31.10.2010

WANN WIRD'S MAL WIEDER RICHTIG WINTER ...

Irgendwo im Friedrichshain
Alle haben über den letzten Winter gejammert - ich nicht! Ganz im Gegenteil! Ich fand den letzten Winter richtig Klasse und wünsche mir für dieses Jahr mindestens eine Wiederholung. Ehrlich gesagt fand ich das Gejammere der Leute über den letzten Winter ziemlich verlogen. Waren das nicht sie Selben, die sich sonst immer darüber beklagt haben, daß es keinen richtigen Winter mehr gibt?! (Es ist immer das gleiche: Gibst du den Leuten was sie wollen, sind sie auch nicht zufrieden! Man kann es ihnen eben nie Recht machen.) Wie dem auch sei. Offensichtlich geht es meinem türkischen Gemüsehändler an der Eckke ähnlich wie mir. Warum sollte er sonst jetzt sogar schon Schlitten (Bildmitte) im Angebot haben?! Oder ist das Brennholz? Kann doch nicht sein, oder?! Ich meine, wer heizt denn heute noch mit Holz!?

Foto&Text TaxiBerlin

30.10.2010

DAS WICHTIGSTE AN DIESEM BILD

Dossestraße / Friedrichshain
Zumindest für Autofahrer, ist zweifellos das kleine gelbe Hinweisschild (links im Bild), daß es sich hier (Bildmitte) um eine Ausfahrt handelt. Wenn man das übersieht, kann das richtig teuer werden. Umsetzen (nicht abschleppen!) kostet in Berlin ab 170,-€ aufwärts. Übrigens auch, wenn es nur wenige Meter sind, welche der Wagen umgesetzt wird. Also immer schön aufpassen, wo du parkst!

Foto&Text TaxiBerlin

SO VIEL BEIN WAR NIE



Irgendwo im Prenzlauer Berg
Herbstzeit ist Strumpfhosenzeit - Keine Frage! Das war schon immer so! Aber warum müssen neuerdings die darüber liegenden Beinkleider so sparsam sein? Fehlt's am Geld? War die Strumpfhose zu teuer? Und falls nicht, warum tut Frau sich das an und für wen? Für sich selbst? Für die anderen Frauen? Für einen Mann? Oder für alle Männer?
Eins kann mit Sicherheit gesagt werden: Wenn Frau so weiter macht (oder weiter geht!?), dann gibt's defintiv 'ne Blasenentzündung!
Der Vorteil: Frau hat ein Thema, worüber sie sich mit Frau (und auch manchem Mann, oder besser Männle?!) unterhalten kann. Eigentlich auch nicht so schlecht!
Was in diesem Zusammenhang oft unterschätzt wird: Die richtigen Fragen zu stellen!

Fotos&Text TaxiBerlin

HELLOWEEN IN OSTBERLIN

Friedelstraße / Neukölln
Wie jedes Jahr, so bin ich auch diesmal, von einem Stammfahrgast (Wieso gibt es eigentlich noch keine weibliche Form von Fahrgast? Nachdem die Political Correctness bereits vor zwanzig Jahren den Marxismus/Leninismus abgelöst hat, kann man das eigentlich verlangen!) , einer Domina, zu Helloween in ihren Puff in der Friedelstraße eingeladen.

Wie all die Jahre zuvor, so werde ich auch dieses Jahr, nicht hingehen. In einen Puff gehe ich, wenn überhaubt, nur um einen Fahrgast abzuholen! (In diesem Fall ist der dann fast immer männlich, so daß soweit eigentlich kein Bedarf an einer weiblichen Form besteht.) Wenn ich es mir Recht überlege, mein Stammfahrgast, also die Domina, gibt mir ja eigentlich auch nur das Geld, was ihr der Freier, der Gequälte oder wie auch immer vorher gegeben hat! (Ist das vielleicht der Grund, daß es keine weibliche Form von Fahrgast gibt?)

Wie dem auch sei. Dieses Jahr habe ich zu Helloween echt (und sogar auch in Wirklichkeit!) was Besseres vor. Wenn ihr es genau wissen wollt: Ich bin eingeladen! Zu Helloween für Erwachsene! (Und nicht irgendeine Sadomasokacke für'n Haufen Kohle!) Wo? Natürlich in Ostberlin! (Nicht Neukölln!) Es heißt doch schließlich nicht umsonst:


Foto&Text TaxiBerlin

29.10.2010

ZU DEN SIEBEN SCHWABEN

Zu den sieben Raben / Köpenick
"Schwabe bleibt Schwabe" wusste auch der Phil, als er neulich sein Publikum fragte, ob sich denn auch welche unter seinen Zuhörern befinden würden, worauf sich auch ein paar von den neuen Berliner Schwaben gemeldet haben. Die Schwaben, die schon länger in der Stadt leben, haben sich dezent zurückgehalten, denn sie wussten, daß, wenn der Berliner so etwas fragt, er es niemals gut meinen kann.

Und so natürlich auch der Phil, dem als geborener Berliner gar nichts anderes übrig bleibt. Genau genommen ist er in Tegel geboren, also jetzt nicht auf dem Flughafen, wie manch Schwabe jetzt vermutet, weil er mit Tegel nur den Flughafen assoziert, aber das nur nebenbei! Nachdem die Sache mit den Schwaben im Auditorium geklärt war, folgte Phils Frage:

"Wie lange braucht es, bis der Schwabe ein Berliner wird?"

STILLE!

Natürlich war die Frage verkehrt gestellt, denn ein Huhn kann noch so lange durch den Wald laufen, es wird nie als Fuchs aus ihm herauskommen!

Das müssen sich wohl einige Zuhörer zu Herzen genommen haben. Ich vermute, es waren unsere" Jungschwaben", ich meine die Schwaben, die noch nicht so lange in Berlin leben. Wie dem auch sei, neuerdings gibt es in Köpenick oben gezeigte Straße. Als Tarnung sicherlich erstmal nicht schlecht, zumindest wenn man denn schon kein Berliner werden kann.

Aber hat den Sieben Schwaben alias Raben noch niemand gesagt, das man in Berlin auch sagt: "Sie klauen wie die .....?".

Foto&Text TaxiBerlin

28.10.2010

LETZTE NACHT IN DER U-BAHN

U-Bahnhof Heinrich-Heine-Straße / Mitte
Pendelverkehr mag ja nerven, insbesondere zwischen Kottbusser Tor und Alexanderplatz, hat aber zumindest den Vorteil, daß man etwas mehr Zeit fürs Detail hat. Wer hat eigentlich das Kottbusser Tor zu verantworten, wo doch jeder weiß, daß die Stadt im Osten Brandenburgs Cottbus geschrieben wird? Hat das irgendeinen "Hintergrund"? Leider kam keiner vorbei, den ich fragen konnte. Andererseits aber auch keiner Pseudominderjähriger, der mir Drogen oder sonstwas verkaufen wollte. Ist ja manchmal auch schon viel wert. Was aber das Wichtigste ist: Ich muss mir heute früh keine Gedanken machen, wo ich meine Karre geparkt habe. Die steht nämlich in Kreuzberg bei Mercedes, weswegen ich letzte Nacht nach Hause bin per Pedes, oder so ähnlich ...

Foto&Text TaxiBerlin

26.10.2010

"KLARTEXT"


"TaxiBerlin hat mit dem Zitat in seinem Eintrag P.S. vom 26.10.10 an der Spitze des deutschen Zensur - Eisbergs gekratzt. Allerdings folgt die Justiz nur der freiwilligen Selbstkastration des von ihr zensierten Volkes. Egal ob Politiker in Sprachregelungen zwingend lügen müssen, ob in Beurteilungen die Beurteilung des Arbeitnehmers verschleiert wird, oder daß ein Konzern jemanden ruinieren darf, der seine Produkte realistisch beurteilt, daß man beim Bewerbungsgespräch nichts „negatives“ sagen DARF, daß man sich nicht über seinen Nebenmensch so äußern darf, wie man es berechtigterweise empfindet [es gibt zwar das Recht zu beleidigendem Verhalten – dieses aber wenigstens verbal zu spiegeln, ist hierzulande eine Straftat {sich wie ein Arschloch zu verhalten ist in diesem Land okay, ein Arschloch ein solches zu nennen – das kann kosten...}]... alles eine Wichse die darauf hinausläuft, daß man [verschärft seit ca. zehn Jahren] Scheiße jeder Art nur noch „Praline“ nennen darf... wenn das den Menschen im Lande so stänke, wie es stinkt [nämlich zum Himmel], dann wäre der derzeitige Zensurspuk, der ohnehin nur Pissern, Pennern, Profiteuren & Parasiten nutzt, ziemlich schnell am Ende."

P.S.


"Ich hätte in diesem Buch gerne häufiger konkrete Namen von betroffenen Personen genannt, die in hochkriminelle Machenschaften verstrickt waren oder sind und die in aller Regel deshalb noch nie verurteilt worden sind. Doch bei der heutigen Presserechtsprechnung ist das nicht mehr möglich. Als Autor muss ich diese offensichtliche Zensur hinnehmen, will ich nicht hohe Strafen bezahlen oder im Gefängnis landen. Sie als Leser, die zu Recht konkrete Aufklärung einfordern, haben darunter zu leiden, weil Ihnen deshalb in diesem Buch auch ein Stück Wahrheit vorenthalten werden musste. Diese Zensur, exekutiert von einschlägig bekannten Pressegerichten, bedient die Interessen der Organisierten Kriminalität ...

Wenn ... von der Organisierten Kriminalität bezahlte Richter in Osteuropa sagen, der einflussreiche Mafiaboss, häufig ein angesehener Konzernchef, sei unschuldig, folgen Pressegerichte in Deutschland treudeutsch diesen geschmierten Erkenntnissen. Richter und Staatsanwälte auf der Gehaltsliste der Mafia - nicht nur in Osteuropa oder Südamerika ist das durchaus selbstverständlich - kann sich ein Richter am Landgericht in Berlin oder Hamburg anscheinend nicht vorstellen.

Häufig sind es die immer gleichen Richter, die heute in Deutschland über die Pressefreiheit bestimmen. Anscheinend sind sie bei den politischen Justizbehörden so angesehen, dass man sie bisher schalten und walten lässt. Oder will man die Repräsentanten der Mafia und ihre Helfershelfer schützen? Das will ich mir noch nicht so recht vorstellen. Aber praktisch ist heute genau das in Deutschland der Fall."

Zitiert aus dem Nachwort von "Gangsterwirtschaft - Wie uns die organisierte Kriminalität aufkauft". Geschrieben hat das Buch Jürgen Roth, Jahrgang 1945, einer der wenigen investigativen Journalisten in Deutschland. Mehr erfährt der interessierte Leser hier und dort.

Text TaxiBerlin

25.10.2010

WO NUR STAUBSAUGEN (5,-) FÜNF EURO KOSTET

Holzmarktstraße 5 / Mitte
Hat Staubsaugen nicht früher mal fünfzig (50) Pfennig gekostet? Genauso wie pissen? Na gut, dort wird mittlerweile auch fünfzig (50) Cent verlangt, was eine Preiserhöhung von rund einhundert Prozent (100%) darstellt! Hatte irgendjemand von euch eine ähnliche Einkommenserhöhung in der letzten Zeit? Also ich nicht! Jetzt fehlt nur noch, daß pissen auch fünf (5,-) Euro kostet! Aber was geht's mich an?! Ich pisse seit Ewigkeiten sowieso nur noch "zu Hause", und das sogar im Stehen!
Foto&Text TaxiBerlin

DIE BRILLE FÜR DEN NERD

Zugegeben, man muss keinen NERD persönlich kennen. Aber wissen, wie er aussieht, sollte man schon. Der NERD erklärt sich am Besten über seine Brille. Die wurden im Bergmannkiez erfunden. Oder war es doch am Kollwitzplatz? Keiner kann das heute mehr mit Sicherheit sagen. Zum Schluss tauchte sie vor allem am Schlesischen Tor auf, weswegen sie neuerdings von Insidern auch SCHLESIBRILLE genannt wird, und von wo aus sie jetzt offensichtlich nach Friedrichshain rübergeschwappt ist.

Doch zurück zum NERD, was auf gut Deutsch ein IDIOT ist. Wer es ganz genau wissen willen, NERD ist die Abkürzung für NON EMOTIONALLY RESPONDING DUDE, also einer von diesem blutarmen und emotionslosen Gesindel, das uns immer mehr umgibt. Da man sie im Normalfall übersieht, oder besser: durch sie durchsieht, haben sie sich wie gesagt irgendwann diese bekloppe Brille als Erkennungszeichen ausgedacht. Übrigens unabhängig davon, ob sie überhaupt eine brauchen oder nicht. Und die, also die Brille, wird nun in der Warschauer als SAUEREI DES MONATS angeboten, was der NERD aber entweder nicht mitbekommt oder ihm schlichtweg egal ist.

Warschauer Straße / Friedrichshain
Fotos&Text TaxiBerlin

23.10.2010

EAT THE RICH

Die Reichen "essen" (oder wegen mir auch "fressen") ist ja OK! Aber gleich mit Hammer und Sichel? Ist das überhaupt PC? Darf man das? Und falls JA, ist das vielleicht der Grund, warum die Revolution nicht im Fernsehen übertragen wird?

Foto&Text TaxiBerlin

22.10.2010

LETZTE NACHT AUF DER GLIENICKER BRÜCKE

So sieht es aus, wenn man Berlin Richtung Potsdam verlässt - allerdings am Tage! (Ein bisschen schummeln darf man als Taxifahrer. Gleiches gilt selbstverständlich auch für Taxifahrerinnen!)

Foto TaxiGourmet / Text TaxiBerlin

CARPE DIEM - NUTZE DEN TAG


Wer hat das gleich nochmal gesagt? Genau: HORAZ! Der ist zwar nicht Taxi gefahren, war aber trotzdem damals schon, 65 bis 8 vor Christus, seiner Zeit weit voraus. Worauf ich hinaus will? Lieber Kollege, liebe Kollegin: Fahrt, solange die Kälte noch neu (oder besser: frisch) ist! Noch springen euch die Fahrgäste ohne groß darüber nachzudenken ins Taxi. Morgen, spätestens übermorgen, mit Sicherheit schon nicht mehr. Der Fahrgast passt sich dem Wetter an - er adaptiert. (Nicht verwechseln mit assimilieren!)

Gute Nacht!

Text TaxiBerlin

21.10.2010

DER WEISE VOM BERGE SAGT


Nicht nur:

"Bekämpfe keinen Irrglauben!"

Sondern auch:

"Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein!"

Warum mir das ausgerechnet jetzt einfällt, weiß ich allerdings nicht.

Text TaxiBerlin

SEXMESSE STARTET


Heute beginnt auf dem Messegelände am Funkturm die VENUS, von manchem in Unkenntnis oder einfach nur böswillig auch Spanner- oder gar Wichsermesse genannt. (In dem Zusammenhang fällt mir ein: Es soll ja immer noch Frauen geben, die behaupten, daß es Männer gäbe, die nicht wichsen würden. TaxiBerlin sagt dazu nur: Lasst euch bloß nichts einreden! Also ich kenne keinen.)

Bevor ich voll und ganz vom Thema abkomme, noch schnell zum weiteren Messeverlauf. Nach der Sexmesse folgt die Hochzeitsmesse und danach die Babymesse. Abgeschlossen wird dieser Reigen von der Scheidungsmesse - allerdings erst im nächsten Jahr und in Düsseldorf! (In diesem Jahr gab es dort eine Verlosung, deren Hauptpreis eine Scheidung im Wert von bis zu 2.500 €uro war.)

(PS: Meine Erfahrung aus dem ersten Absatz konsequent zu Ende gedacht, bedeutet, daß man/frau jeden Mann ungestraft Wichser nennen darf. Der Mann ist hier in der Beweispflicht! Sollte einer wirklich das Gegenteil beweisen können, muss allerdings die Frage erlaubt sein, ob er überhaupt noch ein Mann ist und wie er, falls nicht, dann genannt werden soll.)

(PSPS: Vielleicht Männle?!)

Text TaxiBerlin

UNGEWISS

Kormoranweg / Buckow
Im Leben ist, wie manchmal auch auf dem Klingelbrett, manches Ungewiss. Nur eines nicht: DIE REVOLUTION WIRD NICHT IM FERNSEHEN ÜBERTRAGEN.

Kochhannstraße / Friedrichshain
Bleibt die Frage, was kommt nach dem P.C.-ismus (zu Deutsch: Beschissmus!)?
Fotos&Text TaxiBerlin

TAKE AWAY GELDAUTOMAT

Bis heute hat noch niemand bemerkt, was man hier an der Warschauer Ecke Boxhagener mit nach Hause nehmen kann! Liegt es vielleicht daran, daß viele mit "zu Hause" hier in Berlin ihre Schwierigkeiten haben? Oder sind alle einfach gerade viel zu sehr mit ihren Handys beschäftigt?

Warschauer Straße / Friedrichshain
Fotos&Fragen TaxiBerlin

20.10.2010

BIROL MIT DEM BIER

Eberswalder Straße / Prenzlauer Berg
Birol Ünel, der Hauptdarsteller von GEGEN DIE WAND, hat es gut. Der darf Sonntagmittag um zwölf schon Bier trinken. Allzu glücklich sah er dabei aber trotzdem nicht aus. Lag es daran, daß man ihm im Spätkauf das verkehrte Bier verkauft hat? War es ganz und gar zu früh für den Spätkauf? Oder zu spät für Birol? Mir war's egal. Ich war auch gar nicht neidisch. Hauptsache Birol hatte sein Bier - und ich keine Kurzstrecke mit Birol!

Foto&Text TaxiBerlin

WIR SIND DEUTSCHLAND

Otto-Suhr-Alle / Charlottenburg
Nachdem bekannt geworden ist, daß jetzt auch die SHARIA zu Deutschland gehört, möchte selbst SCIENTOLOGY (siehe Foto) nicht länger abseits stehen.

Willkommen ZU HAUSE!
Text TaxiBerlin

SCHAFFE BLÖGGLE TÄXLE FAHRE

Während sich andere noch fragen, ob alle Artikel, die in der Mitte der Gesellschaft ankommen, auch PC sind, habe ich wirklich noch etwas dazu gelernt. In Stuttgart werden nicht nur Häusle gebaut, sondern auch Täxle gefahren. Und das sogar von weiblichem Lenkpersonäle, weswegen es politisch korrekt Die FahrerIn(le?) heißen muss, die sogar noch bloggt. Was ihren Blognamen (TaxiStuttgart) angeht, hat sie sich offensichtlich bei TaxiBerlin angelehnt (wäre TaxiStuttgart21 nicht origineller gewesen?), was aber OK ist. Was kann einem besseres passieren, als daß man andere Menschen und insbesondere KollegInnen inspiriert.

Es bleibt die Frage, wo 4.000 (viertausend) Seitenaufrufe nach zwei Tagen herkommen. (Dazu brauche ich mindestens drei Nachtschichten!) Liegt es etwa daran, daß man im Schwabenland verwundert ist, daß ein Mädle Täxle fährt und sich nicht in einem Häusle einmauern lässt? Ich kann euch beruhigen: Was nicht ist, kann noch werden! Vom Taxifahren kann man/frau sich jedenfalls kein Haus bauen – und in Stuttgart noch nicht einmal ein Häusle!

Wer was anderes behauptet, der behauptet Mist, weswegen es auch wie DER METABLOGGER richtig festgestellt hat, DER BLOG heißen muss. Warum? Na, weil es doch von BLOGMIST kommt, und der ist nun einmal männlich, so leid es mir tut!

PS: Was die 4.000 (viertausend) Aufrufe angeht: Am Foto kann das nicht liegen, oder?

Text TaxiBerlin

19.10.2010

DIE AUTOBAHNLÜGE


In Berlin streitet sich Rot/Rot und Opposition, ob ein paar hundert Meter Autobahn von Neukölln nach Treptow gebaut werden sollen oder nicht. Dabei scheint es keinen einzigen Befürworter für den Autobahnbau zu geben. Sicherlich, ich verstehe die Gründe. Die Herrschaften wollen demnächst wiedergewählt werden und da kosten unbequeme Wahrheiten Wählerstimmen.

Ich tue es wirklich nicht gerne, aber als Taxifahrer hat man eben auch Fahrgäste, selbst wenn man die Wahrheit sagt. Es geht doch gar nicht um die paar hundert Meter Autobahn von Neukölln nach Treptow! Vielmehr geht es um die Verbindung des Dreiecks Neukölln mit der jetzigen Zufahrt Seestraße, und somit um nicht mehr und nicht weniger als um einen geschlossenen innerstädtischen Autobahnring!

Wann das genau sein wird? Keine Ahnung! Ich halte es aber für absolut vorstellbar, daß ich es noch miterleben werde. Keine Frage, für die Betroffenen, die entweder umziehen müssen oder gar ihre Laube verlieren, ist das ärgerlich. Vor allem, weil es immer die Verkehrten trifft. In Wilmerdsdorf und selbst im Grunewald gibt es aber leider schon genug Autobahnen.

Was den Bau dieses inneren Stadtautobahnringes angeht, bin ich mir hundertprozentig sicher, daß er kommt. Und wenn du mich als Taxifahrer und voraussichtlich zumindest randständig Betroffenen fragst, wie ich das finde, antworte ich dir: "Und das ist auch gut so!"

Berlin ist in den letzten Jahren immer langweiliger geworden, was einige wenige nur noch nicht wahrhaben wollen. Da ist es manchmal ganz gut, wenn man wenigsten einen "handfesten" Grund vorzuweisen hat, warum man die Stadt verlässt ...

Eine Lüge zieht bekanntlich immer weitere nach sich.

Text TaxiBerlin

18.10.2010

MULTIKULTI LEBT!


Durch den Kreuzköllner Kiez fahrend, pfeift es plötzlich hinter mir. Ich in die Eisen. Ich hatte mit Hintergrunzlern gerechnet, aber der Hintergrund von den beiden Typen war ein anderer. Das waren Zivilbullen, das roch ich geradezu.

Nur zum Heinrichplatz um die Ecke, und dann noch Motor-FM hören wollen? Bei denen pieps wohl! Den DJ mache ich erst ab zwanzig Euro aufwärts! Außerdem lief bei mir gerade ETWAS VIEL BESSERES!

Der eine Bulle gab sich geschlagen, der andere nervte weiter. Wie das halt so ist bei denen. Keine einheitliche Linie. Immer dasselbe. Damit sie endlich die Klappen hielten, drehte ich Shantel aufgelegt im Lido von den Balkanbeats so richtig auf, was ich auch jedem nur empfehlen kann.

Endlich war Ruhe auf den billigen Plätzen. Aber nur für einen Moment. Dann schunkelten die beiden hinter mir auch schon im Takt. So schnell kann's gehen! Multikulti ist eben doch nicht tot. Nein, MULTIKULTI LEBT!

Wenn auch nur in meiner Taxe, dafür aber schon bei Kurzstrecke!

PS: Die Zivilbullen hat natürlich wie den ganzen Multikultirest auch nicht interessiert, daß sich Shantel offensichtlich bei dem Song DUPKA DO DUPKA bedient hat, wo es um die Löcher in den bulgarischen Straßen geht und eben nicht um irgendeinen DUBSTAR BUGARSKIJ!

Text TaxiBerlin

"DER GUTE MENSCH VON SCHWABISTAN"


Es gibt ihn wirklich! Ich hatte ihn heute in meiner Taxe! Er wollte zum Hauptbahnhof! Und er wollte wirklich nach Hause! Nach Stuttgart! Warum? Weil er dort wohnt!

Er will auch nicht nach Berlin ziehen, sondern in Stuttgart bleiben. Und was das wichtigste ist: Er kann uns Berliner sehr gut verstehen, wenn wir hier von seinen Landsleuten genervt sind - er ist es auch!

Der Hase läuft übrigens so: In Stuttgart gibt es Maklerbüros, die sind regelrecht auf Immobilien in Berlin spezialisiert. Die können dir Einhundertfünfzig Quadratmetern mit fünf Zimmern ab Zweihundertfünfzigtausend Euro in bester Berliner Lage besorgen.

In Stuttgart kriegst du nach Aussagen meines Fahrgastes vergleichbares ab Sechshunderttausend Euro! Wer will da noch in Stuttgart wohnen? Nur Leute, die nicht rechnen können - will man meinen.

Aber es gibt Ausnahmen wie mein heutiger Fahrgast. Der wird sich nämlich Wohneigentum in seiner Heimatstadt kaufen - trotz Stuttgart21! Das muss man sich mal vorstellen!

Und deswegen erwähne ich ihn überhaupt. Liebe schwäbische Mitbürger, nehmt euch ein Beispiel am "Guten Menschen von Schwabistan" - auch Stuttgart (ohne21) genannt!

Text TaxiBerlin

16.10.2010

STOP STOPPING

Von Bayer/Schering an der Müllerstraße gegen fünfzehn Uhr fünf Kilometer die Friedrichstraße runter bis zum Checkpoint Charly in knapp einer Stunde für 11,60€ - macht übern Daumen gepeilt 5,-€ Stundenlohn für mich. Woran lag’s? Also an mir nicht!

Es liegt an den viele Baustellen in unserer Stadt – aber auch an den vielen Verkehrsteilnehmer, was ich ehrlich gesagt noch weniger verstehe wie die Baustellen. Wo kommen die alle her? Und was wollen sie hier? Berufsverkehr kann das alles nicht sein bei 16% Arbeitslosigkeit, weswegen eine Steuer auf alleinfahrende Berufspendler, wie in Slowenien erwogen, wenig Sinn macht. Andererseits: Wer auf Hartz Vier ist, dürfte, nach gesundem Menschenverstand, schon lange kein Auto mehr haben.

Wie dem auch immer sei. TaxiBerlin fordert von der Politik STOP STOPPING speziell von Taxen bei der Arbeit, zum Beispiel durch den Bau weiterer Busspuren, oder die Wiedereinführung des ZEITFAKTORS für Berliner Taxen bereits nach wenigen Sekunden und eben nicht erst nach einer ganzen Minute, was bei Stopp & Go nämlich nahezu Null Effekt hat.

Bei meiner Fahrt von Bayer/Schering zum Checkpoint Charly beispielsweise kam der Zeitfaktor genau einmal zum Tragen, und zwar an der Kreuzung Friedrichstraße/Unter den Linden wegen der langen Rotphase dort, und wirkte sich auf den Fahrpreis immerhin mit zwanzig Cent aus, der sonst sogar nur 11,40€ betragen hätte.

Übrigens: Daß der Zeitfaktor „zuschlägt“, merkst du daran, daß das €-Zeichen am Taxameter blinkt!

Foto&Text TaxiBerlin

15.10.2010

TAXIBERLIN AUF PLATZ 203 BEIM BERLINER BLOG RANKING


Gerade hat mich ein Kollege darauf hingewiesen, daß ich beim aktuellen Wikio-Ranking Berliner Blogs auf Platz 203 gelandet bin. Ich habe echt keine Ahnung, wie ich zu dieser Ehre komme. Mit dem erwähnten "Twitter-Faktor", der bei der Bewertung miteinbezogen wurde und dort "Spuren hinterlassen" haben soll, weiß ich beispielsweise überhaupt nichts anzufangen. Kann mich mal jemand aufklären? Ist das jetzt gut oder schlecht? Bin ich nur "ver-" oder bereits schon wieder "ge-linkt"? Wie dem auch. Ich halte mich einfach daran, womit mir meine Fahrgäste immer die größte Freude machen: "Bleib so wie du bist!"

Text TaxiBerlin


AUGENZEUGEN GESUCHT ODER WAS WIR IM KIEZ NICHT BRAUCHEN

Eine Anzeige in meinem Kiez, wenngleich nicht mehr ganz aktuell, die mir doch sehr zu denken gibt. Was hat ein lila Cabrio hier zu suchen? Wir sind doch hier (noch) nicht in Köln, oder?! Und seit wann lassen sich Fahrradfahrer von Fahrern lila Cabrios einfangen? Hat er es alleine deswegen nicht ganz und gar verdient, von diesem "minutenlang gewürgt" zu werden?! Und was will der Anzeigende? Schmerzensgeld? Ein schnelleres Fahrrad? Oder gar ein eigenes lila Cabrio?

Das sind alles Fragen und Probleme, die es früher einfach nicht gab. Heute werden wir gezwungen uns mit diesem Quatsch auseinanderzusetzen, womit wir aber nur unsere Zeit verlieren. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich kann gerne drauf verzichten ...

Foto&Text TaxiBerlin

NEW YORK NEW YORK

Ein Freund und Kollege hat mir aktuell aus THE CITY THAT NEVER SLEEPS obige Impression mit der Bitte um Veröffentlichung zukommen lassen, der ich hiermit gerne nachkomme. Allerdings gab es eine klitzekleine Bedingung: Es soll in diesem Zusammenhang unbedingt erwähnt werden, daß wir hier in Berlin uns durchaus mit New York messen dürfe. Der Unterschied wäre auch nur marginal, denn verglichen mit New York ist Berlin THE CITY THAT NEVER WORKS.

PS: Allen, die es nicht so mit dem Englischen haben, sei gesagt, daß WORK sowohl arbeiten als auch funktionieren bedeuten kann.

Text TaxiBerlin

13.10.2010

WELLNESSFAHRT ODER VORGESTERN IM TAXI


Der Herr im besten Mannesalter stieg mir in Charlottenburg ein, was nichts zu bedeuten hat. Komischerweise ging die Fahrt in den Ostteil der Stadt, was seltener vorkommt als umgedreht. Da er noch nicht mit seinem Handy beschäftigt war, konzentrierte sich seine Aufmerksamkeit auf meine Fahrweise. Offensichtlich fand er ausgerechnet diese nicht angemessen, was er allerdings nicht so artikulierte, wie es in Berlin üblich ist.

Irgendwann reichte es meinem Fahrgast und er bat mich um eine WELLNESSFAHRT, womit er sich als guter Rhetoriker enttarnte und sofort meine gesamte Aufmerksamkeit hatte. Es stellte sich heraus, daß er zu meiner Hauptzielgruppe, oder besser: zu meinen Lieblingsfeinden, gehört, nämlich zu denen aus dem "Ländle". Es gibt in Deutschland noch Bundesländer, da hat es nicht zu einem richtigen Land gereicht, weswegen sie ihr Bundesland "Das Ländle" nennen.

An seiner Aussprache hätte ich ihn nicht erkannt, die war rein hochdeutsch. Das ist aber ganz typisch für Leute aus dem "Ländle". Man will schließlich nirgendwo auffallen, um nicht in Gefahr zu kommen, daß die Sache ein "Geschmäckle" hat. Bis zu diesem Punkt sah mein Fahrgast das genauso, auch wenn er selbst nicht in Berlin lebe, obwohl er hier eine Agentur hätte.

Just in diesem Moment rauschte ich über die ehemalige Zonengrenze am Potsdamer Platz. Ich war schon wieder viel zu schnell, was mein "Schwäbele" aber immer noch nicht offen zu kritisieren wagte. Vielmehr bat er mich angesichts seines Hämorrhoidalkatarrhs, doch bitte sehr die Geschwindigkeit ein kleines "Stückle" zu reduzieren, was ich sofort in die Wege leitete.

Die Geschwindigkeitsreduktion hatte zur Folge, daß zwar der Weg in den Osten nicht weiter aber die dafür erforderliche Zeit länger geworden ward, die es nunmehr mit Gesprächsstoff, sprich These +/- Antithese = Synthese, zu füllen galt. Meiner Beobachtung, daß der Schwabe in seiner Berliner Agentur nicht wie früher aus Scheiße sondern aus Nichts Gold zu machen versucht, konnte von meinem "Männle" nichts wirklich entlastendes entgegengesetzt werden.

Meiner Vermutung, daß Schwaben in ihrer Berliner "Agentürle" nur Schwaben einstellen, wurde durch meinem Schwäbischen Fahrgast allerdings energisch widersprochen. Der Grund dafür leuchtete sogar mir ein: Der Schwabe umgibt sich ungerne ausschließlich mit Schwaben, weil zu viele Schwaben in seiner Umgebung ihn irre machen. Da es mir in meinem Kietz ähnlich geht, musste ich ihm zwangsläufig recht geben.

Neu war mir allerdings, daß der Schwabe genauso empfindet. Andererseits aber auch logisch. Warum sollte ein Schwabe sonst nach Marzahn ziehen? OK, dafür gibt es noch einen anderen Grund, auch wenn man ihn nicht wirklich ernst nehmen kann: Der Schwabe will kein Schwabe mehr sein sondern ein Ossi werden. Auf den ersten Blick ein netter Ansatz. Aber ist der Schwabe im Banat etwa Rumäne oder Serbe geworden?

Nein! Vielmehr mussten wir unter Helmut Kohl die Banater Schwaben als sogenannte Volksdeutsche für teuer Geld zurückkaufen. Zugegeben, das war noch zu D-Mark Zeiten. Ich will gar nicht daran denken, was uns der Freikauf der Marzahner Schwaben in EuroTeuro kosten wird ...

Doch zurück zu meinem Fahrgast, der meiner These in Sachen Schwäbischer Schweißagentur zu widersprechen wagte. Das muss man sich mal vorstellen: In meiner Taxe wird mir als Berliner Taxifahrer von einem Schwäbischen "Importle" widersprochen. Wer mich kennt, der weiß, daß ich mir das im Normalfall nicht bieten lasse. Ich habe nämlich keinen "Klärungszwangle", wie manch Kollege aus dem "Ländle", sondern ich habe immer Recht!

Bei mir ist der (zahlende! und nicht Kurzstrecke fahrende!) Fahrgast zwar König, aber in bin der Kaiser! Vor allem bin ich aber der Fahrer, der seinen Fuß je nach Bedarf am Gaspedal oder an der Bremse hat. Das wusste offensichtlich mein "Fahrgästle" nicht, denn der plauderte munter weiter über seine Agentur, und daß er dort eben nicht nur Schwaben sondern auch Bayern, Hessen, Hamburger und sogar Ossis eingestellt hätte.

In diesem Moment wurde mir eines klar. Mein "Schwäbele" meinte das wirklich ernst mit dem "Multikulti"! Aber warum? Weil es ihm einfach nur darum geht, daß jemand seinen Job ("schaffe schaffe, Häusle baue") macht, sich an Verabredungen hält, und eben nicht dieses ignorante Ding der Achtziger: "Das geht mich nichts an!", praktiziert.

Ob du es glaubst oder nicht: Der Schwabe an sich ist mir vorgestern in meinem Taxi ein ganz klein wenig ans Herz gewachsen. Wer mir das nicht abnimmt, dem sei gesagt, daß ich mich während der Rest der Fahrt nahezu durchgängig an die vorgeschriebene Geschwindigkeit gehalten habe. Ich sage Dir auch warum! Mein Schwäbischer Fahrgast hatte zum Schluss doch noch gelernt, wie man hier den Fahrer auffordert die Geschwindigkeit zu reduzieren:

"Chef, ich hab's nicht eilig!"

Text TaxiBerlin

WAS FRAU NICHT SAGEN WILL


Gestern fragte ich noch WAS FRAU SAGEN WILL, heute kann ich bereits die Antwort präsentieren. Die FRAU mit den verschränkten Beinen WILL NICHTS SAGEN, was aber nicht automatisch bedeutet, daß sie nichts zu sagen hätte, wie Mann jetzt denken könnte, schließt diese Möglichkeit allerdings mit ein.

Text TaxiBerlin

12.10.2010

PRESSEFOTO

Nachdem es zur letzten Sendung von Radio Voodoo jede Menge positiver Presse gab, hier nun das dazugehörige Foto mit den dafür Verantwortlichen, von Links nach Rechts und von Oben nach Unten: TaxiBerlin, Claudia Mair, Dietrich W. Dietrich und last but not least der wunderbare Robert Weber.

Foto Passant / Text TaxiBerlin

GESTERN IM KINO


Eigentlich wollte ich mir nur einen Film ansehen und nicht gleich das ganze Kino kaufen. Aber wo ich nun einmal da war. Ich bin mir gar nicht sicher, ob es an mir lag, weil ich längere Zeit nicht im Kino war, oder ob es mehr der Tatsache geschuldet ist, daß sich das Kino im Prenzlauer Berg in der Nähe des Kollwitzplatzes befindet. Vielleicht liegt es aber auch einfach daran, daß das Kino dem Radiosender für Erwachsene gehört, obwohl mir gerade deren Zielgruppe insbesondere im Prenzlauer Berg alles andere als Erwachsen vorkommt.

Bei dem Film, wo ich vorher schon das Buch gelesen hatte, handelt es sich um einen Endzeitstreifen, der insgesamt gelungen ist und auch sehr gut in diese Gegend am Prenzlauer Berg passt. Aber was muss ich gerade lesen: Da haben die Schwaben in Stuttgart doch echt den alten Ossi-Spruch "Wir sind das Volk" geklaut. Die Rede ist von dem neuen Hauptbahnhof, auch als Stuttgart21 bekannt. Ich meine: Leute, es geht nur um einen Bahnhof! Fehlen nur noch die Schwarz/Roten Fahnen mit der Aufschrift: "Bahnhof oder Tot".

Dabei ist doch gerade der Schwabe dafür bekannt, daß er gerne baut, oder? Warum kann er denn sonst kein Hochdeutsch? Na, weil der ständig am Bauen ist - warum denn sonst! Und ausgerechnet dort, im Mutterland des "Häusle bauens", soll plötzlich ein Bahnhofsbau verhindert werden. Tut mir leid Kinder, ich versteh die Welt nicht mehr. Wenn wir uns hier in Berlin wegen jeder Baustelle so anstellen würden ... - Wir würden gar nicht mehr zum Arbeiten kommen!

Aber im Schwabenland wird auch nicht "gearbeitet", sondern "geschafft". Nicht verwechseln mit "anschaffen", wie mir das früher mal passiert ist. Anschaffen ist etwas ganz anderes! Doch zurück zum Film. Dort wird weder gebaut noch geschafft und auch nicht angeschafft, sondern nur nackt ums Überleben gekämpft. Die Szenerie ist ein einziges Grau in Grau und der absolute Höhepunkt ist eine Dose Coca Cola. Also irgendwie DDR ...

Aber eben nicht ganz, denn die gibt es ja im Film schon gar nicht mehr. Dafür aber jede Menge böser Menschen, die andere Menschen ausbeuten, oder besser: ausweiden. Also doch eher Kapitalismus? Dafür spräche auch das Happy End. Meiner Meinung nach die einzige Schwachstelle im Film, der ansonsten komplett sehenswert ist, aber bitte nur in dem Kino für Erwachsene in der Kulturbrauerei. Und dabei nicht vergessen, daß der Film eigentlich auch dort spielen könnte ... (Oder besser: Spielen sollte!)

PS: Für alle Liebhaber von Eindzeitschinken, und natürlich auch für alle Taxifahrer, ein absolutes Muss: THE ROAD.

Text TaxiBerlin

11.10.2010

WAS FRAU SAGEN WILL

Jetzt mal wieder eine Expertenfrage: Was will Frau uns Männern mit dieser Körperhaltung, die keiner weiteren Beschreibung bedarf (Bilder sagen bekanntlich mehr als tausend Worte), sagen? Noch ein Hinweis: Das mit den verschränkten Beinen funktioniert auch ohne Handy am Ohr und auch ohne Rot lackierte Innenseite der High Heels (auf Deutsch: hochhackige Schuhe).

Foto&Frage TaxiBerlin

10.10.2010

HEUTE IM BORDELL


Mein Fahrgast war richtig sauer, um nicht zu sagen: Außer sich! Da mache er doch wie jeden Sonntag seine Bordelltour, aber so etwas wie heute sei ihm noch nie passiert. Zugegeben, er sei ein kleiner Spanner, weil er nicht bei jedem Besuch im Bordell gleich mit 'ner Frau auf's Zimmer geht. Es sei für ihn viel aufgeilender, zu sehen, was sich da alles für Weibsvolk für Geld anbietet, als selber ins Schwitzen zu kommen. Außerdem sei es ja auch eine Frage des Geldes, über das er leider oft nicht in gewünschtem Umfange verfüge.

Wie dem auch sei. Heute hat er Geld, sonst würde er nicht mit dem Taxi fahren, ist ja schließlich fast noch Monatsanfang. Und ausgerechnet heute müssen die Weiber im Bordell den Spieß einfach mal umdrehen und ihn verarschen. Und das ging folgendermaßen: Er klingelte am großen Klingelknopf, die Puffmutter öffnet ihm und führt ihn in irgendein Zimmer - soweit alles wie immer. Gegenüber seinem Zimmer war aber ein Zimmer, wo sie offensichtlich mächtig im Gange waren. Mein Fahrgast nahm nach eigenen Angaben laute federquietschende Geräusche begleitet von unregelmäßigem leisen Stöhnen wahr.

Weiter ging es dann aber wie immer: das Vorstellen der gesprächsbereiten Damen. Irgendwie konnte er sich nur nicht so recht auf die Frauen konzentrieren, die sich mit Knicks und Handschlag unter Nennung ihres Namens bei ihm vorstellten. Er war einfach immer noch bei den Geräuschen aus dem Nebenzimmer. Zum Schluss kam wie immer die Puffmutter. Der sagte er, offensichtlich unter Schock, daß er gerne (Nicht: "Das Selbe!" - wie im Film), sondern: Die Selbe, wie der Kunde im Zimmer gegenüber hätte. Die Chefin wäre gar nicht verwundert gewesen, sondern hätte ihn nur gebeten, sich einen Moment zu gedulden.

Nach einer gefühlten halben Stunde kam die Puffmutter mit einem Mädel ins Zimmer, von der er hätte schwören können, daß sie eine von denen gewesen war, die sich so nett bei ihm vorgestellt hatten. Ihm war das jetzt egal. Er buchte die volle Stunde, der Monat ist ja noch jung, und sie Sache nahm ihren üblichen Lauf. Alles war wohl mehr oder weniger OK, obwohl ausgerechnet bei ihm weder irgendwelche Federn laut quietschten, noch daß er irgendein leises Stöhnen im Zimmer vernahm, was aber auch bei ihm gelegen haben könne, wie selbstkritisch einräumte.

Beim rausgehen, da wäre es aber wieder da gewesen, sowohl das Quietschen als auch das Stöhnen - allerdings wiederum nur aus dem Nebenzimmer. Wie er sich das erkläre? Die haben ihn zum Narren gehalten, da sei er sich sicher. Das wäre garantiert irgendeine von diesen CDs gewesen, die speziell für Singles gemacht sind, damit sie sich nicht so allein fühlen. Und ausgerechnet er, der gar kein Single ist, wäre nun darauf reingefallen. Das müsse ich mir mal vorstellen, was ich allerdings nicht tat, denn ich suchte bereits nach dem Fachbegriff für den Trick, womit man ihn offensichtlich verarscht hatte. Penisneid ist es jedenfalls nicht!

