30.09.2010

TRINKGELD HEUTE ODER DIE ZEITEN ÄNDERN SICH


Der Kollegen vor mir an der Halte hatte nicht seinen Kaffee verschüttet, wie ich erst dachte, sondern eine halbleere Kolaflasche auf das Pflaster zwischen unseren beiden Taxen ausgeschüttet. Das passiere ihm in der letzten Zeit immer häufiger, daß Fahrgäste halbvolle Flaschen in seinem Taxi lassen. Zum Beweis zeigt er mir seinen Kofferraum, wo sich in den beiden seitlichen Ablagen gut zehn Pfandflaschen sammeln. Was er damit machen solle, will er von mir wissen.

Ob er denn nicht wissen würde, daß die halbvollen Flaschen das neue Trinkgeld von Heute wären, frage ich ihn. Eigentlich die ideale Kombination aus etwas zum Trinken und Geld in Form von Flaschenpfand. Der Kollege sieht mich irritiert an und möchte wissen, ob das mein Ernst sei, er sei noch nicht lange Taxifahrer.

Natürlich ist es mein Ernst. Sogar mein voller Ernst. Im Gegensatz zu den Pfandflaschen, die bestenfalls halbvoll, meistens aber fast leer sind. Schließlich bin ich als Ex-Flaschensammler sozusagen vom Fach. Taxifahren ist eben auch nicht mehr das, was es mal war, kläre ich den neuen Kollegen auf, um ihm abschließend mit auf seinen Weg zu geben:

DIE ZEITEN ÄNDERN SICH

Text TaxiBerlin

28.09.2010

SPÄTER LÄRM UM DEN LÄRM


Neulich wurde doch wirklich festgestellt, wo der Großflughafen "fast" fertig ist, daß die Flugzeuge nicht nur über die umliegenden Dörfer sondern auch über Berlin starten und landen werden. Das muss man sich mal vorstellen. Da plant und streitet man erst Jahrzehnte lang, dann baut man Jahre lang, und zwar extra im Brandenburgischen, um kurz vor der Eröffnung festzustellen, daß unsere Stadt mehr vom Lärm betroffen sein wird, als sie es vielleicht mit Tempehof und Tegel zusammen war.

Apropos Tegel: Wer sagt eigentlich, daß Tegel wirklich genauso wie Tempelhof nach der Eröffnung des neuen Flughafens dicht gemacht wird? Und vor allem: Wer glaubt noch dran? Also ich nicht!

Text TaxiBerlin

SEX IM TAXI IST ÜBERBEWERTET


Immer wieder fragen mich Fahrgäste, sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechts, wie das denn so mit dem SEX IM TAXI ist. Fakt ist, das möchte ich gleich am Anfang klar und deutlich sagen, daß das Thema allgemeinhin völlig überbewertet wird.

Doch schauen wir uns die Sache etwas genauer an. Zum einen gibt es da die Möglichkeit, daß die Fahrgäste während der Fahrt etwas intimer werden möchten. Dagegen habe ich persönlich gar nichts. Ich muss sicherlich nicht extra erwähnen, daß sich dies bei einer Kurzstrecke verbietet.

Die Fahrt sollte auf jeden Fall ausreichend lang sein. Zur Not warte ich aber auch vor der Wohnungstür, bis die beiden fertig sind. Ich bin ja schließlich Dienstleister. Hauptsache die sauen mir nicht meine Kunstlederausstattung ein. Das Trinkgeld sollte auf jeden Fall mehr als angemessen sein. Auch wenn ich sagen muss, daß ich manchmal die beiden bezahlen müsste. Aber der Tipp beinhaltet auch ein Schweigegeld, so daß die ganze Sache schon seine Richtigkeit hat.

Kommen wir nun zur pikanteren Seite der Frage, und zwar die Situation, daß ich direkt involviert bin oder werden soll. Die Rede ist übrigens nur von richtigem Sex, und nicht Arschficken! Hier muss man ganz klar sagen, daß viele Frauen sehr positiv angetan sind, nach einer Nacht im Club, wo sie nur von besoffenen Süßholzrasplern angebaggert wurde, plötzlich auf einen völlig nüchternen und gutaussehenden jungen Mann zu treffen, mit dem sie sich sogar noch intelligent unterhalten können.

So weit, so gut. Hier beginnt nun aber das Spiel mit der üblichen Rollenverteilung, von manchen auch Flirten genannt, woran auch der Muschikult der letzten Jahre nichts geändert hat. Will der Fahrer mit seinem weiblichen Fahrgast weiter kommen als nur von A nach B, muss er arbeiten, arbeiten und nochmals arbeiten.

Daß Frau von sich aus Angebote macht, ist ein Mythos, der dem Praxistest nicht standhält, auch wenn es gelegentlich Ausnahmen gibt. Das sind leider nur Ausnahmen, die die Regel bestätigen. Das Spiel und die Rollenverteilung sind auch im Taxi dieselben wie außerhalb, also im richtigen Leben. Letztendlich entscheidet immer die Frau, ob irgendwas läuft oder nicht. Im Normalfall muss der Fahrer unverrichteter Dinge weiter fahren.

Abschließend kann man einschätzen, daß in unserer oversexten und underfuckten Welt das Thema SEX IM TAXI ÜBERBEWERTET IST.

Text TaxiBerlin

27.09.2010

HAB ICH SCHEISSE AN DEN PFOTEN?


Oder wieso gibt niemand Trinkgeld? Ich meine, der Wagen ist sauber (von innen und außen!), was in der Dunkelheit aber sowieso keiner sieht, ich rieche nicht aus dem Mund und beantworte brav sogar die üblichen sinnlosen Fragen nach der Geschäftslage und dem Wetter. Also woran liegt es?

(Auch TaxiGourmet alias Layne Mosler, eine Kollegin aus New York, war überrascht, wie wenig Tipp, wie man in New York zu sagen pflegt, die Leute hier geben. Als dann auch noch eins von diesen aufgeblasenen Neuberliner Pärchen Kurzstrecke fuhr und mit den bereits abgezählten Vier Euro bezahlte, brach für die Kollegin ein kleines Stück ihrer gerade entdeckten Berliner Welt zusammen.)

An den Amis kann es also nicht liegen. Dort ist Trinkgeld alias Tipp üblich, und das sogar höher wie es irgendwann einmal auch hier der Fall war, nämlich fünfzehn bis zwanzig Prozent des Fahrpreises. Selig sind ausnahmsweise die Amerikaner, denn selbst in aufgeklärten europäischen Ländern wie Spanien, Frankreich und Italien scheint die Kunde nicht angekommen zu sein, daß man in Berlin beim Taxifahrern Trinkgeld gibt, oder "tippt", wie Layne sagen würde.

Aber wozu gibt es dann Reiseführer? Doch nicht wegen den blöden Sehenswürdigkeiten, die man auch ohne sie finden würde! Reiseführer gibt es doch nur, um zu erfahren, was in dem Land Sitte ist und wieviel Trinkgeld man wo zu geben hat. Mit diesem Hintergrundwissen kann man die ganzen ausländischen Touristen bestenfalls bedauern. Offensichtlich haben sie bei ihrem Berlinbesuch mal wieder am verkehrten Ende gespart - am Reiseführer.

Schlimmer sind aber unsere Landsleute, die genau wissen, daß man in Deutschland Trinkgeld gibt. Dort, wo sie herkommen, würden sie es sich niemals wagen, ohne Tipp ein Taxi zu verlassen. Und dort frage sie auch nicht den Taxifahrer, ob sie zu fünft in seine Limousine einsteigen dürfen. Aber in Berlin ist eben alles möglich ...

Zurück zur Eingangs gestellten Frage. Nicht ich habe Scheiße an den Pfoten! Sondern die haben Scheiße im Hirn!

Lieber Gott, wenn es Dich gibt: Schmeiß Hirn vom Himmel! Oder wenigstens billige Reisefüher!

Text TaxiBerlin

KÖRPERSCANNER


Die ersten sollen ab heute am Flughafen in Hamburg im Einsatz sein. Die Nutzung ist freiwillig. Aber wer bitte sehr benutzt denn freiwillig einen Körperscanner? Was sollen das für Leute sein? Da kommen eigentlich nur Exhibitionisten in Frage. Vielleicht noch Masochisten. Wieso Masochisten? Na, wenn da gar nichts ist, wo eigentlich was sein sollte ...

Mit dem Körperscanner wird übrigens offiziell nach Waffen, Munition und Sprengstoff gesucht.

Text TaxiBerlin

26.09.2010

ULRICH DEPPENDORF, RADIO VOODOO & TAXIBERLIN


Leute, die mich nicht kennen, fragen mich immer wieder, welchen Prominenten ich schon in meiner Taxe hatte. Leute, die mich kennen, fragen mich hingegen, ob ich Promis überhaupt in mein Taxi lasse. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen.

Aber erst einmal zur Begriffsklärung: Richtige Promis fahren kein Taxi! Richtige Promis haben einen eigenen Chauffeur! Alle anderen sind keine richtigen Promis, womit sich die Frage, ob und welchen Promi ich schon gefahren habe, selbst ad absurdum führt.

Mit einer Ausnahme: Meinen alten Freund Ulrich Deppendorf, sicherlich kein Promi per Definition, aber trotzdem kennt ihn so gut wie jeder, lasse ich natürlich in jedem Fall in mein Fahrzeug. Dafür versorgt er mich immer mit den neuesten Nachrichten. Heute war es der tragische Busunfall am Schönefelder Kreuz.

Ursprünglich hatte ich ihn für heute zu Radio Voodoo eingeladen, um dort die Nachrichten zu lesen. Leider kam ihm dieser blöde SPD-Parteitag dazwischen und so musste ich sozusagen als Außenreporter für ihn einspringen. Nun habe ich ihn erneut zur vorerst letzten Sendung von Radio Voodoo eingeladen.

Deswegen sollte auch keiner, egal ob er auf Promis steht oder nicht, die Abschlußsendung am kommenden Sonntag zwischen zwölf und zwei auf der 99,1 verpassen. Geplant ist unter anderem, den SPD-Parteitag, den Berlin Marathon und, wenn die Zeit reicht, das Busunglück vom heutigen Sonntag nachzustellen.


Fotos&Text TaxiBerlin

DREI DINGE DIE ICH DIESE WOCHE GELERNT HABE


1. Von einen einem Kollegen an der Messe: Neben dem Euro und Hartz Vier ist die Erfindung des Rollkoffers der dritte Grund, warum es mit des Taxigeschäft bergab geht.

2. Von einem weiblichen Fahrgast aus Pankow: Zu wenig Schlaf ist nicht nur schlecht für die Abwehr, was ich bereits wusste, sondern auch schlecht fürs Abnehmen.

3. Von TaxiGourmet alias Layne Mosler, einer Kollegin aus New York: Das Abnehmen im Schlaf regelt das Hormon Cortisol, nicht verwechseln mit Cortison, der inaktiven Form des Cortisol.

Text TaxiBerlin

DEUTSCH BALKANISCHE TELEKOM


Wie der SPIEGEL berichtet, soll die Deutsche Telekom in einem Geheimvertrag mit der mazedonischen Regierung millionenschwere Zahlungen vereinbart haben, damit diese keine dritte Mobilfunklizenz in ihrem Land vergibt. Das wäre, wenn es den Tatsachen entspricht, ein weiterer Beweis meiner These, daß der Balkan nicht europäisiert wird, sondern Deutschland, also wir, uns im Prozess der Balkanisierung befinden.

Mir stellt sich in diesem Zusammenhang folgende Frage: Warum hat denen von der Telekom niemand erzählt, wie groß Mazedonien ist und wie viele Einwohner es hat? In Deutschland hat doch schließlich auch nicht jeder seine eigene Mobilfunklizenz ...

Text TaxiBerlin

25.09.2010

"DER SKATERQUATSCH IST VORBEI"


War die Meldung der Zentrale am frühen Abend, die alle Kollegen aufatmen ließ - außer mich! Denn ich wusste, spätestens jetzt würden alle die Kollegen, die nur geradeaus fahren können, aus ihren Löchern gekrochen kommen. Wie heißen die gleich nochmal genau? "Fluchtenfahrer"? In Anlehnung an den "Fluchtenmaurer"? Aber gibt es den überhaupt noch?

Damit es kein Missverständnis gibt: Der "Fluchtenfahrer" hat nichts mit "Flucht" im Sinne von "Fliehen" zu tun, obwohl dieser Zusammenhang fast schon wieder zutrifft - nur im umgedrehten Sinne.

Text TaxiBerlin

RADIO VOODOO & TAXI BERLIN GOES BERLIN MARATHON

Wie jedes Jahr wird TaxiBerlin auch dieses Mal am Berlin-Marathon teilnehmen. Und wie all die Jahre zuvor bleibt die Frage, welchen Linien ich dabei folgen soll. Den Blauen (Läufer)? Oder den Grünen (Inliner)? Möglicherweise werde ich mich aber doch an der Weißen (Fahrbahnmarkierung) orientieren.


Neu ist in diesem Jahr, daß TaxiBerlin auch als Außenreporter auf Radio Voodoo direkt vom Berlin-Marathon berichten wird. Moderator Robert Weber hat übrigens das gesamte Radio Voodoo Team zur Teilnahme am Berlin-Marathon verdonnert, ausgenommen natürlich sich selbst. Einer muss letztendlich pünktlich im Studio sein.

Trotzdem stehen die Chancen nicht schlecht, daß doch der ein oder andere der "Üblichen Verdächtigen" (Ahne, Frau Generator, Claudia Mair, Jero, Dietrich W. Dietrich oder Karsten Krampitz) es rechtzeitig zur Sendung schaffen wird. Geplant ist übrigens, daß der "Bachmannpreisträger der Herzen" Karsten Krampitz von seinem Besuch beim SS-Treffen in der Nähe von Klagefurt am letzten Sonntag berichtet. Dort wurde er nicht nur mit einem Hausverbot belegt, sondern wurde ausserdem noch des Landes verwiesen, weswegen er früher als geplant nach Berlin zurückkehren musste.

Höhepunkt der Sendung könnte sein, daß Karsten aus dem Gästebuch der Jörg-Haider-Ausstellung vorliest, daß er, also Karsten, im Mai an sich genommen hatte, um es später der "Kleinen Zeitung" zuzuspielen. Alles natürlich nur, wenn Karsten zu den "Finishern" beim Berlin Marathon gehört. Falls nicht, müsst ihr mit einer Schaltung zum Ort des Geschehens zu TaxiBerlin vorlieb nehmen, wo ich life vom Zieleinlauf des Berlin Marathon die Startnummern der "Finisher" vortragen werde.

Foto&Text TaxiBerlin

REICHER MANN UND ARMER MANN


Reicher Mann und armer Mann
Standen da und sah'n sich an.
Und der Arme sagte bleich:
"Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich."

Bertolt Brecht "Alfabet" (1934)

24.09.2010

SPEER UND ER


Brandenburgs Innenminister SPEER soll zurückgetreten sein - oder doch worden? Und was sagt eigentlich ER zu? Jetzt nicht Matthias Platzeck, sein Chef, sondern der Postdamer Motorradrocker, der den Laptop vom SPEER "gefunden" hat, aus dem die ganzen privaten Informationen stammen sollen, die jetzt ans Tageslicht gekommen sind?

Text TaxiBerlin

VON NADELÖHR ZU NADELÖHR

Damit ist nicht das Nadelöhr gemeint, durch das eher ein Kamel geht als ein Reicher. Nein, ich rede von den vielen Baustellen in Berlin, durch das jedes Kamel und auch manch Reicher Tag für Tag durch müssen. Hier nur einige stellvertretend für die unzähligen Nadelöhre in unserer Stadt: Kuhdamm (Ecke Johann Georg), Tauentzien (Höhe KaDeWe), Lützowufer (am Hotel Esplanade), Potsdamer Platz (wegen Einbau falscher Ziegel!), Alex (Dauerbaustelle Tiefgarage – ein Jahrhundertprojekt!), Schönhauser Allee (Hochbahnsanierung), Karl Marx Allee (U-Bahnsanierung), Unter den Linden (U-Bahnbau)… Die Strecken zwischen den Nadelöhren werden immer kürzer, so daß das Blitzen im Moment gar keinen Sinn zu machen scheint, weil gar nicht genug Platz zum Beschleunigen da ist. Die einzige positive Nachricht in diesem Zusammenhang.

Heute endlich habe ich den genauen Grund für die meisten (nicht für alle!) Dauerbaustellen erfahren: Es liegt am Budget! Früher galt: Hauptsache alles verpulvern, sonst gibt es beim nächsten Mal weniger. Heute gilt dagegen: Die Kohle reicht nicht für das, was gemacht werden müsste. Die Folge: Es wird nur das gemacht, wofür Geld da ist. Soweit, so gut. Nur: Das Budget wird pro Quartal gezahlt. Und wenn das Quartal nur die finanziellen Mittel für das Abtragen des alten Fahrbahnbelages vorsieht, dann wird eben auch nicht mehr gemacht. Da verstehe ich sogar die Baufirma. Warum soll die etwas in einem halben Jahr machen, wenn‘s erst am Ende des vollen Jahres das Geld dafür gibt?!

Ein gutes Beispiel für meine These der allgemeinen Balkanisierung Gesamteuropas. In Bulgarien würde die Geschichte nochmal ein klein wenig anders laufen. Da wird auch erst einmal nur die eine Hälfte der Straße saniert, weil eben nur die Hälfte gezahlt wurde. Die andere Hälfte wird dort allerdings frühestens fünf Jahre später gemacht. Vorher ist nämlich keine Kohle dafür da. Das kann aber auch noch mit den Fünfjahresplänen zusammenhängen, die es zu kommunistischen Zeiten gab. Zwischenzeitlich gibt es dort aber den Postkommunismus, und da wird, wenn schon nicht die Straße gemacht wird, zumindest die Straßenmarkierung erneuert. Für den nicht gemachten Teil der Straße bedeutet das, daß weiße Farbe auch in die zahlreich vorhandenden Löcher aufgetragen, oder besser eingefüllt, wird, soweit die sich an zu markierenden Bereichen der Straße befinden. Dies aber nur zur Information an alle diejenigen, die daran interessiert sind zu erfahren, was ihnen selbst noch bevorsteht.

Text TaxiBerlin

23.09.2010

"YOUR MILCHKAFFEE IS RIGHTEOUS"

Was auf Deutsch soviel heißt wie: DEIN MILCHKAFFEE IST RECHTSCHAFFEN / GERECHT. Soweit das Urteil von TaxiGourmet alias Layne Mosler, einer Kollegin aus New York, in einer e-mail an mich. Ich hatte ja sozusagen einen Ruf zu verlieren. Mein Milchkaffee war bisher bekannt als der Beste südlich der Frankfurter Allee. Gerecht bzw. Rechtschaffen gefällt mich ehrlich gesagt sogar besser als Bester, weil es einfach viel mehr aussagt - und vor allem KEIN BULLSHIT ist!

Foto&Text TaxiBerlin

ZEIT ZUM (AB)GRABBELN (EINE RICHTIGSTELLUNG)

In der Vergangenheit habe ich mich immer wieder kritisch mit dem Thema Grabbeln und Abgrabbeln auseinandergesetzt. Dabei berücksichtigte ich sowohl allgemeine und theoretische Quellen, beispielsweise gebührenfreies Radio und kostenlose Zeitungen, als auch spezielle und praktische Beispiele wie Nachbarn und Kollegen. Nun sehe ich mich aufgrund neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse gezwungen, meine Meinung in zweierlei Hinsicht zu revidieren und diese Richtigstellung zu verfassen.

Erstens: Mit dem Ende des letztens Jahrhunderts, auch bekannt als Spätkapitalismus, und dem Beginn eines neuen Jahrtausends ist der Kapitalismus an sich in Auflösung begriffen und wird durch den Postkapitalismus abgelöst. Dieser zeichnet sich, im Gegensatz zum „schaffenden Kapital“ des Kapitalismus, durch ein „raffendes Kapital“ aus. Es geht nicht mehr um langfristige Investitionen sondern ausschließlich um schnellstmögliche Gewinnmaximierung, koste es was es wolle. Bildlich gesprochen wird die kapitalistische Kuh nicht mehr gemolken, sondern man ist bereits dabei ihr das Euter abzuschneiden. Aus diesem Grund kann ich nur jedem wärmstens empfehlen, noch möglichst lange am wärmenden Euter rumzugrabbeln, denn die Chancen für ein paar letzte Tropfen Milch stehen gar nicht so schlecht. Eine große Zahl wirklich Bedürftiger greift nämlich schon lange nicht mehr ans wärmende Euter sondern in kalte Mülltonnen - in der Hoffnung auf Dosenpfand.

Zweitens: Allerneuesten Erkenntnissen zufolge, und als logische Folge der unter Punkt Eins beschriebenen Entwicklung, befindet sich auch das, was uns bisher allgemeinhin als Demokratie bekannt war, im Niedergang. Besonders kritische Experten meinen sogar, daß dieser Niedergang planmäßig und von langer Hand vorbereitet wäre. In einem Punkt sind sich allerdings alle Experten einig: Der Ausfall des konkurrierenden gesellschaftlichen Gegenmodells im Osten hat diesen Niedergang beschleunigt, wenn nicht gar ausgelöst. An die Stelle der Demokratie tritt allerdings nicht, wie von vielen behauptet, eine „Globalisierte Demokratie“ sondern die „Generalisierte Kleptokratie“. Auch unter diesem Gesichtspunkt erscheint mir sowohl das Grabbeln als auch das Abgrabbeln sozusagen als Vorbereitung auf das zukünftige Leben, was in Wirklichkeit bereits begonnen hat, mehr als nur Empfehlenswert.

Text TaxiBerlin

22.09.2010

KAFFEE TRINKEN MIT TAXIGOURMET

Für heute Nachmittag habe ich TaxiGourmet alias Layne Mosler, eine Kollegin aus New York, zum Kaffee trinken eingeladen. Genau genommen zum Milchkaffee, bei mir gibt es nämlich keinen Latte und diesen ganzen unnötigen Quatsch. Was meinen Milchkaffee angeht, so soll der der Beste südlich der Frankfurter Allee sein. Ich bin gespannt, was TaxiGourmet dazu sagt.

In einem Punkt konnte ich Lanye alias TaxiGourmet bereits weiterhelfen. Ich meine jetzt nicht meine Gourmetipps. Die sind im Vergleich zu meiner Lebensberatung nicht der Rede wert. Seitdem Layne mich kennt, trinkt sie keine BIONADE mehr. Der Umstand, daß die sich haben von COCA COLA kaufen lassen, und natürlich die sich in Berlin ausbreitende BIONADE BOURGEOISIE, haben ihr sichtlich zu denken gegeben.

Mich tangiert die BIONADE BOURGEOISIE wenn überhaupt nur peripher. Als alter Ossi trinke ich von Hause aus nur CHEMONADE. Was, du kennst CHEMONADE nicht? Das sind doch die, die BIONADE gekauft haben! Da bin ich knallhart. Aber ich habe mein Konto ja auch bei der DEUTSCHEN BANK.

Text TaxiBerlin

21.09.2010

SCHEISS SCHICHT


"Niemals das Boot verlassen!", ist von wem? Von mir jedenfalls nicht! Von mir ist: "Niemals den Plan ändern!" Heute habe ich es getan. Ich wollte erst saugen, waschen und Cabcharge abladen, und danach anfangen. Dann kam mir doch noch ein Funkauftrag in die Quere. Immerhin nach Neukölln, aber dort begann dann das Desaster.

Nach über einer Stunde warten gleich mal 'ne Fehlfahrt. Die Patienten waren schon weg. Das ist jetzt kein Quatsch! Ich stand am Krankenhaus! Also am Besten gleich zur Messe? Oder doch lieber erst das Kreditkartenlesegerät an die Leine legen? Ich entschied mich für letzteres. Auch das ein Fehler. An der Messe brummte es bereits.

Dann kam diese bayrische Boulette, die sich auf meine teure Spiegelreflexkamera auf dem Beifahrersitz setzen wollte. Dabei hatte ich die extra in meine beige OSTPACK Tasche getan. Die ist doch auf dem schwarzen Kunstleder gar nicht zu übersehen. Offensichtlich für bayrische Dummbrote schon. Ich war allerdings gewarnt durch sein "Grüß Gott".

Dann endlich zur Messe. Vier männliche Messebesucher brüllen sich in meiner kleinen Schachtel in einer Sprache an, die ich überhaupt nicht zuordnen kann. Bloß nicht nervös werden und den Blitzer in der Halenseestraße übersehen. Das war nicht so einfach. Die Vier brüllten immer lauter. Offensichtlich irgendwelche schweinischen Witze, denn sie kriegten sich bis zum Ende der Fahrt gar nicht mehr ein.

Nachdem ich die Brüller los war, hatte ich das Schlimmste erstmal überstanden. Es lief auch irgendwie. Allerdings nur bis ich erfuhr, daß ausgerechnet Lothar Matthäus die Bulgarischen Fußballnationalmannschaft trainieren soll. Hat der neuerdings was mit einer Bulgarin zu laufen, daß er einfach einen Arbeitsplatz in der Nähe gesucht hat, um die Kleine besser kontrollieren zu können. Oder sind die Bulgaren jetzt völlig am Durchdrehen?

Endlich zu Hause fahre ich die Kiste hoch. Und, was muss ich erfahren? Colombo alias Peter Falk soll plötzlich Alzheimer haben. Mein Gott sind sie alle blöd?! Das hätte ich denen doch schon vor Jahren sagen können! Aber von wem war jetzt gleich nochmal "Niemals das Boot verlassen!"?...

Text TaxiBerlin

20.09.2010

DIE SIEBEN SCHWABEN


KOMMEN DURCH DIE GANZE WELT, dachte ich immer, wäre der komplette Buchtitel. Dabei kommen die nur bis nach Berlin, dafür aber mehr als Sieben - leider! Aber jetzt mal im Ernst: Die Sieben Schwaben haben es sogar bis Wikipedia geschafft. Aber was muss ich da lesen:

"Die Sieben Schwaben sind ein Erzählstoff, in dem es um die Abenteuer von sieben als tölpelhaft dargestellten Schwaben geht. Die sieben Protagonisten stehen dabei stellvertretend für sieben Charaktertypen. Als Höhepunkt des Dummenschwanks steht der Kampf mit einem Untier, das sich als Hase herausstellt ..."

Wirklich sehr aufschlussreich. Ich überlege ernsthaft, ob ich mir Sorgen machen soll um meine Mitbürger. Es soll ja Schwaben geben, die sogar Bücher schreiben. Allerdings nur für Schwaben, was ich wiederum für eine gute Idee halte. Aber muss man deswegen gleich in Berlin wohnen?

Eine schwäbische Buchhalterin macht es einfach. Sie zählt, das betone ich hiermit ausdrücklich, nicht zu meinen Lieblingsautoren, und auch nicht zu meinen Lieblingsautorinnen. Aber wer etwas aktuelles über Bulgarien erfahren will, kommt man an Sibylle Lewitscharoffs "Apostoloff" nicht vorbei.

Bevor die Autorin nach Berlin gekommen ist, war sie nochmal in Bulgarien, dem Herkunftsland ihres Vaters. Der hat sich wohl im richtigen Leben nicht besonders um sie gekümmert und sich zum Schluss sogar noch aufgehängt, wofür die Bulgaren jetzt büßen müssen. Die Frau gehört für mich definitiv auf die Couch und nicht ins Buchregal.

Ausgerechnet mit dem "Grenzgänger-Stipendium" der Robert Bosch Stiftung wurde das Werk gesponsert, wobei mir nicht klar ist, wer der Grenzgänger ist und über welche Grenze er gegangen sein soll! Vielleicht der des guten Geschmacks?

Damit der Leser meines Blogs eine Vorstellung bekommt, wovon die Rede ist, möchte ich drei ausgewählte Zitate anfügen:

"Nur die Eselskarren der Zigeuner, die hin und wieder am Straßenrand entlangtrotten, erzählen davon, daß irgendwo hinter den Hügeln Leute wohnen müssen, in irgendwie zusammengeworfenen Siedlungen mit schäbigen Läden, die notdürftig aus Brettern zusammengenagelt sind, falls es hinter den Hügeln überhaupt Läden gibt." (S. 15)

Eine schlechte Nachricht, insbesondere an alle PC-Autoren: Man darf in diesem Land noch Zigeuner sagen, und auch schreiben, und erhält trotzdem diverse Literaturpreise. Oder war das bereits dem Grenzgänger geschuldet? Will sagen: Musste sie Zigeuner schreiben? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht.

"Überall Drecksbuden mit dröhnender Musik, die Art von Musik, mit der man einen Bürgerkrieg anfängt." (S. 182)

Mit den Drecksbuden und dem Dröhnen hat die Frau definitiv recht. Aber was ist mit der Musik? Haben die Schwaben keine Lieder? Und woher weiß sie, mit welcher Musik Bürgerkriege beginnen? Manchmal kann man echt denken, wir hatten wohl doch zu lange Frieden ...

"Nicht die Liebe vermag die Toten in Schach zu halten, denke ich, nur ein gutmütig gepflegter Haß." (S. 248)

Wie gesagt: Die Frau gehört definitiv auf die Couch und nicht ins Buchregal. Aber vor allem nicht nach Berlin! Eines muss ich der schwäbischen Buchhalterin aber lassen. Nun kann auch ich meine Gefühle in Worte fassen. Es war ganz einfach, ich musste nur ein Wort austauschen:

"Nicht die Liebe vermag die Schwaben in Schach zu halten, denke ich, nur ein gutmütig gepflegter Haß."

In diesem Sinne: Gute Nacht!

PS: Die Story im Buch ist übrigens, daß die sterblichen Überreste des Vaters von Stuttgart nach Bulgarien überführt werden und dafür sogar ein Haufen Geld gezahlt wird. Ob der Bulgare vorher im Schwabenland auf Kosten des Steuerzahlers unter die Erde gebracht wurde, ist allerdings nicht bekannt.

Text TaxiBerlin

DAS RADIO VOODOO TEAM

der gestrigen Sendung FREMD IM EIGENEN LAND von links nach rechts:

Der wunderbare Robert Weber, Nachrichtensprecherin Claudia Mair und TaxiBerlin

(Nicht mit auf dem Bild, aber trotzdem mit von der Party: Nachrichtensprecher Ahne, Problemlaster Karsten Krampitz, Montagsseelsorger Dietrich W. Dietrich, Frau Generator auf dem Fahrrad und Jero an den Reglern)

Foto&Text TaxiBerlin

AUF DEM MAUERPARK MIT LENA

Plötzlich stand sie vor mir: unsere Lena! Ich wollte mal wieder Schnäppchen machen auf dem Flohmarkt, aber dafür war es sowieso zu spät. Da kam mir Lena sozusagen gerade recht.

Ich die ganze Zeit hinter ihr her. Wisst ihr wo sie hinwollte? Zum Karaoke singen. Gewonnen hat sie aber nicht - sondern ich! Was ich gesungen habe? SATELITE natürlich. Und das, wo ich doch nur hinter ihr her war und gar nicht um sie herum gekreist bin. Aber das hat natürlich wieder keiner gemerkt. Die waren alle so blau ...

Text TaxiBerlin

18.09.2010

ER HATTE SEINEN GRUND


Natürlich hätte ich zum Abschied auch etwas Trinkgeld genommen. Aber MACH'S GUT BRUDER war letztendlich auch OK. Schließlich hatte er seinen Grund - einen Hintergrund.

Text TaxiBerlin

RADIO VOODOO


Ist nicht Thema von RADIO VOODOO, sondern FREMD IM EIGENEN LAND. Weil du NICHTS kannst, ey! hat jemand direkt vor der großen Grabbelkiste in meiner Straße auf den Bürgersteig geschrieben. Wahrscheinlich war es einer von den großen Grabblern. Vielleicht um sich Mut zu machen, wenn es auf gemeinsame Grabbeltour geht?!

Der wunderbare Robert Weber bereitet sich nach eigenen Angaben nie auf seine Sendungen vor. Ich habe es getan, was aber unter uns bleiben muss, sonst wird Robert sauer. Das Thema ist wie gesagt FREMD IM EIGENEN LAND, was ja auch das LAND BERLIN sein kann. Wer diesbezüglich Probleme hat, kann gerne persönlich vorbeikommen. TaxiBerlin hat für jeden einen Plan, um sich im NEUEN BERLIN weniger fremd zu fühlen, insbesondere auch am nächsten Wochenende.

Übrigens: Die Grabbler habe alle noch geschlafen als ich gerade das Foto gemacht habe. Ist bestimmt wieder spät geworden letzte Nacht. Am Wochenende ist es wahrscheinlich eh nicht so gut mit dem Abgrabbeln. Im Gegensatz zu mir und meinem Gewerbe. Ich muss los, meine Patienten von der Straße grabbeln.

Macht's jut und bis Morjen!

Foto&Text TaxiBerlin

17.09.2010

RADIO EINHEIT


Das unabhängige Radio für BERLIN sendet vom 6.September bis 3.Oktober auf der 99,1 oder per Livestream. Immer Sonntags von zwölf bis zwei hat dort der wunderbare Robert Weber (jeweils rechts im Bild) seine legendäre Sendung RADIO VOODOO.

Der ein oder andere hatte sich schon gefragt, warum der Moderator und seine Gäste mitunter so klingen, als wären sie total breit. Die von Frau Generator am letzten Sonntag im Studio gemachten Fotos gehen dieser Frage nach, ohne sie jedoch wirklich klären zu können.

Selbst mein persönliches Erscheinen (Bild unten) konnte die Sache nicht endgültig aufklären. Vielleicht liegt es aber auch daran, daß ich nicht der Typ bin, der immer und überall was klären muss. Was ich zu diesem und auch zu anderen Themen zu sagen habe, erfährst du am Sonntag bei RADIO VOODOO auf der 99,1 zwischen zwölf und zwei.

Text TaxiBerlin

RÜCKTRITT SARRAZIN


Später am Abend hat mich ein Fahrgast, übrigens ab Tegel, aufgeklärt, warum Sarrazin so schnell seinen Job bei der Bundesbank aufgegeben hat. Natürlich nicht des Geldes wegen - der Mann kann schließlich rechnen. Und auch nicht, weil er kein Bock zum Arbeiten mehr hatte. Der Typ sei ein Workaholic. Und außerdem in diesen Zeiten einen gut bezahlten Job aufgeben. Derjenige müsste doch saublöd sein.

Aber warum hat er dann doch hingeschmissen? Mein Fahrgast, der nicht namentlich genannt werden wollte, aber immerhin im Westend wohnt, wusste es ganz genau. Wenn Sarrazin nicht von sich aus gegangen wäre, dann hätte man bei ihm irgendwelche Kinderpornos gefunden. Das sei im Moment das probateste Mittel unbequeme Leute loszuwerden und sei so sicher wie das AMEN in der Kirche.

Ich war erstmal sprachlos, versprach dem Insider aber, sobald ich meine Sprache wiedergefunden habe, umgehend die Leser meines Blogs zu informieren, womit er einverstanden war. Allerdings unter einer Bedingung: Ich darf nicht verraten, daß er eigentlich in Mitte wohnt, was mir aber viel besser in den Kram gepasst hat, weil von Tegel nach Westend nun wirklich nicht der Bringer ist.

Text TaxiBerlin

SALEM ALEIKUM


Wurde ich heute von Kollegen am Flughafen Tegel begrüßt. Also ich finde das OK. Schließlich sagen die anderen mit Hintergrund auch GRÜSS GOTT zu mir. Bei letzteren habe ich mir allerdings angewöhnt, immer ganz bewusst mit GUTEN TAG zu antworten. Aber was mache ich nun mit SALEM ALEIKUM? Darf ich da auch einfach GUTEN TAG sagen? Nicht, daß das falsch ankommt! Ich will ja dort in Tegel auch nur meinen FRIEDEN haben. Na gut, manchmal auch den ein oder anderen Fahrgast ...

Text TaxiBerlin

15.09.2010

FREMD IM EIGENEN LAND


Der wunderbare Robert Weber hat mich für Sonntag wieder mal von zwölf bis zwei zu seiner Sendung Radio Voodoo im Rahmen von Radio Einheit eingladen, um mich zum oben genannten Thema zu befragen. So weit, so gut. Allerdings ist mir noch nicht ganz klar, über welches Land mich Robert befragen will und vor allem, über welches Land ich anrworten werden. BRD? Berlin? Bulgarien? oder doch: DDR?

Lass dich überraschen ...

Text TaxiBerlin

DAS QUIZ BEI TAXIBERLIN


Beim letzten Quiz hatte ich gefragt, was die BILD-Zeitung für Abiturienten ist. Der Metablogger hat es natürlich gewusst, und er weiß sogar noch mehr ...

Text TaxiBerlin

14.09.2010

DER METABLOGGER GOES GOURMET


Der Metablogger hat in Sachen Gourmet auch etwas zu sagen. Gerne hätte er sich an TaxiGourmet gewandt. Kann er aber nicht, weil er ja kein Taxifahrer ist. Deswegen hat er mich gebeten, seine kleine traurige Dönergeschichte zumindest zu verlinken, was in dem Fall ausnahmsweise besser ist, als wenn man gelinkt wird. Aber ließ selbst ...

Text TaxiBerlin

13.09.2010

TAXIBERLIN GOES GOURMET (PART 1 & 2)


TaxiBerlin traf letzte Woche TaxiGourmet alias Kollegin Layne Mosler aus New York, mit der er in Sachen Gourmet etwas um die Häuser gezogen ist, wie man früher sagte. In unserem Fall sah es so aus, daß wir im Taxi, was angesichts des Wetters eindeutig die bessere Lösung war, uns von einem kulinarischen Höhepunkt zum nächsten "durchgewurschtelt" haben.

Layne alias TaxiGourmet hat ein paar Tage gebraucht die gemachten Eindrücke zu verarbeiten und ihre Welt neu zu ordnen. Das ist ablosut keine Übertreibung, auch wenn bekanntermaßen die Amis gelegentlich zu Übertreibungen neigen. Laynes Worte an TaxiBerlin waren: "You Rock My Wolrd!", was auf Deutsch, wie sie bestätigte, einem mittleren Erdbeben der Stärke fünf bis sechs entspricht.

Mit von der Party waren übrigens Audrey und Daniel, ebenfalls aus New York. Sie haben sich heute mit folgendem Kommentar bei mir bedankt: "Thanks for allowing us to join you. Loved both the blutwurst and the Vietnamese curry. We also enjoyed your perspective on Berlin. The afternoon was like a journey around the world in an day.", was man in diesem Fall durchaus als Übertreibung abtun kann.

Fehlt nur noch: We Love You!

Text TaxiBerlin

12.09.2010

DOMINA NIGHTMARE


Die Sache mit der Domina, die mich zu Gartenarbeit zwingen wollte, ließ mir keine Ruhe. Da habe ich den Traum kurzerhand "nachgeträumt". Das "Nachträumen" ist eine spezielle Technik, sich an gehabte Träume zu erinnern, auf die ich an dieser Stelle aber nicht weiter eingehen möchte. Das würde wirklich zu weit führen. Ich kann aber soviel verraten, daß "Nachträumen" in einer Liga mit "Pschyodrama" und "Das Drama des betagten Kindes" spielt.

Mein "Nachträumen" ergab, daß es sich bei der Domina um eine reale Person aus dem Berliner Umland handelt. Die Dame ist leider etwas in die Jahre gekommen und kann ihr dortiges Haus nicht mehr selbst in Ordnung halten, geschweige denn ihre Rechnungen bezahlen. Die devoten Knaben sind alle weggestorben, was mich ehrlich gesagt etwas gewundert hat, weil ich selbst überall nur männliche Waschlappen rumlaufen sehe, oder eben Schwule, was aber aufs gleiche hinausläuft. Die Domina musste sich dem "Neuen Markt" anpassen und bietet seit einiger Zeit keine "Erziehung" sondern "nur" noch "Gartenarbeit" als erzieherische Maßnahme an.

Für vier Stunden Gartenarbeit gibt es eine Stunde Kuschelsex, was der normalen Inflation der Wechselkurse entspricht: eine Ostmark war gleich eine Westmark, ist aber nur ein halber Euro! Wie dem auch sei, die Zeiten sind hart, die meisten Schwänze sind es aber nicht, so daß der Domina aD nichts weiter übrig bleibt als selbst Hand anzulegen - bei der Gartenarbeit.

Text TaxiBerlin

RADIO VOODOO SENDET WIEDER


Und zwar heute zwischen zwölf und zwei auf der 99,1 oder per Livestream. Die Leitung hat wie immer der wunderbare Robert Weber. Zu Gast sind heute Claudia Mair und eine weitere Absolventin der Masterschool of Drehbuch (oder wie das heißt). Ansonsten die üblichen Verdächtigen: Ahne, Frau Generator, Karsten Krampitz, Jero und Dietrich W. Dietrich.

Das Thema heute: Warum Deutsche Filme immer so Scheiße aussehen

Viel Spaß beim reinhören!

DON'T MISS IT!

Text TaxiBerlin

11.09.2010

SUMMER IS ALMOST GONE

An diesen Titel von The Doors musste ich heute beim Anblick des Regenbogens in Tegel denken. Und an die im Song gestellte Frage, wo wir sein werden, wenn der Sommer vorbei ist? Ich weiß es nicht. Ich lasse mich wie immer überraschen!

Letzte Nacht habe ich geträumt, eine Domina hätte mich eingeladen ihren Garten winterfest zu machen. Danach hat sie mich aber nicht gequält, die Gartenarbeit war schließlich schon Qual genug, sondern Kuschelsex von mir verlangt. Und das gleich drei Mal! Was hat das nun wieder zu bedeuten?

Im wirklichen Leben ging meine Schicht heute ziemlich beschissen zu Ende. Irgendwelche durchgeknallten Amikids wollten zu fünft mitfahren. Es wäre auch nicht weit ..., das Übliche ... Ich hab sie rausgeschmissen. Die wollten mich aber auch rein gar nicht verstehn. (Ob es daran lag, daß ich Deutsch mit ihnen sprach?) Egal - Die können mich mal ... blöde Amis! Wer bin ich denn?

TaxiBerlin!

10.09.2010

TAXIBERLIN GOES GOURMET


Gestern war es nun soweit. TAXIBERLIN traf TAXIGOURMET. Dazu muss man wissen, daß TAXIGOURMET eine Kollegin aus New York ist, die kulinarische Geheimtipps von Taxifahrern aus aller Welt sammelt. TAXIBERLIN fand die Idee spannend, und TAXIGOURMET fand gestern die Zeit gemeinsam auf Tour zu gehen.

Mein Problem war, im Vorfeld zwischen Geheimtipp und echtem Geheimtipp zu unterscheiden. Ich kann euch beruhigen, TAXIBERLIN hat keine echten Geheimtipps verraten, sondern nur Geheimtipps, die sowieso schon bekannt sind.

Ich bereitete eine kleine Rundreise durch Restaurants meiner aktuellen Lieblingsküchen vor: indisch, thailändisch und vietnamesisch. Eines durfte aber auf keinen Fall fehlen: die deutsche Küche! Schließlich sind wir ja in Deutschland.

Ich persönlich gehe so gut wie gar nicht Deutsch essen. Wenn ich Deutsch essen will, fahre ich zu meiner Mutter, aber das ist ein anderes Thema. Auf jeden Fall habe ich TAXIGOURMET sozusagen als Geheimtipp TOTE OMA irgendwo in der Nähe vom Alex empfohlen.

Die Verkäuferin klärte mich auf, daß manche auch VERKEHRSUNFALL zu ausgelassener Rotwurst mit Kartoffeln und Sauerkraut sagen, was ich als TAXIBERLIN auch irgendwie passender fand.

Guten Appetit & Allzeit unfallfreie Fahrt!

Text TaxiBerlin

DAS QUIZ BEI TAXIBERLIN


Lange kein Quiz gemacht. Jetzt ist es wieder soweit. Die Frage heute:

"Was ist die BILD-Zeitung für Abiturienten?"

Wer die Frage richtig beantwortet, bekommt eine BILD-Zeitung für Abiturienten gratis!

Quiz TaxiBerlin

09.09.2010

ZUM GLÜCK GIBT'S DEN RAMADAN


Ich hatte mich schon gewundert, daß in Tegel nur drei Reihen besetzt waren. Erst dachte ich, daß es an der Uhrzeit läge. Kollege Z klärte mich dann auf. Es wäre noch Ramadan. Den hatte ich irgendwie im Sommer vermutet. Aber letztendlich ist ja noch Sommer.

Wie dem auch sei. Zeit zum Quatschen hatten wir nicht, denn Kollege Z musste auch schon los. Offensichtlich fasten die Kollegen muslimischen Glaubens nicht nur, sondern sie arbeiten auch nicht. Ein anderer Kollege meinte noch, daß das eigentlich immer so sein könnte, da musste auch ich weiter.

Ich bin dann aber nicht mehr zum Flughafen zurückgefahren. Irgendwie hatte ich noch Schädelbrummen von gestern. Sollen andere vom Fasten anderer profitieren. Man muss auch mal verzichten können. Insbesondere wenn es um die eigene Gesundheit geht. Machen andere ja schließlich auch.

Text TaxiBerlin

EIN BUCH GEKAUFT ZWEI BÜCHER BESTELLT


Gestern Nachmittag habe ich mir seit langem mal wieder ein Buch im Buchladen gekauft. Das kommt nicht so häufig vor, was an den Buchpreisen und meinem Verdienst liegt. Verdienen würde ich ja eigentlich viel mehr, nur bekommen tue ich es eben nicht.

Wie dem auch sei. Ich, der sonst seine Bücher vorzugsweise auf dem Flohmarkt kauft, bin also rein in den Buchladen und sofort zur Buchfachverkäuferin. Den SARRAZIN hätte sie gerade nicht da, rief sie mir sogleich zu, bevor ich überhaupt den Mund aufmachen konnte.

Wie kommt die denn auf SARRAZIN? Keine Ahnung. Aber keine Sorge, es wird noch merkwürdiger. Erstmal sagt ich ihr nun, daß ich nicht den SARRAZIN sondern GANGSTERWIRTSCHAFT von JÜRGEN ROTH suche.

Ein Blick in den Computer verschaffte der Buchfachverkäuferin Klarheit. Das Buch hätte sie LEIDER da. Wieso LEIDER? Weil JÜRGEN ROTH so negativ über ihren Arbeitgeber, also den der Buchfachverkäuferin, schreiben würde.

Jetzt war ich einhundert Prozent sicher, daß ich das Buch haben muss. Vorher hatte ich gewisse Zweifel. Interessant finde ich, daß die Buchfachverkäuferin nicht gesagt hat, daß JÜRGEN ROTH Unwahrheiten bzw. Lügen über ihren Arbeitgeber verbreiten würde.

Stell dir mal vor, ich würde die Beförderung von Personen ablehnen, die sich lediglich negativ über das Berliner Taxigewerbe äußern! Ich hätte bald gar nichts mehr zu tun! Das konnte ich der Buchfachverkäuferin aber nicht alles in der Kürze erzählen.

Ich entschied mich jetzt doch den SARRAZIN bei ihr zu bestellen. Gleich ZWEIMAL. Ich hatte Glück, die Buchfachverkäuferin nahm meine Bestellung entgegen. Jetzt habe ich ein Problem. Um neun Uhr in der Frühe bekam ich eine SMS:

Ihre Bestellung Sarrazin, Thilo: Deutschland schafft sich ab ist eingetroffen und liegt zur Abholung bereit.

Ich hole die natürlich nicht ab. Ich vermisse das LEIDER!

Text TaxiBerlin

08.09.2010

VORTRÄGE

Da gibt es doch echt jemanden, der nennt seinen Blog VORGESTERN NACHT IM TAXI, oder so ähnlich?! Das muss man sich mal vorstellen! Ich meine, ich wäre froh, wenn ich mich noch an heute Nachmittag erinnern könnte! Was setzt dieser Mann, respektive Frau, voraus?!

Und dann hat der, oder doch eher sie(?), mich auch noch verlinkt. Oder war es so, daß ein Link erwünscht war? Ich weiß es echt nicht mehr genau. Mein Metablogger meinte heute lediglich: „Früher wurdest du gelinkt, heute wirst du verlinkt!“, womit er irgendwie auch recht hat.

Wie dem auch sei, ob ver- oder auch nur gelinkt, du bist heutzutage, ob du es willst oder nicht, sowieso am Arsch. Du glaubst mir nicht? Dann schreib ein Buch, wo drin steht, was du wirklich denkst, und sei sicher, es wird nicht gedruckt.

In dem Sinne herrscht in diesem Land dann doch „Rechtssicherheit“, was aber trotzdem keine „Sicherheit“ bedeutet, auch wenn du dir „sicher“ sein solltest. Übrigens auch was den "Rechtstaat" betrifft, was nicht identisch ist mit einem "Rechtsstaat"! Wie dem auch sei, in jedem Fall, gibt es Länder, wo alles noch viel schlimmer ist als bei uns ...

Damit endlich mal jemand in dieser Frage Rede und Antwort steht, hat mich der wunderbare Robert Weber in sein Studio gebeten. Zum Glück habe ich etwas Zeit bis zum Sendtermin, um mir die schlimmsten Plagiate noch aus dem Internet zu saugen. Denn auch hier gilt: „Schreib ab, wo du kannst, und lass dich dann dabei erwischen!“

Bleibt also dran, oder wie Robert Neudeutsch zu sagen pflegt: „Stay Tuned!“

Text TaxiBerlin

NACHTRÄGE


Der erste Nachtrag betrifft die Einladung zur Fleischklößchensuppe mit viel Fleisch und einem Kasten Oktoberfestbier dazu. Robert Weber hat mich darauf aufmerksam gemacht, daß er eine Einladung zum Nachmittag hat, ich aber von heute Abend geschrieben hatte. Ich wies ihn darauf hin, daß Abend dann sei, wenn das erste Bier geöffnet wird, was Robert mit Erleichterung zur Kenntnis nahm.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich meine Leser zum wiederholten Male darauf hinweisen, daß es sich bei meiner AUTOFI[C]KTION um „Unwahre Geschichten aus dem wahren Leben eines Berliner Taxifahrers“ handelt. Als endgültiger Beweis des Wahrheitsgehalts meiner Behauptungen müssen nachfolgende liebevoll arrangierte Fotos ausreichen.


Beim zweiten Nachtrag geht es um das Ende des Blogeintrags NACKTE-FRAUEN-FÖLGELN.DE vom Montag. Der vorletzte Satz muss lauten:

"Fürs nächste Vorbeifahren nahm ich mir vor, zu fragen, ob die beiden FÖGELN oder VÖGELN, oder einfach nur FICKEN, oder gibt es schon VICKEN außerhalb der FI[C]KTION?"

Fotos&Text TaxiBerlin

10 DINGE WARUM BIER BESSER IS ALS FRAUEN


Ich habe keine Ahnung, warum gerade diese Schlüsselwörter (Keywords) zum auffinden meiner Seite führen soll. Mein Analytiker sagt aber, daß kein Zweifel besteht. Immerhin scheint es eine Frage zu sein, die jemand gerne beantwortet haben möchte. Hier nun mein Versuch einer Antwort:

1. Bier ist preiswerter

2. Man kann mehrere an einem Abend haben (sogar gleichzeitig!)

3. Die Trennung ist unkomplizierter

4. Es gibt Flaschenpfand

5. Bier gibt es überall

6. Es riecht besser (auch aus dem Mund später!)

7. Es gibt mehr Bier als Frauen

8. Bier widerspricht nicht

9. Es ist auch gut für deinen Körper

10. Und sieht vor allem besser aus! (als manch eine Frau)

Soweit meine Antwort zur Frage eines TaxiBerlin-Users. Ich habe mir gleich einen ganzen Kasten Oktoberfestbier geholt. Der war im Angebot, und einen Bierkrug gab es gratis dazu. Außerdem habe ich eine Fleischklößchensuppe mit viel Fleisch gemacht. Eingeladen sind für heute Abend die üblichen Verdächtigen: der wunderbare Robert Weber und mein Metablogger.

Text TaxiBerlin

07.09.2010

NACKTE-FRAUEN-FÖGELN.DE


Lautet DAS Keyword des gestrigen Tages, was irgendein Volltrottel eingegeben hat, um auf meinen Blog zu stoßen. Ich meine, daß die Frau nackt sein sollte, da muss ich ihm schon recht geben. Das macht sich immer besser. Aber doch nicht beim FÖGELN! Wo sind wir denn? Ist das noch Deutschland? Ist das noch Berlin? Und was sagt eigentlich die Neue Deutsche Rechtschreibung dazu?

Gestern war ja insgesamt so ein Tag, den man gerne schnell wieder vergessen möchte. Erst 'ne Fehlfahrt. Dann gleich vier Typen zur Messe - von Mitte aus. Alle vier wogen knapp drei Zentner - jeder für sich! Keine Ahnung wie die das in meiner kleinen Sardinenbüchse ausgehalten haben. Zum Glück haben sie nicht gefragt, ob das auch ein "richtiger" Mercedes wäre. Das würde voraussetzen, daß es auch "falsche" gibt.

Ein weiterer Glücksfall war, daß mir der Pförtner an der Messe gerade noch rechtzeitig ausweichen konnte, sonnst hätte ich den auch noch erwischt. Ich muss meine Augen wohl bei der Dame gehabt haben, die nach einem anstrengenden Messetag die Schuhe gewechselt hat. Allerdings ist es nicht nur bei den Schuhen geblieben, sondern die Strumpfhosen und der Schlüpfer wurde gleich mit ausgezogen.

Und das, wo es doch gestern gar nicht mehr so heiß war. Aber vielleicht hatte sie ja einfach Hitzewallungen. Soll ja vorkommen, ab einem bestimmten Alter. Naja, auf jeden Fall war die Tante zumindest halbnackt und der Pförtner, der das auch beobachtet hatte, nahm mich und meinen Blindflug im letzten Moment war, um sich rettend in seine Pförtnerloge zu werfen.

Ich habe nur kurz ausgeladen und mich dann gleich wieder hinten angestellt. Das machte Sinn, es war die richtige Zeit. Und, was soll ich euch sagen, was ich sah, als ich kurz darauf die Pförtnerloge erneut, nun mit Fahrgästen, passierte. Der Pförtner, der gerade noch von der Schippe gesprungen war, machte nun mit der Frau, die kurz vorher Schuhe, Strumpfhose und Schlüpfer gewechselt hatte, in seiner Pförtnerloge rum.

Vor Schreck hätte ich fast die geschlossene Schranke umgefahren. Im Vorbeifahren sah ich noch, daß beide nicht nackt waren, was meine Eingangs aufgestellte These, daß nackt immer besser ist, zumindest relativiert. Fürs nächste Vorbeifahren nahm ich mir vor, zu fragen, ob die beiden FÖGELN oder VÖGELN. Das dauerte allerdings einen Moment, die Fahrt ging nach Mitte. Als ich zurück kam, war die Pförtnerloge aber leider schon VERWAIST ...

Text TaxiBerlin

06.09.2010

SARRAZINS ENDE

Das steht nicht etwa im SPIEGEL, auch wenn er dort, wie ich gerade zur Kenntnis nehmen musste, auf dem Titel ist, sondern nur beim METABLOGGER. Mich quälen im Moment ganz andere Sorgen. Mein Kühlschrank muffelt von dem Spinat und der Hefe im abgetauten Eisfach. Hab ihn auch schon mit Alkohol von DR. BECKMANN ausgewischt - mit nur mäßigem Erfolg. Früher gab es, woweit ich mich erinnere, einen speziellen Geruchsneutralisierer für den Kühlschrank. Aber glaub nicht, daß du den heute noch bekommst. Immer das selbe: Dinge, die der Mensch wirklich braucht, gibt es plötzlich nicht mehr. Dafür immer mehr Quatsch wie ...., fällt mir gerade nicht ein.

Mal was anderes: Die BAR25 soll mal wieder zugemacht werden. Diesmal sei es definitiv, verriet mir gestern eine Insiderin, genauso wie die letzten Male. Ich sage das nur, weil es Kollegen gibt, die sich auf den speziellen Shuttle-Service von dort zum OSTBAHNHOF spezialisiert haben. Es gilt mal wieder durchzuarbeiten bis Dienstag den 14.September. Danach können sie dann wieder wie gehabt am Ostbahnhof rumstehen.

Jetzt füllt sich langsam die Räucherhöhle, auch Internet-Cafe genannt. Der Betreiber ist, soweit ich das beurteilen kann, Türke. Besucht wird es aber vorzugsweise von Asiaten. Die spielen die ganze Zeit am Glücksspielautomaten rum und rauchen. Nebenbei schauen sie Fernsehen. Gewinnen tuen sie nie etwas, auch wenn sie manchmal so laut schreien, als hätten sie es. Keine Ahnung, was das alles wieder zu bedeuten hat.

