morgen alle - oder auch umgedreht. Deswegen verrate ich auch diesen Geheimtipp, obwohl man Geheimtipps bekanntlich nie verraten soll. Aber die Bedürftigsten unter den Kollegen lungern sowieso nur am Ostbahnhof rum, finden mit etwas Glück noch den Hauptbahnhof, können aber mit dem ZOB (Zentraler Omnibusbahnhof) schon nichts mehr anfangen. Auch das ist letztendlich nichts anderes als - Balkanisierung!

Foto&Text TaxiBerlin

UND BERLIN STEHT HINTER MIR (EIN NACHTRAG)

Kurt-Schuhmacher-Damm / Charlottenburg

Hatte ich neulich noch darüber berichtet, daß man in Berlin insbesondere als Mann neuerdings sogar aufpassen muss, wer hinter einem steht, kann Mann und auch Frau das Motiv seit Montag als gemalte Postkarte im Internet bewundern. Zum Glück hat sich der Künstler nur mit einem Kommentar bei mir verewigt und keinen Link gesetzt. Man muss ja heute beim verlinken so aufpassen - oftmals wird man einfach nur gelinkt! Der Hinweis auf das Motiv kam übrigens von einem Taxikollegen, der nicht namentlich genannt werden will. Nennen wir ihn deswegen einfach Kollege XYZ ...

Foto&Text TaxiBerlin

TAXIBERLIN GOES BESTATTUNG (IV)

Berliner Straße / Wilmersdorf

Eigentlich wollte der Billigbestatter seinen Laden eine Straße weiter, und zwar in der Badenschen Straße, aufmachen, einfach um noch näher an seiner Zielgruppe, den Zugezogenen aus Süddeutschland, dran zu sein. In der Berliner Straße ist er nur gelandet, weil ihm bestimmte "Interessenvertreter" dort einen Taxihalteplatz direkt vor seinem Geschäft zugesichert hatten. Wenn die Bestattung schon nicht umsonst sondern nur billig ist, kann man/frau respektive Hinterbliebener/Hinterbliebene das Taxi zumindest kostenneutral vor der Tür abstellen lassen. Die Wartezeit ist laut Berliner Taxitarif dann allerdings bereits wieder kostenpflichtig.

PS: Wird bedauerlicherweise fortgesetzt!

Foto&Text TaxiBerlin

15.03.2011

NORMALER DIESEL

Skalitzer Straße / Kreuzberg

Gibt es auch unnormalen Diesel? Oder ist das jetzt einfach bloß kein E10 Diesel?

Foto&Frage TaxiBerlin

14.03.2011

IN BERLIN ZU HAUSE! oder GRABBLER IM GRATIS GLÜCK

Der Tag fing eigentlich gut an. Obwohl ich von den Sanierungsarbeiten meines persönlichen Handwerksmeisters wegen Wochenende verschont geblieben war, bin ich doch irgendwann aufgewacht, um nach meinen beiden obligatorischen Milchkaffees wie gewohnt Stuhlgang zu haben. Frisch rasiert und mit geputzten Zähnen erreichte ich mein Dienstfahrzeug, welches (siehe Fotos) vorne und hinten mit der Werbung von REAL vollgekleistert war. Im Normalfall hätte ich den Scheiß gleich in die Tonne getreten, wenn mich nicht der Aufmacher des Werbeblättchens IN BERLIN ZU HAUSE! angesprochen hätte.

Das war auch der Grund, warum ich mich so akribisch mit diesem Quatsch beschäftigt habe. Ich muss sagen, es hat sich gelohnt. Ich habe wieder eine Menge über das Neue Berlin und deren Macher, die Verkaufsstrategie von REAL und insbesondere über deren Zielgruppenpolitik erfahren. Doch eins nach dem anderen. Auf den ersten Blick ist mit der Broschüre scheinbar alles in bester Ordnung. Auf den zweiten Blick fällt auf, daß REAL vom 28. bis 30.03. zwei Berliner gratis anbietet. Zum Glück ist ein Bild dabei, sonst hätte ich gedacht, daß zwei Einwohner unserer Stadt für lau abgegeben werden sollen. Gemeint sind aber Pfannkuchen, die in Berlin noch nie Berliner genannt wurden.

