31.01.2011

BETTER THAN GREAT (PART THREE)


Taxifahren in New York ist im Prinzip so, wie Taxifahren in Berlin. Hier die wichtigsten Gemeinsamkeiten und deren Unterschiede:

Es gibt eine Konzessionsnummer, die allerdings auf der Motorhaube festgeschraubt ist. (Keine Ahnung warum, sieht auf jeden Fall gut aus!)

Auch in New York werden Fahrgäste geklaut. (Im Hintergrund übrigens das Gebäude der Vereinten Nationen.)

Die meisten Taxen sind, genauso wie in Berlin, "stinknormale" Limousinen,

aber es gibt ihn, ...

und auch ihn! (In Berlin würde man den Kollegen wahrscheinlich als "Mensch mit Migrationshintergrund" bezeichnen. In Amerika gibt es diesen Begriff nicht!)

Fotos&Text TaxiBerlin

30.01.2011

GRAND CENTRAL STATION


Neu York

Nachdem ich sie neulich schon einmal erwähnt hatte, hier nun zwei Bilder vom Inneren. Jetzt nicht unbedingt besser als der Ostbahnhof im Friedrichshain - einfach nur anders! Oder wie Benny von der OLSENBANDE sagen würde: "Mächtig gewaltig!"

Fotos&Text TaxiBerlin

29.01.2011

BE STUPID.

Werbung in Neu York

Oder wie mein großer Bruder zu sagen pflegte: "Fünf Minuten dumm gestellt, reicht für'n ganzen Tag ..."

Foto&Text TaxiBerlin

LOOK BOTH WAYS

Grand Central Station / Neu York

Das sage ich auch immer meinen Fahrgästen: Beim Überqueren der Straße immer erst links und dann rechts schauen! Oder um es allgemeiner auszudrücken: Jedes Ding hat seine zwei Seiten. Als Nachtfahrer setze ich allerdings, zumindest was den Ausstieg auf den billigen Plätzen angeht, Prioritäten. Auf der linken Seite ist bei mir immer die Kindersicherung drin. Da gilt dann plötzlich: Eine Seite reicht! Versteh mir einer die Welt ...

Foto&Text TaxiBerlin

28.01.2011

CHRYSLER BUILDING

Manhattan / Neu York

Das Chrysler Building von 1929 gehört, was die Architektur angeht, zu meinen absoluten Favoriten und gilt wegen seinem Art-Déco-Style als einer der schönsten Wolkenkratzer überhaupt. Hoch ist er übrigens, jetzt habe ich wirklich mal nachrecherchiert, immerhin 320m und war somit seinerzeit höchstes Gebäude der Welt. Überragt wird es mittlerweile vom 380m hohen Empire State Building, welches so unspektakulär aussieht, daß ich nicht einmal ein Foto gemacht habe.

Foto&Text TaxiBerlin

GROUND ZERO



Ground Zero / Neu York

Ground Zero ist immer noch eine Baustelle, die weiträumig abgesperrt ist, und wo es infolge dessen wenig zu sehen gibt (Foto3). Irritiert hat mich, daß die Grundfläche der beiden Hochhäuser relativ klein gewesen sein muss (maximal 30x30m) - ich hab es ehrlich gesagt nicht nachrecherchiert. In Höhe des Krans (Foto1) hat es bereits vor dem Anschlag auf der linken Seite eine Feuerwache (Foto2) gegeben. Jetzt ist daneben auch noch ein WTC-Museum.

Zusammenfassend kann man sagen, daß Gebäude wie beispielsweise das Chrysler oder das Empire State Building (und vermutlich früher auch die Twin Towers) erst einmal nicht wirklich hoch erscheinen, was einfach daran liegt, daß sie von anderen Hochäusern umgeben sind. Ich war ehrlich gesagt überrascht nachzulesen, daß sowohl das Chrysler als auch das Empire State Building über dreihundert Meter hoch sind, und somit weit höher als die Aussichtsplattform vom Fernsehturm am Alexanderplatz. (Nahezu so hoch wie seine Spitze!)

Abgesehen von erhöhten Sicherheitsvorkehrungen geht das Geschäft im Bankenviertel am Südzipfel der Halbinsel Manhattan, soweit ich das beurteilen kann, aber offensichtlich weiter wie vorher. Gut, der ein oder andere Banker musste infolge der Finanzkrise wohl seinen Platz räumen, aber was ist das schon im Vergleich zu den ganzen Leuten, die ihre Häuser oder gar ihr Leben verloren haben ...

Stay tuned! (Bilder folgen!)

Fotos&Text TaxiBerlin

26.01.2011

BETTER THAN GREAT (PART TWO)





Vorletzten Samstag / Tagschicht in Neu York

Bilder sagen bekanntlich mehr als tausend Worte ... (Die Wahrheit ist: Ich bin gerade zu faul zum Schreiben!)

Stay Tuned! To Be Continued!

Fotos&Text TaxiBerlin

THE FREEWHEELIN' TAXI BERLIN

Jones Street / Greenwich Village / Neu York

Wer kennt es nicht, das Cover der Bob Dylan LP THE FREEWHEELIN' BOB DYLAN von 1963, wie er dort (übrigens ebenfalls in Eiseskälte) zusammen mit seiner Freundin Suze Rotolo in der Jones Street von Greenwich Village steht!? Auf der Scheibe ist (by the way) das bekannte BLOWIN' IN THE WIND der erste Song. Aus dem möchte ich an dieser Stelle aber nicht zitieren, sondern, wenn ich schon einmal in seiner Straße bin, aus BALLAD OF A THIN MAN:

Because something is happening here
And you don't know what it is
Do you, Mister Jones?


Und während ich noch so vor mich hin singe, ruft plötzlich jemand von oben nach mir. Ich schaue mich um, kann erst niemanden sehen, was aber nicht daran liegt, daß der Mann so dünn wäre. Es ist nämlich nicht Mister Jones! (Und auch nicht Misses Jones!) Nein, viel besser!!! Allerdings musste ich ihm versprechen, niemals über ihn in meinem Blog zu schreiben, dem Zimmermann ...

Fotos&Text TaxiBerlin

25.01.2011

NEW YORK UNDERGROUND


U-Bahn / Neu York

Wenn ich gerade mal kein Taxi gefahren bin, hab ich die U-Bahn genommen. Der größte Unterschied zur Berliner U-Bahn ist wohl der, daß die Türen automatisch öffnen - es also keinen Knopf gibt, auf den man drücken, und auch keinen Griff, an dem man ziehen könnte. Bei der Ansage muss man aufpassen, ob die nächste Bahn ein "Localtrain" oder ein "Expresstrain" ist. Letzterer hält nicht überall, sondern durchfährt manche Stationen auf einem seperaten, in der Regel mittleren, Gleis. Das New Yorker U-Bahn Netz ist insgesamt etwas umfangreicher als das Berliner. Aber auch hier gilt: Wer in Berlin U-Bahn fahren kann, der kann es auch in Neu York.

Fotos&Text TaxiBerlin

TAXI RELIEF STAND

Relief Stand / Neu York

Ein Taxi Relief Stand ist kein Taxi Halte Platz, den es in dem Sinne, von wenigen Ausnahmen abgesehen, in New York gar nicht gibt, sondern genau genommen ein Taxi Ruhe Platz. Man kann dort aber beispielsweise auch seine Mittagspause machen, so wie wir es getan haben. Da Relief wörtlich übersetzt Erleichterung heißt, ist in der Regel eine öffentliche Toilette in der Nähe. Der Aufenthalt auf einem Taxi Relief Stand ist auf eine Stunde begrenzt, was durchaus von der New Yorker Polizei (NYPD) kontrolliert wird.

Foto&Text TaxiBerlin

23.01.2011

HAVE A NICE WEEK, FOLKS!





Letzten Samstag / Tagschicht in New York

In New York gibt es kaum Taxihalteplätze (wenn man mal von ein paar Hotels und einigen Bahnhöfen absieht), Parken und Halten ist allgemein schwierig (insbesondere in Manhattan, wo die meisten Taxen unterwegs sind). Da es außerdem keinen Funk gibt, bist du ständig am Fahren und nach Winkern schauend. Die in Berlin (noch?) geltende Regel, daß eine leere Taxe keine vor ihr fahrende leere Taxe überholt, gibt es in New York nicht (mehr?). Bei vierspurigen Einbahnstraßen, wo links und rechts für Fahrgäste angehalten wird, wäre dies allerdings auch schwierig. Für jede Taxischicht zahlt der Fahrer einen festen Betrag an den Unternehmer, und den gilt es erstmal einzufahren! Für zu spät Kommen bei der Ablöse gibt es eine Strafe, die sich gewaschen hat. Allgemein sind die Strafen höher, angefangen beim falsch Parken. Wer das nötige Kleingeld hat und sicher & pünktlich gefahren werden möchte, bestellt einen Limousinenservice. Die dürfen zwar keine Winker von der Straße auflesen, tun es in der Praxis aber doch, und sind somit der Feind Nummer Zwei eines jeden Taxifahrers nach der New Yorker Polizei.

Fotos&Text TaxiBerlin

22.01.2011

GREETINGS FROM A NEW YORK CAB


If You Can Drive A Taxi In Berlin
You Can Drive It Everywhere

Keine Ahnung, ob dieser Spruch auf alle Berliner Taxifahrer zutrifft. Wahrscheinlich nicht, wenn ich mir manche Kollegen so ansehe. Da ich aber an den stetigen Wandel glaube, in Grenzen auch in Bezug auf den Berliner Taxifahrer, empfehle ich ihm: Versuch es einfach! Es lohnt sich!

Text TaxiBerlin

BETTER THAN GREAT (PART ONE)





Vor einer Woche in Neu York

Ich hatte Layne Mosler alias TaxiGourmet gewarnt, daß ich ein Morgenmuffel bin. Sie hatte die Taxischicht aber bereits gebucht. Und so musste ich in meinem Urlaub um fünf Uhr aufstehen (das muss man sich mal vorstellen!), um um sechs auf dem Beifahrersitz von einem Neu York Yellow Cab zu sitzen.

