07.05.2020

Grundgesetz als Grund für Verhaftungsstraße ?




Wo sich die neue Verhaftungsstraße genau in Berlin befindet, das ist immer noch ganz geheim. Was klar zu sein scheint, ist, dass bereits das Zeigen des Grundgesetzes ausreicht, um in sie verbracht zu werden. Hundertprozentig sicher bin ich mir allerdings nicht. Die genaue Ansage des Polizisten an die junge Frau (übrigens ein/e "Wirrkopf*in" oder auch ein/e "Spinner*in", zumindest wenn es nach Rainald Becker von Öffentlich/Rechtlich geht) die in obigem Video unser Grundgesetz im Arm hält, lautet: "Sie sollten es jetzt wegpacken, ansonsten müssen wir sie hier vom Platz führen." Was damit genau gemeint ist, und ob die gemeinsame Reise mit dem Polizisten auch wirklich in die Verhaftungsstraße geht, das weiß man erst, wenn man selbst mal mit dem Grundgesetz unterm Arm in unserer Stadt unterwegs war. Das kann ich jedem nur empfehlen, insbesondere denen, die in der Vergangenheit nicht müde wurden zu behaupten, sie würden dann aufstehen wollen, wenn das Grundgesetz in Gefahr sei. Ich bitte jetzt schon mal um Entschuldigung, wenn ich gerade ihren Tiefschlaf im Schlaflabor "D" gestört haben sollte.

PS: Ich bin darüber hinaus für jeden Hinweis darauf dankbar, wo genau sich die neue Verhaftungsstraße in unserer schönen Stadt befindet, und ob es evtl. schon mehrere Verhaftungsstraßen gibt, um sie in meinem Stadtplan nachtragen zu können, damit ich weiß, wo ich hinfahren muss, falls ein Fahrgast in eine Verhaftungsstraße gebracht oder aus ihr abgeholt werden möchte. Ich befördere nämlich auch "Wirrkopf*in" und "Spinner*in" mit meinem Taxi, schließlich habe ich die Beförderungspflicht. Ich höre sie mir darüber hinaus auch an, und nicht nur das Fahrziel. In Schubladen mit den Etiketten "Wirrkopf*in" und "Spinner*in" drauf, werden sie meist von Leuten gesteckt, die selbst zu faul oder zu feige zum eigenständigen Denken sind. Das ist zumindest meine Beobachtung. Ginge es nach mir, würde es, genauso wie es für uns Taxifahrer als Lenker eines Öffentlichen Verkehrsmittel die Beförderungspflicht gibt, eine Pflicht zum selbständigen Denken und zu einer neutralen Berichterstattung für Öffentlich/Rechtlich geben, die es schon einmal gab hierzulande und eigentlich immer noch gibt (mit der Betonung auf eigentlich), ohne Schubladen und auch ohne vorgefertigte Überzeugungen, denn: "Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit, als Lügen."

Video YouTube
Text TaxiBerlin

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