06.07.2018

DER ANTIMOSLEM



Vorsicht, Karikaturen!

Da ich mangels Kundschaft mit jedem Tag mehr freie Zeit habe im Taxi, komme ich immer öfter zum Lesen, Schreiben und auch zum Denken. Insbesondere das Denken wird weitgehend unterschätzt. Ist es unter diesen Umständen wirklich eine so gute Idee, das Denken immer mehr von Menschen geschaffene künstlichen Intelligenzen zu überlassen? Machen wir uns nichts vor: Künstliche Intelligenz kann niemals klüger sein als der Mensch, der sie geschaffen hat. Deshalb hätte der Mensch schon viel früher künstliche Intelligenzen schaffen sollen, und zwar als er noch klug war. Jetzt ist es definitiv zu spät.

Dies ist keine Vorrede, sondern der Grund, warum ich mich etwas schwer tue mit dem eigentlichen Thema. Meiner Erfahrung nach sind immer mehr Menschen heutzutage kaum noch in der Lage, einfache Sachverhalte zu erfassen, alleine weil ihnen die Fähigkeit fehlt, sich länger als ein, zwei Minuten auf ein Thema zu konzentrieren. Vom Verständnis komplexer Zusammenhänge ganz zu schweigen. Und doch wage ich mich genau an einen solchen komplexen Zusammenhang heran. Dazu muss man wissen, dass ich das aber für mich tue, denn wer den Leser kennt, tut bekanntlich nichts mehr für den Leser.

Das meinte zumindest Kollege Nietzsche in seinem "Zarathustra". Den Zarathustra gab es wirklich, er lebte einige Jahre vor Christus und war seinerseits auch ein Religionsstifter. Der "Antichrist" ist ebenfalls keine Erfindung von Freund Nietzsche, er kommt immerhin schon im Neuen Testament vor, sozusagen als Gegenspieler von Jesus Christus. Auch den "Antimachiavell" gibt es wirklich, Friedrich der Große hat ihn verfasst und Voltaire hat ihn herausgegeben. "Der Antimachiavell" ist der "Versuch einer Kritik" an Machiavellis "Der Fürst". Sucht man nun aber nach einem "Antimoslem", so sucht man vergeblich. Das Internet, und nicht nur das, kennt keinen "Antimoslem". Es kennt, warum auch immer, nur "Islamfeindlichkeit" und "Islamophobie".

Was wohl eine künstliche Intelligenz dazu sagen würde, dass es zwar den "Antichrist" und auch den "Antimachiavell" gibt, aber keinen "Antimoslem", und warum man, wenn man den "Antimoslem" sucht, sogleich bei "Islamfeindlichkeit" und "Islamophobie" landet. Und auch dazu, warum keiner auf die Idee kommt, den "Antichristen" als "Christenfeindlich" und "Christophob" zu bezeichnen, oder den "Antimachiavell" als "Machiavellifeindlich" und "Machiavellophob"?

Was dem Christen das Christentum und dem Juden sein Judentum ist dem Moslem sein Islam, die "Unterwerfung unter Gott". Dazu muss man wissen, dass es DEN Islam nicht gibt. Nur, wenn es DEN Islam nicht gibt, wie kann man dann sicher sein, dass DER Islam zu diesem oder jenem Land gehört oder eben nicht? Was man mit Sicherheit weiß, ist, dass im Islam zwischen Gläubigen und Ungläubigen unterschieden wird. Christen und Juden gehören im Islam auch zu den Ungläubigen (oder genauer "Leugnern"), sind aber gleichzeitig auch so genannte "Schutzbefohlene", die eine "Kopfsteuer" zu zahlen haben. Alle anderen sind einfach nur Ungläubige ("Kuffär" genannt), also im Prinzip das, was früher die Untermenschen waren.

Das hört sich jetzt alles nicht wirklich toll an, aber was hat das nun mit dir zu tun, fragst du dich nicht ganz zu Unrecht. Im Prinzip Nichts. Du kannst auch weiterhin deinen "Life of Brian" gucken, Monty Pythons geniale Persiflage auf das Leben von Jesus Christus. Was du nicht machen solltest, ist, auf die Idee kommen, einen solchen Film über Mohamed zu drehen. Das könnte nicht nur, nein das wird ins Auge gehen, das garantiere ich dir. Da versteht der Moslem keinen Spaß, sondern wird seine "Umma" anrufen, die Gemeinschaft aller Moslems. Vielleicht kommst du mit ein paar Peitschenhieben davon, im dümmsten Fall droht Steinigung - man kennt das aus Filmen.

Als Frau wirst du dich über kurz oder lang an das Kopftuch gewöhnen müssen. Auch wenn dir das heute noch unvorstellbar erscheint, so sind Kopftücher doch auch nur modische Accessoires, ganz so wie Zwangsjacken, Maulkörbe und Handschellen. Übrigens: Für deinen Mann darfst du auch weiterhin deine erotische Unterwäsche tragen. Unter Umständen darfst du das nicht nicht nur, sondern musst es sogar. Aber du wirst ja sehen. Lass dich einfach mal überraschen.

Für viele ist nicht das Verbot von Schweinefleisch das schlimmste, sondern die erwähnte Humorlosigkeit. Wir wollen aber bei aller berechtigter Kritik die positiven Seiten des Islam nicht verschweigen, allen voran die Vielweiberei. Bis zu vier Frauen darf ein Moslem haben. Mohamed hatte mehr, was auch daran lag, dass er es sich leisten konnte. Mann muss es sich aber nicht nur leisten können, sondern Mann soll alle seine Frauen darüber hinaus auch gleich behandeln - vielleicht das allerschwerste an dieser Religion.

Ach so, bevor ich es vergesse, ganz wichtig: Auch Karikaturen vom Propheten kommen, wie manch ein Karikaturist leidvoll am eigenen Leib und auch Leben erfahren musste, nicht gut an beim Moslem.

Du fragst dich, wie du mich nennen sollst, und dir fällt nichts besseres als Rassist ein? Aber ist Religion denn eine Rasse? Du überlegst jetzt Nazi oder Faschist, weil Rechter zu harmlos klingt, aber alle Rechten bei dir mittlerweile Faschisten und Nazis sind.

Ich will dir sagen, wie du mich nennen kannst. Nenn mich doch Der Antimoslem! Wobei, wenn ich's mir Recht überlege, stimmt das gar nicht. Denn alle Ideologien und Religionen neigen zur Orthodoxie und zum Dogma, und damit verbunden ist immer eine Humorlosigkeit. Vielleicht das schlimmste überhaupt, wenn man nicht mehr über sich selbst lachen kann. Deswegen sag besser Der Antidogmatiker zu mir, oder einfach nur Der Antidog, die Kurzform vom Antidogmatiker.

Video YouTube
Text TaxiBerlin

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen