09.06.2020

Das Präventions Paradox




In George Orwells "1984" wird permanent die Geschichte umgeschrieben, allen voran was die Kriege angeht. Wer gerade der Verbündete ist, gegen den hat man in der Vergangenheit nie Krieg geführt, was natürlich gar nicht stimmt. Umgekehrt hat man gegen den, den man gerade aktuell bekriegt, schon immer Krieg geführt, was ebenfalls gelogen ist. Im Film "Brazil", der inspiriert ist von Orwells "1984", gedreht von dem Monty Python Terry Gilliam, sitzen Menschen bereits vor Monitoren im "Wahrheitsministerium" und schreiben permanent die Geschichte um. Die älteren Versionen der Geschichte werden dabei natürlich immer gleich gelöscht, sonst funktioniert es nicht. Ein Grund übrigens, warum ich Bücher bevorzuge. Bücher haben die Angewohnheit, dass man sie nicht so leicht umschreiben kann, obwohl auch das prinzipiell möglich ist, wie die Geschichte bewiesen hat. In der "Corona-Krise" wurde unter anderem auch das Präventions Paradox bemüht, der ein oder andere erinnert sich. Aktuell ist es nun so, dass der Eintrag bei Wikipedia über dieses Paradox umgeschrieben wurde. Warum, weshalb, wieso und vor allem: von wem?, das erklärt DDr. Raphael Bonelli in obigem Video in seiner bekannten charmanten Wiener Art. Für alle, die noch nie etwas vom Präventions Paradox gehört haben, erklärt er dies gleich mit. Das ist nicht nur wichtig, um die Geschichte verstehen, sondern vor allem auch die Zukunft gestalten zu können. Das geht natürlich nur dann, wenn es keine Denkverbote gibt, so wie bisher, und es immer auch Alternativen gibt, denn Alternativlos ist eine Sache praktisch nie, auch wenn uns das immer erzählt wird.

Video YouTube
Text TaxiBerlin

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