21.01.2020

WAS NEHMEN DIE DENN ?


Brunnenstraße, früher Mitte, heute Neue Mitte

Ich bleibe bei Uber, auch wenn ich mich neulich erst hier mittels Tone Steine Scherben Song "Macht kaputt was euch kaputt macht" mit dem Großen Pauperisierer auseinandergesetzt habe, und sich auch der Gastbeitrag "I AM ANTI BERLIN" von Taxi-Kollegin Sonja mit dem Feind aller ehrlichen Taxifahrer beschäftigt. Das liegt daran, weil er umgezogen ist, wenngleich nur in derselben Straße. Und zwar in der Brunnenstraße, wo er bisher oben vom Rosenthaler kommend links vor der Bernauer ganz ohne Logo saß. Jetzt findet man ihn weiter unten rechts kurz vor der Jüdischen Synagoge an der Anklamer, vor der die Ordnungshüter Tag und Nacht präsent sind. Diese polizeiliche Präsenz ist auch gut so, und sie tut auch Not, denn wo Uber jetzt sitzt, war früher eine Apotheke, und zwar die "Zions-Apotheke". Die haben ihren Laden dicht machen müssen und wohl ihr Lager nicht geräumt. Deswegen agiert Uber nun auch so wie Uber eben agiert. Versteht plötzlich kein deutsch mehr, weswegen man keinen Brief in dieser Sprache annimmt. Oder aktuell einfach weiter fährt, obwohl man per Gesetz verboten ist. Uber selbst trifft keine Schuld. Uber nimmt nur die verkehrten Drogen. Dass es so weit kommen konnte, daran hat die "Zions-Apotheke" Schuld, die ihr Lager nicht geräumt hat. Deswegen ist es auch gut, dass die Ordnungshüter immer in der Nähe sind. Andererseits aber auch nicht so gut, und zwar wenn man "Macht kaputt was euch kaputt macht" ernst nehmen wollte.

Foto&Text TaxiBerlin

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