Um es vorweg zu nehmen: Ich habe es keine Sekunde bereut, so früh aufgestanden zu sein. (Obwohl ich im Urlaub war!) "New York sehen und sterben" war wirklich gestern. Eine Taxischicht in Neu York ist dagegen eine richtig große Sache! (Oder "A Big Deal", wie der Amerikaner zu sagen pflegt.)

Unser Wagen stand in Queens, wo auch meine Unterkunft war. Wir fuhren sogleich rüber nach Manhattan, um noch irgendwie vom Nachtleben zu profitieren. Irgendwann wurden wir fündig. Das "Frollein" wollte "zurück" nach Queens, was "relativ" unüblich ist, da die meisten Fahrten in Manhattan bleiben.

Die junge Frau entpuppte sich als äußerst charmante und nette Schauspielerin aus New Orleans, die nach dem Wirbelsturm KATRINA nach New York gekommen war. Ihr Statemant zu Big Apple wie Neu York auch genannt wird, war eines der Highlights dieser Schicht: "New York Is My Office".

Fortsetzung folgt! (To Be Continued!)

Fotos&Text TaxiBerlin

BROOKLYN BRIDGE


Die Brookland Bridge "checkt" man am Besten bei Tageslicht "aus". Genauso wie beim Taxifahren. Da fährt man auch immer erst ein paar Tagschichten, bevor man sich mit 'ner Taxe ins nächtliche Getümmel stürzt. Und genau das war der Schwachpunkt bei der New York Story von NIGHT ON EARTH mit Armin Müller Stahl alias Helmut "Lampenschirm" Krokenberger. Das konnte so nichts werden mit ihm und Brookland. (Aber er hatte ja sowieso nur Augen für die hübsche Angela, der Schwägerin von seinem Fahrer JoJo, und nicht für die Brookland Bridge!) Der musste "Lost" gehen! Mal ganz abgesehen davon, daß ihm vorher mal jemand die Automatic von seiner Karre hätte erklären sollen ...


Brookland Bridge / Neu York

Fotos&Text TaxiBerlin

21.01.2011

CHECK IT OUT MAN!!!


Brookland Bridge / Neu York

In Vorbereitung auf meinen Trip nach Neu York habe ich mir zehn Mal die New York Episode aus Jim Jarmuschs NIGHT ON EARTH angesehen. Das kann ich auch jedem, der eventuell ähnliches plant, nur empfehlen.

Armin Müller Stahl spielt dort einen New York Cab Driver aus East Germany, der "Free" war "To Go", der daraufhin von seinem Fahrgast mit dem Namen JoJo aufgeklärt wird, daß man im Englischen "It's Good To Go!" sagt.

Helmut alias Armin hatte sich aber schon in die Schwägerin von JoJo verguckt. Da half auch dessen Hinweis nichts: "Forget About Her!". Armin hat deswegen auch nicht die Brooklyn Brigde ausgecheckt, sondern war finally "Lost In Brookland".

Der Job "Check It Out Man - Brooklyn Bridge!" ist deswegen bei TaxiBerlin hängen geblieben. Die Führung dabei übernahm TaxiGourmet alias Layne Mosler, bei der ich mich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich für "Guiding Me" bedanken möchte.

PS: I'll Give You Revenge In Berlin!

Foto&Text TaxiBerlin

THIS IS NEW YORK CITY

Flughafen JFK / Neu York

Die ersten von euch fangen an, sich wegen dem INTERNATIONAL TRASH ernsthaft Sorgen um mich und ihrem eigenen Trip nach New York zu machen. Was mich angeht, kann ich dich beruhigen. Ich bin es in meinem Job gewohnt, gelegentlich wie TRASH behandelt zu werden. Für mich war das INTERNATIONAL direkt 'ne Steigerung ...

PS: Taxifahren ist nicht cool! Trau keinem, der das behauptet!!!

Foto&Text TaxiBerlin

INTERNATIONAL TRASH

Ankunft Flughafen JFK / Neu York

Der Direktflug von Berlin/Tegel nach New York/JFK mit DELTA war perfekt! Das Bordpersonal war allesamt älteren Semesters und nicht diese "overdressden" Püppchen, die zwar gut aussehen aber schlechten Service bieten. (Ähnlich soll es sich übrigens, zumindest nach den Erfahrungen meiner Fahrgäste in Berlin, mit den Prostituierten verhalten: Ältere sind einfach dankbarer - aber das nur nebenbei!)

Im Detail sah der Service so aus: Jede Menge Deutsche Tages- und Wochenzeitungen, eine warme und eine kalte Mahlzeit, und was meiner Meinung nach bei einem so langen Flug immer das wichtigste ist: ohne Ende Deutsches Bier und Irischen Whiskey dazu! Dann war unter den Stewardessen mindestens eine Muttersprachlerin, so daß man die Durchsagen auch immer verstehen konnte.

Nach alledem konnte mich (insbesondere auch als Berliner Taxifahrer!) das Gate, auf daß man uns in New York/JFK verschoben hatte, nicht wirklich schockieren. (Oder auch SCHOCKING, wie der Amerikaner zu sagen pflegt.) Um INTERNATIONAL TRASH zu verstehen, bedurfte es keiner Durchsage in Deutscher Sprache einer freundlichen Mitarbeiterin älteren Semesters von DELTA ...

PS: Thank You DELTA With Your Older Staff And Their Kindness! (Soviel Product Placement darf auch bei TaxiBerlin sein.)

Foto&Text TaxiBerlin

20.01.2011

NEW YORK SEHEN UND STERBEN

Dieser Spruch klingt nach den Achtzigern und soll deswegen heute nicht mehr gelten. Mir ist das egal. Genauso wie mir egal ist, wer festlegt, was wie aus den Achtzigern klingt und was nicht. Aber vor allem sind mir die Leute egal, die deswegen nichts auf den Spruch geben, weil er aus den Achtzigern sein soll.

Was mir nicht egal ist, sind Leute, die sich nicht an Absprachen halten. In der Regel sind es, wie Brecht seinerzeit bereits richtig festgestellt hat, „Nachgeborene“. Auf unsere Zeit übertragen heißt das, nach 1989 Geborene, mit denen man schon jetzt nichts anfangen kann, geschweige denn, daß sie unsere Rente verdienen sollen.

(Kurzer Einschub: Nachdem Mann bei Herrn Sarrazin keine Kinderpornos gefunden hat, wird wohl demnächst seine Frau dran glauben müssen …)

Doch zurück zum Thema! Ich bin da irgendwie noch „Alte Schule“, oder „Old School“, wie man heute zu sagen pflegt. Und genau damit habe ich jetzt ein Problem! Zu meiner Zeit war o.g. Spruch nicht nur ein Spruch sondern eine Anleitung zum Handeln! Damals hieß sterben noch richtig sterben - und nicht nur ein „bisschen“ tot sein!

Das werden viele von euch, und sogar manch Taxifahrer, jetzt nicht verstehen. Und im Moment mag das auch nicht weiter auffallen, wo eine Modemesse neben der anderen stattfindet. Da kommt es auf einen Taxifahrer mehr nicht drauf an. Aber auch ich muss an Morgen denken! Übermorgen kann ich sowieso vergessen (siehe „Nachgeborenen“ Statement!).

Wie immer dem auch sei: Nimm dir KEIN Beispiel an mir! Ich habe Neu York gesehen und lebe immer noch! Das ist nicht hinnehmbar! Denn es gilt: Wer New York gesehen hat, der sollte, insbesondere wenn er Taxifahrer in Berlin ist, den Taxischein mindestens für ein Jahr abgeben!

PS: Einen Vorteil hat die Sache allerdings: Weitere Beiträge & Fotos über TaxiBerlin in NeuYork folgen.

PSPS: Bei Herrn Sarrazin hätte bereits ein "Hostessenbesuch" genügt! Lag es nun an der Zimmertemperatur (16°C) in seiner Wohnung, daß keine/r "kommen" konnte/wollte? Oder hat/ist seine "Alte" wirklich schuld/ig?

Foto&Text TaxiBerlin

10.01.2011

KFZ KENNZEICHNUNGSPFLICHT

Gubitzstraße /Prenzlauer Berg

Viele wissen es noch nicht, aber seit Kurzem gibt es nicht nur eine Neuregelung in Sachen Winterreifen, sondern auch eine spezielle KFZ-Kennzeichnungspflicht. Daß sich diese, ähnlich den Winterreifen, bisher noch nicht flächendeckend durchgesetzt hat, liegt vermutlich daran, daß viele gar nicht mehr wissen, wo bei ihnen HINTEN und VORNE ist.

Text TaxiBerlin

09.01.2011

AMERIKA KANN WARTEN

Nach der kleinen Delle Mitte der Woche hat das Geschäft zum Sonntagmorgen hin enorm angezogen. Der Aufschwung ist sprichwörtlich auf der Straße angekommen, oder besser: Er hat dort „eingeschlagen“. Das ist auch der Grund, warum ich meine Reise nach New York verschoben habe. Ich halte mich da (ausnahmsweise) an die Amis, und die sagen bekanntlich nicht nur Time Is Money sondern auch Business First! Ich hoffe nicht, daß mein Gefühl Recht hat, denn das sagt mir, daß 2011 ein wahnsinnig gutes Taxijahr wird. (Wann soll ich denn dann nach Amiland fliegen?) Also erwarte ich für dieses Jahr nicht das Allerbeste und vertraue in die alte deutsche Spruchweisheit: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. (Amerika muss, so leid es mir selbst auch tut, erst einmal warten.)

Deswegen löse ich heute das Quiz auch nicht auf, sondern füge zu deiner „Erleichterung“ noch ein weiteres Zitat vom selben Autor hinzu. Wie gehabt, winkt der- und auch demjenigen, die/der als erste/r den Autor richtig errät, eine Kurzstrecke. Also streng dich bitte etwas an. Das muss ich schließlich auch bei jedem Short Ride, wie der Amerikaner die Kurzstrecke zu nennen pflegt. (Die Rückübersetzung ins Deutsche ist übrigens „Kurzer Ritt“!)

Normal zu sein, ist das Ideal der Mittelmäßigen.

In diesem Sinne eine schöne Woche!

Wünscht TaxiBerlin

08.01.2011

WIEDER WAS GELERNT

Manteuffel Ecke Wiener Straße / Kreuzberg

"Der Club ist über dem angry Chicken und neben der komischen Moschee ... "

Danke sagt TaxiBerlin

07.01.2011

SECHS EURO IN ZWEI STUNDEN

Die Rede ist hier vom Umsatz und nicht vom Verdienst! Was den Verdienst angeht, so würde ich natürlich viel mehr verdienen als das, was ich bekomme. Da ich aber nur das bekomme, was ich bekomme, und nicht das, was ich verdiene, bin ich praktisch ein Ein-Euro-Jobber.

Aber ich will mich nicht beklagen. Nach zwei Stunden Warten eine Fahrt für Sechs Euro zu haben, ist immer noch besser als Dienstag, wo ich nach zweieinhalb Stunden warten einundfünfzig Euro losgeworden bin. Die vier Euro Trinkgeld, die mir mein Fahrgast für die kurze Fahrt von seiner Kneipe zur Tankstelle gegeben hat, habe ich da noch gar nicht mitgerechnet. Wenn ich dann noch berücksichtige, was ich alles gespart habe, weil mich nur zwei von den derzeit gefühlten zwanzigtausend Blitzern erwischt haben, könnte bei mir sogar noch Netto was vom Brutto übrigbleiben.

Aber jetzt mal Spaß beiseite. Ich finde es eine Riesensauerei, daß ausgerechnet dann geblitzt wird, wenn die ganzen „Neu Berliner“ gar nicht in der Stadt sind. Ich weiß nicht, ob du es mitbekommen hast, aber gestern war einer dieser überflüssigen katholischen Feiertage (überflüssig deswegen, weil es kein protestantische Äquivalent gibt!), die immer dazu führen, daß unsere zugezogenen Mitbürger einfach länger „Zu Hause“ bleiben und nur wir Blöden, deren Zu Hause nun einmal Berlin oder die Berliner Straßen sind - genau dort wo jetzt geblitzt werden, die Zeche bezahlen sollen. Warum wird mal wieder nur die arme Sau zur Sanierung unserer Stadt herangezogen, und eben gerade nicht die, die es sich eigentlich leisten könnten? Was ist dafür der Grund, oder besser: Der Hintergrund?

Ich bin der Meinung, jeder richtige Berliner hat weder bei Schnee, noch bei Blitzeis und schon gar nicht während des S-Bahn Chaos die Stadt zu verlassen. Was ist denn das für eine Einstellung? Wenn sich damals, nach dem Krieg, die ganzen Trümmerfrauen aus dem Staub gemacht hätten, wer hätte denn dann hier sauber gemacht? Und jetzt sag nicht, du wärst nicht verantwortlich für Schnee, Eis oder S-Bahn Chaos! Waren die Trümmerfrauen etwa verantwortlich für die Trümmer? Das Problem ist, damals wie heute, daß eben nur Verantwortungslose die Trümmerstadt verlassen. Der gemeine Berliner Käferfahrer (siehe Foto) kann das beispielsweise nicht!

Aber das ist alles nichts Neues. Es setzt nur die Entwicklung der letzten Monate und Jahre sowohl in unserem Land als auch in unserer Stadt fort. Egal, ob Fünfzig-Cent Regelung am Flughafen Tegel oder S-Bahn Chaos. Immer soll, Bestenfalls für denselben, Dümmstenfalls für schlechteren Service, mehr gezahlt werden. Im Allerblödesten Fall bist du sogar noch der Dumme, der die Kohle für andere eintreiben soll. Ich würde sogar soweit gehen und behaupten, daß es völlig egal ist, ob fünfzig Cent pro Fahrt ab Tegel, oder fünfzehn Euro für fünf km/h zu schnell auf Berliner Straßen! Insbesondere dann, wenn einige Mitbürger gar nicht in der Stadt sind. Und letztendlich sind die von DEN Grünen geplanten dreißig km/h für das gesamte Stadtgebiet nicht nur irrsinnig, sondern DIE Lizenz zur weiteren Abzocke!

Im Nachbarkiez / Lichtenberg

Fotos&Text TaxiBerlin

PS: Ein Dank geht an Frau Generator, die mich nicht nur in ihrem Blog erwähnt, sondern mich dort (wie es sich gehört!) HERR TAXI BERLIN nennt. Da können sich andere mal was abschneiden …

06.01.2011

NICHTS NEUES IM NEUEN JAHR


Mit dem Zeitgeist ist nicht zu spaßen, denn er ist eine Religion, besser gesagt eine Konfession oder ein Credo, dessen Irrationalität gar nichts zu wünschen übrig läßt, das aber zugleich die unangenehme Eigenschaft besitzt, als absoluter Wertmaßstab aller Wahrheiten gelten zu wollen, und den Anspruch erhebt, alle Vernünftigen auf seiner Seite zu haben.

