22.06.2018

VON DER SELBSTVERFICKUNG ZUR SELBSTBEFRIEDIGUNG


Buch vor Poster

Obwohl ich es gar nicht wissen wollte, habe nun auch ich erfahren, warum manch einer vorm Spiel unsere Hymne nicht mitsingt. Einige Fahrgäste sind eben sehr mitteilungsbedürftig. Ich dachte immer, weil das nicht deren Hymne ist, aber das stimmt nicht. Es ist mir auch egal, denn ich weiß, dass es nicht mehr viele Möglichkeiten geben wird, sowohl zum nicht Mitsingen als auch zum Mitsingen.

Später kam mir zu Ohren, diesmal aus dem Radio, dass der Horst der Angela gedroht hätte, obwohl die die Richtlinienkompetenz hat. Das brachte mich auf die Frage, wer diese wohl im Taxi hat, wobei Richtlinienkompetenz nicht das richtige Wort ist. Ich würde es eher als Richtungskompetenz bezeichnen, und die sollte beim Fahrer liegen. Die größte Sauerei beim Taxifahren ist und bleibt aber, dass der Fahrer immer da hin fahren muss, wo der Fahrgast hin will.

Zum Schluss ging es noch um Bücher. Ein Fahrgast, um genau zu sein eine süße junge Frau, wollte von mir wissen, welches Buch ich zuletzt gelesen und mir besonders gut gefallen habe. Fast hätte sie mich da auf dem falschen Fuss erwischt, denn mir wollte absolut kein Buch einfallen, und das, obwohl ich mich seit Wochen nur noch mit Büchern beschäftige. Vielleicht lag es aber auch am Titel des Buches. Es heißt "Selbstverfickung" (gibt es wirklich!), woraus die süße junge Frau, warum auch immer, sogleich "Selbstbefriedigung" machte.

Foto&Text TaxiBerlin

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen