06.06.2020

"AMI GO HOME!"



von und mit Ernst Busch

Dreißig Jahre nachdem sämtliche Sowjetischen Soldaten in ihre Heimat zurückgekehrt sind, hat nun der Abzug der Amerikanischen Truppen begonnen, mit der Betonung auf "begonnen". Von den derzeit 34.500 amerikanischen Militärangehörigen werden nach dem Teilabzug immerhin noch 25.000 in Deutschland verbleiben. Alleine deswegen ist die Aufregung sowohl in den USA selbst, insbesondere aber auch hier in Deutschland über die Entscheidung der Trump-Administration nicht nachvollziehbar. Ich meine, wollten wir das nicht immer hierzulande, insbesondere "Linke", dass der Amerikaner auch endlich nach Hause geht? Ich reise auch nicht in Stiefeln und Tarnanzug in die USA ein, um von dort Drohnen in Drittstaaten zu schicken. Was ich immer mal machen wollte, ist, in Adiletten und Bademantel in San Francisco oder wegen mir auch Los Angeles zu landen, um Haltung zu zeigen oder wegen mir auch ein Zeichen zu setzen, und zwar das des Friedens. Und vielleicht mache ich das irgendwann auch mal, denn Adiletten und Bademantel sind heute das, was früher die Friedenstaube war, glaube ich. Eins ist jedenfalls sicher: Das Fliegen soll schon demnächst wieder erlaubt werden. Im Flugzeug scheint das mit dem Mindestabstand nicht so wichtig zu sein, Hauptsache man kann mit Meilen Punkten, aber das ist schon wieder ein anderes Thema. Zurück zum Titel "AMI GO HOME!", der ist vom alten Spanienkämpfer Ernst Busch, der vor allem durch seine Interpretationen von Brecht-Songs bekannt und bis heute dem ein oder anderen in Erinnerung ist. Busch, der den Slogan "AMI GO HOME!" nicht erfunden, sondern nur "aufgegriffen" hat, hat das Lied 1950 in der DDR veröffentlicht, wo es zumindest am Anfang "viel und gerne" gesungen wurde. Die DDR gibt es nicht mehr, aber Musik aus der DDR gibt es noch, und manch ein Titel ist aktueller denn je.

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Text TaxiBerlin

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