31.12.2011

AUSREISE


Tränenpalast am Bahnhof Friedrichstraße / Mitte

Immer mehr von diesen verarmten Südländern sollen jetzt nach Deutschland kommen. Offenbar war der Tip des amtierenden bulgarischen Ministerpräsidenten, Bruder Boiko, an seine Amtskollegen in Sachen Staatsschulden, ihrer Bevölkerung einfach einen bulgarischen Durchschnittslohn (etwa 250,- €/Monat) zu verpassen, nicht wirklich hilfreich.

Ich habe mich, auch mit Hilfe von Meister Bonev, auf die Invasion verarmter Südländer auch in Berliner Taxen dadurch vorbereitet, indem ich sozusagen seine Wechselstube war. Will sagen: Peter konnte bei mir seine ganzen Cent gegen Euroscheine eintauschen. Vermutlich hätte er sich auch sonst alleine wegen dem Übergepäck dumm und dämlich gezahlt.

Apropo: Ich wollte eigentlich nur darauf hinaus, daß man den Südländer (und nicht nur den verarmten!) daran erkennt, daß er sich das Restgeld stets auf Heller und Pfennig auszahlen läßt. Daß das in Deutschland (und selbst in Berlin!) nicht üblich ist, das interessiert den dabei gar nicht!

Aber weißt du auch warum? Das liegt nicht etwa daran, daß der keinen Reiseführer gelesen hätte! (Was ist überhaupt ein Reiseführer?) Die Sache hat einen ganz anderen Grund. Und nun sei mir eine Verallgemeinerung, von Bulgaren auf alle Südländer, erlaubt (nicht nur weil Silvester ist!), und die lautet so: Wo ein Bulgare ist, da ist Bulgarien!

Kapiert, oder muss ich deutlicher werden?!
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30.12.2011

IRRLEHREN


Martin Luther

Viele Leute denken, daß Taxifahrer alles Idioten sind, was im Einzelfall zutreffen mag. Aber muss ich deswegen gleich wie ein Idiot schreiben, nur um die Erwartungen dieser Leute zu erfüllen. Ich denke: Nein! Vielmehr sollte es darum gehen, den Spieß einfach mal umzudrehen ...

In der Vergangenheit habe ich oft Konfuzius mit den Worten zitiert: "Irrlehren anzugreifen, das schadet nur." Viele Leute und selbst einige Taxifahrer(!) haben das nicht wirklich verstanden. Da ich finde, daß Literatur nicht nur unterhalten, manche sagen auch provozieren, sondern auch aufklären soll, hier nun die Erläuterung zum Zitat:

Die Wahrheit ist in sich übereinstimmend, während irreleitende Systeme notwendig an Inkonsequenzen kranken. Darum ist es am besten, man läßt derartige Systeme an ihren eigenen Inkonsequenzen zugrunde gehen. Jede Polemik bringt nur Verwirrung und macht den Schaden größer.
Erläuterung Richard Wilhelm
Foto&Text TaxiBerlin

29.12.2011

"MONOLOG FÜR EINEN TAXIFAHRER"


Caligariplatz / früher Weissensee / jetzt Pankow

Wer gestern den "Monolog für einen Taxifahrer", einen vierzigminütigen Kurzweiler in Schwarz/Weiss, der in der DDR nicht gezeigt wurde, in der Brotfabrik verpasst hat, kann heute dabei sein, wenn Peter Bonev mit seiner Gaida (ebenfalls letztmalig!) die Oberbaumbrücke bespielt (getreu dem Berliner Motto der Neunziger: Umsonst & Draussen!). Dem Meister wird nicht nur nachgesagt, daß er der Beste seines Landes ist, sondern auch, daß selbst Leute stehenbleiben und ihm zuhören, die Dudelsackmusik ansonsten nicht leiden können. Alle anderen müssen wohl auch weiterhin "Zwiegespräche" führen ...

PS: Der Tip für den Film kam übrigens von Claudia, einer befreundeten Lektorin, die ich jedem, der noch keine Lektorin hat, nur wärmstens empfehlen kann, solange er nur kein Linker Linker oder Gemeiner Grabbler ist, der immer und überall nur alles umsonst haben will.
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28.12.2011

TAXIBERLIN MEETS TAXIRUF


Bismarckplatz / Im Grunewald

Es soll Fahrgäste geben, die stehen an einem leeren Taxistand und rufen die Telefonummer auf der Taxisäule an und wundern sich dann, daß keiner rangeht. Wie denn auch, wenn niemand an diesem Taxihalteplatz steht!?

Und es soll Taxifahrer geben, die weder Funkgerät noch Taxirufsäule bedienen können. Letztere sind in der Regel arme Ossis, denen man entweder vergessen hat den Sinn einer solchen Rufsäule zu erklären oder die einfach am verkehrten Ende sparen.

Ob es sich bei den Taxifahrern um das selbe Klientel handelt, das prinzipiel nur am Ostbahnhof oder in Tegel Fahrgäste aufnimmt, ist unbekannt. Unbeantwortet ist auch die Frage, wer einfacher strukturiert ist: Die beschrieben Fahrgäste oder die "Kollegen"?
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27.12.2011

DU! BIST KEIN BERLINER


Kottbusser Damm / früher Kreuzberg / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg

Immer mehr Bücher werden nicht nur über sondern sogar in Berlin geschrieben und manch Autor hat nicht nur weder Verlag noch Lektor, was schon schlimm genug ist, sondern noch nicht mal einen Titel für sein Machwerk. Anlässlich des Festes der Nächstenliebe habe ich mich nun auf den Weg gemacht und, was soll ich sagen, ich bin zumindest in Sachen Buchtitel fündig geworden ...
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25.12.2011

WHO KILLED WEIHNACHTSMANN?


Dorotheenstraße / Mitte

Weihnachten ist noch nicht mal vorbei, und schon hat man sich des Weihnachtsmanns entledigt. Andererseits: Warum sollte es ausgerechnet ihm anders ergehen ...
Irgendwie erinnert er mich aber auch an den Bischof der kein Bischof war in "Night on Earth", mit dem Unterschied, daß dort klar ist, wer ihn auf dem Gewissen hat.
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24.12.2011

FROHE WEIHNACHTEN MIT DEM JIMI HENDRIX DES BULGARISCHEN DUDELSACKS (GAIDA): PETER BONEV




Wer den Jimi Hendrix des Bulgarischen Dudelsacks (Gaida), Peter Bonev, im Berliner Haus der Sinne und in der Waldkapelle zu Bad Belzig verpasst haben sollte, der findet ihn noch bis Ende des Monats auf der Oberbaumbrücke - sogar an den Weihnachtsfeiertagen!
Ein echtes Schnäppchen, nicht nur für Grabbler, getreu dem Berliner Motto der Neunziger: Umsonst & Draussen!



Videos TaxiGourmet
Text TaxiBerlin

ZWANZIG PROZENT RABATT FÜR TAXIFAHRER UND TAXIFARERINNEN (?) BEI BURGER KING


Saatwinkler Damm / früher Charlottenburg / jetzt Charlottenburg-Wilmersdorf

Hatte ich gestern noch an Hamsterkäufe gedacht und mich auf einsame Tage und auch Nächte in einer leeren Taxi vorbereitet, habe ich heute gerade noch rechtzeitig den Ort gefunden, wo man mir als Taxifahrer den Roten Teppich ausrollt - und das nicht nur zur Weihnachtszeit. Das Fest der Liebe ist für mich auch der Anlass, diesen Geheimtip via Internet zu verbreiten, obwohl doch jeder weiß, daß man Geheimtips nicht verraten soll. Aber ich habe keine Sorge, den Gemeinen Grabbler dort anzutreffen, denn der muss bekanntlich vorher die Kostenübernahme für die verbleibenden Achtzig Prozent beantragen, und das kann dauern ...
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23.12.2011

WOHLSTANDSGESINDEL UND WORAN DU ES ERKENNST (SERIE) / HEUTE: SERVICE WÜSTE BERLIN


Am Bahnhof Friedrichstrasse / Mitte

Du erkennst es daran, daß es "an Weihnachten" sagt, obwohl doch jeder weiß, daß es zu Weihnachten heißen muss, wenn es "nach Hause" fährt, wo immer das sein mag - wegen mir auch in der Hölle. Wir in Berlin können wieder zusehen, wie wir die vier Tage überleben sollen. Das ist dem Wohlstandsgesindel nämlich egal, denn es denkt, wie sollte es anders sein, mal wieder nur an sich. Mir stellt sich die Frage, ob ich noch zum Hamsterkauf ansetzen soll, um wirklich sicher zu sein, die Feiertage unbeschadet und ohne Mangelerscheinungen zu überstehen, bevor ich mich einsam und allein in meine leere Taxe setze.
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22.12.2011

DER WEIHNACHTSHITLER


Kurfürstendamm / früher Charlottenburg / jetzt Charlottenburg-Wilmersdorf

Das können die von der TITANIC natürlich nicht wissen (die sind ja nicht aus Berlin), wenn sie aktuell nach genau demjenigen suchen (Stichwort: Der Verfassungsschutz bittet um Mithilfe. Wer kennt diesen Mann?), der wie alle Jahre wieder am Kurfürstendamm sein Dezembergastspiel gibt, gesponsort übrigens von der WALL AG.
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21.12.2011

WOHLSTANDSGESINDEL UND WORAN DU ES ERKENNST (SERIE) / HEUTE: EIN BERLINER FÜR 8,50 €URO


Du erkennst es daran, daß es in der Metropole alles umsonst haben will und selbst für einen Berliner wenig Geld bezahlt. Was sind heute (vor der Inflation!) noch 8,50€?! (Immerhin 16,50DM! Dafür haben wir früher einen ganzen Kasten Berliner bekommen!) Nachdem es den Berliner zu sich genommen hat, fährt das Wohlstandsgesindel mit der Taxe für 6,80€ zum Hauptbahnhof und rundet großzügig auf 7,00€ auf. Dabei braucht es nicht einmal zu sprechen, weil die Zielangabe durch den Hotelmitarbeiter mit Migrationshintergrund erfolgt. Der bekommt dafür zwar 1,50€ Trinkgeld, was immerhin mehr ist als die zwanzig Cent für den Taxifahrer, aber erheblich weniger als die 8,50€ für den Berlin!

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20.12.2011

WOHLSTANDSGESINDEL UND WORAN DU ES ERKENNST (SERIE) / HEUTE: IN BERLIN STEHT EIN HOFBRÄUHAUS


Karl-Liebknecht-Str. / Mitte

Du erkennst es daran, daß es vor wirklich nichts zurückschreckt, nur um sich immer und überall "zu Hause" zu fühlen, sogar in der Karl-Liebknecht-Straße.
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19.12.2011

SOMETHING IS HAPPENING HERE


But you don't know what it is

Früher, der ein oder andere erinnert sich vielleicht noch, lief das Taxigeschäft im Dezember wie von selbst. Diesmal deutete sich bereits im November an, daß es ein schlimmes Ende nehmen würde - das Jahr 2011. Obwohl bisher noch nirgendwo thematisiert, höre ich jetzt schon die falschen Propheten sagen: "Das liegt am Wetter. Der Winter ist zu mild."

Ich aber sage euch: "Es liegt nicht am Wetter. Der Euro ist am Arsch. Schon höre ich die Gelddruckmaschinen rattern. Und nach dem Gelddrucken kommt die Inflation. Denn das ist der Sinn der Sache. Alles übrigens schön nachzulesen bei Hans Falladas 'Ein Mann will nach oben' - und natürlich beim Meister: 'Because something is happening here but you don't know what it is ...'"
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17.12.2011

EINTRITT FREI


Waldkapelle / Reha Klinikum "Hoher Fläming" / Bad Belzig

Wer gestern das Konzert im Haus der Sinne verpasst hat, kann den Meister morgen um 16Uhr in der Waldkapelle zu Bad Belzig sogar kostenlos hören. Meine große Sorge ist dabei nicht etwa, daß deswegen Gemeine Grabbler kommen könnten, sondern ob der Meister angesichts von Sturmtief Joachim den rechten Weg findet. Andererseits will ich nicht zu denen gehören, die sich ständig übers Wetter beschweren, da dies vielleicht der letzte Grund ist, warum nicht auch noch der letzte Langweiler nach Berlin kommt.
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14.12.2011

YOU ARE HERE


Meine neuen Ortsauskunftsaufkleber

Immer wieder werde ich von Leuten um Ortsauskunft gebeten, die gar kein Taxi fahren wollen. Im dümmsten Fall steigen genau während ich Auskunft gebe beim Kollegen hinter mir richtige, also zahlende, Fahrgäste ein, weil die denken, ich würde gerade wichtige Preisverhandlungen führen, die ja sowieso verboten sind, Stichwort: Tarifpflicht, außer bei Fahrten ins Umland, die aber so selten sind wie guter Geschmack in Berlin. Neulich wurde ich sogar in freier Fahrt angehalten, weil ein Typ von mir wissen wollten: "Wo bin ich?" Dem habe ich glatt einen von meinen neuen Aufklebern auf die Stirn geklatscht, soviel Zeit muss sein ... , dann bin weiter gefahren.
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13.12.2011

MONTHLY MUSIC TIP: PETER BONEV'S BULGARIAN BAGPIPE


Mauerpark / früher Prenzlauer Berg / jetzt Pankow

Die Frauen liegen ihm nicht nur zu Füßen, sondern für Anouschka Pearlman vom Amerikanischen Radiosender NPR ist Peter Bonev mit seiner Gaida (Bulgarischer Dudelsack) sogar DER Musiktip im Monat Dezember. Don't miss His Concert on Thursday!
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12.12.2011

BIG SISTER IS WATCHING YOU


Auf der Kottbusser Brücke / früher Kreuzberg / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg

Big Sister is watching You - and listening to Peter Bonev, also known as The Jimi Hendrix of the Bulgarian Bagpipe.

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10.12.2011

WOHLSTANDSGESINDEL UND WORAN DU ES ERKENNST (SERIE) / HEUTE: DON AUS DÜSSELDORF


An der East Side / früher Friedrichshain / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg

Du erkennst es am Wunschkennzeichen. Beim schönen Don aus Düsseldorf hat es zum BON, also GUT, nicht gereicht - er muss sich mit DON begnügen. Außerdem ist er viel zu alt, egal ob es sich bei der wegretuschierten Zahl im Kennzeichen um sein Alter oder um seinen Jahrgang handelt.
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09.12.2011

PETER BONEV - THE JIMI HENDRIX OF THE BULGARIAN BAGPIPE / GAIDA


Auf der Oberbaumbrücke zwischen Friedrichshain und Kreuzberg

Bob Dylan wird nachgesagt, daß junge Frauen seinetwegen ihren Büstenhalter nicht nur vom Leib gerissen sondern sogar verbrannt haben sollen. Keine Ahnung ob das stimmt - ich war schließlich nicht dabei.

Bezeugen kann ich dafür, daß junge Mädels für Peter Bonev, besser bekannt als Der Jimi Hendrix des Bulgarischen Dudelsacks (Gaida), ihren Hula Hoop Reifen nicht nur auspacken sondern auch anlegen:



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08.12.2011

TOP SECRET - CAFÉ AM BND


Chausseestraße / Mitte

Eigentlich wollte ich etwas dazu schreiben - aber das ist ja alles so streng geheim ...
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07.12.2011

BERLIN WIR KOMMEN.


Am Nordbahnhof / Mitte

Bei mancher Drohung wünscht man sich, sie wäre unerfüllt geblieben. Als wenn es nicht schon schlimm genug wäre, daß selbst die schlimmsten Spießer und Provinzärsche mittlerweile nach Berlin kommen. Jetzt muss auch noch jeder seine eigene Hütte hier bauen, vorausgesetzt er hat die Kohle dazu. Diese wird in Krisenzeiten leider bevorzugt im Immobilen angelegt. Ganz im Gegensatz zu Berlin, das nicht mal genug Geld hat, seine Straßen in einem halbwegs vernünftigen Zeitrahmen machen zu lassen. "Gibt es überhaupt noch eine Straße, wo derzeit nicht gebaut wird?", wurde ich neulich in meinem Taxi gefragt. Gerne gebe ich die Frage an meine Leser weiter.
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05.12.2011

PETER BONEV PLAYS UNIVERSAL MUSIC


Stralauer Allee / Friedrichshain

Hinterm Berliner Dom / Mitte

Glücklich kann sich schätzen, wer die universelle Musik Peter Bonevs hört und versteht. Derzeit spielt er sich noch auf Berliner Straßen und Plätzen warm. Am 15.Dezember kannst du ihn life und in Farbe erleben, wenn er im Haus der Sinne als Hauptakt von VIVA BULGARIA auftritt. Don't miss it!

Alexanderplatz / Mitte

ebenso
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01.12.2011

ENJOY YOURSELF - IT'S LATER THEN YOU THINK


Preis der Deutschen Bank / Flughafen Tegel (TXL) / Reinickendorf

So das Motto der "Betriebsweihnachtsfeier" von Hans Scheib in seinem Weddinger Atelier. Letztes Jahr war ich einer der wenigen Anwesenden, die den Künstler noch persönlich kannten. Wenn ich gemein wäre, würde ich jetzt sagen, daß das alles Gemeine Grabbler waren, bis hin zu hohen Regierungsbeamten. Aber wie kann ich gemein sein, wenn das Fest der Liebe vor der Tür steht.
Auf jeden Fall soll dieses Jahr auch wieder alles umsonst sein. Der Bulgare nennt solche Partys "Kupon", in Memory der Betriebsfeiern zu sozialistischen Zeiten, wo für das arbeitende Volk alles frei, also auf Kupon, war. Hans Scheib setzt diese gute alte Tradition auch zwanzig Jahre nach Mauerfall fort.
Diesmal gibt es bei Hans Scheib nicht nur Essen und Trinken umsonst, der Hauptgrund für das Kommen des Gemeinen Grabblers, nein, die Musik ist auch for free. Wie ich bereits vor einiger Zeit berichtet habe, hat Hans Scheib den besten Bulgarischen Dudelsackspieler spontan zu seiner Weihnachtsfeier eingeladen.
Und jetzt, alle Gemeinen Grabbler, aufgepasst: Die Gaidamusik ist nicht umsonst! Es wird ein aggressiver Hut rumgehen und wer nichts reintut, den wird Peter den Tinitus in seinem Hirn ausblasen, dafür sorge ich persönlich - versprochen!
Was willst du auch mit Geld, das es morgen schon nicht mehr gibt. Und auf deine letzte Reise kannst du auch nichts mitnehmen. Lebe heute, oder zumindest zur Weihnachtsfeier morgen, oder wie Hans Scheib sagt: ENJOY YOURSELF - IT'S LATER THEN YOU THINK
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BAHNHOF VOODOO


Bahnhof Voodoo / Rudow / Neukölln

Es wird echt Zeit, daß der Monat vorbei ist. Was ich im November für Sachen gehört habe, das geht auf keine Kuhhaut. Beispielsweise Bahnhof Voodoo, was natürlich nichts anderes war als der U-Bahnhof Rudow. Älteren Taxifahrern auch noch als Rudow-Spinne bekannt, was jetzt keine Spinne ist.
Keine Spinne ist auch, daß mir jemand letzte Nacht den linken Außenspiegel abgefahren hat. Einfach so. Ich vermute im Suff. Ich war aber nicht dabei, ich hatte bereits abgestellt. Aber jetzt kommt das Beste: Die Reparatur in der Vertragswerkstatt kostet genausoviel wie mein Gebrauchtwagen im Sommer! Da hatte ich mich leider nicht verhört.
Nicht verhört habe ich mich heute auch nicht am Flughafen Tegel, wo sich ein Kollege glatt mit mir auf türkisch unterhalten wollte. Sorry My Friend, aber da musste ich leider passen. "Merhaba" und auch "Salem Aleikum" kriege ich zur Not noch hin. Aber was bitte sehr soll ich auf "Ben nerede dua edebiliriz?" antworten?
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29.11.2011

NEXT WALL TO FALL: WALL STREET


Potsdamer Platz / Berlin

Ich krieg's grad nicht genau zusammen: Fing das damals nicht auch mit einem Milliardenkredit an, der nicht zurückgezahlt wurde? Und sagten damals all die falschen Propheten nicht auch, daß ein ganzes Land niemals einfach so den Bach runter gehen kann? Und ist nicht genau dann die Mauer gefallen? Aber wie gesagt: Ich krieg's grad nicht zusammen ...
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KAUF NICHT BEI AMAZON!


Pariser Platz / Mitte

Ich war noch nie ein Fan von Amazon, geschweige denn daß ich Kunde bei denen wäre; und jetzt weiß ich auch, warum: "Es ist ein Skandal, daß sich Amazon das ohnehin glänzende Weihnachtsgeschäft auch noch staatlich subventionieren lässt", meint Martin Behrsing vom Erwerbslosenforum Deutschland. Wer mehr wissen will, erfährt es zum Beispiel hier.
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28.11.2011

LETZTE GRÜSSE


Halbinsel Stralau oder "Klein Manhattan" / früher Friedrichshain / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg

"Letzte Grüße" von Walter Kempowski war eines der letzten Bücher, das sich Dietrich von mir ausgeborgt hat. Es hat ihm gefallen, genauso wie mir zuvor. Wir mochten beide den Stil, aber auch die Form.
Mach's gut, Dietrich! Es war schön, daß du da warst!
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25.11.2011

BEISETZUNG DIETRICH WERNEBURG


Andreasstraße / früher Friedrichshain / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg

Die Beisetzung vom Metablogger findet morgen, Samstag den 26.November, um 11Uhr in der Kapelle des Luisenstädtischen Friedhofs in der Kreuzberger Bergmannstraße statt. Freunde und Bekannte von Dietrich sind eingeladen zu kommen.
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24.11.2011

WOHLSTANDSGESINDEL UND WORAN DU ES ERKENNST (SERIE)


Es macht immer viel Lärm um nichts und produziert permanent heiße Luft. Der Vorteil ist, daß man sich nie wirkliche Sorgen machen muss, weil sich selbst Probleme, die sich auf den ersten Blick sehr ernst anhören, letztendlich als Luxusproblemchen entpuppen:

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23.11.2011

VON RECHTEN UND PFLICHTEN


Bahnhof Friedrichstraße / Mitte

Alle reden im Moment, nein, nicht vom Wetter, sondern von den Rechten. Aber niemand spricht von den Pflichten. Dabei ist doch allgemein bekannt, daß es, wo es Rechte gibt, auch Pflichten geben muss. Und deshalb ist es bemerkenswert, daß ausgerechnet das Berliner Taxigewerbe das Thema Pflichten aufgreift, auch wenn es nur die Nachrückpflicht ist. Es bleibt allerdings die Frage, warum diese Pflicht nur für fünf Taxen und nicht für alle gelten soll?
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22.11.2011

WAS MACHT DER YETI IN BERLIN?


Mehringdamm / früher Kreuzberg / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg

Ehrlich gesagt weiß ich es auch nicht. Ich habe auch keine Ahnung, ob der gerade von der Currybude kam oder ins Striplokal wollte. Außer mir hat ihn wohl auch niemand bemerkt, was aber daran gelegen haben könnte, daß der Schneemensch keine Spuren hinterlassen hat. Wo denn auch? Du erkennst ihn an seinem leichten Buckel, aber vor allem an seinem Schwanz.
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21.11.2011

MARZAHN OJE


Mehrower Allee / früher Marzahn / jetzt Marzahn-Hellersdorf

Manchmal muss man einfach nur dahin fahren, wo es richtig weh tut, um wieder ein Gefühl dafür zu bekommen, wie gut es einem doch dort geht, wo man selbst wohnt.
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20.11.2011

BON BONN BONNER



Der zugezogene BONNER möchte in BERLIN nicht nur erkannt werden (was schon schlimm genug wäre!), sondern er will außerdem noch, daß der BERLINER ihn BON, also GUT, findet (was des GUTEN zuviel ist!), denn wir in BERLIN wissen seit dem GUTmenschen, daß GUT alleine nicht genügt. Man muss mindestens BESSER sein!
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19.11.2011

ICH BIN EIN BERLINER.


Flughafen Tegel (TXL) / Reinickendorf

Als wenn es nicht schon genügen würde, daß sämtliche Spießer aus dem Ländle hier sind (es hat sie niemand hergebeten!), nein, jetzt wollen sie plötzlich auch noch alle Berliner sein (jemand, den sie früher nicht mal mit dem Arsch angeguckt haben!).
Frage: Wenn DAIMLER bereits Berliner ist, warum eigentlich nicht DACIA?!
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18.11.2011

WOHLSTANDSGESINDEL UND WORAN DU ES ERKENNST (SERIE)


Der Doppelkinderwagen

Das WOHLSTANDSGESINDEL kann den Hals einfach nicht voll kriegen, und das auch beim Kinder kriegen. Wo eins schon zuviel wäre, da haben sie zwei. Denn wenn einem die Eltern schon Leid tun, was soll dann erst aus den Kinder werden? (Daß sie einem mit ihren Doppelkinderwagen immer und überall nur im Weg rumstehen, ist dabei erstmal nebensächlich.) Es bleibt die Frage: Wieso gibt es plötzlich diese Zwillingsschwemme. Wurde da etwa nachgeholfen vom WOHLSTANDSGESINDEL?
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17.11.2011

WOHLSTANDSGESINDEL UND WORAN DU ES ERKENNST (SERIE)


Kein Witz in Lankwitz

Hatte ich gestern noch behauptet, daß man das WOHLSTANDSGESINDEL an den unnützen Haustieren erkennt, heute bereits ein neuerlicher Beweis meiner These. Diesmal ist es das Gemeine Hausschwein und das ausgerechnet in Lankwitz. Nach dem Frisörbesuch ging es auch gleich wieder nach Hause und nicht etwa auf Trüffelsuche. Das WOHLSTANDSGESINDEL sucht selbst keine Trüffel sondern lässt suchen. Das ist wie beim Gutmenschen. Der Gute Mensch tut Gutes - Der Gutmensch delegiert die Tat.
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16.11.2011

WOHLSTANDSGESINDEL


For a pity ...

Da habe ich doch neulich echt noch'n neues Wort gelernt: WOHLSTANDSGESINDEL! Großartig! Kannte ich bisher noch gar nicht. Und ausgerechnet von einem aus der Provinz. Man muss ihm aber zugute halten, daß er selbst schon in Berlin gewohnt hat, aber, das muss der Wahrheit halber auch gesagt werden, rechtzeitig den Absprung geschafft hat, bevor die ganzen Langweiler und Sackgänger zugezogen sind. Respekt!

Doch zurück zum Wort des Tages: WOHLSTANDSGESINDEL! Das ist mir so ans Herz gewachsen, daß ich drauf und dran bin 'ne Serie mit Fortsetzungen draus zu machen - Arbeitstitel: WOHLSTANDSGESINDEL UND WORAN DU ES ERKENNST. Im Falle vom obigen Foto ist es das überflüssige Haustier, was sich das WOHLSTANDSGESINDEL leistet.

Ich höre schon die Stimmen, die da sagen: "Das ist doch alles nur Neid." Und ich will jetzt nicht schon wieder Konfuzius und den Irrglauben heranzitieren, den man nicht bekämpfen soll. Das langweilt ja auch mit der Zeit. Deswegen jetzt mal im Ernst: Möchtest du einen springenden Goldfisch in deiner Bude haben? Also ich nicht!
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14.11.2011

MEIN BESTER FREUND


Dietrich Werneburg

Dietrich war nicht nur mein bester Freund, er konnte auch Lehrer sein und hatte durchaus Vaterqualitäten. Dietrich konnte aber auch lästig und unangenehm sein, denn er sprach unliebsame Wahrheiten offen aus - manchmal ohne Rücksicht auf Verluste. Das musste man abkönnen, oder besser: mögen; oder eben nicht.

Ich lernte Dietrich Anfang der Neunziger in Frankfurt am Main kennen. Danach verlor ich ihn für ein paar Jahre aus den Augen, bis er vor fünf Jahren in Berlin auftauchte. Die Surfpoeten kannte ich seit Mitte der Neunziger. Sie waren für mich die beste, allerdings auch die einzige Lesebühne, die ich je besucht habe. Irgendwann 2007 schleppte ich Dietrich zu ihnen in den Mudd-Club. Er war schwer genervt ob der Darbietung und auch mir fiel es schwer, die sterbenden Surfpoeten zu verteidigen.

Dann passierte Unerwartetes: Robert Weber von den Surfpoeten lud mich zum Lesen ein. Er kannte meinen Blog und er wollte mich, wie ich später erfuhr, testen, ob ich zum Surfpoeten tauge. Ich hatte keinen Bock und ich kann auch nicht surfen, aber vor allen Dingen hatte ich die Hosen voll. Dietrich war es, der mich vor das offene Mikrofon der Surfpoeten prügelte, was eine wichtige Erfahrung für mich war und außerdem das erste mit eigenen Texte verdiente Geld.

Es folgten Einladungen zum Essen, zum Radio machen und zu Partys. Robert, Dietrich und ich wurden Freunde. Dietrich konnte, wie bereits erwähnt, lästig und unangenehm sein, aber er drängte sich niemandem auf und er profilierte sich nur in Ausnahmefällen auf Kosten anderer. Das hatte er nicht nötig. Seine Analysen waren messerscharf und seine Texte anspruchsvoll. Wer etwas anderes behauptet, ist entweder ein Dummkopf oder ein Wirrkopf oder beides.

Wie jeder Mensch hatte auch Dietrich seinen Blind Spot, seinen blinden Fleck, der nicht verhandelbar war. Ich respektierte das, auch wenn es mir oft schwer fiel. Dietrich kannte meine Meinung und ich ließ ihm seinen Glauben. Das war unser Deal. Denn er lehrte mich den Meister Konfuzius, welcher sagt: "Irrglauben anzugreifen, das schadet nur." Und man ehrt den Lehrer am besten, indem man seine Lehre befolgt.

Dietrich war viel belesen und hatte einen weiten Horizont. Man könnte meinen, daß der Blind Spot eines solchen Menschen extrem klein sein müsste. Dem, das muss der Ehrlichkeit halber gesagt werden, war leider nicht so. Ob, wie im Falle von Dietrich, krankheitsbedingt oder nicht, sei dahingestellt. Es bleibt die Frage, ob die Größe des Blinden Flecks abhängig ist von der Größe eines Menschen oder nicht. Ich weiß es nicht.

Ich weiß auch nicht, ob Dietrich an meiner Stelle jetzt sagen würde: "Das Leben geht weiter!" Was ich weiß, ist, was ich sage und das ist: "TaxiBerlin fährt weiter!"

Danke Dietrich für all die schönen und anstrengenden Stunden mit Dir - ich vermisse sie und Dich!
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13.11.2011

DAS WORT ZUM MONTAG




Von und mit Dietrich W. Dietrich alias DerMetablogger, aufgenommen und zusammengestellt von Robert Weber.

12.11.2011

NARREN IN BERLIN



Die ersten tauchten am Ostbahnhof auf. Ausgerechnet am Ostbahnhof! Sie trugen kleine Hütchen und fanden das total witzig. Zumindest war die Kopfbedeckung Taxikompatibel. Und was die Klamotten angeht, so kann in Berlin ja sowieso jeder alles tragen - immer und überall! Hier muss keiner auf den einen Tag im Jahr warten, um sein kleines Hütchen aufzusetzen. Allerdings, das muss der Wahrheit wegen auch mal gesagt werde, hat der ein oder andere Berliner, was seine Klamotten angeht, wirklich keinen Geschmack. Aber da geht es den Leuten wie den Menschen: manche essen ohne Geschmack, und andere schreiben ohne ihn.
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11.11.2011

11.11.11 oder ELEVEN ELEVEN ELEVEN oder DAS ENDE IST NAH!


Friedrichstraße / Mitte

Heute beginnt nicht nur die Närrische Zeit (was immer das sein mag?), und das sogar in Berlin (das musst du dir mal vorstellen!), wo wir doch früher (Gott sei Dank!) von solchem Quatsch verschont geblieben waren. Nein, heute beginnt auch der Anfang vom Ende, und ihr müsst entscheiden, ob ihr DAS komisch findet:

Es wird hier nicht ein Stein auf dem andern bleiben, der nicht zerbrochen wird.

... er wird ihn in Stücke hauen lassen und ihm seinen Platz bei den Heuchlern zuweisen;

Darum seid wachsam! Denn ihr wisst weder Tag noch Stunde.

Zitat Matthäus 24 (nicht Lothar!)
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ENTEIGNEN STATT GRABBELN


Ein weiterer Irrtum Linker Linker und Gemeiner Grabbler,

denn Berlin wird gerade verkauft! Im Moment investieren nervöse Griechen ihre Kohle in Berliner Immobilien. Nachdem in Schweizer Banken bereits Barvermögen in Höhe der gesamten griechischen Staatsschulden deponiert ist, investieren wohlhabende Griechen ihr Geld, daß für einen Marschall Plan für ihr Land reichen würde, nunmehr anderswo. So kann es also passieren, daß du als Steuerzahler, der heute bereits für griechische Schulden aufkommt, morgen als Mieter auch noch eine Mieterhöhung des neuen griechischen Eigners tolerieren musst.

Dagegen hilft nur eins: Enteignung und Umverteilung!

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