21.04.2020

ANGST STATT AUFKLÄRUNG


Das Buch der Stunde

"Öffnungsdiskussionsorgien" ist die neueste Wortschöpfung unserer Bundeskanzlerin, die damit meint, dass es keine lange Diskussionen darüber geben soll, wann der de facto Ausnahmezustand beendet wird. Geht es nach Angela Merkel, soll es am besten gar keine Diskussionen geben, obwohl gerade in der jetzigen Situation, in der immer offensichtlicher wird, dass es mehr als nur eine Meinung gibt, eine solche Diskussion notwendig wäre. Unter den Diskussionswilligen sind auch jede Menge Fachleute aus dem Bereich Humanmedizin, im Gegensatz zu Herrn Wieler vom Robert-Koch-Institut (RKI), der als Veterinärmediziner vermutlich noch nie einen Menschen, zugegeben das klügste Haustier, behandelt oder gar obduziert hat, die zur Aufklärung beitragen können und auch wollen, wenn dies politisch gewollt wäre. Angela Merkel verfolgt offensichtlich ein anderes Ziel, das sie so formuliert: "Wir dürfen uns keine Sekunde in Sicherheit wiegen", mit anderen Worten: Angst statt Aufklärung. Was es mit diesem Phänomen auf sich hat, darüber klärt, wenn gewünscht, das aktuelle Buch "Angst und Macht" von Rainer Mausfeld, Professor an der Universität Kiel, mit dem Untertitel "Herrschaftstechniken der Angsterzeugung in kapitalistischen Demokratien" auf. Das Buch trägt den Aufkleber "Spiegel Bestseller", ist damit also nicht nur als "gut und wertvoll" befunden, sondern darüber hinaus auch "politisch korrekt", auch wenn nicht sicher ist, dass man es beim Spiegel gelesen und auch verstanden hat, aber vielleicht steht es gerade genau deswegen auf der Liste. - Heutzutage ist alles möglich.

Foto&Text TaxiBerlin

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