Wer keine Pfannkuchen mag, kann vom 18. bis 20.04 zwei Buletten abgrabbeln. Zum Glück ist wieder ein Bild dabei, damit der Berliner (nicht der Pfannkuchen!) auch weiß, daß Bouletten gemeint sind. Die Macher der Broschüre haben offensichtlich von Berlin überhaupt keine Ahnung. Wahrscheinlich sind sie aber genau wegen diesem Job nach Berlin gekommen. Ich will jetzt nicht nostalgisch werden, aber es gab einmal Zeiten, als man noch froh war, wenn einer hier einfach seine Arbeit gemacht hat.

Aber es kommt noch besser. Gleich zweimal, vom 14. bis 16.03 und vom 07. bis 09.04. wird Laugengebäck, eine Spezialität aus Süddeutschland, in Form von Laugenstangen und Laugenbrezeln gratis abgegeben. Das Klientel aus Süddeutschland wird außerdem noch vom 28. bis 30.04. mit zwei Scheiben Leberkäse, die von den Machern des Machwerks aus mir unerfindlichen Gründen Fleischkäse (vermutlich soll damit irgendetwas vertuscht werden!?) genannt werden, gratis bedient. Für den Ossi ist dagegen nur die Zeit vom 21. bis 23.04. vorgesehen. Da gibt es immerhin zwei Bananen umsonst.

Daß sich das Grabbelangebot speziell an die Zugezogenen aus Süddeutschland richtet, dafür habe ich vollstes Verständnis. Bekanntermaßen besteht unter ihnen der größte Versorgungsbedarf. Und genau deswegen ist von den beiden Terminen, 21. bis 23.03 und 31.03. bis 02.04., an denen Wiener Würstchen und Bockwürste umsonst angeboten werden, mindestens einer zuviel. Wenn REAL es sich nicht völlig mit den Süddeutschen Grabblern verscherzen will, sollten anstelle der Bockwürste besser zwei bayrische Weißwürstchen für lau über die Wursttheke gereicht werden – selbstverständlich mit süßem gratis Senf!

PS: TaxiBerlin gibt den Grabbelflyer gratis ab. Der erste Einsender bekommt ihn, wie sich das gehört, kostenlos zugeschickt.

Zu Hause im Kiez
Fotos&Text TaxiBerlin

12.03.2011

GLÜCKSSPIEL VERBOTEN


Was im Westen bereits Realität ist, soll demnächst auch in Berlin gelten: "Empfänger von Hartz IV dürfen nicht an Sportwetten und anderen Glücksspielen teilnehmen." Was auf den ersten Blick hart und ungerecht klingt, eröffnet auf den zweiten ganz neue Geschäftsideen. Ab sofort bietet TaxiBerlin mobile Beratungsgespräche darüber an, wie Spielsüchtige Hartz IV Bezieher schnell und unbürokratisch an ein ärztlichen Attest kommen. Mit diesem können dann ganz offiziell Sonderleistungen für die Teilnahme am Wettspielbetrieb beim Amt abgegrabbelt werden. Dieser Service ist sogar umsonst, was die Herzen aller Amateur- und Profigrabbler schneller schlagen lassen wird. Im Gewinnfall ist allerdings eine Gewinnbeteiligung Teil des Geschäftsmodells: 25% für den Arzt + 25% für mich!

Beratung TaxiBerlin

TAXIBERLIN GOES BESTATTUNG (III)

Kottbusser Damm / Kreuzberg

Zum Dosenbier vorm Billigbestatter passt, und das nicht nur des Preises sondern auch des Feelings wegen, der Berliner Gammeldöner. Den gibt es aber nur zwischen 9:00 und 21:00 Uhr und das auch noch am Hermannplatz, was von der Berliner Straße in Wilmersdorf aus nicht unbedingt der nächste Weg ist. Aber was tut manch einer nicht alles für seine Nächsten, vor allem wenn er dabei noch Geld sparen kann. Allerdings: Ein Euro ist ein Euro - und somit zwar billig - aber eben nicht umsonst!

