29.06.2018

EIN LEBEN OHNE GRAMMATIK


Am Schwarzen Brett

Gestern hat es mich nach der Sendung zum Flughafen verschlagen, und zwar zu dem einzig verbliebenen Berliner in Tegel. Da ich jemanden abholen sollte und nicht genau wusste: wo, musste ich am Monitor mit den Ankünften an der Pilotenbude, wie der kleine Imbiss nur für Taxifahrer liebevoll genannt wird, vorbeischauen. Gleich neben dem Monitor befindet sich das Schwarze Brett von uns Taxifahrern, wo ich auf obige Anzeige mit Foto des Tat-Fahrzeuges (abgeschnitten) stieß. Der Inhalt der Anzeige ist nicht schön, an dieser Stelle geht es aber mehr um die Form, genauer gesagt um die Grammatik. Nachdem vor nicht allzu langer Zeit von Regierungsseite (so weit ich mich erinnere, war es die Integrationsbeauftragte - ist sie es noch?) festgestellt wurde, dass die gemeinsame Sprache das einzige ist, was uns an Kultur verblieben ist, ist nun auch diese in Auflösung begriffen. Eine Leben ohne Grammatik - keine Frage, es ist sicherlich möglich - aber ist ein solches Leben auch lebenswert?

Foto&Text TaxiBerlin

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