28.01.2020

MIT DEM TAXI NACH KÖLN


Mobiles Handyverbot auf dem Weg nach Westen

Ich war kurz mit dem Taxi in Köln. Ist jetzt auch schon wieder eine kleine Weile her. Aber bevor es verjährt ist, wollte ich es rasch noch der Welt wissen lassen. Die Welt, das stelle ich immer wieder auf's Neue fest, kommt ganz gut ohne mich zurecht. Ich merke das immer, wenn ich mal ein paar Tage nicht im Internet war, dann online gehe und feststelle, dass ich nichts verpasst habe - im Gegenteil. Denn es ist meist so, dass ich dadurch vom Allerschlimmsten verschont bleibe. So zum Beispiel vom MEGxit, dem Ausscheiden von Harry und Meghan aus ihrer Familie. (So ganz ohne Familie - ist doch schlimm, oder?)

Schlussendlich musste ich ihn dann doch zur Kenntnis nehmen, den MEGxit, so wie du jetzt meine Fahrt nach Köln zur Kenntnis nehmen musst. Übrigens, fällt mir gerade ein: Der Mann, den ich von Berlin nach Köln befördert habe, durfte trotz Handyverbots bei mir im Taxi telefonieren, denn es war ein Notfall. Was für ein Notfall genau, das darf ich nicht verraten. Was ich aber verraten kann, ist, dass der Mann die Fahrt nicht aus eigener Tasche bezahlen musste, sondern sein Arbeitgeber, also die Bahn, diese mittels Coupon beglichen hat.

Die Zufriedenheit von den Mitarbeitern der Deutschen Bahn ist extrem hoch - ganz im Gegensatz zur Zufriedenheit der Reisenden. Das habe ich von dem Mann, der schon über 30 Jahre bei der Bahn arbeitet, offline, quasi analog, also im Gespräch mit ihm erfahren. Die Mitarbeiter der Bahn sind, wenn man so will, eine große Familie. Vielleicht ist das die Lösung für Harry und Meghan, die gerade ihre Familie verloren haben. Ich könnte meine Beziehungen zur Deutschen Bahn spielen lassen. Damit die beiden nicht auf der Straße landen, würde ich sogar selbst bei der Bahn anrufen, von meinem Taxi aus und mit dem Handy - trotz Handyverbots! Ist schließlich ein Notfall.

Foto&Text TaxiBerlin

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