Ist von wem? Wer als Erster die richtige Lösung weiß, dem winkt wie immer eine Kurzstrecke. Aber nur bis Sonntag! Dann wird aufgelöst.

Quiz TaxiBerlin

04.01.2011

P-SCHEIN VERLÄNGERUNG

Das RAT PACK (Rattenpack) in der Yorckstraße / Kreuzberg

Im Gegensatz zum elenden Studentenpack, das Bestenfalls für den Schein, Dümmstenfalls zum Schein studiert, habe ich den wichtigsten Schein, den man in dieser Stadt haben kann. Und der ist sogar echt! Mein P-Schein! Sollen ja jetzt so viele gefälschte im Umlauf sein … Also ich habe noch keinen gesehen. Ich glaube eher, daß das eine Schutzbehauptung von denjenigen ist, die die letzten zehn Jahre verantwortlich waren für die P-Schein Prüfung, und die sich komischerweise gleichzeitig seit Jahren über schlecht ausgebildete Taxifahrer beschweren. Da beißt sich meiner Meinung nach die Katze irgendwie in den Schwanz … (Keine Ahnung, ob das bei Rattenpack auch so ist?!)

Wie immer dem auch war oder sei – meine Ausbildung zum Taxifahrer vor gut fünfzehn Jahren war ganz ordentlich, und mein P-Schein ist, wie bereits erwähnt, richtig echt! Heute wollte ich ihn in der Putkamer Straße in Kreuzberg verlängern lassen. Die nahmen aber nicht einmal meinen Antrag entgegen, sondern schickten mich direkt zur Meldestelle wegen einem Führungszeugnis der Belegart „0“ (Null), also nur für Behörden, was wiederum denen in der Putkamer direkt zugeschickt wird. Die, also die Putkamer, hatten das vielleicht gar nicht mal böse gemeint. Immerhin kann man in der Meldestelle unter normalen Umständen zwei Dinge gleichzeitig erledigen, was man dort, also in der Putkamer, eben nicht kann: Den Antrag auf P-Schein Verlängerung stellen und das Führungszeugnis beantragen. (Das Führungszeugnis kann man wohl nur im Bürgeramt beantragen, auch wenn es Belegart „0“ (Null) ist, was nur für Behörden bestimmt ist, und letztendlich in der Putkamer landet.)

So begab ich mich also als Einwohner von Friedrichshain/Kreuzberg auf direktem Weg von der Putkamer Straße zum Bürgeramt in die Yorckstraße, was sich als grober Anfängerfehler entpuppen sollte. Als ich ankam, hatte ich 88 Bürger vor mir. Aber ich hatte ja Zeit. Nach einer knappen Stunde wurden bereits Wartenummern aufgerufen, die weit nach mir gekommen waren. Gut, die Reihenfolge wird durch das Anliegen bestimmt. Das war tausendfach ausgeschildert. Nach zwei Stunden gab es immer noch 80 Wartende und ich befand mich irgendwo im Mittelfeld. Nochmal eine halbe Stunde später war ich endlich im Zimmer der Sachbearbeiterin, die für den Antrag auf P-Schein Verlängerung zuständig ist. Da dies, wie sie meinte, nur sehr selten vorkäme, war ich ihr noch bei der Suche nach dem richtigen Formular in ihrem Computer behilflich. Bezahlen musste ich aber trotzdem. Irgendwie kam ich mir vor wie bei der S-Bahn …

Text TaxiBerlin

03.01.2011

ICH WEISS NICHT WAS SOLL ES BEDEUTEN

Kalifornien / USA

Daß ich neuerdings immer so früh aufwache?! Gestern war es gegen acht Uhr und heute bereits um sechs. Ich vermute, das hängt mit meiner Reise nach New York zusammen. Deswegen habe ich gerade mal nachgerechnet und bin zu folgendem Ergebnis gekommen: Achtmal werde ich noch wach, heißa dann ist Abreisetach … (Oder so ähnlich!?)

Meine Gastgeberin Layne Mosler, alias TaxiGourmet, weilt gerade noch in Kalifornien, wo sie ihre Familie besucht und von wo sie mir obiges Bild geschickt hat, aufgenommen auf der Farm eines Freundes der Familie. Der Freund soll auch noch einen Esel haben, der aber nicht mit auf’s Bild wollte. Naja, wie das eben so ist mit Eseln …

Gestern habe ich meine Oma besucht, die dieses Jahr neunzig wird und in Marienfelde wohnt. Für ihr Alter ist sie ganz gut beieinander. Sie kommt auch weitestgehend alleine klar. Wie wir wohl erst mit neunzig drauf sind?! Wenn wir es denn erleben …

Meine Oma ist, das kann ich ohne zu übertreiben sagen, ein Berliner Original und Westberliner Urgestein in Personalunion. Zu Mauerzeiten wohnte sie noch in Neukölln am Hermannplatz, wo auch meine Westberliner „Care“-Pakete herkamen. Nach dem Mauerfall habe ich in der Volksbankfiliale Kottbusser Damm Ecke Weserstraße meine einhundert Mark Begrüßungsgeld in Empfang genommen und gegenüber bei Karstadt auf den Kopf geklopft.

