09.10.2018

"VON GAULAND LERNEN?"


Alexander Gauland zählt zumindest für die Medienhure zu den Bösen. Für den unvermeidlichen Jakob Augstein scheint der Fall nicht so klar zu sein. Immerhin hat seine aktuelle Kolumne den Titel "Von Gauland lernen?". Es geht dabei um einen Artikel von Alexander Gauland in der FAZ. Jakob Augstein bescheinigt seinem Autor, also Alexander Gauland, dass er "einen klugen Text über die deutsche - und die westliche - Misere geschrieben" hat. Jakob Augstein geht aber noch einen Schritt weiter, er zitiert in seiner Kolumne darüber hinaus Alexander Gauland, und zwar mit dem Satz: "Der Regen, der in ihren Heimatländern fällt, macht sie nicht nass." Gemünzt ist der Satz auf die so genannten Globalisten, über die Alexander Gauland, so Jakob Augstein: "mit einer eigenartigen Poesie schreibt, aus der gar nicht Verachtung oder Unverständnis spricht, sondern beinahe eine traurige Sehnsucht." Jakob Augstein bescheinigt Alexander Gauland: "man muss ihm zugestehen, dass er die Schwerkräfte richtig beschrieben hat, die an den westlichen Gesellschaften zerren." Das ist interessant und wird den ein oder anderen überraschen, dass ein Vertreter der Partei, die alle hassen sollen, etwas richtig beschreibt. Alexander Gauland zieht selbstverständlich, geht es nach Jakob Augstein, die falschen Schlüsse: "Natürlich irrt er kolossal." Das ist nicht nur klar, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Von Böse sprach Jakob Augstein übrigens in seiner Kolumne nicht, aber immerhin von "fies".

Text TaxiBerlin

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen