30.11.2010

UMFRAGENAUSWERTUNG


Ob nun die Biermeile, die Loveparade oder das Oktoberfest schlimmer ist, darüber kann man geteilter Meinung, auch wenn letzteres die meisten Stimmen erhielt und auf 37% kam. Komischerweise hat niemand den Weihnachtsmarkt genannt. War wahrscheinlich noch keiner dort gewesen dieses Jahr.

Überrascht war ich dann aber doch, daß es bei der Frage, ob auch eine Postdemokratie/Kleptokratie wehrhaft sein muss, fifty/fifty ausging. Es gibt also wirklich Menschen, die sich von anderen belügen und betrügen lassen, und diese anderen dann immer noch verteidigen würden! Interessant.

Text TaxiBerlin

29.11.2010

DER SPIEGEL ENTHÜLLT WIE AMERIKA DIE WELT SIEHT (FORTSETZUNG)


Ich habe mir die Auslassungen im SPIEGEL mal reingezogen (sagt man das heute noch?) und muss sagen, ich bin tief enttäuscht. Also was da amerikanische Diplomaten und Geheimdienstler nach Washington gekabelt haben, stand hier vorher in jeder Zeitung. Sogar im SPIEGEL!

Da hatte ich (nicht nur als alter Ossi, aber auch deswegen!) doch mehr erwartet. Da war ja die STASI schon weiter! Die hat seinerzeit gelegentlich auch mal Sachen notiert, die noch keiner wusste! (Zum Beispiel, daß das schönste Gesicht des Sozialismus auch Sex hatte! Noch heute behauptet ja manch einer, es hätte keinen Sex im Sozialismus gegeben!)

PS: Freue mich jetzt schon auf das neue Ministerium. Das wird wahrscheinlich BSPU oder so ähnlich heißen: Der/Die Bundesbeauftragte/r für die SPIEGEL-Unterlagen.

Text TaxiBerlin

DER SPIEGEL ENTHÜLLT WIE AMERIKA DIE WELT SIEHT


So der Aufmacher der aktuellen Ausgabe der BILD-Zeitung für Abiturienten, der bereits die erste Lüge enthält.

Denn: Wer hat's enthüllt?

Kleiner Tipp: Christo war's nicht!

Meinung TaxiBerlin

VOLKSKRANKHEIT INTERNETSUCHT

Die Internetsucht oder auch Computerabhängigkeit ist bereits seit einiger Zeit als Volkskrankheit anerkannt. (Einen Test, inwieweit du selbst gefährdet bist, gibt es hier!) Leider ist es bisher nicht gelungen, ein bestimmtes Gen dafür verantwortlich zu machen, wie beispielsweise bei der Alkoholsucht oder der Homosexualität.

Ich finde das nicht in Ordnung. Wie soll man dann die Internetsucht oder auch nur die Computerabhängigkeit erklären, oder besser: Entschuldigen?! Allerdings stelle ich mir die Suche nach dem entsprechendem Gen auch schwierig vor. Oder hatten unsere Vorfahren doch bereits Computer und Internet?

Wie dem auch sei, ich bin auf jeden Fall nicht gefährdet. Weder was die Gene, noch was die Verbindung angeht. Da hat schließlich mein Nachbar auch noch ein Wörtchen mitzureden, bei dem hänge ich schließlich mit dran am Netz.

Auch wenn man das Gen noch nicht gefunden hat, so gibt doch zumindest ein Logo (siehe oben), unter dem sich die Abhängigen sammeln können. Und wie bei jeder richtigen Sucht, so gibt es auch hier die Co-Abhängigkeit!

Und das dürfte für die meisten Partner und Angehörigen von Internetsüchtigen und Computerabhängigen das Neue sein: Ihr seid nicht nur aktiv gefährdet, sondern bereits selbst abhängig - und zwar Co-Abhängig!

PS: Übrigens, und zur Information an alle Gender (mit und ohne Ständer!), wird bereits an einer weiblichen Form des Logos gearbeitet. Ich finde das wahnsinnig wichtig, zumal Sucht und Abhängigkeit zweifelsfrei weiblich sind. Das Geld dafür ist auch bereits bewilligt, kann aber aus dem Konjunkturpaket, ähnlich wie bei den Baustellen in der Stadt, erst im dritten Quartal 2011 ausgezahlt werden. Bis dahin bitte ich um etwas Geduld, übrigens auch mit den Baustellen. Zwischenzeitlich kannst du ja schonmal die neu eröffnete Tiefgarage am Alex ausprobieren. Die erste Stunde soll wohl noch frei sein, und einen Schirmverleih gibt es auch!

Foto&Text TaxiBerlin

TAXI BERLIN GOES NEW YORK ?!



Nachdem die Feierlichkeiten anlässlich meines neuen Reisepasses Geschichte sind, denke ich ernsthaft darüber nach, diesem demnächst (ausgerechnet!) durch die Amis seine Jungfräulichkeit nehmen zu lassen, indem ich kurzerhand mal nach Big Apple fliege.

So wie ich es von früher gewohnt bin, liegt mir eine Einladung vor, und zwar von keiner geringeren als der Kollegin Layne Mosler alias TaxiGourmet. Layne versorgt mich ganz nebenbei liebenswürdigerweise auch regelmäßig mit aktuellen Fotos aus ihrer Stadt, die niemals schläft - Wie kann ich da noch nein sagen?!

Mein einziges Problem ist, daß der Trip meine gesamten Ersparnisse (und noch mehr!) auffressen würde. Aber was soll's: NO RISK - NO FUN!

(An die eintausend Euro, die jede/r in einem gültigen Pass aufbewahren sollte, ist derzeit gar nicht zu denken. Aber das wichtigste ist für mich sowieso, daß ich die Meinen noch ggf. aus eigenen Mitteln unter die Erde bringen kann. Im Ernstfall müsste eben der Trip, egal wohin, dran glauben.)

PS: Vielen Dank nochmal an Layne für die Fotos und die Erlaubnis, sie auf meiner Seite veröffentlichen zu dürfen!

Fotos TaxiGourmet
Text TaxiBerlin

28.11.2010

VON FEIN-, GROB- & STRICKSTRUMPFHOSEN UND GROB- & FEINMECHANIKERN


Ich hatte bereits über sie berichtet, die schwarze FEINSTRUMPFHOSE mit dem kurzen Beinkleid darüber, die zweifellos durch unser aller LENA spätestens nach ihrem Gewinn beim Schlagerfestival wieder in Mode gekommen ist. Damals prognostizierte ich aus diesem Grund eine Zunahme von Blasenerkrankungen für diesen Winter.

Diese Prognose muss ich nun aufgrund neuer Entwicklungen in Sachen Beinbekleidung zumindest relativieren. Frau trägt jetzt nämlich zunehmend eine GROBSTRUMPFHOSE oder gleich eine STRICKSTRUMPFHOSE. Die Dinger sind zwar so hässlich, daß ich sie gar nicht erst fotografiert habe, eine Blasenentzündung dürfte frau damit dafür aber garantiert nicht bekommen.