Seitdem ist viel Wasser die Spree runter geflossen. Meine Oma hat ihren Kiez verlassen und ist nach Marienfelde gezogen. Aus Karstadt sei das KaDeOs, das „Kaufhaus des Ostens“, geworden, wie ein Fahrgast neulich meinte. Und Neukölln ist eigentlich wie Istanbul, nur daß Istanbul nicht so türkisch ist, wie ein Freund bereits vor Jahren richtig festgestellt hatte.

Am Prenzlauer Berg sieht es nicht anders aus – nur umgedreht! Da haben auch viele Berliner, vorzugsweise ältere, ihren angestammten Kiez verlassen. Vor allem Hintergrunzler aus Süddeutschland haben sich seit Ende der Neunziger dort breit gemacht. Ihr Grunzen ist vorzugsweise an Berliner Gerichten zu vernehmen, wenn es um die Schließung von Clubs, Floh- oder Wochenmärkten geht.

In ihrem Jahresrückblick schreibt Layne Mosler alias TaxiGourmet, daß sie sich („Trotz alledem!“ – Anmerkung TaxiBerlin) in Berlin verliebt hat. Sie plant sogar dieses Frühjahr längere Zeit nach Berlin zu kommen. Aber vorher, in genau acht Tagen, fliege ich erst einmal nach New York, und ich befinde mich in einem Dilemma, was Berlin angeht. Was soll ich Layne sagen? Was ihr raten? Ich hatte ihr bereits per e-mail vorgeschlagen, dann, wenn sie hier ist, gemeinsam „zurückzuschlagen“, was sie grundsätzlich für eine gute Idee hielt. Ich bin mir da aber gar nicht mehr so sicher und vielleicht ist das letztendlich der Grund, warum ich nicht mehr schlafen kann und der mich solche Beiträge verfassen lässt …

Foto TaxiGourmet / Text TaxiBerlin

PS: Vor kurzem wurde ich von Fahrgästen gefragt, warum meine Funkzentrale neuerdings, und nicht nur an den Feiertagen, bei der Annahme von Vorbestellungen explizit darauf hinweist, daß die Vorbestellung unverbindlich ist und es keine Garantie gibt, ob auch wirklich ein Taxi kommt. Mir ist dieser Umstand neu und den genauen Grund weiß ich bisher selbst nicht. Ich könnte mir allerdings vorstellen, daß jemand von den Hintergrunzlern aus Süddeutschland wegen einem Taxi, das nicht oder nicht pünktlich vor ihrer Tür stand, vor Gericht gezogen ist und dort vielleicht sogar noch „Recht“ bekommen hat. Also eine reine Vorsichtsmaßnahme? Und wenn dem so wäre? Ich weiß es wirklich nicht! Was soll das alles bedeuten? Und vor allem: Wo soll es hinführen?

PSPS: Ich glaub, ich leg mich besser nochmal hin ...

02.01.2011

BERLINER U-BAHN - DIE ALTERNATIVE ZUR BERLINER S-BAHN


Die einzige echte Alternative zur S-Bahn ist zur Zeit zweifellos die Berliner U-Bahn. Das liegt zum einen daran, daß sie, im Gegensatz zur S-Bahn, überhaupt einen Fahrplan hat, an dem man sich zumindest halbwegs orientieren kann. Andererseits bieten Berliner U-Bahnhöfe, falls die Bahn doch mal nicht kommen sollte, auch viel mehr Möglichkeiten zur aktiven Weiterbildung in "geschützten Räumen", wie folgende Bilder beweisen:



Alle Aufnahmen U-Bahnhof Kurfüstenstraße / Tiergarten

Fotos&Kommentar TaxiBerlin

S-BAHN VERSTAATLICHEN JETZT


Es reicht! Wie lange wollen wir uns noch verarschen lassen? Es fahren nur noch ein Drittel der ursprünglich fahrenden S-Bahnen. Vier Linien werden gar nicht betrieben. Der Ersatzverkehr funktioniert dort nur dürftig. Aber seit gestern gilt bei der S-Bahn eine Tariferhöhung. Es reicht!

ÜBERNAHME DER S-BAHN DURCH DAS LAND BERLIN JETZT!

Text TaxiBerlin

PS: Schlimmer kann es nicht mehr werden ...

PSPS: Und die Verantwortlichen für diesen Schlamassel nicht wieder mit einer dicken Abfindung in den Ruhestand schicken, sondern richtig bestrafen - am Besten hinter Schloss und Riegel!

01.01.2011

MEINE LETZTE SILVESTERSCHICHT

Bahnhof Friedrichstraße / Nordseite

Ich fahre schon immer Silvester. Das letzte Mal, daß ich Silvester pausiert habe, dürfte knapp zehn Jahren zurückliegen. Damals feierten wir mit Bekannten ins neue Jahr. Nichts gegen die Bekannten, aber ich hatte immer das Gefühl, etwas auf der Straße zu verpassen. Seither hat sich viel verändert …

Daß einem die Fahrgäste zur Begrüßung ein „Gesundes Neues“ wünschen, ist komplett aus der Mode gekommen. Eigentlich kommt ein Spruch in dieser Richtung, wenn überhaupt, und oft ist es schwer, ihn als solchen zu identifizieren, nur noch von Leuten, die sich mit mir gut stellen wollen, weil sie es wagen, mir Silvester mit einer Kurzstrecke auf die Eier zu gehen, die sie, wenn ich Glück habe, aber passend bezahlen – einen ganzen Euro pro Nase!

Meine Meinung zu Kurzstrecken dürfte allgemein bekannt sein. An Sonn- und Feiertagen, nachts und insbesondere Silvester gehört sie abgeschafft. Die Kurzstrecke ist wie das Mittagsangebot beim Chinesen! Damit soll potentielle Kundschaft auf den Geschmack kommen. Und Mittagsangebot gibt es schließlich auch nur mittags – nicht am Wochenende, nicht nachts und vor allem nicht Silvester!

Dann diese ewige Quasselei mit dem Handy. Das ist in einhundert Prozent der Fälle überflüssiges Geseiere und geht in der Regel so: „Ich bin gerade in Berlin. Nein, nicht in Köln. In Berlin, sagte ich doch. Wir sitzen im Taxi auf den Weg in‘s Berghain. Das ist so geil dort. Vorher müssen wir noch in die Apotheke. Nein, Gleitcreme habe ich! Ha, ha, ha … Ich brauche noch Ohrstöpsel Schätzchen …“

Ich überlege ernsthaft, mir Aufkleber mit einem durchgestrichenen Handy anzuschaffen. Die Gespräche kenne ich alle schon, da kann nichts Neues mehr kommen. Was neu wäre, allerdings für meine Fahrgäste, daß diese Dummquatscherei eine Umweltverschmutzung ist, die sich einfach nicht gehört. (Früher fragte der Fahrgast, ob er das Handy benutzen darf oder ob es den Fahrer stört. Das weiß heute kaum noch jemand!)

Das Beste hätte ich fast vergessen: Mich hat es in der Silvesternacht mal wieder nach Spandau verschlagen, vom dem mein Taxilehrer behauptet hat, es würde sich kurz vor Hamburg befinden. Gestern bekam ich eine Ahnung davon, wie er das gemeint haben könnte.

In einer dunklen Spandauer Ecke winkten zwei Typen. Für mich gehörten die beiden zusammen. Ich hielt, wie sich das für einen ordentlichen Taxifahrer gehört, beim ersten Winker. Offensichtlich gehörten die beiden nun doch nicht zusammen. Der zweite nahm nämlich Anlauf und sprang dem ersten voll in die Seite, so daß beide im kalten Spandauer Schnee landeten.

Keine Ahnung, ob das kurz vor Hamburg immer so gehandhabt wird. Ich bin einfach weiter gefahren. Sollen die sich erstmal „sortieren“. Das müssen wir schließlich beim Taxifahren auch. Da kann auch nicht jeder dazwischenquatschen beim Ansprechen der Halteplätze – und schon gar nicht "dazwischenspringen" …

Diese hohe Idiotenkonzentration in meiner Silvesternacht hatte ein extremes linksseitiges Schädelbrummen – auch Migräne genannt – bei mir zur Folge. Es blieb mir nichts weiter übrig, als eine mehrstündige Schaffenspause einzulegen. Danach waren zwar immer noch jede Menge Spinner unterwegs, die sich aber vergleichsweise bedeckt hielten, was wahrscheinlich daran lag, daß es mittlerweile hell war und nicht nur sie, sondern auch ihre soziale Mängelkompetenzen besser zu sehen waren.

Als ich am späten Nachmittag noch ein neues Verbotsschild zur Kenntnis nehmen musste, wonach ich an der Taxihalte am Bahnhof Friedrichstraße neuerdings keine Fahrgäste mehr "entladen" darf, was sowieso nur Neujahr passiert, beschloss ich, daß dies definitiv meine letzte Silvesterschicht war.

Foto&Text TaxiBerlin

PS: Ich weiß nicht, wer es von euch mitbekommen hat. Die S-Bahn dünnt (schönes Wort!) seit heute weiter sein S-Bahn-Netz aus. Manche Bahnhöfe werden gar nicht mehr angefahren (beispielsweise Straußberg Nord). Ebenfalls seit heute gelten bei der S-Bahn aber auch höhere Preise. Der Einzelfahrschein AB kostet nun 2,30€ anstatt 2,10€! "Balkanisierung" – ick hör dir trapsen …