28.06.2018

KÖRPERSPRACHE


Berliner Körpersprache
(leicht unscharf, weil im Keller aufgenommen)

Körpersprache ist im Moment angesagt, oder sollte ich besser sagen: war? Auf jeden Fall war sie es bei uns im Radio bereits vor dieser Fussball-WM. Dazu muss man wissen, dass wir aus einem Keller senden, den zu betreten es einer sicheren Körpersprache bedarf, erst um unzählige Stufen hinunter zu steigen, und danach um den Kopf leicht einziehend das Studio betreten zu können. Im Studio selbst kann man dann wieder aufrecht stehen (man kann aber auch sitzen), die wenigen vorhandenen Mikrofone sind da flexibel. Die eigentliche Herausforderung ist das nicht vorhandene Licht. Wir sind also, das kann man ohne zu übertreiben sagen, eher Maulwürfe als Moderatoren. Das soll sich heute ändern, da tragen wir so kleine Lampen an unseren Köpfen, sie dort mittels Stirnband befestigt sind. Das ist noch mal eine ganz eigene Körpersprache. Das weiß ich, weil ich sie gestern, während das Spiel gegen Korea lief, ausprobiert habe. Vielleicht sollte man ähnliche Lampen auch beim Fussball einführen, jetzt nicht, damit die Spieler den Ball besser sehen, sondern einfach, damit sich ihre Körpersprache verbessert. Doch zurück zu unserer Sendung, zu der es nur kommt, wenn wir auch den Schlüssel vom Keller auftreiben können, und das möglichst pünktlich zu 19 Uhr. Meine Partnerin und Kollegin Layne, besser bekannt als TaxiGourmet, wird wieder an den Reglern sitzen, nachdem sie das letzte Mal wegen ihrer Pariser Taxiabenteuer verhindert war, von denen sie uns heute erzählen kann. Ausserdem werde ich versuchen den Professor für Psychologie und Psychiatrie der Universität Basel, der mir vor nicht allzu langer Zeit im Taxi saß, ans Telefon zu bekommen. Jetzt nicht wegen seiner Körpersprache, sondern wegen seinen Erlebnissen in Berliner Taxen. Die sind, das kann man ohne Übertreibung und auch ganz ohne Körpersprache sagen: wirklich spektakulär. Don't miss it!

Foto&Text TaxiBerlin

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