14.05.2020

"Was gesund ist, bestimmt Bill Gates" (Teil 2)


Was bisher geschah: Deutschlandradio Kultur veröffentlicht zwei Beiträge von Thomas Kruchem. Der erste Beitrag erscheint am 16.05.2017 und hat den Titel "Das Dilemma der WHO", der zweite erscheint am 17.07.2018 mit dem Titel "Was gesund ist, bestimmt Bill Gates", was aktuell in den Titel des ersten Beitrags "Das Dilemma der WHO" umgeändert wurde. Warum Deutschlandfunk Kultur so verfährt, kann nur vermutet werden. Vor dem Vermuten muss allerdings ausdrücklich gewarnt werden! Man begibt sich damit bereits in den Bereich von Verschwörungstheorien, wovor dringend abzuraten ist.

Was die Faktenlage angeht, so scheint es (zumindest im Moment noch) sicherer zu sein, in der Chronologie weiter zurück zu gehen, beispielsweise in das Jahr 2015 oder um genau zu sein ins Jahr 2014. Im Januar des Jahres 2015 wurde das Wort "Lügenpresse" zum Unwort des Jahres 2014 erklärt. Im selben Jahr, also ebenfalls im Jahr 2014, wurde Claas Relotius als "Journalist des Jahres" ausgezeichnet. Der ein oder andere erinnert sich, nachdem Claas Relotius bei der Neuen Zürcher Zeitung wegen seinen Lügengeschichten rausgekickt worden war, durfte er danach beim Spiegel weiter schreiben und mit seinem Münchhausen-Journalismus zu wahrer Höchstform auflaufen.

Der Volksmund wusste damals zeitnah Bescheid, wie das häufig beim Volksmund der Fall ist. Ich selbst hinke zugegebenermaßen, obwohl ich in meinem Taxi viele Kontakte mit ganz unterschiedlichem Volk habe, mit meinem "Claas-Relotius-Preis", den ich erst vier Jahre nach dem Abgang des Namensgebers beim Spiegel ausgelobt habe, zeitlich hinterher. Nun will ich's besser machen, bin mir nur nicht sicher wie, deswegen meine Frage: Ist Thomas Kruchem bzw. Deutschlandradio Kultur für seine beiden Beiträge mit ein und dem selben Titel, was auch nur daran liegt, dass nur einer nachträglich umbenannt wurde, des Preises würdig? Ich kann mir nämlich gut vorstellen, dass uns dieses Jahr noch weitaus bessere Kandidaten ins Haus stehen werden.


Text TaxiBerlin

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