Nach dem Aufstehen war ich übrigens gleích beim Nachbarn, bei dem ich sonst am Netz hänge. Wir sind zwar einen erheblichen Schritt weiter gekommen, aber mein "Zugriff" ist immer noch "eingeschränkt" - zumindest von ZUHAUSE aus. Nachher bin ich noch von einer Amerikanerin zum Mittag essen eingeladen. Sie ist aus New York und hat eine Art Gourmet-Blog. Das witzige ist, daß sie ausgerechnet Taxifahrer nach deren Geheimtipps fragt. Da habe ich mich natürlich sofort gemeldet. Aber keine Angst. Von mir gibt es keine Geheimtipps. Dann sind es ja keine mehr. Von mir bekommt sie einfach ein teures Lokal im Kietz gezeigt, wo ich schon lange mal hingen wollte ...

Mahlzeit!

Text TaxiBerlin

05.09.2010

MEIN BERLIN. MEIN ZUHAUSE.

Wem ist auch schon mal aufgefallen, daß die Berliner U-Bahn einen eigenen, ganz typischen Berliner Geruch hat, der sich von dem in Frankfurt am Main, Hamburg, Stuttgart und München unterscheidet. Gerne möchte ich dir, der auch gerne so wie ich, immer wenn er nach Hause komme, voller Überzeugung ausrufen möchte: MEIN BERLIN. MEIN ZUHAUSE., sagen woran das liegt. Die Antwort ist ganz einfach, fast so einfach, wie jeder Berliner werden kann: Es liegt an den Bremsen der U-Bahn, die offensichtlich in jeder der genannten Städte von einem anderen Anbieter sind, oder deren Verbrennungsgeruch vermischt mit der Berliner Luft eben einfach speziell riecht.


Wie dem auch sei, ich musste bei meinen neuen Nachbarn vorbei. Die Lagen noch in den Betten, Zumindest war bei denen noch die Tür zu. Das verstehe ich nicht. Wo die doch so früh ins Bett müssen …


Oder sind die vielleicht beim Beten. Das mache ich neuerdings immer auf dem Flughafen. Weil ich so eine Angst vorm Fliegen habe. Und das, obwohl ich vom Sternzeichen her ein Luftzeichen bin. Verstehe es wer will, ich nicht. Beten heißt dort übrigens Meditieren. Das kommt jetzt nicht von irgendwelchen Tieren. Naja, zumindest habe ich keine Tiere im Raum zum Meditieren gesehen. Menschen waren aber auch nicht da. Die standen wohl an der Passkontrolle an oder saßen schon im Flieger.


Apropos Flieger: Es kommen wieder verstärkt Propellermaschinen zum Einsatz. Woran das liegt? Keine Ahnung! Am Aufschwung? Welcher Aufschwung? Ich weiß es auch nicht - er soll aber für die steigenden Mieten auch in Berlin verantwortlich sein. Aber ich komme vom Thema ab …


Zurück zum Thema dieses Eintrags: Ich bin schon wieder auf der Straße. Also mit dem Taxi! Flaschensammeln war ja gelogen. Trotz Funkausstellung ist das Geschäft eher lau. Zum Glück wird es nachts kalt, was das Geschäft zumindest etwas anheizt. Gestern war ich zur Wohnungsneueröffungsfeier nach Renovierung beim wunderbaren Robert Weber eingeladen. Solche Einladungen bringen mich immer in dieselbe Zwickmühle: Arbeiten oder Saufen? Manchmal gehe ich noch nicht mal vorbei, wenn ich eine Einladungen erhalte. Aber mit der Zeit bekomme ich gar keine Einladungen mehr. Taxifahren kann echt asozial machen. Das konnte und wollte ich Robert nicht antun. Schließlich hatte er mich ja zur Fahrt zum Baumarkt gebucht. Seine Wohnung ist schön geworden. Steckt viel Arbeit drin. Und das im heißen Juli dieses Jahres. Bevor ich nun aber ganz und gar vom Thema abkomme, noch folgender Vorschlag von Robert Weber. Er macht diesen Monat mal wieder Radio und hat mich zum Thema „Fremd im eigenen Land" eingeladen. Ich habe versprochen zu kommen, allerdings nur unter der Bedingung, daß keiner die Sendung hört. Das sicherte mir Robert sogleich mit folgenden Worten zu: „Die Sendung hört sowieso keine Sau!“

Mit Berlin ist es ja auch schon so weit, daß ich mich fremd in der eigenen Stadt fühlen. Und das liegt nicht an den Leuten mit Hintergrund. Obwohl die, an denen es liegt, ja eigentlich auch einen Hintergrund haben – einen viel schlimmeren sogar. Wie dem auch sei: Ich empfehle die Schilder der GSW am Hauseingang mit der Aufschrift: MEIN BERLIN. MEIN ZUHAUSE.

Fotos&Text TaxiBerlin

04.09.2010

Ich bin dann mal OFF

Früher, als ich noch online war, also an der Leine lag, kam ich tagelang nicht raus aus meiner Hütte. Heute, ohne lästige Leine, schaffe ich es sogar bis zur Räucherkammer um die Ecke, auch Internet-Cafe genannt. Was ist passiert? In Bulgarien hing ich ganz bequem bei der Nachbarin am Netz und wollte dies auch in Berlin wie zuvor beim Nachbarn fortsetzen, da kommt mir prompt irgendsoein blöder Netzwerkadapter in die Quere, der aus welchen Gründen auch immer plötzlich abgeklemmt sein soll.

Eine späte Rache der Bulgaren? Oder doch nur die Software? Wie dem auch sei, ich sitze hier in einer Opiumhöhle bei Musik von EMINEM und versuche mit der Welt in Kontakt zu treten. Mein PC (Personal Computer) AT HOME findet zwar irgendwelche Netzwerke, kann sich aber nicht verbinden. Wer Rat weiß, soll sich bitte bei mir melden. Die Zeit drängt! Man kann nur heute und morgen umsonst bei EBAY einstellen! Und mein Netzwerkadministrator hat erst am Dienstag nachmittag für mich Zeit.

Bis dahin kann ja sonstwas passiert sein. Beispielsweise Sarrazin gekreuzigt sein. Die sechzehner Nägel sollen schon für ihn bereitliegen. Dabei hat der Mann doch gar nichts getan. Er soll lediglich gesagt haben, daß er für einen guten Witz sogar eine Freundschaft opfern würde, was ich sogar verstehe. Aber jetzt, also mit seinem Buch, hat er doch gar kein Witz gemacht - und trotzdem hat der Mann keine Freunde mehr! Das ist nicht fair.

Doch zurück zu meinen Problemen. Wie gesagt, ich bin gerade OFF. Deswegen die Nachrichtensperre. Obwohl es genug zu berichten gäbe: Rückflug mit Propellermaschine (hat das den PC verwirrt?), Mietnomaden nicht nur im Taxi (auch in Haus & Hof!), ein halbrenoviertes Treppenhaus (vielleicht fahre ich gleich nochmal in Urlaub, damit auch die andere Hälfte renoviert?!), ein abgetauter aber stinkender Kühlschrank (wer hat denn den Spinat und die Hefe im Eisfach vergessen?) ... Stinken tut auch der Abfluss im Bad - hat er aber schon vorher getan!

Egal! Mir geht es gut! Bin gut zugeräuchert und zugedröhnt von EMINEM. Der meint es auch nur gut. Zum Glück gibt es auch Bier, was man aber gar nicht mehr braucht. Die halbe Stunde kosten den halben Euro - das ist fair! Schließlich muss ich sparen. Der Netzweradministrator arbeitet am Dienstag auch nicht umsonst. Aber die Sache mit EBAY ärgert mich schon. Ich wollte doch an diesem Wochenende offiziel das Weihnachtsgeschäft eröffnen! Und nun das ...

Aber vielleicht hilft mir ja vorher jemand. Soll ja auch nicht umsonst sein! Bitte melde dich unter 015784496835, du (bisher) namenloser Retter eines nahmhaftens Blogs! Du wirst nicht nur lobend erwähnt werden von TaxiBerlin. Nein, du bekommst auch eine Fahrt innerhalb Berlins umsonst. Das Angebot gilt aber nur bis morgen!

Text TaxiBerlin