Mit dem Namen GROBSTRUMPFHOSE bin ich mir nicht hundertprozentig sicher. Den habe ich einfach von einem Ex-Kollegen abgeleitet. Der bezeichnete sich selbst immer als GROBMECHANIKER (im Gegensatz zum FEINMECHANIKER!) - und der hatte damals Recht damit!

PS: Das Problem mit dem Kollegen war gar nicht der GROBMECHANIKER; und auch nicht, daß er ein Muttersöhnchen aus dem Westen ist. Das Problem war, daß er dumm und geizig ist.

Text TaxiBerlin

DAS QUIZ BEI TAXIBERLIN


.......... ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbst verschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. ... Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der ..........

Faulheit und Feigheit sind die Ursachen, warum ein so großer Teil der Menschen, nachdem sie die Natur längst von fremder Leitung frei gesprochen, dennoch gerne Zeitlebens unmündig bleiben; und warum es anderen so leicht wird, sich zu deren Vormündern aufzuwerfen. Es ist so bequem, unmündig zu sein. Habe ich ein Buch, das für mich Verstand hat, einen Seelsorger, der für mich Gewissen hat, einen Arzt, der für mich die Diät beurteilt, usw, so brauche ich mich ja nicht selbst bemühen.

Was ist gemeint und wer ist der Autor? Demjenigen, der als Erster die richtige Lösung weiß, winkt wie immer eine Kurzstrecke. Aber, ebenfalls wie immer, nur bis nächsten Sonntag! Dann wird nämlich gnadenlos aufgelöst.

Übrigens: Mit Leitung eines anderen ist weder der Big Brother von früher noch die Politische Korrektheit von heute gemeint. Dafür ist das Zitat, soviel kann ich verraten, zu alt; obwohl der Text so modern daherkommt!

PS: Die Lösung vom letzten Quiz muss lauten: Bob Dylan und der Song "Love Sick".

Quiz TaxiBerlin

27.11.2010

TÖDLICHER UNFALL AUF DER FRANKFURTER ALLEE


Ich fange seit einiger Zeit immer etwas früher an, was den Vorteil hat, daß ich dann auch früher Feierabend machen kann. In der Woche stelle ich meist vor Mitternacht ab, am Wochenende will ich spätestens um vier Uhr im Bett liegen und im Idealfall auch schon schlafen.

Beim Taxifahren trifft der blöde Satz "Je später der Abend, desto schöner die Gäste" leider nicht zu. In der Regel verwandeln sich die Gäste nämlich in Patienten, was allerdings wohl auch mit meiner abnehmenden Konzentration bezüglich persönlicher Probleme anderer im Allgemeinen, und um die nach Mitternacht im Besonderen, zurückzuführen ist.

Als ich gestern gegen 15Uhr meine Schicht begann, war ich noch hellwach. Die erste Fahrt sollte zum Hauptbahnhof gehen und führte mich über die Frankfurter Allee stadteinwärts. Die Gegenrichtung war komplett gesperrt und Höhe NETTO gab es bereits eine Menschentraube, die auf die gegenüberliegende Fahrbahn glotzte.

Was es da zu sehen gab? Eine leblose Person, die gegen dem aufkommenden Wind von mehreren Personen verzweifelt versucht wurde abzudecken. Und was noch? Im Vorbeifahren sah ich, daß Weichteile, vermutlich Gehirnmasse, rings um die leblose Person auf der Fahrbahn verteilt waren.

Kein schöner Start in eine Schicht. Das Bild ging mir den ganzen Tag nicht mehr aus dem Kopf. Obwohl eigentlich schon Wochenende, stellte ich noch vor Mitternacht ab. Ich hatte genug gesehen.

Text TaxiBerlin

26.11.2010

FÄHRST DU A GUCKST DU E


War heute die von einem türkischen Kollegen am Flughafen Tegel an mich gerichtete Anweisung in nahezu klarster deutscher Prosa, was soviel heißt, daß ich auf meinem Weg zum Terminal A beim Ausgang E vorbeischauen soll, ob da evtl. Fahrgäste sind.

Vorher hatte er bereits versucht, mir das selbe in einer Art Zeichensprache zu sagen, die allerdings nur von Flughafenfahrern verstanden wird, zu denen ich aber nicht gehöre. Ich fahre noch überall; was allerdings dazu führte, daß ich meine Scheibe runterlassen und beim Kollegen nachfragen musste, was er mir denn sagen wolle.

Beim losfahren fiel mir ein, daß mich derselbe Kollege neulich an gleicher Stelle mit SALAM ALEIKUM begrüßt hatte. Damals war ich sprachlos, heute wäre ich vorbereitet gewesen, allerdings auf SALEM ALEIKUM und eben nicht auf FÄHRST DU A GUCKST DU E.

Schade eigentlich! Genauso wie ich auf GRÜSS GOTT immer mit GUTEN TAG antworte, hatte ich mir für SALEM ALEIKUM schon das passende MERHABA zurechtgelegt. Mittlerweile bin ich mir aber gar nicht mehr sicher, ob das wirklich die richtige Antwort ist. Immerhin ist SALEM ALEIKUM gar nicht türkisch (wie MERHABA), sondern arabisch!

PS: Genau genommen ist es sogar eine arabisch-islamische Grußformel.

Text TaxiBerlin

SPEAK GERMAN


Ich kann Englisch, na gut, zumindest so leidlich. Und ich scheue mich nicht, auf Wunsch auch im Taxi English zu sprechen. Was ich nicht leiden kann, ist, wenn von mir erwartet wird, daß ich wie selbstverständlich Englisch zu sprechen habe. Das lehne ich ab. Mir würde auch nicht einfallen, in London, New York oder Paris in ein Taxi zu steigen und erwarten, daß der Fahrer Deutsch spricht.

Wer mehr über das Thema Verstümmelung der Deutschen Sprache erfahren möchte, dem empfehle ich das Buch SPEAK GERMAN von Wolf Schneider. Der nennt dort zum Beispiel vier Personen, denen die Deutsche Sprachen vieles zu verdanken hat:

An erster Stelle natürlich Luther, was nicht weiter erklärt werden muss. Dann folgt gleich Bismarck, der 1874 der Deutschen Reichspost nicht weniger wie 760 Eindeutschungen aufgedrückt hat. Danach wird Rudolf Augstein, Gründer des SPIEGELS als er noch nicht die BILD-Zeitung für Abiturienten war, genannt, weil er das Possessivpronomen (Beispiel: "Ehefrau Hildegard mit Sohn Otto") und die Versaubeutelung des Genitivs ("Die Lehre von Psychologe Hintermeier") abschaffte.

Die größte Überraschung ist zweifellos Alice Schwarzer, die an vierter und letzter Stelle auftaucht, weil sie eine Vorkämpferin für dem femininen Sprachgebrauch war. Seitdem ist es üblich, immer auch die weibliche Form zu nennen (Beispiel: "Wählerinnen und Wähler"), worauf Mann gerne verzichtet hätte.

Übrigens dieselbe Alice Schwarzer, die im Kachelmann Prozess für die richtige BILD-Zeitung berichtet und in diesem Zusammenhang schrieb, Kachelmann hätte das vermeintliche Opfer als Stalkerin bezeichnet. (Gibt es dafür kein Deutsches Wort?) Schwarzer musste zurückrudern, allerdings zu spät, weswegen sie jetzt 5.000€ zahlen soll. Im Wiederholungsfall werden wohl sogar 250.000€ fällig.

Der Metablogger propagiert bereits seit einiger Zeit das Ende des MÖSENKULTS. Ich traue dem ehrlich gesagt noch nicht so richtig, sehe aber auch, daß der Kachelmann Prozess und insbesondere Schwarzers Berichterstattung für BILD das Ende zumindest beschleunigen könnte.

Text TaxiBerlin

24.11.2010

CARLOS - DER SCHAKAL


Heute habe ich mir "Carlos - Der Schakal" angesehen. Zweifellos ein wichtiger Film, wenngleich in der drei Stunden Fassung absolut ausreichend. Für das Verständnis ist es allerdings durchaus bereichernd, vorher (oder wegen mir auch hinterher) "Der Baader Meinhof Komplex" gesehen zu haben.

Leider hat die deutsche Presse seinerzeit nicht gerade positiv über den Baader Meinhof Film berichtet, was wohl dazu führte, daß viele erst gar nicht in den Film gegangen sind, obwohl der überhaupt nicht schlecht ist. Ganz im Gegenteill!

Ich würde sogar soweit gehen und sagen, daß es einigen Journalisten einfach nur, wahrscheinlich in Hinblick auf ein junges und dummes Publikum, an einem gewissen (allerdings erwartbaren) Geschichtsbewusstsein gefehlt hat. Warum auch immer!?

Carlos - Der Schakal, übrigens ein Peruaner (und ganz ohne Hintergrund!), hat mir als Darsteller auch besser gefallen als sämtliche deutsche Schauspieler zusammen. Das lag, und das sage ich als bekennender NichtSchwuler, auch an seiner körperlichen Präsenz, was allerdings zur Folge hatte, daß er dementsprechend als Mann auftrat, und eben nicht wie ein SoftMacho daher kam oder wie die heute alle heißen ...

Ich weiß, das wird nicht gerade gerne gehört. Weder von den ganzen Medienschlampen, die uns umgeben, noch von ihren Begleitumständen, den (laut QuotenGender) unumgänglichen schwulen Schwuchteln.

Und trotzdem muss es gesagt werden ...
von TaxiBerlin


Übrigens: Der Film ist ein absolutes MUSS für alle Raucher! (Das sage ich als bekennender Nichtraucher - und das will was heißen!)

23.11.2010

DAS QUIZ BEI TAXIBERLIN


SOMETIMES THE SILENCE CAN BE LIKE THE THUNDER

Ist von wem? Wer als Erster die richtige Lösung weiß, dem winkt wie immer eine Kurzstrecke. Allerdings nur bis Sonntag! Da wird gnadenlos aufgelöst - egal was kommt: Fundamentalisten, Selbstmordattentäter, Riesenkondome, Ratzinger, ...

PS: Wer es mit dem Englischen nicht so hat, macht nichts - auf Deutsch heißt der Satz:

MANCHMAL KANN DIE STILLE WIE DER DONNER SEIN

Quiz TaxiBerlin

GWZ - Ganz Weiche Ziele


Wie bereits berichtet, wurde gestern die Reichstagskuppel samt Besucherterrasse bis auf weiteres gesperrt. Der Grund dafür ist, daß der Reichstag als "Hartes Ziel" ins Visier von Islamistischen Fundamentalisten geraten war. Ich denke, daß wegen dieser Schließung eine Entschuldigung überfällig ist, und die könnte wie folgt aussehen:

Liebe Selbstmordattentäter! Entschuldigt bitte, daß wir den Reichstag geschlossen haben. (Im Übrigen ist er für alle geschlossen, und nicht nur für euch. Also nehmt das bitte nicht allzu persönlich.) Die Schließung ist nur zu eurem Besten, denn die 72 Jungfrauen, mit denen ihr sowieso überfordert wärt, sind in Wirklichkeit nur 72 Weintrauben, die bei jedem Gemüsehändler in Neukölln für wenig Geld zu haben sind.

Ich persönlich würde dann aber trotzdem, als Alternative sozusagen, noch ein paar "Weiche Ziele" empfehlen, beispielsweise das Riesenkondom an der Gedächtniskirche, oder noch viel besser: Die vielen Baustellen in der Stadt. Die könnten meinetwegen allesamt glatt weggesprengt werden. Das ginge übrigens auch ohne Selbstmordattentat, und im Prinzip auch ohne Opfer.

Die absolut "Weichsten Ziele" überhaupt, sind definitiv die Typen, die für die vielen Baustellen (Ich rede nur von denen, wo man nie jemanden arbeiten sieht - also von allen!) verantwortlich sind. Genau genommen meine ich auch gar nicht die Typen, sondern nur ihre Birnen!

Welche Birnen?

Eh sag mal, du bist doch auch schon weich in der Birne, oder?

Text TaxiBerlin

22.11.2010

EILMELDUNG: REICHSTAGSKUPPEL FÜR BESUCHER GESPERRT


Das berichtet zumindest die BILD-Zeitung für Abiturienten. Ich bin ehrlich gesagt enttäuscht. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätten sie lieber die Weihnachtsmärkte dicht lassen können. Unter anderem auch deswegen, weil an der Gedächtniskirche gar kein richtiger Baum steht, sondern nur eine Art Riesenkondom. Einfach eklig! Oder ist das nur die Antwort auf Ratzinger?

Mal was anderes: Hatte ganz aktuell eine Vielzahl (zwei) Besucher aus Braunschweig, die sich extrem lange (27Minuten) auf meiner Seite aufgehalten haben. Weiß einer, was das zu bedeuten hat? Wimmelt es dort nicht von Braunen, die noch übrig geblieben sind vom letzten Krieg, aber deswegen geduldet werden, weil sie einfach die Klappe halten

Text TaxiBerlin

20.11.2010

UND JETZT DER REICHSTAG


Da es für Loveparade, Biermeile und Oktoberfest zu spät, und für die Weihnachtsmärkte noch zu früh ist, war es nicht weiter verwunderlich, daß sich die Fundamentalisten ein anderes Ziel für ihren Terror suchen werden: Den Reichstag.

Um's Gebäude wär's wirklich schade, immerhin ist das "Dem Deutschen Volke" gewidmet, was die wenigsten offensichtlich wissen. Oder warum hat sich nicht sogleich eine Freiwilligenarmee zum Schutz des Reichstages gebildet? Auch der politisch Korrekteste wird mir in diesem Punkt sicherlich Recht geben: Eine Demokratie muss wehrhaft sein!

Wenn ich ehrlich sein soll: Mal abgesehen vom Reichstagsgebäude an sich, um den Rest wäre es nicht Schade. Vielleicht kann man sich um Kanzleramt und Abgeordnetenhaus gleich mit kümmern? Und falls dann noch Zeit bleibt: Schweizer Botschaft und Hauptbahnhof?

Aber jetzt mal im Ernst: Dem Reichstag konnten schon die Nazis, die Kommunisten und noch nicht einmal die Russen etwas anhaben! Warum sollte andere Fundamentalisten da mehr Glück haben?!

Ausgehend von der Tatsache, daß wir heute nicht mehr in einer Demokratie ("Alle macht geht vom Volke aus ...) sondern in der Postdemokratie (... aber wo ist sie hingegangen, die Macht?") leben, manch einer sagt auch Kleptokratie (Stichworte: Abfindungen für Pleitebanker, Stuttgart21, Kölner U-Bahnbau, Prüfprotokolle Berliner S-Bahn, Atomausstieg, ...), bleibt allerdings die Frage: Sollte auch diese noch verteidigt werden?

Text TaxiBerlin

VON SCHLÄFERN UND JUNGFRAUEN


Innenminister Die Misere geht davon aus, daß es in unserer Stadt genau siebenundzwanzig (27) Schläfer gibt. Mir kommt diese Zahl eindeutig zu niedrig vor, zumal bei mir im Haus schon drei (3) Schläfer wohnen.

O, ein Ausgeschlafener aus dem Vorderhaus, wies mich darauf hin, daß es sich bei den zweiundsiebzig (72) Jungfrauen, die jeden Märtyrer im Paradies erwarten sollen, um einen Übersetzungsfehler handelt. In Wahrheit sind es Weintrauben.

Das hörte ich zum ersten Mal und es erschien mir sogleich einleuchtend. Wo sollen die die ganzen Jungfrauen herbekommen. Viele wären mit einer schon zufrieden und manch einer bereits überfordert. Weintrauben gibt es dagegen immer und überall, und überfordern niemanden.

Meine persönliche Achse des Bösen ist, wie ich schon geschrieben habe: Loveparade, Biermeile und Weihnachtsmärkte. Solange die ins Visier von islamistischen Fundamentalisten geraten, hätte ich nicht nur nichts dagegen, sondern würde es sogar ausdrücklich begrüßen. (Bei den Flohmärkten wäre allerdings Schluss!)

Ich hoffe, ich habe in Sachen Jungfrauen und Weintrauben nicht zuviel verraten. Nicht, daß der ein oder andere Schläfer jetzt einfach weiter schläft, obwohl er eigentlich einem gemeinsamen Hort des Bösen den Garaus machen sollte!

Text TaxiBerlin

18.11.2010

VERTEIDIGT DIE WEIHNACHTSMÄRKTE


Ganz aktuell sind nun auch die Berliner Weihnachtsmärkte, immerhin gibt es ihrer über fünfzig (50!), ins Fadenkreuz des internationalen Terrorismus geraten. Berlins Innensenator Körting fand ob dieser Bedrohung so klare Worte, die man bisher nicht mal dem Sarrazin zugetraut hatte:

Wenn wir in der Nachbarschaft irgendetwas wahrnehmen, dass da plötzlich drei etwas seltsam aussehende Menschen eingezogen sind, die sich nie blicken lassen oder ähnlich, und die nur Arabisch oder eine Fremdsprache sprechen, die wir nicht verstehen, dann sollte man glaube ich schon mal gucken, dass man die Behörden unterrichtet, was da los ist.

Ich finde das weder übertrieben noch hysterisch. Mein Problem ist nur, daß ich dann genaugenommen meinen halben Kiez einzeigen müsste. Deswegen finde ich die Tipps unseres Innenministers die Misere zwar nicht unbedingt praktikabler, aber in der Praxis zumindest leichter zu handhaben. Er rät dazu, einfach zu Hause zu bleiben, wo ich mitgehen kann; und weiter, sich nicht einschüchtern zu lassen und letztendlich alles so zu machen, wie man es sonst auch getan hat oder tuen würde; was in der Regel im Widerspruch zum ersten Ratschlag steht, aber das nur nebenbei.

Mein größtes Problem ist sowieso, gerade wo unsere Weihnachtsmärkte so bedroht sind vom fundamentalistischen Terror, daß ich ausgerechnet die in der Vergangenheit schon nicht besucht habe, und auch, übrigens unabhängig von der Empfehlung unseres Innenministers, in Zukunft nicht vorhatte aufzusuchen.

Meine persönliche Bedrohung dürfte somit gegen Null gehen. Mein Ansatzpunkt ist aber auch ein ganz anderer: Ehrlicherweise muss ich zugeben, daß auch ich, ähnlich wahrscheinlich den islamischen Fundamentalisten, unsere Weihnachtsmärkte als Hort des Bösen ansehe, gleich nach der Loveparade und der Biermeile. (Im Gegensatz zu Flohmärkten! Die würde ich ohne nachzudenken verteidigen!)

Selbst wenn ich wollte, ich könnte es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, unsere Weihnachtsmärkte in irgendeiner Weise zu verteidigen. Das muss ich leider denjenigen überlassen, die dort hingehen. (Eine kleine Chance gibt es allerdings, daß ich es mir noch einmal überlege. Immerhin stiegen mir in den letzten Jahren wieder mehr Leute ins Taxi, insbesondere übrigens aus Skandinavien, die extra wegen der Weihnachtsmärkte angereist waren.)

Text TaxiBerlin

WAITY KATIE WIRD HEIRATEN


Vorgestern ist bekannt geworden, daß die ewig wartende Kate Middleton nun doch von ihrer Studentenliebe und Märchenprinzen William geehelicht werden wird. Darüber soll sogar die Queen "absolut entzückt" sein.

Da mich keiner fragen wird, was ich davon halte, nutze ich diesen Weg meine Meinung öffentlich zu machen. Prinzipiell ist es für einen Mann immer schlecht, wenn eine junge gutaussehende Frau vom Markt verschwindet.

Warum mir Waity Katie seit Bekanntgabe ihrer Eheschließung aber plötzlich auch weniger attraktiv als zuvor erscheint, weiß ich zwar nicht zu erklären, entspricht aber der Wahrheit.