Wer als Erster weiß, wie der Trick heißt, womit mein Fahrgast hereingelegt wurde, gewinnt 'ne Kurzstrecke. (Auch wenn er Schwabe oder sonst irgendein Hintergrunzler ist - versprochen!)

Text TaxiBerlin

NEULICH IM BUCHLADEN


Ich weiß, man soll Bücher lesen und nicht wegschmeißen, und schon gar nicht verbrennen. Aber zwingt uns der Schutz des Regenwalds nicht förmlich zu drastischen Maßnahmen. Lange Zeit glaubte auch ich, was Günther Jauch uns weiszumachen versuchte, daß man mit Bier trinken den Regenwald retten könne. Das einzige, was passierte, war, daß ich einen Bauch vom Bier bekam.

In Bulgarien ist ein Bauch bei einem Mann kein Problem - ganz im Gegenteil. In dem kleinen Balkanland gilt ab einem bestimmten Mannesalter: Je größer der Bauch, umso größer ist der Respekt, mit dem einem begegnet wird. In Berlin und auch im Taxi ist das umgedreht. Mehr Bauch bedeutet hier weniger Fahrgäste, was neueste Statistiken beweisen.

Aber ich komme vom Thema ab. Meine regelmäßigen Besuche im Buchladen bei mir um die Ecke lassen mich daran zweifeln, ob das noch "Das Land der Dichter und Denker" ist. Bisher hatte sich bei mir nur langsam und widerwillig die Erkenntnis durchgesetzt: "Das ist nicht mehr Berlin!" - Und nun das!

OK, es gibt diverse Flüssigkeiten, auch Brandbeschleuniger genannt. Aber verbrennen ist schließlich auch keine Lösung, solange man den Mist noch recyclen kann. Das Problem ist, daß kaum noch jemand zwischen Recycelbarem und Nicht-Recycelbarem unterscheiden kann. Da ich kein Gutmensch und auch nicht Links bin, und von Hause aus keinen Irrglauben bekämpfe, überlasse ich es Kollegen Nietzsche, etwas Licht ins Dunkel zu bringen:

"Von allem Geschriebenen liebe ich nur das, was einer mit seinem Blute schreibt. Schreibe mit Blut und du wirst erfahren, daß Blut Geist ist!"

PS: Sind das jetzt "Perlen vor die Säue"? Welche (dumme?) Sau gibt Auskunft?!

Text TaxiBerlin

09.10.2010

DAS QUIZ BEI TAXIBERLIN


Nach langer Pause gibt es in unregelmäßigen Abständen wieder das Quiz bei TaxiBerlin. Unregelmäßig trifft es nicht ganz. Genauer gesagt nur dann, wenn ich nichts Neues über Schwaben oder andere Hintergrunzler zu berichten habe oder, wenn ich das, was ich zu berichten hätte, lieber für mich behalte.

Wer als Erster weiß, von wem folgendes Zitat ist, gewinnt eine Kurzstrecke:

"Wer den Leser kennt, der thut nichts mehr für den Leser."

(Oder, wie der erfahrene Taxifahrer sagen würde, wenn er Nietzsche nicht nur gelesen, sondern auch verstanden hätte: "Wer den Fahrgast kennt, der fährt nicht mehr für den Fahrgast.")

Da fällt mir ein, ich hatte heute drei ... an Bord, die haben im Hintergrund extrem laut gegrunzt ..., allerdings in einer Sprache, die ich nicht richtig verstand ..., so daß ich über den Grund für ihr Grunzen nicht wirklich etwas sagen kann.

Wer trotzdem weiß, was das für Landsleute waren, gewinnt auch eine Kurzstrecke.

PS: Es reicht nicht aus, zu behaupten, das Zitat wäre von Nietzsche. Es gewinnt nur der, wer die genaue Quelle benennt.
Quiz TaxiBerlin

WAS STUTTGART21 MIT DER SCHWÄBISCHEN KEHRWOCHE IN BERLIN ZU TUN HAT


Der Metablogger hatte bereits darüber berichtet: Die Proteste gegen Stuttgart21 werden vor allem von "Schaffe Schaffe Häuslebauern" organisiert, die durch das Bauprojekt nicht die erhoffte kurze S-Bahnanbindung an ihr Wohneigentum im Bermannkietz und am Kollwitzplatz erhalten. In diesem Zusammenhang wurde auch geklärt, warum schwäbische Hausfrauen unschuldige Polizisten mit abgesägten Staubsaugern von Vorwerk und Kehrwochenbesen attackieren. Das Schlimmste, was uns in Berlin passieren kann, ist aber, daß unsere Schwäbischen Hintergrunzler wegen Stuttgart21 weniger oder dümmstenfalls gar nicht mehr "nach Hause" fahren und in Zukunft die Schwäbische Kehrwoche in Berlin stattfindet.

PS: Im Videoclip wird übrigens auch das ausgesprochen, was Schwäbische Hintergrunzler über Berliner Taxifahrer und Berliner im Allgemeinen denken: "Das sind die, die so wie alle anderen, nichts auf die Reihe kriegen."

Text TaxiBerlin

WEIL ICH GERADE BRÜSSEL ERWÄHNTE


Das war DIE Erkenntnis dieser Woche: Selbst in Brüssel, dem Sitz von Europas "Hastdunichtgesehen", scheint Trinkgeld ein Fremdwort zu sein. Zumindest hat die junge Frau, die nach Schönefeld wollte, "ganz wichtig" war und mit der Kreditkarte ihrer Firma bezahlte, keins gegeben. Vielleicht kann der Leser, respektive die Leserin, aus Brüssel mal kurz dazu Stellung nehmen?!

Post Skriptum muss ich sagen, daß ich auf Leser aus "G8-Nichttrinkgeldgeberländern" gerne verzichten kann!

Ich hoffe, ich war jetzt nicht zu direkt ...

(Anmerkung: Wirklich wichtig ist nur der, der kein Taxi fährt, weil er einen eigenen Chauffeur hat!)

Trinkgeld TaxiBerlin

BERLIN HALLE MÜNCHEN DRESDEN KÖLN STENDAL POTSDAM SCHWEINFURT BRAUNSCHWEIG HANNOVER COTTBUS ERFURT NEW YORK VALENCIA ZÜRICH BRÜSSEL ERLANGEN FLENSBURG


Sind Orte, in denen ich laut meinem Analytiker regelmäßig gelesen werde. Ich finde das sehr ermutigend, und natürlich auch lobenswert für meine Leser. Mit Flensburg allerdings, da weiß ich nicht recht, was ich davon halten soll. Soll ich mich freuen, weil ich das Bier mag? Oder sollte ich mir eher Sorgen machen, weil da jemand heimlich an meinem Punktekonto schraubt. Vielleicht kann derjenige sich einfach mal melden, und sagen was Sache ist - in Flensburg?!

Gute Nacht!

Text TaxiBerlin

08.10.2010

ROTE FAHNEN

Im Radio sagen sie, daß es vor dem Olympiastadion auch Deutsche Fans geben würde. Allerdings könne man sie nicht hundertprozentig zuordnen, da man nur Türkische Fahnen ausmachen kann. Schließlich könne man nicht jeden ohne Fahne automatisch als deutschen Fan bezeichnen, was selbst mir einleuchtet.

Was viele nicht wissen: Die Türkische Rote Fahne geht, im Gegensatz zum Roten Ampelmännchen, nicht auf die Kommunisten sondern auf Atatürk (rechts im Bild) zurück, der bereits seinerzeit ein Kopftuchverbot und die Einführung des Tees als Nationalgetränk, anstelle von Kaffee, durchsetzte.

Foto&Text TaxiBerlin

NEULICH IN DER FAZ


Da ich kein Gutmensch und auch nicht Links bin, darf ich gelegentlich auch mal die Zeitung des "Klassenfeindes" lesen. (Bei mir ist das eher so ein finanzielles Ding.) Zum Glück liegt die FAZ aber hin und wieder für umsonst bei den Autovermietern in Tegel rum, so daß sich ein kurzer Stop wegen der kostenneutralen Toilette manchmal doppelt auszahlt.

Von der letzten kostenfreien Ausgabe der FAZ vom Flughafen Tegel (TXL) geht mir eine Karikatur nicht aus dem Kopf. Am Liebsten hätte ich sie diesem Beitrag vorweg gestellt, dann könnte ich mir die vielen Worte sparen. Leider habe ich die Zeitung des "Klassenfeindes" aber schon entsorgt, so daß mir nichts weiter übrig bleibt, als die Karikatur in eigene Worte zu fassen.

Im Mittelpunkt des Bildes ist ein Taxi samt Taxifahrer. Das Taxi ist quietschgelb, vermutlich nicht RAL 1015, besitzt aber auf dem Dach ein ebenfalls quietschgelbes Taxischild. (Die Farbe des Taxis und des Taxischildes entspricht der unserer Fackel hier in Berlin.) Im Hintergrund sieht man schemenhaft eine Großstadtsilhouette, die einen an Frankfurt/Main denken lässt. Rechts im Bild ein oranger Mülleimer, den man eher in Berlin vermuten würde.

Soweit kann sich das glaube ich jeder von euch vorstellen, oder? Zurück zum quietschgelben Taxi. Der Kollege auf dem Bild hat doch wirklich einen Fahrgast - allerdings keinen alltäglichen! Es ist, um es kurz zu machen, der Sensenmann. Zum Beweis, daß er es auch wirklich ist, hat er seine Arbeitsgerät, die Sense, dabei, und trägt das typische Sensenmann-Outfit: Schwarzer Umhang mit Kapuze.

Den Taxifahrer, das muss ich den erfahrenen Kollegen unter euch nicht sagen, interessiert neben der Frage, ob der Fahrgast auch bezahlen kann, nur noch das Fahrziel. Ich als erfahrener Taxifahrer hätte beim Sensenmann in jedem Fall Vorkasse gemacht. Offensichtlich handelt es sich bei dem Kollegen aber um ein Greenhorn, von denen es beim Taxifahren immer zu viele gibt.

Jedenfalls ist der Kollege gerade dabei loszufahren ohne vorher abzukassieren, als der Sensenmann von hinten das Fahrziel sowohl in den angedeuteten Nachthimmel und als auch in die Ohren des Fahrers brüllt. Und, liebe Leser, wo könnte der Sensenmann hinwollen? Wie gesagt, ich wär ohne Vorkasse gar nicht erst los gefahren, aber schon gar nicht nach Nennung des Fahrziels:

"FAHR ZUR HÖLLE"

Text TaxiBerlin

DER MANN MIT DER PFEIFE

Der Mann mit der Pfeife am hauptstädtischen Flughafen in Tegel, auch gerne (noch) TXL genannt, hat neben seiner Pfeife auch noch eine Taschenlampe. Das liegt daran, daß es seit geraumer Zeit Probleme mit der Beleuchtung auf dem großen Taxiparkplatz gibt. Genau genommen, seitdem die Sonne vor 22Uhr untergeht.

Dem "Man In Black", wie er auch von Insidern genannt wird, wird von einigen Kollegen gerne die Rolle des Schiedsrichters zugewiesen, obwohl er genau genommen (siehe Bild oben) nur der Linienrichter ist (wenn überhaupt!). Weniger obrigkeitshörige Taxifahrer (ich gehöre auch dazu) sagen aber ganz einfach über ihn: "Der hat mir gar nichts zu sagen!" (Und demzufolge auch nichts zu pfeifen!)

Eigentlich sollte der Mann mit der Pfeife sich um die in Tegel (zahlreich?) vorhandenen Schwarze Schafe kümmern. Das ist natürlich schwierig für einen Mann, den man vorher in Schwarze Klamotten gesteckt hat. Da helfen selbst Pfeife, Taschenlampe und gelbe Warnweste wenig. Wenn ich gemein wäre, würde ich in Anlehnung an besagtem "Bock" sagen, daß da ein "Schwarzes Schaf" zum "Gärtner" gemacht wurde.

Bin mal gespannt, wer heute das Spiel im Olympiastadion pfeift ...

Text TaxiBerlin

07.10.2010

BIETE EINTRITTSKARTEN DEUTSCHLAND TÜRKEI

Offerierte gestern eine Notiz am Schwarzen Brett des großen Taxiparkplatzes in Tegel. Es wird nicht nur eine sondern gleich vier Eintrittskarten für das EM-Qualifikationsspiel Deutschland gegen Türkei morgen im Olympiastadion angeboten. Der Kollege will auch „nur“ einhundert Euro pro Ticket, was, wie er schreibt, ein absoluter „Spitzenpreis“ wäre.

Ich kenne mich damit ehrlich gesagt nicht aus. Ich interessiere mich weder für Hertha noch für Fußball im Allgemeinen. Dunkel erinnere ich mich aber doch, daß Hertha irgendwann einmal vor nicht allzu langer Zeit ein „Auswärtsspiel“ im Olympiastadion gegen, ich glaube, Galatasaray Istanbul bestritt, was die Berliner sogar verloren haben. Oder irre ich mich?

Morgen soll es nun wieder so sein, höre ich gerade im Radio, wobei mir nicht klar ist, ob damit ein türkischer Sieg oder das „Auswärtspiel“ der Deutschen Nationalelf im Olympiastadion gemeint ist. Jetzt überlege ich doch ernsthaft, ob ich den Kollegen mit den vier Tickets mal anrufen sollte, um ihm zumindest ein Ticket zum „Spitzenpreis“ von „nur“ einhundert Euro abzunehmen.

Sogleich verwerfe ich die Idee aber wieder. Fremd in der eigenen Stadt kann ich mich schließlich überall fühlen - beispielsweise am Kollwitzplatz im Prenzlauer Berg. Dafür muss ich nun wirklich nicht zum Olympiastadion nach Charlottenburg fahren. Dabei spare ich sogar noch. Die Betonung liegt allerdings auf NOCH!

Text TaxiBerlin

DAS ÜBLICHE RUMGEWICHSE


Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich habe nicht wirklich etwas gegen kurze Fahrten! Nicht verwechseln mit Kurzstrecken - gegen die habe ich schon etwas. Das Problem mit den kurzen Fahrten ist folgendes: Die Anfahrt, das Einsteigen, das Abkassieren, die Quittung ausstellen und das Aussteigen dauern in der Regel länger als die ganze Fahrt. Am nervigsten ist die Ansage, anstelle einer Begrüßung: "Wir haben es auch nicht weit!", in der Art, als wenn man von mir erwarten würde, mich darüber auch noch freuen zu müssen! Mir fällt ehrlich gesagt bis heute nicht ein warum? Mal abgesehen davon, daß es keine Kurzstrecke ist, was bedeutet, daß ich berechtigt bin 5,20€ wegen Normaltarif für die kurze Fahrt anstelle von 4,-€ für eine Kurzstrecke zu kassieren, was eine kurze Fahrt nach einer Stunde Warten aber auch nicht wirklich attraktiv macht.

Es gibt allerdings zwei Gründe im Zusammenhang mit kurzen Fahrten, die mich regelrecht zum sprachlichen Proll (siehe Überschrift) werden lassen. Zum einen ist es das Ausstellen einer Quittung über 5,20€. Ich meine, hat denen noch keiner gesagt, daß Taxifahren dem ermäßigten Steuersatz von sieben Prozent unterliegt, was bei 5,20€ gerade mal gut dreißig Cent sind. Gut, mit denen könnte man dann mit etwas Glück nochmal 'ne öffentliche Toilette aufsuchen. Lassen sich diese Leute dann dort eigentlich auch 'ne Quittung ausstellen? Keine Ahnung! Was ich aber, angesichts der Quittungsflut in meiner Taxe sagen kann, ist, daß offensichtlich kaum noch jemand Taxi fährt, der nicht später etwas vom Allgemeinwesen in Form von Steuerrückzahlungen zurückerstattet haben möchte.

Das war früher anders! Und noch etwas war anders: 1993 gab es in Berlin durchschnittlich 1,64 Touren pro Taxi und Stunde, 1996 waren es immerhin noch 1,50! Der absolute Tiefpunkt war 2003 mit 0,92 erreicht. Dieses Jahr liegt der Schnitt bisher mit 1,08 Fahrten pro Taxi und Stunde nicht wesentlich höher. Worauf ich hinaus will ist folgendes: Nach Anfahrt, Einsteigen, Fahrt, Abkassieren, Quittung ausstellen und Aussteigen für 5,20€ ist diese Stunde für mich gelaufen. Warum? Na, weil es die nächste Fahrt für mich laut Statistik doch erst in der nächsten Stunde gibt!

PS: Früher war eben doch alles besser!

Text TaxiBerlin

06.10.2010

TIP FÜR HEUTE

Unbedingt Lotto spielen! Bei der Gewinnwahrscheinlichkeit kann da garantiert nichts passieren.

Tip TaxiBerlin

05.10.2010

SCHWABEN IN BERLIN UND WORAN DU SIE ERKENNST

Ein Schwabe kommt selten allein. In Berlin tritt der Schwabe immer in Gruppen, manch einer sagt auch Kommandos, auf.

