10.02.2019

YOU ARE (NOT) WELCOME


Auf dem Zentralen-Omnibusbahnhof (ZOB)

Nicht nur im Taxi, aber auch dort, passiert es in letzter Zeit immer öfter, dass die Dinge vom Kopf auf die Füße gestellt werden. Im Unterschied zu früher erledigen das heutzutage die Fahrgäste meist selber. Das ist, so denke ich, eine sehr positive Entwicklung, die damit zu tun hat, dass immer mehr Menschen vielleicht nicht wissen, aber immerhin doch spüren, dass sie irgendwie im falschen Leben sind, dass ihre Gefühle immer weniger zu dem passen, was aus ihrem Mund herauskommt. Man merkt das beispielsweise daran, dass der Körper, oder wegen mir auch die nonverbale Kommunikation, etwas ganz anderes ausdrückt, als das verbalisiert Gesagte. Ich will ein Beispiel machen, damit es klarer wird: Offiziell wird der Berlin-Besucher mit dem Slogan "Welcome To Berlin" am Zentralen-Omnibusbahnhof (ZOB) am Messedamm Ecke Masurenallee begrüßt. Im selben Moment ist der Bahnhof aber eine riesengroße Baustelle, deren zentraler Bereich gesperrt ist, und wo die Busse irgendwo am anderen Ende kurz vorm Kaiserdamm bereitstehen. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber "You Are Welcome" sieht bei mir anders aus.

Kurz zusammengefasst: Noch wichtiger als das Gesagte ("You Are Welcome") ist meist das Nicht-Gesagte ("You Are Not Welcome").

Foto&Text TaxiBerlin

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