11.02.2020

GANZ BERLIN HASST - ICH NICHT !


Wenn aus Hass Ernst wird

"Ganz Berlin hasst MAL WIEDER" müsste der Titel ganz genau lauten, und erneut ist es eine Partei, die da von allen Berlinern gehasst werden soll. Das ganze wäre an mir vorbeigegangen, hätte mich nicht tangiert, wenn nicht die Reinhardstraße der Ort gewesen wäre, wo mal wieder gehasst wurde, weswegen ich dort nicht durchkam, und ich mir eine andere Strecke ausdenken musste. Das ist gar nicht so einfach in Berlin, denn die Parallelstraße, der Fischbauerdamm, ist Baustellenbedingt ebenfalls komplett gesperrt, und das schon seit Ewigkeiten. Aber bleiben wir beim Hass, den es ja nur gibt, weil es auch die Liebe gibt, genauso wie es den Gutmenschen nur gibt, weil es auch den Bösmenschen gibt, besser bekannt als Besorgter oder auch Wut-Bürger. Zurück zur Liebe. Mit der halte ich es wie Gustav Heinemann, der auf die Frage, ob er diesen Staat denn nicht lieben würde, geantwortet hat: "Ach was, ich liebe keine Staaten, ich liebe meine Frau!" Und genauso geht es mir mit dem Hass. Mir ist ehrlich gesagt nicht klar, wie man eine Partei hassen kann. Ich jedenfalls hasse keine Partei, weswegen "Ganz Berlin hasst die ..." grundsätzlich verkehrt ist. Das muss ich mal ganz klar sagen. Und wer der Meinung ist, er müsse "zu seinem Glück" unbedingt irgendetwas hassen, selbst wenn es "nur" eine Partei ist, den möchte ich fragen, was bei ihm schief gelaufen ist, dass er sich an Hass-Veranstaltungen beteiligt.

Foto&Text TaxiBerlin

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen