05.06.2020

"Demokratie im Mauerpark"



Im Mauerpark an der Eberswalder Straße
früher Prenzlauer Berg / heute Pankow

Wie es sich in einer echten Demokratie gehört, kam am Samstag bei "Demokratie im Mauerpark", möglicherweise der "Runde Tisch" von heute, ein Vertreter der "Antifa" zu Wort. Gleich zu Anfang bemerkte er nicht ohne Stolz, dass die "Antifa" den für ihn politischen Gegner sowohl vom Rosa-Luxemburg-Platz, als auch vom Alexanderplatz "vertrieben" hätte. "Vertrieben" klingt für mich nach "Flucht und Vertreibung", weswegen ich mich immer sogleich frage, was geht in Menschen vor, die immer und überall in den Krieg ziehen müssen und, wie in diesem Fall, Andersdenkende immerzu vertreiben müssen? Darüber hinaus frage ich mich, ob es wirklich die "Antifa" war, die jemand "vertrieben" hat, oder doch eher die Berliner Polizei, möglicherweise mit Hilfe der "Antifa". So wird möglicherweise eher ein Schuh draus. Aber halten wir uns an die Chronologie und vor allem an die Tatsachen. Zuerst war die "Hygiene-Demo" da, und erst danach die Demos der "Antifa", weswegen die "Hygiene-Demo" nicht die "Gegen-Demo" ist und rein logisch auch nicht sein kann, wie es von der "Antifa" im Stile Orwellschen-Neusprechs gerne behauptet wird. Der Vertreter der "Antifa" forderte am Samstag bei "Demokratie am Samstag" im Mauerpark (Gibt es eine auch nur im Ansatz ähnliche Veranstaltung der "Antifa"? Ich bin für jeden Hinweis dankbar!) die dort versammelten Demokraten und Demokratinnen auf, sich doch bitte sehr von "Faschisten", von denen es Unmengen unter ihnen geben würde, zu distanzieren. Auch hier wäre es hilfreich, Ross und Reiter zu nennen. Welcher vermeintliche "Nazi" ist gemeint, und wer hat festgelegt, dass derjenige ein "Nazi" ist. Ich frage das auch als Betroffener, denn es ist noch nicht allzu lange her, da wurde auch ich von der "Antifa" als "Nazi" bezeichnet, obwohl ich gar keiner bin. Wenn die "Antifa" dieses "Blinde Kuh" spielen will, gerne, aber dann bitte sehr nicht auf unseren Straßen und Plätzen. Liebe "Antifa", bittet hört auf mit euren Kindergartenspielen, begebt euch in die Debatte, das am Samstag war ein Anfang, und hört bitte auf, Angst auf Andersdenkende zu schüren. Und kehrt auch vor eurer eigenen Haustür, über die ich an dieser Stelle geschrieben habe. Kritisiert nicht nur den Splitter im Auge des anderen, sondern seht auch den Balken im eigenen. Geht mit gutem Beispiel voran und distanziert euch, wie es sich für echte Demokraten gehört, von Aussagen wie diesen: "Die Auseinandersetzung war nicht fair und sportlich ...", und vor allem von in diesem Geiste durchgeführte brutale Aktionen.

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Text TaxiBerlin

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