Text TaxiBerlin

17.11.2010

DIES & DAS & JENES

Nachdem der MetaBlogger ganz aktuell was übers "Billige Berlin" verbloggt hat, kann auch ich neues und sogar erfreuliches zu diesem Thema berichten. Ein großer Vorteil von den vielen Baustellen ist, daß auch immer mehr mobile WCs im Straßenbild zu finden sind. Die sind in der Regel nicht nur unverschlossen sondern auch noch kostenneutral. Die Frage bleibt, ob die nur von der Firma Olymp sind, oder ob man sich dort auch wie auf dem Olymp fühlen soll?

Meinem Nachbarn aus der 21, einem Künstler mit Hintergrund, hat die BSR heute zwei Mülltonnen vors Schaufenster gestellt. Was ist dafür der Grund?

Meine anderen Nachbarn, die aus der großen Grabbelkiste, haben neuerdings einen Castor Live Ticker! Sind die jetzt nur verstrahlt, oder muss ich mir richtig Sorgen machen?

Fotos&Fragen TaxiBerlin

16.11.2010

BALKANFABEL


Am Ufer der Donau treffen sich Schlange und Schäferhund. Die Schlange fragt den Hund: "Setzt du mich rüber?" Der Hund überlegt kurz und antwortet: "Nein!" Warum nicht, will die Schlange wissen. Weil du mich beißen wirst, antwortet der Hund. Nein, das werde ich nicht, verspricht die Schlange. Der Hund überlegt kurz und stimmt letztendlich zu.

Der Schäferhund setzt die Schlange über auf das andere Ufer der Donau. Dort angekommen beißt die Schlange plötzlich den Hund. "Warum beißt Du mich? Du hattest doch versprochen es nicht zu tun!", fragt der Hund die Schlange im Todeskampf, denn der Biss der Schlange war giftig.

Die Schlange, bereits in der Vorwärtsbewegung begriffen, antwortet dem sterbenden Schäferhund: "Weil wir auf dem Balkan sind!"

Text TaxiBerlin

FRAGE: "FRESSEN SIE SIE?"


Antwort: "Nein, wir werfen sie weg! Wir wollen nur, daß sie sie ausstellen - die Quittung ..."

Frage TaxiBerlin

14.11.2010

TAXI AUSSTIEG TEGEL

Es soll immer noch Kollegen geben, die nicht wissen, wo sie am Flughafen Tegel ihre Gäste aussteigen lassen sollen - und das nicht nur am Terminal C! Dort hat man jetzt entsprechende Schilder aufgestellt, was allerdings voraussetzt, daß man des Lesens kundig ist. Wie im richtigen Leben so gilt auch hier: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil!

Hintergrund für die Beschilderung ist, daß genau die Kollegen, die in Tegel nicht den Ort finden, wo sie ihre Fahrgäste aussteigen lassen sollen, problemlos neue Fahrgäste finden, die auf der Suche nach einer leere Taxe sind, um von dort wegzukommen. Das Ganze natürlich unter Umgehung des lästigen Anstellens auf dem großen Taxiparkplatz und einer etwa einstündigen Wartezeit.

(Mein Taxilehrer pflegte solches Verhalten wie folgt zu bezeichnen: "Fünf Minuten dumm gestellt, reicht für den ganzen Tag!")

Ich möchte mich sogleich für meinen Taxilehrer entschuldigen, der immer vom schlimmsten Fall ausging. Manch ein Kollege kennt sich wirklich nicht in Tegel aus. Und wie das mit den blinden Hühnern ist, ist ja allgemein bekannt. Falls sie doch mal angezeigt werden sollten, weil sie Fahrgäste ganz unkollegial ohne Wartezeit aufgenommen haben, empfehle ich als Begründung die Beförderungspflicht anzugeben. Damit kommt man so gut wie immer durch!

(Alle anderen, also die, die sich immer noch brav anstellen, können sich schonmal überlegen, ob sie in der Insolvenzkiste An der Ostbahn2 nicht besser aufgehoben sind als auf dem großen Taxiparkplatz am Flughafen Tegel.)

Fotos&Text TaxiBerlin

13.11.2010

DIE NETTE FRAU VON MTV KAM AUS DEM POLITBÜRO


Ursprünglich kommt sie natürlich nicht aus dem Politbüro sondern aus Düsseldorf, oder Dortmund, oder war es Duisburg? Sorry, aber ich komme mit diesen Westdeutschen Dörfern immer durcheinander. Auf jeden Fall lebte sie die meiste Zeit in Köln. Das steht hundertprozentig fest. Sie hat sogar schonmal drei Jahre in Berlin gelebt, weil sie da bei MTV gearbeitet hat.

Von Berlin hatte sie, das gab sie wahrheitsgemäß zu, aber damals keine Ahnung. Deswegen wohnte sie auch im Prenzlauer Berg. Eine Wohnung dort zu kaufen, kam für sie allerdings nicht in Frage. Die zahlen wohl nicht so gut bei MTV. Zum Schluss ist sie einfach wieder zurück nach Köln gezogen. Sowas gibt es eben auch.

Heute war sie für einen Tag in Berlin. Wie gesagt: Im Politbüro. So heißt eine Räumlichkeit im Soho Haus an der Prenzlauer Allee Ecke Torstraße. Das Soho Haus ist eigentlich ein Club. Heute habe ich erfahren, daß sich auch ein Hotel in dem ehemaligen Institut für Marxismus Leninismus befindet, daß auch Nichtmitgliedern zugänglich ist. Noch!

Daß es im Soho Haus eine Räumlichkeit namens Politbüro gibt, hatte ich vor einigen Tagen schon einmal gehört. Mir kam das damals bereits komisch vor. Mein Gefühl sollte Recht behalten. Das Politbüro tagte nämlich jeden Dienstag ab 10Uhr im Gebäude des Zentralkomitees am damaligen Marx-Engels-Platz in Ost-Berlin am Werderschen Markt in Mitte; und eben nicht im Institut für Marxismus Leninismus an der Prenzlauer Allee Ecke Torstraße, die damals noch Wilhelm Pieck Straße hieß.

Tja, was soll man dazu sagen? Das ist allerdings erst der Anfang. Ganz Berlin wird eines Tages ein Riesengroßes Disney World werden, wo keine Sau mehr weiß, wer wo wann genau getagt hat. Warum auch? Die Welt ist beliebig und die Massen werden dumm gehalten.

Da wünsche ich mir echt die Neunziger zurück. Da war Berlin noch ein einziger großer Zoo. Alle kamen sie her, um hier die Sau rauszulassen. Andernorts trauten sie es sich wohl nicht. Aber das war OK! Das Beste war allerdings, daß sie alle spätestens nach einer Woche wieder weg waren und uns nicht auf Dauer auf die Eier gingen.

Text TaxiBerlin

10.11.2010

HOUELLEBECQ HOLLEBEK QUÄLBEK QUELLBECK

Wie auch immer unser aller Quälgeist Michel Houellebecq geschrieben oder gar ausgesprochen werden mag, unser Michel ist und bleibt einer der wenigen zeitgenössischen Autoren, der heute wirklich etwas zu sagen hat. Der Metablogger und TaxiBerlin haben heute die Autorin und Kollegin Claudia Schattach, die ihn seinerzeit in Berlin betreut hat, über ihr Zusammentreffen mit Michel Houellebecq befragt.
Aufnahmeleiter war der wunderbare Robert Weber, für den Houellebecq schon immer Hollebek war und auch immer Hollebek bleiben wird. Mehr hörst Du hier!

Tipp TaxiBerlin

DER SENATSFOTOGRAF


Der Senatsfotograf soll neulich am Insulaner am Munsterdamm gestanden haben. Zumindest gab das eine Kollegin über Funk durch. Ich bin natürlich nicht hin, um das zu kontrollieren. Der Senatsfotograf ist nämlich dafür bekannt, daß er extrem schlechte Bilder und nur in schwarz/weiß macht, die man auch nicht gleich mitnehmen kann und sogar noch extrem teuer sind.

Ehrlich gesagt kannte ich den Begriff Senatsfotograf bis vorgestern auch nicht. Jetzt beginnt aber die Zeit, das weiß ich aus langjähriger Erfahrung, wo der Senatsfotograf wieder öfter in der Öffentlichkeit in Erscheinung tritt und sozusagen seinen Job macht. Warum er das das Jahr über schleifen lässt, ist mir ehrlich gesagt auch nicht klar.

Wer jetzt irgendwie auf der Leitung steht und es immer noch nicht mitbekommen haben sollte: Der Senatsfotograf heißt umgangssprachlich auch B*****r und auf Taxideutsch M**i oder der K***i, weil er immer mit einem Kombi kommt und niemals mit einer Limousine.

PS: Der Senatsfotograf hat auch so eine Art Metablogger, und den findest Du hier!

Text TaxiBerlin

09.11.2010

DIE G8 NICHTTRINKGELDGEBERLÄNDER


Es gibt Länder, wo man im Taxi kein Trinkgeld gibt, und das sogar in Europa! Zu den Nichttrinkgeldgeberländern (G8) zählen: Frankreich, Spanien, Italien, Luxemburg, Liechtenstein, Belgien, Portugal und Teile der Niederlande.

Ich möchte mich jetzt nicht darüber beklagen, daß erwachsene und in der Regel auch gebildete Menschen in fremde Länder reisen, sich nicht den hiesigen Verhältnissen anpassen, und kein Trinkgeld geben, wo man/frau normalerweise Trinkgeld gibt. Vor allem möchte ich aber keine weitere Assimilationsdebatte anstoßen, von der mir jetzt keiner sagen, wohin sie mich bringen wird.

Mit dem Trinkgeld im Taxi ist es, wie wahrscheinlich überall wo Trinkgeld gegeben und genommen wird, so, daß man es gibt, wenn man mit dem Service zufrieden war und es andererseits erwartet, wenn man guten Service geleistet hat.

Ist nun von Vornherein klar, daß es kein Trinkgeld geben wird, weil der Fahrgast, an seiner Sprache erkennbar, aus einem G8 Nichttrinkgeldgeberland kommt, stellt sich die Frage: Warum sollte ich noch einen guten Service anbieten?

In diesem Fall reicht meiner Meinung nach der normale Service vollkommen aus!

Text TaxiBerlin

07.11.2010

WENN MAN KEINE AHNUNG HAT: EINFACH MAL FRESSE HALTEN


Ist das Credo von Dieter Nuhr. Nach dem heutigen Besuch von TaxiBerlin im Berliner Ensemble am Schiffbauerdamm, wo die Gewinner des Berliner Arbeitsstipendiums für Autorinnen und Autoren vorgestellt wurden, erlaube ich mir dieses Credo für meine Belange umzuformulieren in:

Wenn man nichts erlebt hat: Einfach mal keine Bücher schreiben.

Dies trifft nicht für alle Gewinner zu. Peter Wawerzinek, den Gewinner des diesjährigen Bachmann-Preises, sowie Falko Hennig und Robert Weber mit ihrer Idee eines Collagenromans über die Liebe, nehme ich davon ausdrücklich aus.
Aber was soll ich von einer Gewinnerin halten, die keinen Bock darauf hatte, Lehrerin zu werden, und deswegen Schriftstellerin geworden ist. Was ist das für eine Motivation? Sag es mir!

(Ich meine: Das sind Deine und meine Steuergelder! Da wünscht man sich doch, niemals Steuern gezahlt zu haben!)

Insgesamt war die Veranstaltung von einem großen Kunst-Wollen geprägt. Kunst heißt aber nunmal Kunst, weil es von Können kommt, und nicht von Wollen. Sonst hieße sie Wunst!

Meine Langeweile habe ich kreativ genutzt, und u.a. folgende Gedanken zu Papier gebracht, die ich sowohl Dieter Nuhr als auch allen anderen Interessierten hiermit offiziell zur Verfügung stelle:

1. Abstrakt malen sollte nur der, der auch gegenständlich malen kann.

2. Abstrakt schreiben sollte ebenfalls nur der, der auch Gegenstände und Personen aus Fleisch und Blut beschreiben kann.

3. Wer sich um die Seele kümmern will, sollte vorher den Körper kennen.

In diesem Sinne eine gute Woche!

wünscht TaxiBerlin

VON MENSCHENRECHTEN UND MENSCHENPFLICHTEN


Überall gibt es Rechte und Pflichten. Hartz Vier Bezieher haben sie. Und sogar Migranten. Die will man nicht nur fördern, sondern gelegentlich auch etwas von ihnen fordern. Was genau, darüber streitet man sich nun nach Jahren des politisch korrekten Multikulti Gelabere.

Im Jahre Null nach T.S. finden plötzlich sogar die Grünen harte Worte für Migranten. Der Bundesvorsitzende von Bündnis90/Die Grünen C.Ö. fordert ganz und gar "eine republikanische Integration in unsere Gesellschaft unter dem Dach des Grundgesetzes".

Es wird aber noch besser. In der Partei Die Grünen war bisher nicht ganz klar, ob eine andere kulturelle Prägung auch dann zu achten sei, wenn sie im Widerspruch zum Grundgesetz steht. Hierzu wird nun klargestellt: "Bei der Akzeptanz der Grundrechte und der Freiheit anderer gibt es für uns Grüne keinen kulturellen Rabatt."

Willkommen in der Realität! Manch einer braucht eben etwas länger ...

Aber zurück zum eigentlichen Thema: Menschenrechte sind die einzigen Rechte, die angeblich immer und überall eingefordert werden können, ohne daß es eine Art Menschenpflicht dazu, sozusagen als Gegenstück, oder besser: als Voraussetzung, die erfüllt sein muss um Menschenrechte geltend zu machen, gäben würde.

Kommt das jemandem komisch vor? Mir schon! Warum sollte es irgendetwas ohne Gegenleistung geben? Das gab's doch noch nie!

Dem von mir geschätzte französische Autor M.H., übrigens einer der wenigen zeitgenössischen Autoren, der wirklich etwas zu sagen hat, ist dieser Widerspruch bereits vor Jahren aufgefallen und er hat sich wie folgt dazu geäußert, womit ich meine kleine Reihe mit Zitaten von M.H. abschließe.

Und es genügt ebenfalls, sich die anhaltende Beliebigkeit der „Sozialvertrags“-Theorien ins Gedächtnis zu rufen, die sich zum einen auf die Fiktion freier Individuen stützen, deren Existenz jener des Kollektivs vorausginge, und zum anderen auf den – sich daraus ableitenden – Begriff der von jeder Pflicht entkoppelten „Menschenrechte“.

Michel Houellebecq "Ich habe einen Traum" (Neue Interventionen)

Text davor TaxiBerlin

06.11.2010

CAPITALISM KILLS LOVE oder DIE KOMIKER VOM GRILL ROYAL

Erst wollte ich meinen eigenen Augen nicht trauen. Aber die sind nunmal in Ordnung, was übrigens eine gute Voraussetzung fürs Taxifahren ist. Deswegen mache ich mir auch um die Verlängerung meines Taxischeins Anfang nächsten Jahres keine Sorgen.

Sorgen mache ich mir, wenngleich nicht wirklich, ums Grill Royal in der Friedrichstraße direkt am Ufer der Spree. Die bewerben ihren Laden neuerdings mit dem Spruch: CAPTALISM KILLS LOVE. Das muss man sich mal vorstellen! Ausgerechnet die!

Ich bin kein Vegetarier - aber wenn ich jeden Monat Tonnenweise Fleisch von toten Tieren auf den Grill haue und für teuer Geld an den Mann (und auch an die Frau!) bringe, wäre ich mit Slogans wie diesen eher zurückhaltend.

Aber offensichtlich sind die Leute, die da essen gehen, so blöd - die merken es gar nicht. Denn heute kannst du gegen alles und jeden sein, sogar gegen dich selbst. Wieso? Weil es eben keine Konsequenzen hat und niemanden wirklich interessiert.

(Ist GEGEN SICH SELBST SEIN heute, ähnlich der SELBSTKRITIK bei den Kommunisten früher, die höhere Schule der Politischen Korrektheit? Wer's weiß, bitte melden! Danke!)

Heutzutage darfst du alles sein, nur eines nicht - politisch nicht korrekt! Das lässt man dir nicht durchgehen. Aber das kann dir mit CAPITALISM KILLS LOVE nicht passieren. Damit bist du auf der sicheren Seite. Das ist politisch so korrekt - korrekter geht fast gar nicht!

(Letztendlich sind das dort auch keine Komiker, denn die glauben da wirklich dran - was allerdings viel schlimmer ist!)


Friedrichstraße / Mitte

PS: Nicht vergessen, gelegentlich auch mal beim MetaBlogger vorbeizuschauen!

Fotos&Text TaxiBerlin

SANI LENA


Der wunderbare Robert Weber hat mich für morgen zu einer Privatvorführung seines Horrorhörspiels ins Kino Krokodil in der Greifenhagener Straße 32 eingeladen. Da ich deswegen morgen keine Zeit haben werde irgendetwas neues zu verbloggen, gibt es jetzt schonmal ganz exklusiv den Beitrag, der eigentlich für morgen bestimmt war. Und wer morgen Nachmittag noch nichts vorhat, oder wer sich zur Abwechslung einfach mal gruseln möchte, der kommt auch zu Roberts Privatvorführung ins Kino Krokodil.

Bismarckstraße / Charlottenburg

Daß unser aller LENA ein Sanitätshaus in Berlin eröffnet hat, haben die meisten gar nicht mitbekommen. Aber auch sie muss eben an ihre Zukunft denken. Daß SANI LENA sich nun ausgerechnet in Charlottenburg befindet, war, zumindest für mich, die eigentliche Überraschung. Allerdings musste mich auch erst der MetaBlogger darauf aufmerksam machen, daß es einen statistisch relevanten Zusammenhang zwischen LENAs Auftritt beim Eurovision Song Contest und dem verstärkten Auftreten von schwarzen Feinstrumpfhosen in Verbindung mit kurzen Röcken gibt. Zu meiner Ehrenrettung kann ich aber sagen, daß ich bereits vor dem MetaBlogger eine Zunahme von Blasenerkrankungen für diesen Herbst und Winter prognostiziert hatte.

In ihrem Charlottenburger Laden steht LENA selbst Modell, und das sogar ohne schwarze Feinstrumpfhose und kurzem Rock. In Charlottenburg macht das Sinn. Bis dorthin ist die Welle mit den schwarzen Feinstrumpfhosen und den kurzen Röcken noch nicht von Prenzlauer Berg und Mitte rübergeschwappt. Da musste sich LENA eben etwas einfallen lassen, wenn sie in ihrem SANI LENA von den Blasenentzündungen profitieren möchte.

Manch einer fragt sich jetzt, warum sie ihren Laden in der Bismarckstraße SANI LEMA und nicht SANI LENA nennt. Die Antwort ist ganz einfach. LENA hat es nicht so mit der Deutschen Sprache, weswegen sie auch Englisch singt. Und deswegen hat LENA ihren Eintrag ins goldene Buch von Hannover auch mit den Worten "Verdammte Axt" kommentiert, wo doch jeder weiß, daß es "Verdammter Akt" heißen muss.

Foto&Text TaxiBerlin

NEUSCHREIB


Der Gemüsehandel wird, übrigens nicht nur in Deutschland, gemeinhin weit unterschätzt. Jüngst erst vom Vorstand der Deutschen Bundesbank T.S., weswegen der auch zurückgetreten ist, zurücktreten musste, oder gar zurückgetreten wurde(?), ... auf jeden Fall getreten wurde!

Dabei gehen vom Gemüsehandel bisher ungeahnte Impulse für die Neue Deutsche Schriftsprache, kurz NEUSCHREIB, aus.Warnte G.O. in 1984 noch vor dem NEUSPRECH (DoppeltGut usw. ...), kommt das NEUSCHREIB nun ganz unerwartet daher, und wird dementsprechend bis zum heutigen Tag von niemandem wirklich wahr genommen. Warum eigentlich?

Menschen rechnen am ehesten mit dem Erwartbaren, also mit dem NEUSPRECH. Beim NEUSCHREIB wird, im Gegensatz zum NEUSPRECH, die Aussprache nicht oder nur geringfügig geändert, weswegen das NEUSCHREIB bis jetzt kaum Beachtung findet. Und das, obwohl sich die Bedeutung des Wortes, genauso wie beim NEUSPRECH, fundamental ändert!