PS: Wird bedauerlicherweise fortgesetzt!

TAXIBERLIN GOES BESTATTUNG (II)

Im Leben von normalen Menschen gibt es nichts umsonst. Im Leben eines Grabblers schon. Aber das ist nur die Ausnahme, welche die Regel bestätigt. Und denen, die sich am lautesten über billig beschweren, ist billig immer noch zu teuer. Dabei kann billig nicht nur billig, sondern auch noch richtig gut sein. Wie? Ganz einfach: Du legst das bei der Bestattung gesparte Geld in Dosenbier an, das du direkt vorm Billigbestatter in der Berliner Straße aussäufst. Das Pfandgeld gibt es übrigens ein paar Meter weiter bei KAISERS zurück. Besser geht billig nicht! Alles andere ist geklaut!

Berliner Straße / Wilmersdorf

PS: Wird bedauerlicherweise fortgesetzt!

Fotos&Text TaxiBerlin

11.03.2011

ITB ENDSPURT

Heute ist der letzte "richtige" Messetag, weil nur für Fachbesucher. Sonnabend und Sonntag sind bekanntlich die "Grabbeltage" der Tourismusbörse. Die Grabbler kommen mit ihren ganzen Prospekten noch ganz ohne Taxi nach hause. Dort angekommen tapezieren sie mit dem Werbekram immerhin völlig selbständig ihre Hütte bis zur nächsten ITB, was auf jeden Fall besser ist als gar nicht wegzufahren und wo der ganze Werbescheiß endlich mal sinnvoll verwendet wird.

Halenseestraße / Charlottenburg

Fotos&Text TaxiBerlin

IHR MACHT MICH POPULÄR


Der deutsche Michel sah bei Licht
Ins Herze euch und ... schweigt
Ihr löscht das Feuer mit Benzin
Ihr löscht den Brand nicht mehr
Ihr macht, was ihr verhindern wollt:
Ihr macht mich populär

Ist von wem? Wer als erste/r die richtige Lösung weiß, dem "winkt" wie immer eine Kurzstrecke. (Allerdings nur, wenn er/sie die Kurzstrecke inclusive ihrer automatischen Anpassungsphasen nach Überschreitung der Kurzstrecke auch aufsagen kann!)

Quiz TaxiBerlin

TAXIBERLIN GOES BESTATTUNG (I)

Es ist ein alter Hut: Wem billig nicht gut genug ist, der will es umsonst haben! Und das sogar bei der letzten Reise. Der BESTATTUNGS-DISCOUNT in der Frankfurter Allee ist zwar kostengünstig, aber nicht kostenlos. TaxiBerlin bleibt weiter auf der Suche nach den besten Bestattungsangeboten in unserer Stadt. Sonst kümmert sich wieder gar keiner drum ...

Frankfurter Allee / Friedrichshain

PS: Wird bedauerlicherweise fortgesetzt!

Foto&Text TaxiBerlin

10.03.2011

FRIEDHOF DER KUSCHELTIERE

Hirschberger Straße / Lichtenberg

So sieht er aus, der Eingang zum Friedhof der Kuscheltiere. Das Geschäft von TIERTAXE geht nicht nur in die Breite sondern auch in die Tiefe. War ich neulich noch auf der Suche nach der Geschäftsidee, wie man/frau die eigene Beisetzung möglichst kostenneutral hinbekommt, hat die TIERTAXE sich die Idee bereits patentieren lassen. Du musst einfach nur die Organe deines Haustieres, oder wahlweise auch deine eigenen oder deines nächsten, zu Lebzeiten bereits verkaufen. Dann musst du dich später um nichts weiter kümmern. Allerdings, so zeigen die ersten Fälle, wird beim Ableben schonmal nachgeholfen. Und deswegen bietet TIERTAXI die kostenneutrale Bestattung nun auch im Paket mit einer Lebensversicherung an. Die ist dann aber wieder kostenpflichtig.

PS: Ein- und ausgebaut werden die Ersatzteile übrigens in der Selbsthilfewerkstatt.

Foto&Text TaxiBerlin

TIERTAXE EXPANDIERT

Jetzt nicht nach Marzahn, obwohl auch dort Bedarf bestehen soll, und auch nicht nach Hellersdorf, sondern, wie sollte es anders sein, in den Prenzlauer Berg. Da gibt es aktuell die meisten Anfragen, was mich ehrlich gesagt etwas verwundert. Gilt dort nicht auf allen öffentlichen Plätzen ein striktes Haustierverbot? Das würde stimmen, wurde mir vom TIERTAXI bestätigt, aber Haustiere hießen eben Haustiere, weil sie sich am liebsten „zu hause“ (wo immer das auch sein mag!) aufhielten. Allerdings musste er mit seinen Preisen, die bereits am Rande seines Existensminimums waren, noch einmal erheblich runter gehen. Die Neuberliner vom Kollwitzplatz wollen es nicht nur billig, sondern nach Möglichkeit umsonst haben. Eine Einstellung, die man/frau im ersten Moment verstehen mag, wenn es der Altberliner nicht besser wüsste. Die Zeiten, wo es in Berlin etwas umsonst gab, die sind nun wirklich vorbei. Daß sich das Geschäft im Prenzlauer Berg für die TIERTAXE letztendlich doch noch rechnet, das liegt an der Masse, denn die ist dort bekanntlich ausgesprochen du… äh, dynamisch. Die haben nun wirklich nicht die Zeit, sich auch noch um solche Banalitäten wie die Bestattung ihrer Liebsten zu kümmern.


Tiertaxe / Alt Treptow

LEITSTELLEN LYRIK MESSE SÜD


Hier fängt es jetzt an zu laufen
Wir könnten Taxen gebrauchen

abmitgehört auf Kanal I von TaxiBerlin

09.03.2011

TAXI ITB REIN RAUS


TXL --> HOTEL --> MESSE --> HOTEL --> RESTAURANT --> BAR --> BORDELL --> HOTEL --> MESSE --> TXL

F€TT€ B€UT€!
TaxiBerlin

UND BERLIN STEHT HINTER MIR

Kurt-Schumacher-Damm / Charlottenburg

Früher mussten MÄNNER nur unter der Dusche aufpassen, WER oder WAS hinter ihnen STEHT. Heute muss MANN sich in der ganzen Stadt vorsehen. Die Zeiten sind HART, aber was geht's mich an!? (Ich wären ja schon zufrieden, wenn wenigstens ein "Interessenvertreter" hinter mir als Taxifahrer stehen würden.)

Foto&Text TaxiBerlin

07.03.2011

MUSS ES DENN WIRKLICH SO TEUER SEIN?

Fragt sich manch Autofahrer bei 8,889€ für einen Liter Super E10. Dem gemeinen Taxifahrer, zumindest in der Hauptstadt, kann das egal sein. Der tankt sowieso Diesel oder nimmt G(r)as(s). Was ihm, dem gemeinen Taxifahrer, deswegen allerdings viel öfter ereilt als gemeinhin gedacht, ist der Verfolgungswahn.

Schlägt man bei Wikipedia bei Verfolgungswahn nach, wird man sofort auf Paranoia weitergeleitet. Keine Ahnung warum das so ist - ich bin ja nur Taxifahrer. Was ich aber mit Sicherheit weiß ist, daß es dagegen eine Selbsthilfewerkstatt in der Bouchéstraße gibt. Und das Allerbeste an der ist: Die nehmen wirklich jeden!

Ob mit Hintergrund oder nur mit Hintergrunz, egal ob anatolisch oder schwäbisch, sogar gemeinen Taxifahrern wird dort geholfen. Die erhalten gegen Vorlage des P-Scheins selbst bei nicht nachgewiesener Bedürftigkeit und auch ungeHARTZt ihr Mittel der Wahl: Taxilan ®