Der schwäbische Aggressor ist immer doppelt bewaffnet. Sofort ins Auge fällt der Spieß, an dem er sich, wie es sich für alle richtigen Spießer gehört, mit seinesgleichen, wohl auch aus Angst vor dem Berliner, festhält.

In der Tasche, neben der der gemeine Schwabe früher sein verrostetes Schwert trug, befindet sich heute seine Waffe, womit er Berlin erobert oder zumindest für sich einnimmt: Das Geld von Papi und Omi.

Der gemeine schwäbische Aggressor ist in Berlin immer und überall auf der Suche nach Wohneigentum

Leider wird er auch immer öfter fündig. Beim gemeinen Schwaben ist es allerdings nicht so wie bei den Russen, wo die Reichen in Charlottenburg wohnen und die Armen in Marzahn. Reiche Schwaben zieht es bekanntermaßen in den Prenzlauer Berg. Unabhängig davon gehen einem die geistig armen Schwaben aber überall in der Stadt auf den Sack.

Der gemeine Schwabe in Berlin leidet unter unreiner Haut, insbesondere auch im Gesicht.

Der schwäbische Aggressor bleibt, nachdem er in Berlin in Sachen Wohneigentum fündig geworden ist, gerne unter sich wie beispielsweise Am Schweizer Garten.

Zuletzt sorgt der gemeine Schwabe für Verkehrsberuhigung rund um seinem Klein Stuttgart in Berlin.

Bleibt die Frage: Was ist der Grund? Ich meine, hat der Schwabe etwa auch einen Hintergrund? Immerhin kommt er aus einem anderen Land. Genau genommen sogar aus einem "Ländle".

Text TaxiBerlin

04.10.2010

ALTWEIBER SOMMER = INDIAN SUMMER = ZIGANSKO LJATO

Was für den Amerikaner der INDIAN SUMMER, und dem Bulgaren der ZIGANSKO LJATO (ZIGEUNER SOMMER) ist, ist dem Deutschen sein ALTWEIBER SOMMER. Daß das mit den alten Weibern totaler Quatsch ist, beweist obiges Foto, das ich heute am Nollendorfplatz gemacht habe. Worum es beim Altweiber Sommer geht, hat sich aber nicht geändert: Das Auffangen der letzten wärmenden Sommer Sonnen Strahlen, aber vor allem: Dabei gesehen werden!

Text TaxiBerlin

03.10.2010

ABSCHLUSSPARTY BEI RADIOO VOODOO


Und zwar heute im Rahmen von RADIO EINHEIT zwischen zwölf und zwei auf der 99,1 oder per Livestream, und wie immer moderiert von dem wunderbaren Robert Weber. Worum es geht und wer alles mit von der Party sein wird, ist noch eine Überraschung. Auch du kannst zur Party in der Lottumstraße vorbeikommen, du musst nur etwas Trinkbares mitzubringen.

Text TaxiBerlin

02.10.2010

G. WILDERS IN BERLIN


Laut SPIEGEL und TAGESSPIEGEL hat der heutige Besuch des Niederländers G. Wilders in Berlin immerhin über fünfhundert Anhänger, die sogar fünfzehn Euro Eintritt zahlen mussten, ins Hotel Berlin am Lützowplatz gelockt, aber nur rund hundert Gegner zur kostenlosen Demo davor. Die Zahlenverteilung irritiert mich ehrlich gesagt nun doch etwas. Ich verkneife mir aber an dieser Stelle die Frage, die sich eigentlich aufdrängt, wo all die Demonstrationstouristen und Gutmenschen abgeblieben sind, die sich ein solches Event normalerweise nicht entgehen lassen. Immerhin haben seinerzeit sogar Taxifahrer in Tegel mittels Aushang zur Demo gegen T. Sarrazin vor der SPD-Zentrale in Kreuzberg eingeladen. Warum also keine allgemeine Mobilmachung gegen G. Wilders im Tiergarten? Liegt es etwa daran, daß er Holländer, also quasi Ausländer, ist? Ein anderer Grund will mir gerade irgendwie nicht einfallen ...

Text TaxiBerlin

"STIEG MIR NEULICH EINER EIN"


DER Klassiker der Taxiblogintros nun auch wieder bei TaxiBerlin. Aber nur ausnahmsweise, weil mein Fahrgast, der gerade aus Afrika kam, nämlich wirklich etwas zu berichten hatte. In Afrika soll es mittlerweile mehr Chinesen geben als Afrikaner. Sie, also die Chinesen, kümmern sich um die in Afrika zahlreich vorhandenen Bodenschätze. Arbeiten tuen für die Chinesen übrigens nur Afrikaner, was wohl billiger ist als dafür noch mehr Chinesen zu importieren. Platz wäre auf dem Afrikanischen Kontinent aber genug vorhanden auch für weitere Chinesen.

Die Chinesen machen, um es mit drei Worten zusammenzufassen, in Afrika BUSINESS AS USUAL. In der Praxis sieht das so aus, daß der Chinese mit Steinen, die er bei Bedarf wirft, die Afrikaner zum Arbeiten antreibt. Ein gutes Beispiel, wie ich finde, daß das Gewaltmonopol nicht ausschließlich vom Staat ausgehen muss. Ich weiß natürlich, daß man so etwas nicht sagen, geschweige denn schreiben, darf. Einer ist sogar schon zurückgetreten, weil er etwas ähnliches aussprach.

Mir ist das egal. Ich bin ja nur Taxifahrer. Ich kann auch nicht zuzrücktreten. Deswegen erzählte mein Fahrgast mir wohl auch solche pikanten Details. Die Chinesen sollen übrigens so viele Straßen in Afrika bauen, daß man sie sich automatisch auch nach Berlin wünscht. Der Straßenbau soll dort, also in Afrika, so schell vonstatten gehen, daß der gemeine Afrikaner so gut wie gar nichts davon mitbekommt.

Der ganze Afrikanische Straßenbau hat aber auch seine durchaus kritische Seite. Natürlich lassen die Chinesen in Afrika keine Straßen von Afrikanern ohne Hintergedanken (nicht verwechseln mit Hintergrund!) bauen. Genauso schnell wie die Straßen gebaut werden, werden die Afrikanischen Bodenschätze außer Landes geschafft, was wohl aber auch daran liegt, daß selbst neue Straßen in Afrika nicht die hier erwartete Lebensdauer haben.

Text TaxiBerlin

"ICH KÖNNTE BESSER SEIN, WENN ICH MICH MEHR DARAUF KONZENTRIEREN WÜRDE"


Oder so ähnlich äußerte sich vor nicht allzu langer Zeit zu seinem eigenen Schaffen mein alter Freund und Alter Ego Robert Zimmermann. Angesichts der ganzen schreibenden schwäbischen Kollegen frage ich mich nun aber ernsthaft, ob ich wirklich besser sein möchte, oder ob das alles nur wieder einmal vor die Säue gekippte Perlen sind.

Ich meine, stell dir vor, du suchst im Netz nach einer kompetenten Berliner Taxiseite und landest dummerweise bei der Konkurrenz. Also beispielsweise bei einem angeblichen Berliner Taxifahrer, der über die Demo in Stuttgart mehr zu berichten weiß als über den Bombenfund am Ostkreuz. Das geht doch gar nicht! Oder?!

Alles weitere, was TaxiBerlin zu diesen und anderen Themen, unter anderem auch zwanzig Jahre Wiedervereinigung, zu sagen hat, wird er in der Sendung RADIO VOODOO vom wunderbaren Robert Weber zum Besten geben.

PS: Zum Beispiel auch die Auflösung seines Lieblingswitzes zur Deutschen Wiedervereinigung: "Im Westen ist alles besser, da sind sogar die Dummen ..."?

Wer beim Quiz mitmachen will, einfach am Sonntag zwischen zwölf und zwei die 99,1 oder im Internet den Livestream hören.

Text TaxiBerlin

01.10.2010

"DEUTSCHENFEINDLICHKEIT IN SCHULEN"


Ist kein Zitat von Thilo Sarrazin, sondern offensichtlich ein wirklich existierendes Problem auch an manch Berliner Schule, auf das die GEW BERLIN (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) bereits im letzten Jahr auf ihrer Internetseite aufmerksam gemacht hatte. Laut TAGESSPIEGEL wird es morgen nun eine Veranstaltung zum Thema geben. Die schlechte Nachricht ist allerdings, daß es dort, weil bereits ausgebucht, keine freien Plätze mehr gibt. Möglicherweise, nachdem das Problem gleich von mehreren Seiten angesprochen worden ist, schreibt später aber noch jemand darüber, was dabei herausgekommen ist. Muss ja nicht gleich Thilo Sarrazin sein ...

Text TaxiBerlin