Vier Beispiele:

1. Der Weißkohl hat keine Eltern im herkömmlichen Sinne, weswegen aus ihm richtigerweise der Waiskohl wird.

2. Der große Bruder vom Kohlrabi ist der Kohlrubi. Man erkennt ihn an seiner Rubinroten Farbe.

3. Den Löwenzahn bereitet man am Besten mit Sahne zu, weswegen er neuerdings LöwenSahn geschrieben wird. Dies ist sozusagen die höhere Schule des NEUSCHREIB. Sie wird in Zukunft Bücher komplett überflüssig machen - in diesem Fall Kochbücher.

4. Was es mit dem RomaSalat auf sich hat, erschließt sich mir allerdings ehrlich gesagt nicht wirklich. Müssten dafür vorher nicht zumindest die Sinti befragt werden? (Nicht, daß die sich wieder benachteiligt fühlen!) Oder eigentlich sogar alle Menschen? Immerhin heißt Roma Mensch! (Und was ist eigentlich mit demjenigen, der kein Roma ist?)

(Ist der automatisch ein Unmensch, wie der, der diese Schilder verbrochen hat?!)

Fotos&Text TaxiBerlin

05.11.2010

JEDES KLISCHEE ENTHÄLT EINE THEORIE IN KURZFORM


Jedes Klischee enthält eine Theorie in Kurzform und geht als solches nur durch, wenn die Theorie als veraltet und überholt gilt. Indem ich mich in meiner Literatur theoretischen Konzepten öffne, die man zur Welt entwickeln kann, und ich mich damit ständig der Gefahr des Klischees aussetze – in Wahrheit verurteile ich mich zu ihr -, besteht meine einzige Chance, originell zu sein, in der Erfindung neuer Klischees.

Michel Houellebecq "Ich habe einen Traum" (Neue Interventionen)

04.11.2010

ICH BIN NICHT BLÖD


Ich weiß, was man tun muss, um als nett zu gelten, ich bin nicht blöd. Aber ich habe keine Lust darauf. Ich habe viel zur heutigen Gesellschaft gesagt, und im Grunde habe ich die Nase voll von ihr.


Michel Houellebecq "Ich habe einen Traum" (Neue Interventionen)

03.11.2010

UMFRAGE


Danke für die rege Teilnahme an meiner Umfrage, ob ein Berliner Taxifahrer die Beförderung einer offenbar betrunkenen Person verweigern darf, auch wenn sich im Nachhinein herausstellt, daß es sich dabei um einen trockenen Alkoholiker gehandelt hat. Ich schließe mich der Meinung der Mehrheit (immerhin 60%) an, daß er dazu berechtigt ist.

Um in Zukunft derartige Probleme ein für alle mal auszuschließen, unterstütze ich die Idee einer Zusatzausbildung für Taxifahrer, eine Art Mix aus Gender, Psychologie und Pathologie, und zwar genau in dieser Reihenfolge, um eine möglichst zeitnahe Diagnose mit einer hohen Trefferquote vor Ort zu ermöglichen.

Wie wir alle wissen, ist alles in unseren Genen determiniert, beispielsweise Homosexualität aber auch Alkoholabhängigkeit. Das kann man gut finden oder auch nicht. (Nur zweifeln sollte man nicht daran, das ist nicht PC!) Wenn die Eingangs gemachte Annahme stimmt, dann wird man irgendwann anhand der DNA auch herausbekommen, ob jemand aktiv säuft oder nur ein trockener Alkoholiker ist. In diesem Fall plädiere ich jetzt schon mal für die Einführung eines Genschnelltests für alle Berliner Taxen.

PS: Alleine schon, um in Zukunft nicht mit solchen dämlichen Umfragen zu nerven. Ich hoffe, das ist auch in Deinem Interesse.

Text TaxiBerlin

WAS ERWARTEN SIE VON EINEM VERLEGER?

Dass mein Text nicht verändert wird. Das hört sich harmlos an, aber da ich fast jedes Mal verklagt werde, bedeutet es schon viel, das zugestanden zu bekommen.

Michel Houellebecq "Ich habe einen Traum" (Neue Interventionen)

02.11.2010

WAS ES MIR BRINGT, WENN ICH POLITISCH KORREKT BIN

Was bringt es mir, wenn ich politisch korrekt bin? Man verspricht mir nicht einmal zweiundsiebzig Jungfrauen. Man verspricht mir lediglich, dass ich mich weiter abrackern und Ralph-Lauren-Hemden kaufen darf … Deshalb glaube ich, dass der einzige Inhalt des Vorhabens der Wille ist, zu verschwinden. Im Grunde genommen ist mir die Zukunft des Westens gleichgültig; aber es kann sich als schwierig herausstellen, gegen die Selbstzensur anzukämpfen. Man muss immer mehr Kraft dafür aufbringen. Das alles nervt.

Michel Houellebecq "Ich habe einen Traum" (Neue Interventionen)

01.11.2010

MEIN NEUES T-SHIRT

Was habe ich noch vor ein paar Wochen gesagt? Damals, als die Bar25 in der Holzmarktstraße mal wieder definitiv zu gemacht hat?! Da kann sich natürlich von euch heute keiner mehr dran erinnern - das war ja klar! Ich hatte damals gesagt, daß das mit der Schließung von Bars genauso ist, wie mein dem Rücktritt von Politikern und Pastoren: Es gibt immer einen Rücktritt vom Rücktritt. Bei der Bar25 war es zumindest ein ein Rücktritt von der Schließung, und der war genau gestern.

Aber eigentlich wollte ich von meinen neuen T-Shirts (siehe Foto) berichten. Die hatte ich bereits im Frühjahr für diesen Sommer bestellt - allerdings in Bulgarien. Ich meine Rumänien wäre jetzt sicherlich auch keine viel bessere Wahl gewesen (aber man weiß ja nie!). Beim Bulgaren kam auf jeden Fall einiges dazwischen: erst der Abschlussball, dann die Hochzeit und zum Schluss noch 'ne Scheidung ...

Ich hab ja für alles Verständnis. Letztendlich bin ich sogar ganz froh, daß die Dinger so spät kommen. Da kann ich sie erstmal unterm Pullover sozusagen "Probe tragen". Immerhin läuft es im Moment ganz gut mit dem Trinkgeld. Vielleicht liegt das aber auch daran, daß ich lange keine "Itaker", oder wie die alle heißen, an Bord hatte.

Wie dem auch immer sei. Was die Zukunft des Trinkgeldes angeht, so lasse ich mich, übrigens genauso wie mit dem Wetter, ÜBERRASCHEN! Im Ernstfall spende ich die ollen Scheiß T-Shirts einfach HUMANA. Dann werden die nach Afrika geschickt und ich bin "Aus dem Schneider". Zur Not kann ich auch immer noch Putzlappen draus machen, was sie aber genau genommen jetzt schon sind ...

In diesen Sinne: Eine schöne Woche und einen guten Monat!

wünscht TaxiBerlin