24.12.2019

MEIN KAMPF GEGEN RECHTS


E-Roller Fahrer mit drei E-Rollern aber ohne Plan

Pünktlich zum Fest der Liebe und der Verständigung möchte auch TaxiBerlin seinen bescheidenen Beitrag beim Kampf gegen Rechts leisten und Haltung zeigen, wie man heute wieder sagt. Bei der Haltung, das weiß TaxiBerlin noch von früher, kommt es vor allem darauf an, dass es die richtige ist. Obwohl, manchmal frage ich mich, ob es sich mit der Haltung nicht ganz genauso verhält, wie mit dem Journalismus, von dem Orwell meinte: "Journalismus heißt, etwas zu drucken, von dem jemand will, dass es nicht gedruckt wird. Alles andere ist Public Relations." Denn so kommt mir auch das Haltung zeigen vor, oder zumindest das, was heute (einmal mehr) darunter verstanden wird. Doch zurück zum Kampf gegen Rechts, und hier zu meinem bescheidenen Beitrag. Der besteht darin, dass ich neuerdings nur noch links abbiege, was den Fahrgast selbstverständlich immer erst einmal verwirrt. Bis ich es ihm erkläre. Dann versteht er es.

Fahrgäste sind oft ein bisschen blöd, aber wenn man ihnen die Welt richtig erklärt, mit der richtigen Haltung - versteht sich, dann sind sie schon nicht mehr ganz so blöd. Das muss man aber erstmal üben, also mit der richtigen Haltung die Welt erklären, während man links abbiegt, obwohl der Fahrgast nach rechts wollte. Denn links abbiegen birgt viel mehr Gefahren in sich als rechts abzubiegen. Beim rechts abbiegen muss man nur auf die Fußgänger und die Radfahrer aufpassen, die oft auch ziemlich blöd sind, was aber ein anderes Kapitel ist. Beim links abbiegen muss man zusätzlich noch auf den Gegenverkehr achten und dann erst auf Fußgänger und Radfahrer.

Danach kommt das schwierigste: die Wende, beim Amerikaner auch als U-Turn bekannt. Die Wende oder auch der U-Turn ist notwendig, um wieder in die richtige Richtung zu gelangen. Vielleicht das wichtigste und zugleich das schwierigste im Leben: die richtige Richtung beibehalten. Seine Richtung zu verlieren geht schneller als man denkt. Dann muss man anhalten und steigt am besten immer erstmal aus, um ein bisschen Abstand zu bekommen. Meist bringt einen das aber nicht wirklich weiter, vor allem wenn man selbst vor Ort nur eine "Base" hat oder ganz und gar nur auf der Durchreise ist. Oft hilft dann nur noch "Locals" also Eingeborene nach dem Weg zu fragen. Vergesst GoogleMaps, redet mit- und nicht übereinander.

Foto&Text TaxiBerlin

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